Netzfunde

Netzfunde vom Montag, den 15. Juli 2013

Ich hab lange nichts mehr von mir hören lassen, weil: Genau. Es ist Examenszeit. Deshalb wird von mir wahrscheinlich bis zum September hier auch nicht so viel kommen, wenn überhaupt. In den letzten Tagen gab es aber einige Artikel, die ich für so gut halte, daß ich sie hier nicht unverlinkt lassen möchte.

Aber erst einmal etwas anderes: Church Sign Epic Fails zum ichweißnichtwievielten (mich wundert, daß der immer noch was neues findet, vielleicht sollten wie diese Church Signs auch in Deutschland einführen). Ist jetzt nicht so der herausragende Artikel, aber ein bißchen Humor zur Auflockerung dürfte nicht verkehrt sein.

Dann hab ich noch was, was kein Blogartikel ist, und zwar Toms Endzeit-Forum. Viel ist dort (noch) nicht los, aber Tom hängt sich deutlich mehr rein als ich mit meinem Forum. Wir stehen zwar theologisch meilenweit auseinander, er läßt aber auch abweichende Meinungen zu, was recht selten und schon deshalb erwähnens- und lobenswert ist. Vielleicht trifft man sich ja mal dort…

Dann wäre da angesichts der ganzen Überwachung die Frage, ob „anständige Bürger“ davon etwas zu befürchten hätten. Ja, meint einer dieser anständigen Bürger in einem sehr deutlichen Plädoyer. Das ist der Artikel, den man verinken kann, wenn irgendwer mal behaupten sollte, niemand hätte was zu befürchten, der nix ausgefressen hat. Eben doch!

Und wo wir gerade bei der Überwachung sind: Die dient ja nur dazu, Terrorakte abzuwehren, da kann ja keiner etwas dagegen haben. Von 45 Stück war die Tage die Rede. Thomas hat das mal in Relationen gesetzt.

Derek Flood at wohl ein neues Buchprojekt in der Röhre, bei dem es um Gewalt im Namen Gottes geht. In diesem Zusammenhang ist gerade eine Artikelserie am entstehen (Teil 1, Teil 2), die sich mit der Autorität der Schrift befasst.

Und dann war da dieser Artikel über bedingungslose Liebe und daß das kein besonders Friede-Freude-Eierkuchenmßiges Konzept ist. Sie bringt vielmehr so ziemlich alles an Üblem an den Tag, was man sich so vorstellen kann. Bedingungslose Liebe ist demnach nichts für Weicheier, sondern nur für die ganz harten. 😉

Und dann war da noch der Gedanke über den ersten Impuls beim Begegnen mit Menschen und Tieren, dem Unterschied dazwischen und den Gründen dafür.

Netzfunde

Netzfunde vom Mittwoch, den 22. Mai 2013

Eigentlich sitz ich gerade an meiner Examenspredigt, und komm nur sehr schwer voran. Da nennt man es wohl Übersprungshandlung, wenn ich jetzt nochmal ne Ausgabe Netzfunde bringe, statt meine Predigtarbeit fertig zu stellen, aber irgendwann muß man auch mal an was anderes denken.

Stellt Euch vor, Ihr seid schwerbehindert und auf Hilfe angewiesen. Der Staat gibt Euch Unterstützung. Dank dieser Unterstützung könnt Ihr auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten un eigentlich vergleichsweise selbstbestimmt leben. Nein, könnt Ihr nicht. Denn sparen ist nicht. Ihr dürft nämlich nicht mehr als 2600€ haben, und wenn Ihr verheiratet seid, gilt das auch für den Ehepartner. Um das zu ändern gibt es eine Petition, und zwar hier. Sagt es weiter, und zeichnet mit. Es kann doch nicht sein, daß diejenigen, die es so schon schwer haben, ein selbstbestimmtes Leben zu leben, dann auch noch Steine in den Weg gelegt bekommen.

Präses Rekowski schreibt davon, wie er die Pfingsttage verbracht hat, und dass er in Zukunft öfter nach der Taube auf dem Dach ausschau halten will, statt sich auf den Spatz in der Hand zu konzentrieren.

Lana schreibt über die Wahrheit. Und die Beweise dafür, die selbt nichts beweisen, wobei man auch nicht beweisen kann, daß die Beweise der Beweise falsch wären. Verwirrt? Mal anders: Gott kann deshalb nicht dekonstruiert werden, weil Er kein Konstrukt ist, sondern wirklich. Was man aber auch nicht beweisen kann. Lana befasst sich seit einiger Zeit mit Fragestelungen im Zusammenhang von Philosophie und Glauben. Mancher wird es bemerkt haben: Im verlinkten Artikel geht sie vor allem auf Nietzsche ein.

