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Censorship

Ever tried to post a link with negative news about Facebook on Facebook? I did, just today. And I got told, this was an abusive link. Honestly, I do not see why this would be so. I rather looks like Zuckerberg trying to censor bad news. That’s the problem with centralised structeres. Center can play dictator. But now, without further ado, here’s the link to the „abusive“ article for all those of you who are curious:

PS: For all who prefer non centralised structures, you might wanna take a look at Diaspora*. It’s open source, distributed and gives you better control throu aspects (google found these good enough to include those in their new, but also centralised G+ service). If you need invitations, let me know, I still have some.

Kirche & Web 2.0

Es läßt mich ja nicht los…

… diese ganze Kirche und Internet Geschichte. Zu vier Ansätzen, vielleicht möglichen Projekten, möchte ich nochmal meinen Senf geben. Es sind dies

  • die von Alexander Ebel angeregte Neue Atheisten FAQ,
  • das angeregte freie Gesangbuch
    (irgendwie fänd ich Open Xangbuch als Projekttitel lustig, aber das ist vielleicht nur für Pfälzer sofort verständlich),
  • ein Gedanken zur Onlinegottesdiensttechnik,
  • schließlich möchte ich die Frage anreißen, ob und wie Real-Life Kircheninstitutionen im Netz vertreten sein müssen/sollen.

Atheisten-FAQ

Alexander Ebel hat seine Folien vom Vortrag zu den Neuen Atheisten online gestellt:

Auf Folie 8 schlägt er verschiedenes vor: Neben einem koordinierten apologetischen Handeln in der Social Media unter anderen auch ein Wiki oder eine FAQ mit den Klischees der Neuen Atheisten und einer Entgegnung darauf, die das Ganze ins rechte Licht rücken soll. Im Teil zwei seines Rückblicks auf das Barcamp spricht er auch von einem Buch.

Auch wenn das Buch gemeinsam geschrieben werden könnte denke ich doch, daß es nicht der primäre Präsentationsmodus sein sollte für die Entgegnung auf die Klischees.

Ich denke, daß hier eine Knappe aber präzise Darstellung besser geeignet wäre, zumindest zur Präsentation für ein größeres Punlikum. Wenige Menschen wollen gerne lange Texte durchlesen. Das muß jedoch nicht gegen ein Buch sprechen, das aus der Arbeit ebenso hervorgehen kann.

Eine derartige Homepage könnte auch unterstützend wirken bei einem koordinierten Handeln in der Social Media, man müßte nicht immer wieder das Gleiche erklären, sondern könnte zumindest für die plattesten Vorwürfe und Klischees auf die FAQ verweisen.

Möglicherweise könnte man es auch so einrichten, daß auf der Seite der FAQ die Möglichkeit zum Kommentieren gegeben ist. So kann man neue Vorwürfe und Klischees die dort auftauchen gleich mit aufnehmen. Es wäre darüber hinaus die Möglichkeit gegeben, überhaupt ins Gespräch zu kommen mit Menschen, die sich ne eigene Meinung bilden wollen.

Es gäbe dann natürlich die Frage, wer überhaupt zu den Autoren gehören soll, wie man gleichzeitig offen ist und für ne gewisse Qualität sorgt. Ich kann mir vorstellen, daß ein Autorenteam mit verschiedenen Frömmigkeitshintergründen bei der Apologie durchaus verschiedene Wege gehen würde.

Open Xangbuch

Im schon genannten Artikel von Alexander Ebel reißt er auch das Thema Copyright und Online-Gottesdienst an. Viele Liedtexte unterliegen dem Urheberschutz und es dürfte mindestens fraglich sein, inwieweit ihre Benutzung bei Internet-Gottesdiensten (wie auch immer diese gestaltet sein sollten) eine Urheberrechtsverletzung darstellen.

Alexander Ebel verweißt auf das Weihnachtsliederheft der Musikpiraten und regt an, wie auch bei der Offenen Bibel ne freie Variante des Gesangbuches zu schaffen, durch Sammlung und Neusetzung der schon gemeinfreien Lieder. Ein Problem stellt sicherlich dar, daß es durchaus nicht einfach ist zu entscheiden, in welcher Text- und Satzversion ein Lied nun frei ist oder nicht. Es gab ja auch bei alten Liedern über die Jahre immer wieder Veränderungen am Text und auch der Melodie. Hier müßte man sehr aufpassen, weshalb ich dafür plädieren würde, wenn sowas umgesetzt wird, bei jeder Ablieferung auch eine Angabe zu machen, warum man das Werk für allgemeinfrei hält. So könnte es nochmals überprüft werden.

