Theologie

Credo

Der auferstandene Christus mit der Siegesfahne
Der auferstandene Christus kommt mit der Siegesfahne
Marco d’Oggiono [Public domain], via Wikimedia Commons
In seinem letzten Blogpost umreißt Thomas seinen Glauben in 5 Bibelversen. Die Idee hat er von Malte, der seinerseits einen Vortrag von Rod Rosenbladt übersetzte. (soviel zur Traditionsgeschichte)

 

 

Ich fand die Idee interessant, jedenfalls hat sie mich dazu inspiriert, mir ein wenig Zeit zu nehmen und zu versuchen, das für mich auszuformulieren. Dabei will ich mich nicht auf einzelne Verse beschränken, sondern eher auf Aussagezusammenhänge; die können dann auch gerne mal länger sein. Los geht’s:

 

Schöpfung (Gen 1, 1-5)

1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Mußte ich fürs Hebraicum auf Hebräisch auswendig lernen (wie wahrscheinlich die meisten Hebräischlernenden hierzuland). Wichtig ist mir hier zweierlei:

  1. Gott erschafft nichts aus dem Nichts, sondern es war schon was da: Das Tohuwabohu des hebräischen Textes übersetzt die Lutherbibel mit „wüst und leer“.
  2. Gott schafft, indem Er ordnet. Er trennt Licht von Finsternis, Wasser von Land etc etc. So schafft er aus dem lebensfeindlichen Chaos einen Ort, an dem Leben möglich ist.

Sünde (Gen8, 21)

Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.

Mich interessiert weniger, wie genau die Sünde in die Welt kam, wichtiger finde ich die Feststellung, daß die Sünde nun einmal da ist und wir mit ihr umgehen müssen. Das Faktum der Sünde wird an vielen Stellen der Bibel erwähnt. Was mir hier gefällt ist, daß die Sünde nicht als Grund für Strafen und dergleichen vorkommt, sondern als Begründung dafür, nicht mehr zu strafen.

Offenbar nimmt Gott hier Rücksicht auf die Befindlichkeit des Menschen – und fordert nicht bei Strafandrohung die Einhaltung von Gesetzen, die der Mensch eh nicht in der Lage zu erfüllen ist.

Rettung (Kol 2, 12-15)

12 Mit ihm seid ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.
13 Und Gott hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden.
14 Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet.
15 Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus.

Die Lösung des Sündenproblems ist das Kreuz. Am Kreuz wurden die „Mächte der Finsternis“, Sünde, Tod und Teufel ihrer Macht beraubt. Danach wurden sie verspottet. Das ist hin und wieder auch Bestandteil bei Osternachtsgottesdiensten: Das Triumphlachen über den Tod.

Die Schuld, mit der der Teufel (das Böse personifiziert gedacht) uns gefangen hielt, wird ans Kreuz gehängt und belastet nicht mehr, schüchtert nicht mehr ein. Wir sind frei!

Konsequenz (Gen 1, 27)

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.

Tippfehler? Nein! Aber von vorn: Die Konsequenz aus unserer Rettung, aus der Lösung des Sündenproblems ist der Wunsch, fürderhin mehr Teil der Lösung als Teil des Problems zu sein. Also streben wir danach, Gutes zu tun (nicht um die Erlösung zu erlangen, sondern weil wir erlöst sind).

Der oben zitierte Vers schlägt den Bogen von unserem Antworten in den Taten zur Verehrung Gottes, der ja Grund und Ursprung der Taten ist: Mit „Bild“ ist hier ein Götterbild gemeint. Wir,dieMenschen, sind das Götterbild des einen Gottes. Er wird nicht abgebildet, weil man Ihn in uns erkennen kann (oder soll).  So wird in unseren guten Taten die Güte Gottes offenbar. Das Bild entspricht der Vorlage.

Das Gegenstück dazu finden wir in der Götzenpolemik bei Deuterojesaja (Jes 44, 12-19):

12 Der Schmied macht ein Messer in der Glut und formt es mit Hammerschlägen. Er arbeitet daran mit der ganzen Kraft seines Arms; dabei wird er hungrig, sodass er nicht mehr kann, und trinkt auch kein Wasser, sodass er matt wird.

13 Der Zimmermann spannt die Schnur und zeichnet mit dem Stift. Er behaut das Holz und zirkelt es ab und macht es wie eines Mannes Gestalt, wie einen schönen Menschen; in einem Hause soll es thronen.