Beim Lesen der Serie kam ich übrigens auf einen kleinsten Kern für den christlichen Glauben. Also jetzt so, wie ich ihn verstehe. Ich hör schon die Menge „Ketzer“ rufen… Jedenfalls denke ich, daß der Kern in etwa so aussehen könnte:

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung. Und das Heil, die Erlösung oder wie man es auch nennen mag, kann nie von innerhalb der Schöpfung zu uns Geschöpfen kommen, sondern immer von außerhalb, dem Schöpfer.

Vieleicht kann man das noch weiter kondensieren, wenn man Symbole wie „Heil“ oder „Erlösung“ noch rauskriegt. Ich frage mich gerade, ob die Erlösung darin besteht, aus der Schöpfung zum Schöpfer zu kommen. Aber dazu müßte ich wohl nochmal bei Tillich nachlesen…

Michael Blume schreibt über die evolutionäre Funktion der Scham beim Menschen.

Don Ralfo schreibt über Pfingsten. Und fragt, wieso der Heilige Geist in den Landeskirchen so kurz kommt, also im Vergleich zum Sohn.

Tara Samples schreibt bei Sorourner’s über ihre Erfahrungen mit Mißbrauch in der Kirche und nennt 10 Mythen über den Mißbrauch. Das Ganze macht nen sehr amerikazentrischen Eindruck (ist ja auch ne amerikanische Seite), aber lesensunwert ist es deshalb noch lange nicht. Passt auch irgendwie zur Schamthematik bei Blume, wobei hier die negativen Seiten der Scham aufgezeigt werden. Vielleicht könnte man die Aufforderung formulieren, die Freiheit des Evangeliums hier so zu nutzen, daß man schamloser ist. Dann kommen vielleicht auch die Probleme eher auf den Tisch.
Übrigens gibt es zum Mißbrauch in der Kirche ne Serie bei Sojourner’s, und die suchen scheinbar noch weitere Artikel. Man kann die einreichen. Wie steht am Anfang von Samples Artikel.

Nochmal Sojourner’s, diesmal Jon Huckins. Er schreibt über die Gewalt beim Frieden stiften.

Der Herr Alipius ärgert sich über die kulturelle Veränderung. Und irgendwie kann ich ihm nich so ganz folgen. Wenn die Kinder das Vater Unser nicht mehr aufsagen können, dann sind doch in erster Linie wir Kirchenleute gefragt, es ihnen beizubringen, mitsamt der Erklärung für dessen Relevanz in ihrem Leben. Wenn die Kinder es nicht können, dann haben in erster Linie wir versagt, nicht die pöhsen „Newthink-Umerzieher“. Und wenn irgendein Ministerium in einer spanischen Autonomia nicht mehr Ostern sagen mag, so kann man sich vielleicht darüber ärgern, daß die Kirche (und hier speziell wohl die römische) die Deutehoheit für die öffentliche Kultur verloren hat, aber auch hier stellt sich doch wohl die Frage, wieso das so ist. Freilich gibt es Einanderung, so daß ganz einfach inzwischen auch viele nichtchristliche Bürger hier leben. Wenn er es aber besonders erwähnenswert findet, daß die fragliche Ministerin der sozialistsichen Regierung angehört, dann gibt es vielleicht andere Gründe für deren Distanz zur Kirche als die Einwanderung. Überhaupt frag ich mich, was die ganze Aufregung soll. Diejenigen, die wirklich an Gott glauben, werden weiterhin Ostern und Weihnachten sagen, und nicht Baum- oder Hasenfest. Deshalb möchte ich ein anderes Paradigma vorschlagen, unter dem man das ganze betrachten kann, auch wenn es nen protestantischen Einschlag mitbringt: Was stört’s die deutsche Eiche, wenn sich die Sau dran reibt? In diesem Sinne, nicht so aufregen. Niemand kann die Kirche überwinden, und wenn wir weiterhin fleißig Katechese betreiben, dann werden auch die Spanier irgendwann wieder das Vater Unser aufsagen können.

