Kirche & Web 2.0

Viral Evangelisierung?

By Oxford_shark.jpg: The original uploader was SGBailey at English Wikipedia.Text by the wub. (Oxford_shark.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons
Es ist ja fast schon ne ganze Weile her, daß Social Media in aller Munde war und jeder irgendwie dazu wollte. Bei kathpress.at bin ich nun auf einen Artikel gestoßen, in dem genau das wieder gefordert wird:

Kirche müsse diese neue mediale Lebenswelt aktiver nutzen, „da dies eine der zentralen Arenen der Meinungsbildung und damit des Politischen heute darstellt“.

Im Artikel geht es auch um den Einfluss verschiedener antidemokratischer Gruppierungen, der zurückgedrängt werden soll.

Ich denke sowas geht nur über den Einsatz von Privatpersonen, aber wieso nicht kirchlich gebundene Privatpersonen. Nur was kann die Kirche da tun? Aufrufen, die Stimme zu erheben, und eventuell Unterstützung geben in Form von Zahlen und Fakten, die in einer Diskussion verlinkt werden können. Vor über 5 Jahren habe ich ähnliches schon einmal formuliert.

Aber was kann Kirche denn in ihrem ureigensten Feld tun, der Verkündigung? (Sakramente übers Netz sind so ne Sache, will ich jetzt eher nicht drauf eingehen.)

Irgendwie kam mir der Gedanke, daß es doch cool wäre, per demotivational poster, image macro oder sonstigen Inhaltsformen zu verkündigen. Wenn da das ein oder andere viral geht, kann man schon viele Menschen erreichen.

Es muß nichts grundlegend Neues erfunden werden. Die Formen gibt es schon, die haben andere erfunden (Luther griff auch auf den Buchdruck zurück und auch das Flugblatt hat er wohl nicht erfunden – aber nachhaltig genutzt).

Denkbar sind auch Youtube-Videos in einer der populären Kategorien – ich hab da selbst keinen Überblick, aber die Videos lassen sich schon einteilen nach Inhalt und Struktur.

Eine mir bekannte Form ist das Let’s Play, bei dem man Computerspierlern beim Spielen zusehen kann. Mir kommt gerade der Begriff Let’s Pray in den Kopf. Kann sich jemand vorstellen, wie so etwas aussehen könnte/müßte/dürfte, wenn es so interessant sein wollte, daß es geklickt wird?

Womöglich könnte man auch systematisch an die Sache rangehen, die existierenden Formen erst mal auflisten und analysieren, wie sie funktionieren, was sie erfolgreich macht, und was eher nicht so geht.

Davon ausgehend könnte man dann eigene Exemplare entwickeln und so verkündigen. Ich weiß, das sind jetzt nur lose, unausgegorene Gedanken. Aber ich dachte, ich schreib es mal auf, bevor der Gedanke weg ist.

Was meint Ihr?

Treibgut aus dem Netz

Netzfunde: Dienstag, 15. Mai 2012

Ich hab ja schon ne Weile nix mehr geschrieben, bin auch immer noch recht unkreativ, aber ne Runde Netzfunde ist heute drin.

Peter schreibt über kranke Helden und meint damit die Spitzenmanager, die einst Popstar-Status hatten und von denen man inzwischen weiß, daß auch sie nur mit Wasser kochen.

Helmut Creutz betrachtet das System, in dem sich die Manager bewegen, unsere Wirtschaft und das Geldsystem, und schreibt, wieso die Krise kam beziehungsweise der Crash kommen muß.

Auch um Geld geht es bei Alexander Ebel, genauer: Es geht um die Kirchensteuer (und die damit zusammenhängende atheistische Propaganda). Lesenswert ist in dem Zusammenhang auch die Antwort auf den ersten Kommentar dort.

Noch mehr Kirche, jetzt aber um unsere katholischen Geschwister: Der Mai scheint im Katholizismus mit Maria in Zusammenhang gebracht zu werden (wußte ich bis jetzt auch noch nicht). Heute bin ich auf zwei sehr gegensätzliche Annäherungen an Maria gestoßen: Einmal ein Brief an Maria, den Ameleo letztes Jahr schrieb und dieses Jahr noch einmal verlinkte, und dann die Erklärung der Bezeichnung Mariens als „Goldenes Haus“ beim Herrn Alipius. Man sieht: Auch im Katholizismus gibt es Pluralität, nicht nur bei uns.

A propos Herr Alipius: Der hat heute wieder (wie fast jeden Tag) nen neuen Schwester Robusta Comic veröffentlicht. Es geht um den Katholikentag in Mannheim. Von hier aus allen, die hinfahren, ein paar wunderschöne Tage.

Michael Blume hat etwas zur Bedeutung der Pflege in der Evolution des Menschen geschrieben und dort seinen Beitrag in der EKD Veröffentlichng „Geistesgegenwärtig pflegen“ verlinkt. Auch dort scheint sich wieder eine interessante Diskussion zu entwickeln.

Bleibt noch der Artikel von Ralpe zum nötigen Wandel in Unternehmenskultur und Organisation, um Social Media sinnvoll einsetzen zu können. Und dann stellt er die Frage, wie das in der Kirche aussieht. Ein Gedanke, der mir da kommt, ist, wie „Kirche“ gemeint ist: Ob als Institution oder als „Gemeinschaft der Gläubigen“. Bei ersterem hat Social Media wohl am ehesten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit ne Rolle, bei letzterem wird es schon umfangreicher.

Ach ja, damit ich es nicht auslasse: Am Wochenende war Relicamp in Frankfurt. Ich war nicht dort (mal wieder), aber Wolfgang hat da zum Beispiel drüber geschrieben (viele andere auch) und weiteres verlinkt.

Kirche & Web 2.0

Da blickt man mal von der Arbeit auf…

… und dann wird ein Kommentar als SPAM gewertet, nachdem heute mittag ein SPAM Kommentar nicht erkannt wurde.

Dabei war das ein Pingback (oder heißt das jetzt Trackback) zum Gebetsanliegen-Projekt, also Werbung (und da es Werbung für diesen Blog ist, asdrücklich erwünscht ;)), ausgehend von scoop.it, genauer von der Kirche 2.0 Seite dort von Andrea Mayer Edoloeyi.

Dieses scoop.it sieht interessant aus, und die Kirche 2.0 Seite sowieso, und deshalb kommt die jetzt in die Blogroll.

Und nachdem ich grad seh, daß ich den Alexander Ebel auch noch vergessen habe (wie konnte ich nur! Nach diesem krassen Sozialmedienabbruch mit Ausstieg bei Facebook und Twitter muß ich mein Hirn wieder mehr nutzen!), kommt der auch noch in die Blogroll.

So und nun weiter zm lustigen Literaturliste erstellen.

 

Update: Ganz schön blöd von mir, den Alexander Ebel hatte ich gar nicht vergessen. Das mit dem Hirn nutzen muß ich noch ein bißchen üben…