14 Er haut Zedern ab und nimmt Kiefern und Eichen und wählt unter den Bäumen des Waldes. Er hatte Fichten gepflanzt und der Regen ließ sie wachsen.

15 Das gibt den Leuten Brennholz; davon nimmt er und wärmt sich; auch zündet er es an und bäckt Brot; aber daraus macht er auch einen Gott und betet’s an; er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder.

16 Die eine Hälfte verbrennt er im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und isst den Braten und sättigt sich, wärmt sich auch und spricht: Ah! Ich bin warm geworden, ich spüre das Feuer.

17 Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, dass es sein Götze sei, vor dem er kniet und niederfällt und betet und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott!

18 Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, dass ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nichts merken können.

19 Er kommt nicht zur Einsicht; keine Vernunft und kein Verstand ist da, dass er dächte: Ich habe die eine Hälfte mit Feuer verbrannt und habe auf den Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen, und sollte die andere Hälfte zum Götzen machen und sollte knien vor einem Klotz?

Bei den Götzen sind die Bilder aus Holz und können nichts tun. Deshalb werden diejenigen unvernünftig genannt, die sich vor einem Holzklotz niederwerfen.

Geborgenheit (Röm 8, 38f)

38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
39 weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Es geht in beide Richtungen. Wir wenden uns nicht nur von Gott gesandt in die Welt, um Gutes zu tun, wir können auch aus der Welt zu Gott Zuflucht nehmen, wann immer wir Geborgenheit und Sicherheit brauchen. Bei allem, was uns widerfahren kann ist eins klar: Wir sind gerettet, Gott gibt uns nicht preis. Um’s Verrecken nicht!

Gesellschaft, Politik

Das RL darf kein rechtsfreier Raum sein!

In den letzten Jahren gab es immer wieder Bestrebungen, den Datenverkehr im Internet zu reglementieren und zu überwachen, um Rechtsverletzungen nachvollziehen und bestrafen zu können. Ob Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner oder Störerhaftung: Gesetze müssen sein und Recht und Ordnung müssen im Internet durchgesetzt werden!

Aber wieso eigentlich nur das Internet? Nachdem Regierung und Parlament nun seit Jahren daran gearbeitet haben, das Internet sicherer zu machen, ist es nun auch Zeit, im RL (real life = richtiges Leben/Kohlenstoffleben) nachzubessern.

Das RL darf kein rechtsfreier Raum sein!!!!!11!!!1!!!11!!!!einself!!!!!!!!!

Leider gibtes im RL keine Provider, die jegliche Kommunikation protokollieren können. Daher möchte ich anregen, daß in jedem Geschäft und in jeder Wohnung eineListe geführt wirdvon den Leuten, die dort hin kommen: Ankunftszeit, Aufenthaltsdauer und Persokopie sollte vorerst reichen. Im Zweifel kann man um weitere Angaben erweitern, etwa eine kurze Zusammenfassung etwaiger Gespräche oder eine Liste der Einkäufe… Da dies zu einem Wust an Dokumenten führen dürfte, wäre es vielleicht auch nachdenkenswert, die Bürger einfach mit Fußfesseln auszustatten. So kann leicht nachvollzogen werden, wer sich wann wo wie lange aufhielt. Durch Abgleich aller Daten kann man dann auch nachvollziehen, wer sich wo traf und womöglich gar terroristische Anschläge geplant hat. Ob nun analog per Papier oder digital per Fußfessel: Manipulationen solltenempfindlich bestraft werden, immerhin geht es um den Schutz vor Terrorismus (ist das überhaupt noch der aktuelle Grund für Einschränkungen der Freiheitsrechte, oder ist das nicht schon zu abgelutscht?).

So könnte man die Segnungen der Vorratsdatenspeicherung auf das Kohlenstoffleben übertragen. Ich bin mir sicher, daß so auch die Effizienz der Ermittlung von Verbrechern mittels Vorratsdatenspeicherung enorm gesteigert werden kann. Bisher soll die ja nicht so toll gewesen sein.