Dominique Venner hat sich erschossen. Mit einer Pistole, vo der Altar des Notre Dame in Paris. Artikel dazu hab ich beim Herrn Alipius und auf evangelisch.de gelesen. Ich verstehe ja ehrlich gesgat die ganze Aufregung nicht. Für Katholiken wird die Homoehe auch nach deren Einführung in Frankreich oder sonstwo zum Sakrament. Und Protestanten, die konservativer denken, werden auch keine Nachteile davon haben, daß homosexuelle Menschen für ihre Beziehungen nun auch eine staatliche Bescheinigung bekommen können. Ich versteh den Aufruhr echt nicht. Wobei ich, was die Ehe angeht, sowieso der Meinung bin, daß sie als staatliche Einrichtung abgeschafft gehört. Was geht den Staat die Ehe an? Wer mit wem zusammenlebt oder nicht ist entweder Privatsache, oder meinetwegen noch Sache der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Aber sonst?

Soweit für heute. Bis demnächst.

Netzfunde

Netzfunde vom Samstag, den 27. April 2013

Bald ist Kirchentag, und die Leute, die da die Organisation machen sind inzwischen so modern, auch ne Wall gestartet zu haben. Die läuft schon.

Was auch schon läuft sind Fernseh- und Radiobeiträge zum Kirchentag. Ich hab da mal versucht, eine nach Zeit sortierte Liste zu erstellen.

Knuuut hat verschiedene Online Ressourcen zum Kirchentag aufgelistet.

Auf dem Pfälzer Landeskirchenblog geht es diese Woche ums Steuernzahlen.

Peter meint, daß Sünde überbewertet ist. Und hat IMHO Recht damit.

Der Bikerpfarrer weist auf ne Rezeptsammlung für den kleinen Geldbeutel hin. Find ich super, so ne Sache. Schade, daß es bei google plus ist. Da kann ich nicht mitmachen…

Theodred hat einen langen, aber lesenswerten Artikel über das Mittelalter, Spanien und die angebliche Toleranz zu dessen muslimischer Zeit zur angeblichen Intoleranz nach der Reconquista geschrieben.

Lynn schreibt davon, daß gute Absichten nicht Falsches richtig machen. Es geht um das purity movement.

Matthias Jung schreibt über Kirche und Politik.

Wir Protestanten nehmen ja selten ein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die Kirche von Rom für suboptimale Theologie (um es mal so zu umschreiben) zu kritisieren. Dann müssen wir auch mit der Retourkutsche klarkommen: Einer DEK Version des Apostolikums (auf der verlinkten Seite fälschlich als „Gebet des Herrn“ tituliert).

Bei Haltungsturnen geht es um, Verzeihung, „Arschlöcher“. Und zwar solche, die nach Gutsherrenart ihr Geld verteilen wollen, statt solidarisch mit anderen eine Last zu tragen, ohne selbst in jedem Fall entscheiden zu können, wem das jetzt zu Gute kommt. Die Verbindung zu „selbst Gott sein wollen“ halte ich für durchaus treffend.

Sheldon C. Good schreibt über die Bomben in Boston, Terrorismus und Folter. Absolut lesenswerter Artikel, wenn auch nicht an uns gerichtet, sondern an amerikanische Leser. Ansatzweise gilt das Ganze auch für Deutschland.

Bei Michael Blume gibt es nen Artikel zu Martin Luther Kings Letter from Birmingham Jail und die Frage, wann ein Gesetz gerecht und zu befolgen ist, und wann ein Gesetz ungerecht ist und Widerstand verlangt.

Bei GetReligion gibt es einen Artikel über Pädophilie, Daniel Cohn-Bendit und die 68er Bewegung. Und wieder kommt mir der Satz in den Sinn, nach dem gute Absichten (Befreiung) nicht Falsches richtig machen – in dem Fall Pädophilie.

Netzfunde

Netzfunde vom Mittwoch, dem 17. April 2013

Hallo allerseits. Heute gibt es mal wieder Netzfunde. Habt Ihr Euch auch manchmal gefragt, was der Code, der auf Bildern bei Zeitungsartikeln über Hacker eigentlich so bedeutet. Es gab wohl öfters immer wieder das gleiche Bild mit dem gleichen Bildschirm mit dem gleichen Quellcode drauf. Die Geschichte dazu findet Ihr hier.

Netzpolitik hat wohl nach Spenden gefragt. Und Antworten bekommen. Davon gibt’s jetzt ne Best Of zu lesen.

A propos wirre Ansichten. Was so alles gaga ist, erfahren wir bei „Die Wahrheit über die Wahrheit“.

Lynn schreibt über slut-shaming im purity movement. Also quasi Schlampenbeschämung in der Reinheitsbewegung. Es geht darum, daß in gewissen christlichen Kreisen propagiert wird, erst nach der Eheschließung Sex zu haben. Um dieses Ideal bei ihren Anhängern durchzusetzen (und wohl auch zur Selbstvergewisserung?) werden alle, die dem Ideal nicht entsprechen, niedergemacht (beschämt – wobei der Ausdruck doch sehr brav anmutet wenn man bedenkt, was da geschieht). Lynn kann das alles viel besser erklären…

Ach ja, Church Sign Fails gibt’s auch wieder.

Daß Senioren gerne Technik wollen, und zwar auch in der Kirche, und das auch ganz natürlich finden, kann man bei Heiko Kuschel lesen.

Thematisch paßt dazu der Artikel bei Haltungsturnen, nach dem Facebook ein alte Leute Medium ist.

Da wir grad bei Serien waren: Es gibt auch ne neue Ausgabe Religion im Web.

Lana schreibt darüber, wie ihr eigentlich calvinistisch-fundamentalistischer Jugendglaube eigentlich und an sich ein Deismus war. Interessant finde ich das vor dem Hintergrund, daß von Seiten der „Neuen Atheisten“ ja oftmals scharf unterschieden wird zwischen Deisten (die waren gar nicht soo schlimm, weil ja auch einige Aufklärer Deisten waren) und „echten“ Religiösen (womit sie Fundamentalisten meinen, wer nicht fundamentalistisch ist und trotzdem glaubt ist Wischi-Waschi Christ und nicht ernst zu nehmen). Wenn jetzt Deisten und Fundamentalisten sich näher stehen als gedacht, müssen die Atheisten jetzt die Deisten auch ablehnen (und damit vielleicht auch diese ganzen Aufklärungsgedanken, die sie sonst so hochhalten, wenn auch vielleicht mehr im Wort als in der Tat), oder müssen sie ihre scharfe Ablehnung des Funamentalismus relativieren (und sich vielleicht ma diese Wischi-Waschi Christen besser vorknöpfen, diese Häretiker ;))?

Von Lana hätte ich noch nen Artikel anzubieten: Und zwar geht es darum, wie ihre Eltern über den Heimunterricht zum Fundamentalismus kamen.  Für diejenigen, die hierzulade für die Legalisierung des Heimunterrichts werben sicher eine veritable Quelle, um aus den Problemen dort zu lernen und Systeme zu propagieren, die dem entgegenwirken.

Zum Thema Fundamentalismus paßt vielleicht auch der neuste Artikel von Michael Blume. Darin geht es um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, und wieso Menschen sich gegen „Gutmenschen“ und deren „political correctness“ sowie „Zigeuner“ oder sonstige Gruppen positionieren. Davon kommen wir alle wohl nicht ganz los. Umso wichtiger ist es IMHO, das zu reflektieren.

Wenn es beim Herrn Alipius um „political correctness“ geht, dann sehe ich da keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit am Werk. Oder doch? Liegt meine Zustimmung zur Ablehnung der „political correctness“ wie sie hier erfahren wird, nämlich als Keule gegen konservativer denkende (und Handelnde) Menschen? Ich hab mich über die Abschaffung der Neger bei Pipi Langstrumpf auch geärgert. Andererseits ist es manchmal vielleicht nötig, Unterschiede „hochzujazzen“, weil sie mit bestimmten Sensibilitäten zusammenhängen. Alle einfach nur gleich zu behandeln, halte ich für falsch, wie ich schonmal geschrieben hatte. Allerdings würde ich auch lieber von gutem Benehmen sprechen, statt von political correctness. Selbst auf die Gefahr hin, daß einige unter „gutem Benehmen“ in Anschluß an frühere Zeiten vor allem Oberflächlichkeiten verstehen, wie Ellenbogen vom Tisch und so weiter. Aber vielleicht seh ich hier auch Probleme, wo gar keine sind.

Ein recht interessantes Projekt ist bei katholisch.de beschrieben (via). Da hat sich jemand die Mühe gemacht, Wortwolken aus den Büchern der Bibel zu erstellen. Das Ergebnis macht nen interessanten Eindruck und ich überleg mir echt, das Buch dazu zu kaufen. Achja, ne eigene Internetseite zu dem Projekt gibt es auch schon.

Eric Djebe ist bei seinem Basisdiskurs Religion bei Artikel 36 angelangt. Es geht um Quantenphysik, Wissenschaftlichkeit, Stochastik, Chaostheorie, und wie das alles mit dem Glauben zusammenhängt. Schwer zusammenzufassen, aber lest selbst.

Über die wahre Bedeutung des Apokalyptischen werden wir bei Biblische Ausbildung aufgeklärt.

Und bei Fire and Rain geht es um die „Homo-Ehe“.