Sobald diese Maßnahme europaweit durchgesetzt ist, kann man sich an die Durchsetzung der Störerhaftung machen. Wieviele Straftäter werden bei ihren Taten durch unachtsame Mitbrürger tatkräftig unterstützt? Damit muß Schluß sein: Wer Strukturen zur Verfügung stellt, die Straftaten ermöglichen, muß auch im Kohlenstoffleben mit Konsequenzen rechnen. So waren im letzten Jahr weit über 99% der Straftäter bekleidet. Wer Kleidung an potentielle Straftäter verkauft, darf nciht ungeschoren davonkommen. Die wenigsten Bankräuber würden die Bank nackt ausrauben. Auch Wirtschaftskriminelle würden nicht nackt ins Büro gehen. Auf diese Weise könnten viele Straftaten schon alleine durch die Scham der potentiellen Täter gemindert werden.

Oder man denke an das Fluchtauto! Autokonzerne oder Autohäuser (aber auch Privatpersonen), die Automobile oder andere Fortbewegungsmittel an spätere Straftäter verkauft haben, dürfen nicht straffrei davon kommen! Auch Besitzer von Fortbewegungsmitteln müssen geeignete Maßnahmen ergreifen, die den Diebstahl der Fahrzeuge verhindern, sonst machen sie sich mit strafbar – so wie diejenigen, die ihr WLAN nicht verschlüsseln.

Dies wird anfangs vielleicht für etwas Unmut sorgen, doch sollte im Autoland Deutschland eine entsprechende Umrüstung der Autos etc. durchführbar sein. Auch bei Kleidung und anderen Konsumgütern (100% der Straftäter essen und trinken, um am Leben zu bleiben) dürfte sich letztendlich die Vernunft durchsetzen, daß Straftätern kein Freifahrtschein gegeben werden darf und daß diese Regelung schließlich dem Schutz aller dient.

Am heikelsten dürfte es sein, die Bundestrojaner auf die Kohlenstoffwelt zu übertragen. Das Anbringen von Mikrophonen und Kameras in den Privatwohungen der Bürger könnte bei historisch interessierten Personen Erinnerungen an schlimme Zeiten wecken. Daher sollte diese Maßnahme begleitet werden durch eine vorurteilsfreie Neubewertung der „schlimmen Zeit“. Hatte die Überwachung der Bürger durch das Ministerium für Staatssicherheit nich auch Vorteile? Immerhin konnten so auch Verbrechen aufgeklärt werden. In manchen Fällen führten diese Überwachungen sogar zur Ausbürgerung: Die Überwachten durften schließlich in den Westen auswandern! Viele DDR Bürger hätten sehr viel dafür gegeben…

Bei der Neubewertung ist auch unbedingt darauf zu achten und auch herauszuheben, daß die DDR ein Unrechtsregime war und alles Unrecht seine Wurzel darin – und nicht in den Methoden des Staates – hatte. Wenn eine lupenreine Demokratie wie die BRD dieselben Methoden anwendet bedeutet das deshalb kein Unrecht, weil die BRD im Gegensatz zur DDR eben kein Unrechtsstaat ist, sondern ein Rechtsstaat. Und wer nichts zu verbergen hat, muß auch nichts befürchten.

Diese drei Maßnahmen würden nach meiner Einschätzung massiv dazu beitragen, die Sicherheit hierzuland und in ganz Europa erheblich zu steigern. Sicher gehen damit ein paar „Freiheiten“ verloren, aber es kann nicht immer alles frei sein und unverbindlich. Unsere Gesellschaft braucht mehr Verbindlichkeit, mehr Freiheit geht nur auf Kosten der Sicherheit. Wenn mansich das bewußt macht, sollte doch jedem vernünftigen Bürger klar sein, wo er die Prioritäten setzt!

Politik

Die Grenzen des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates?

Deutschland ist eine freiheitlich verfasste Demokratie. Mir liegt bei der Sache vor allem das freiheitliche (nein, ich habe nie FDP gewählt und werd es wohl auch nie tun) am Herzen, aber das hab ich ja schonmal gesagt.

Die Unterscheidung, die ich da aufmache, ist auch nicht jedem geläufig, aber darum geht es mir im Moment auch gar nicht. Mir geht es darum, daß mir etwas auffällt.

Mir fällt auf, daß wir trotz der Wahlen, die wir haben, trotz der Gewaltenteilung und alle den Errungenschaften des modernen Staates gegenüber den absoluten Monarchien und totalitären Diktaturen, mir immer mehr Forderungen auffallen. Forderungen nach mehr Ordnung.

Und dabei denke ich nicht in erster Linie an die Forderungen von AfD, Union, Schill Partei und NPD und wie sie alle heißen, also nichts vom rechten Spektrum der Politik, sondern eher von links, bis hin zum linken Rand.