Netzfunde

Predigen wie ein Pirat

Im Moment bin ich zeitmäßig etwas ausgelastet, deshalb keine richtigen Netzfunde heute, osndern nur der Hinweis auf einen Blog Artikel von Alexander Ebel.

Es geht darum, online gemeinsam eine Predigt zu erarbeiten. Dazu hat Alexander ein Pad angelegt, auf dem ein Template, also quasi ein Vordruck erarbeitet wird, bzw. wurde. Diese Vorlage ist eigentlich schon soweit, daß man sie benutzen könnte. Dann legt man sich selbst ein Pad an, teilt seinen Mitstreitern die Adresse mit und setzt sich gemeinsam dran. Hier aufm Blog hab ich die Erfahrung gemacht, daß ich zusammen mit Bonifatz manchmal schneller auf Ideen komm als allein, also vom Konzept an sich bin ich überzeugt. Im Moment denk ich grad drüber nach, ob und wie man daraus ein Gemeinschaftsprojekt machen könnte. Also quasi ne Predigercommunity oder sowas. Wer Interesse daran oder Ideen dazu hat, kann ja kurz nen Kommentar hinterlassen. 😉

Netzfunde

Netzfunde Karfreitag 2013

Deutlich weniger als letztes Mal zum Thema Papst, aber doch ne Hand voll Links finde ich heute erwähnenswert.

Zuerst wäre da der Karfreitagstext von Eric Djebe. Sehr eindrücklich und lesenswert. Auch Nick Baines hat einen Text über die Feiertage und die Frage, ob Kirche überhaupt relevant sein soll, ob ihre Vertreter führen sollen, prophetisch sein sollen und dergleichen mehr.

Gänzlich unkarfreitäglich ist das Querdenkerwiki, das gerade online ging, und wo innovative Ideen für die Gesellschaft gesammelt und diskutiert werden sollen.

Und dann noch zwei Videos, die zwar auch nichts mit Karfreitag zu tun haben, aber doch wieder mit dem christlichen Glauben, und zwar von Joshua Tongol:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/6RvGdgIo2P8

https://www.youtube-nocookie.com/embed/NHDj4azOwps

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Netzfunde vom Donnerstag, den 28. Februar 2013

Peter hat in der WA nen Lutherspruch ausgegraben, der ganz gut passt als Absage an allen Biblizismus. Nicht an den Buchstaben halten, sondern an den Geist!

Bei Get Religion geht es um die Frage, wieso der Papst immer so alt ist und um Reporter, die offensichtlich kaum Ahnung von Kirche haben und trotzdem alles schreiben können, was sie für richtig halten. Man stelle sich vor ein Journalist würde behaupten, das Bundespräsidentenamt würde ausgependelt. Lächerlich? Schon, aber was ist es dann, wenn einer schreibt, Katholiken würden an die Göttlichkeit des Papstes glauben? So, und bevor ich jetzt zum Rant über den Spiegel und die Glaubens- und Kirchenthemen darin ansetze, wechsle ich lieber das Thema.

Ein schöneres Thema findet sich bei Bigi, die davon schreibt, wie Gott ihr in ihrem Leben geholfen hat.

Um Hausverwaltungen, Camus und Nietzsche geht es bei „Die Wahrheit über die Wahrheit“.

Bei „Experimental Theology“ geht es um Martyns Kommentar zum Galaterbrief, wenn ich es richtig sehe gehört der zur Reihe Anchor Bible Commentary. Interessant ist, daß Martyn wohl den Fokus auf den Befreiungsaspekt des Kreuszesgeschehens lenkt, also weniger Gerechtigkeit durch Glauben, mehr Christus Victor. Hört sich jedenfalls interessant an.

Und ebenfalls bei „Experimental Theology“ gibt es ein Gebet des Ordens von Mutter Theresa.

Bei Lana geht es um den Feminismus, und während ich ihr in all ihren Punkten zustimmen kann, würde ich da weniger den Begriff des Feminismus gebrauchen. Denn Feminismus bedeutet für mich, daß ich als Mann Aggressor bin. Feminismus bedeutet für mich, daß ich IMMER Täter bin und die Frau IMMER Opfer. Feminismus bedeutet für mich, daß eine Alice Schwarzer die Wahl von Merkel gutheißt, aus dem einfachen Grund, daß Merkel keinen Penis hat. Solch ein Feminismus sricht mich nicht an und kann mich nicht ansprechen. Das ist jedoch das, was ich bisher am Meisten mit „Feminismus“ in Verbindung gebracht habe. Das, was Lana beschreibt, ist Gleichberechtigung oder Chancengleichheit, Gerechtigkeit. Und ich bin wie gesagt voll auf ihrer Seite. Aber den Begriff „Feminismus“ lehne ich ab. Da kann ich nicht mitgehen.

Bei Ameleo geht es um die Pfarrei-Initiative und einen fiktiven Antwortbrief. Ich fände so einen Brief auch erfrischend, nicht nur von katholischen Bischöfen. Sowas könnte durchaus auch als Ansatzpunkt gelten zur Stärkung des Priestertums der Gläubigen (wobei da dann die Katholiken wohl nicht mehr mitspielen können).

Bei „Fire and Rain“ kann man erfahren, daß es durchaus Stadtteile in Deutschland gibt, die Farbkonzepte für Neubaugebiete erarbeiten, aber keine Konzepte zur Kinderbetreuung.

Und Eric Djebe hat innerhalb seines Basisdiskurses Religion ne Reihe zu Wundern gestartet. Besonders den zweiten Teil finde ich interessant, in dem es darum geht, daß wir nicht mehr auf dem Stand der Wissenschaft sind, wenn wir davon ausgehen, daß die Welt wie ein großes Uhrwerk ist, das wir nur noch verstehen lernen müssen. Wahnsinnig spannend, und hoffentlich kommt da noch mehr, denn Erkenntnistheorie ist ein Gebiet, auf dem ich mich nicht sonderlich auskenne, das ich aber recht spannend finde, auch in Hinblick darauf, wie intellektuell redlich Glaube ist beziehungsweise nicht ist. Das mit der intellektuellen Redlichkeit ist ja ein gängiger Vorwurf atheistischer Missionare, bei dem ich schon länger vermute, daß die da nicht ganz richtig liegen, aber mir fehlt halt die Kenntnis, um den Finger in die Wunde zu legen.

Bei Joshua Tongol gibt es ein etwas längeres Video zur Frage wieso Jesus sterben mußte, Gottes Zorn und den Römerbrief. Und auch hier läuft es auf Christus Victor hinaus. Es feut mich, daß diese Kreuzesinterpretation scheinbar immer mehr um sich greift, denn ich halte sie einfach für richtiger als die Satisfaktionslehre. Das Video ist wie gesagt etwas länger und streift mehrere Themen, insgesamt aber durchaus wert sich anzusehen, falls man des Englischen mächtig ist.

Kirche & Web 2.0

Jenseits der Parochie

Es ist schon ein paar Tage her, daß Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Ralf Peter Reimann und Alexander Ebel einen Artikel mit dem Titel „Jenseits der Parochie“ im Pfarrerblatt veröffentlichten.

Der Artikel enthält viele interessante Gedanken und ist durchaus lesenswert. Ich möchte nun, nachdem ich den Artikel gelesen (und auch kommentiert) habe, mir hier ein paar weiterführende Gedanken dazu machen.

Die Frage ist grob: Wie geht die Kirche mit den Möglichkeiten des Internets um, vor allem den mit Web 2.0 bezeichneten Techniken, die eine echte Vernetzung und many to many Kommunikation ermöglichen.

Der Pfarrerblatt Artikel geht vor allem auf den technischen Hintergrund ein und fragt nach Möglichkeiten, wie man einen Content X möglichst breit kommunizieren kann. Jedenfalls verstehe ich es in diesem Zusammenhang, wenn davon geredet wird, daß Content über private Seiten der Pfarrer Verbreitung finden sollen.

Mir stellen sich hier zwei Fragen:
1. Welcher Content soll überhaupt kommuniziert werden?
2. Besteht das Agieren der Kirche im Netz lediglich in einer one to many Kommunikation?

Wieso nicht auch einmal zuhören?

Die Alternative zum lediglichen Hinauskommunizieren läßt sich eigentlich leicht benennen: Hineinkommunizieren, oder weniger verkompliziert ausgedrückt: Auch mal zuhören.

Dabei stellt sich wieder einmal die Frage, wer überhaupt kirchlicher Akteur ist, also wer überhaupt zuhören soll, statt nur zu reden. Diese Frage möchte ich unter Berufung auf die Priesterschaft aller Gläubigen erst einmal offen lassen. Sicher angesprochen fühlen darf sich die Institution Kirche in welcher Art auch immer, ob man das jetzt nun bei Gemeindepfarrern, Öffentlichkeitsarbeit und/oder der Synode ansiedelt, egal. Aber auch alle anderen Gläubigen können und dürfen sich durchaus angesprochen fühlen.

Man hört also zu und kommt dadurch zu irgendeiner Erkenntnis. Womöglich über die Menschen im Allgemeinen und ihre Sorgen und Probleme, aber auch das was ihnen Hoffnung gibt im Besonderen.