Da wird gefordert, daß Ursula von der Leyen bestraft wird für Zugänglichmachung von Kinderpornographie (erinnert sich noch wer?), da wird gefordert, daß es Konsequenzen gibt für diejenigen, die Soldaten in die Ukraine schickten ohne Bundestagsmandat und ohne OSZE Auftrag, wie es momentan aussieht (wieder die Flinten-Uschi), daß die Regierung sich gegenüber den Vereinigten Staaten von Nordamerika angriffslustiger zeigt und viele viele andere Beispiele, die mir gerade nicht einfallen.

In den letzten Tagen und Wochen kam mir dabei ein Gedanke, der vielleicht das ganze erklärt. Die Demokratie hatte ja nie den Zweck, die beste Regierung zu finden. Wer kann da schon für alle entscheiden, was am Besten ist? Und wie sollte man per Stimmabgabe zu einem Optimum kommen, man kann damit nur einen Mittelwert erreichen.

Nein, die Demokratie (und auch die Freiheitlichkeit und Rechtsstaatlichkeit und die Gewaltenteilung) dient dem Zweck der Machtbegrenzung. Wenn alle vier Jahre gewählt wird, kann nicht ein Diktator bis zum Lebensende alles vorgeben. Wenn mehrere Parteien existieren, kann sich nicht eine Clique einrichten, die den Staat komplett übernimmt und mit ihrer Ideologie alleine prägt. Wenn Gesetze gleichermaßen für alle Bürger gelten, und nicht einige über dem Gesetz stehen, erläßt keiner Gesetze, an die er sich selbst nicht halten will und so weiter.

Natürlich gibt es bei alledem Abstriche. Diejenigen, die an der Macht sind, finden Wege, um sich einzurichten. Das ist menschlich, wenn es auch kritisch beachtet werden und im Notfall Abhilfe geschaffen werden muß.

Worauf ich aber hinaus will, ist etwas anderes: Das ganze System läuft darauf hinaus, lieber etwas Chaos zuzulassen, lieber den Staat etwas zu schwach zu machen, als ihn zu stark zu haben.

Jetzt sind wir in einer Situation, in der einige offenbar die Meinung vertreten, daß der Staat stärker durchgreifen müßte, vor allem gegen diejenigen an seiner Spitze. Da kann Demokratie und Rechtstaatlichkeit aber wenig helfen, denn da geht es ja darum, nicht zu viel Druck ausüben zu können.

Im Ideal gibt es eine gut informierte und politisch interessierte Öffentlichkeit, die den nötigen Druck aufbaut, um zu große Mißstände zu verhindern. Auch das findet offenbar nicht in dem Maße statt, wie man sich das wünschen würde.

Hier ist unser Staat an einer Grenze. Er kann sich nicht selbst erhalten, und wenn es die Bürger nicht tun oder nicht tun können, weil sie schlecht informiert werden und zu viel andere Dinge um die Ohren haben, um sich auch noch darum zu kümmern, fallen sie als Garanten auch aus.

Die Frage ist nur: Was kann man tun? Zurück zum Obrigkeitsstaat? Das kann keiner wollen, zumal wir ja wissen, daß das schon einmal nicht funktioniert hat. Demokratischer als demokratisch können wir auch nicht mehr werden. Zwar könnte mit direkter Demokratie mehr Druck aufgebaut werden, aber dieses Druckmittel läge dann wieder zuerst und vor allem in den Händen derjenigen, die die öffentliche Debatte bestimmen, und wie gesagt: Alle kriegt man eh nicht über einen Kamm, auch so kriegt man nur irgend einen Mittelwert.

Das Problem ist allerdings, daß der demokratische Rechtsstaat auch ausgehöhlt werden kann, wenn ihn niemand verteidigt. Und dann kommen doch wieder restriktivere Systeme, die auf dem Papier vielleicht noch demokratisch und rechtsstaatlich heißen (DDR anyone?), es aber nicht mehr sind.

Wir stecken also in einem Dilemma: Auf der einen Seite wollen wir, daß bestimmte Dinge erledigt werden. Dazu brauchen wir einen starken Staat. Auf der anderen Seite wollen wir aber auch in einem demokratischen Rechtsstaat leben. Der schwächt aber gerade den Staat und macht die Bürger stark. Auch in der Hinsicht, daß sie sich gegen den Staat wenden können, indem sie etwa Steuern hinterziehen oder dergleichen.

Es ist und bleibt ein Balanceakt.