Aber was sag ich denn nun?

Derlei Erkenntnisse sind nach meinem Dafürhalten gute Quellen für Contentproduktion. Wie genau das jetzt aussieht, ob es sich um einen längeren Text zu einem abstrakten Thema des Glaubens etwa in ner Predigt oder nem Blogartikel handelt, ob es ein Video ist oder ein Comic, ob man sich mit diesem Wissen in Internetforen oder anderen Diskussionen einbringt hängt auch von der jeweiligen Person, ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten und nicht zuletzt auch Präferenzen ab. Und ja, dabei geht es nicht nur um bloße Inhaltsvermittlung, in Diskussionen oder Chats kann es durchaus auch zu seelsorgeartigen Gesprächen kommen.

Wie nun?

Ich stelle mal ein Postulat auf: Auch heute noch sind Menschen auf den Glauben ansprechbar. Kirchen- und Religionskritik, die im Internet besonders laut vernehmbar sind (oder hab ich da ne verschobene Wahrnehmung?) fordern geradezu nach Stellungnahmen, aber eben auch weniger „kritische“ Zeitgenossen sind durchaus Willens, sich über Glauben und Religion zu unterhalten. So ist jedenfalls meine Erfahrung, wenn ich mein Studienfach nenne. Kaum jemand, der nicht eine Diskussion zu Kirche und Glaube beginnt oder wenigstens ne persönliche Stellungsnahme zum Thema abgibt. Ich denke nicht, daß es Mathemtikstudetnen ähnlich geht… ich schweife ab.

Was ich jedenfalls festhalten wollte: Der „Markt“ für den christlichen Content ist jedenfalls da. Wenn nun irgend ein Christ sich berufen fühlt, diesen „Markt“ mit Content zu versorgen, kann er sich durch Zuhören ein Bild darüber verschaffen, was genau gesucht wird. Ich mutmaße einmal, daß nachvollziehbare Darstellungen der Verwendung der finanziellen Mittel der Kirche (okay, kein Glaubensthema aber ein Kirchenthema und vor allem ein GLAUBwürdigkeitsthema) besser aufgenommen würde als ein Traktat über die bei Unglauben zu erwartenden Höllenqualen. Andererseits wäre eine nachvollziehbare Darlegung der Höllenlehre oder der Vorteile des Glaubens an Gott sicher auch nicht ohne Zuhörer.

Dabei kann jeder zuhören und Content produzieren, Pfarrer, Synodale, Mitglieder der Kirchenregierung, oder eben auch Tante Erna, die jeden Sonntag den Gottesdienst besucht, sofern sie mit dem Computer umgehen kann.

Während also nun jeder Content produzieren kann und es auch soll, sehe ich die institutionalisierte Kirche hier mehr in einer Bringschuld als das normale Gemeindeglied. Immerhin hat die Institution den Auftrag der Verkündigung. So könnte sie etwa für Premiumcontent sorgen, entweder durch eigene Produktion, ich denke dabei an Andachten, aber auch Nachrichten aus dem kirchlichen Leben oder einen youtube Kanal, meinetwegen auch einen eigenen Blog oder Miniblog oder ne Facebookseite oder dergleichen. Sie kann aber auch (zusätzlich?) zur Vernetzung der Christen im Netz beitragen, indem sie aufeinander verweist. So könnte sie die Kreativität all der Comiczeichner, Videoersteller etc im eigenen Sinne fördern, ohne selbst mit größerer Kreativität in Erscheinung treten zu müssen. Und die Pfarrerzentriertheit wäre ein Stück weit aufgehoben (wobei zu erwarten steht, daß unter den Kreativen sich auch der ein oder andere Pfarrer befindet).

Da die Institution Kirche wohl auch weitreichendere Möglichkeiten im informationstechnischen Bereich hat als die kreativen Privatpersonen, könnte etwa dafür gesorgt werden, daß produzierter Content leicht auf gängigen (Facebook, Twitter, Tumblr…) und weniger gängigen (Diaspora, Friendica, Identi.ca, tent…) Plattformen weiterverbreitet werden kann.

Diese Weiterverbreitung geschähe dann wohl, wie im Pfarrerblatt Artikel genannt, auch und wahrscheinlich zumindest Anfangs vor allem durch Pfarrer auf ihren Privatprofilen. Aber mit der Zeit auch immer mehr durch normale Gemeindeglieder, die sich, je nach Qualität des Contents (spricht es an, hat es was mit eigener Situation zu tun etc) und eigener Interesselage dazu bereit finden, etwas zu teilen oder am Ende gar selbst der Kirchenseite folgen. Ob bei Facebook oder sonstwo im Netz.

Update:

Was mir gerade noch einfällt: Die institutionalisierte Kirche könnte darüber hinaus (etwa per Social Media Guidelines? ;)) Hinweise geben, wie man gut zuhört, wie man Content entwickelt und dergleichen, also quasi als Qualifizierungs- bzw Professionalisierungsstelle dienen (und „dienen“ find ich hier als Begriff gar nicht so verkehrt).

Kirche & Web 2.0

Zwei Dinge

Wie der regelmäßige Leser bereits mitbekommen hat, habe ich mir vor einiger Zeit ien bißchen Webspace gegönnt und stehe nun vor der Entscheidung, den Blog umzuziehen. Wobei, die Entscheidung an sich ist schon getroffen, muß halt alles noch eingerichtet werden in ner ruhigen Minute, nen Titel such ich noch (wieso nicht wieder ein Kirchenliedtitel), der zum Inhalt passt (derwird sich wohl nicht ändern, es bleiben die gleichen Autoren) usw, aber darum geht es mir hier gar nicht. Ich hatte in dem Zusammenhang zwei Ideen zum Thema Kirche und Web 2.0:

Die erste wäre ein Reisesegen oder etwas in der Art für den neuen Blog. Beim Rückblick lief hier nicht unbedingt immer alles so, wie ich es mir im Nachhinein wünsche und ich denke, es wäre ne schöne Sache, den neuen Blog segnen zu lassen bzw nein, das wäre protestantisch nicht okay, weil wir Segen ja keine Sachen. Viel mehr ginge es um einen Segen für die Blogautoren für ihre Bloggertätigkeit, so ist es genauer und richtiger. Wie das aussehen und durchgeführt werden könnte? Wer das dann macht? Keine Ahnung, ber ich bin für Anregungen offen.

Die zweite Idee ist mehr organisatorischer Art. Alexander hat vor langer Zeit ne Liste evangelischer Blogs erstellt, die wohl nicht mehr ganz aktuell ist. Die Idee find ich aber nicht schlecht. Ich denke, es könnte ganz gemeinschaftsnützlich sein, wenn sich alle, die thematisch in die gleiche Richtung gehen (wenn auch nur grob, ich blog ja auch mal zur Politik etc) irgendwo gemiensam listenmäßig auftreten. Ob man das jetzt auf evangelisch beschränkt oder ökumensich öffnet (fänd ich besser) mal dahingestellt, jedenfalls scheint es mir katholischerseits ne „Blogoszene“ (die nennen das selbst teilweise so) mit nem recht weit gehenden Zusammengehörigkeitsgefühl zu geben. Und da überleg ich mir, wie das technisch umsetzbar wäre. Ich experimentier im Moment mit Tiny Tiny RSS herum und wenn ich es richtig verstehe, dann kann man da auch öffentliche Feedlisten verwalten und alles über nen eigenen Feed ausgeben. Müßte ich mal nachsehen, wie genau dat läuft. Bestünde an so was abgesehen von mir überhaupt Interesse? Ich hab ja den Kontakt zur Community ein wenig verloren, als ich bei Facebook und Twitter ausstieg, vielleicht ist die Vernetzung aller anderen ja ausreichend…?

Eventuell könnte man ja noch ein Logo entwerfen, meinetwegen auch ein weißes Quadrat in Anlehnung an das Bilderverbot…

Soweit meine Gedanken. Kommentare?

Kirche & Web 2.0

Open Slides

Bin hete grad drauf gestoßen. Da gibt es ne Software, die nennt sich Open Slides und ist für Sitzungen. Man kann damit wohl sowohl Tagesordnungspnkte und dergleichen an die Wand werfen, wie auch Anträge verwalten, die die Sitzungsteilnehmer dann vom eigenen Client senden. Hört sich jedenfalls interessant an.

Noch interessanter finde ich die Referenzliste. Neben dem roten Hahn der Bundes-ESG findet man dort (zumindest im Moment) noch die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland aufgelistet, die studierenden Cusanerinnen und Cusaner und den evangelischen Kirchenkreis Krefeld-Viersen. Neben diesen vier kirchlichen Referenzen gibt es dann mit der Piratenpartei nd den Grünen ach noch zwei aus dem politischen Bereich. Es freut mich zu sehen, daß die Kirche einmal im Bereich IT irgendwo nicht nur vorn dabei ist, sondern auch noch die Mehrheit stellt. Das läßt hoffen für die Zukunft.