Ansonsten wäre es vielleicht auch sinnvoll, Texte und Melodien (die ja oft von unterschiedlichen Autoren stammen) getrennt zu sammeln. So könnten auch Neudichtungen und -kompositionen mit aufgenommen werden. Bei Bonhoeffers „Von guten Mächten“ ist es zum Beipspiel so, daß in 4 Jahren der Text frei wird (wenn ich die 70 Jahre Regel richtig verstanden habe), die Musik ist jedoch jünger. Will man den Text also singen, braucht man eine neue Melodie, wenn man nicht auf geschützte Kompositionen zurückgreifen will oder kann…

Teamspeak-Gemeindegesang?

Jetzt mal angenommen, man hat ein gemeinfreies Gesangbuch und will nen Gottesdienst online feiern: Sitzt jeder singend vor seinem Rechner und das war’s? Oder gibt es die Möglichkeit, bzw wäre es sinnvoll, einander auch zu hören?

Auf dem Blog von Michael Blume les ich immer wieder davon, daß Religiosität und Musikalität korrelieren. Das macht auf jeden Fall für mich Sinn. Gottesdienst ganz ohne Musik kann ich mir schlecht vorstellen, die Frage ist nur: Ist es möglich und wenn ja: Wie?

Man bräuchte wohl einen gemeinsamen Audiokanal. Irgendwie kam ich dabei auf Teamspeak. Das ist ein Server, über den mehrere Menschen gleichzeitig übers Netz miteinander reden können (Gamer benutzen das beispielsweise beim Spielen in Teams, aber wahrscheinlich kennt sich da eh jeder besser aus als ich).

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, für wie viele Leute so ein Teamspeak Kanal ausgelegt ist oder sein kann: Was passiert, wenn man mal einen Online-Gottesdienst von sagen wir 30 Leuten haben, und die jetzt gemeinsam „Ein feste Burg“ (tolles Lied!) singen wollen.

Wahrscheinlich wird der Service ab einer bestimmten Anzahl an Teilnehmern in die Knie gehen. Ich befürchte, man wird nur eine sehr kleine Anzahl an Leuten zusammenkriegen können. Leider bin ich aus der IT schon zu lange weg (und hatte damals wenig Ahnung) um sagen zu können, ob eine verteilte Softwarearchitektur hier helfen könnte.

Ein weiteres Problem wären die Latenzzeiten, wobei die auch ganz extrem beim Kirchentag am Abschlußgottesdienst auftreten. Zumindest dort scheinen sie weniger ein Problem zu sein (auch wenn es irritiert, daß die vorne schneller mit dem Lied fertig sind).

Landeskirche bei Facebook etc.

Als Nichtteilnehmer ist das Thema aus meiner Sicht nur ein Randthema gewesen. Trotzdem will ich ein paar Worte dazu loswerden. Die Frage war, inwieweit Kirchengemeinden, Dekanate, die Landeskirche an sich etc sich bei Facebook oder sonstigen Diensten vernetzen soll.

Ich bin da etwas krass, mag sein, aber mein Ansatz wäre: Gar nicht nutzen!

Prämissen

Ich gehe dabei von folgendem aus: Wir, also jeder einzelne von uns zusammen mit den anderen, sind die Kirche. Die Ortsgemeinde, die Landeskirche, oder was auch immer so an Institution im Real Life existiert, ist nicht Kirche an sich, sondern eine Organisationsform von Kirche, eben für das Umfeld vor Ort.

Sie IST aber an sich nicht Kirche, jedenfalls nicht über ihre einzelnen Glieder hinaus. Wenn nun die einzelnen Kirchenglieder bei Facebook sind oder bei sonstigen sozialen Diensten, so kann es dort sicher auch zu organisatorischen Formen von Kirchesein kommen. Wieso auch nicht?

Was geht

Aber ich denke, das ist nichts, wo die verfaßte Landeskirche oder ihre Gemeinden etc. viel mit zu tun hätten. Sie können das Internet durchaus nutzen: Als Medium zur Kommunikation und Information. Etwa durch Zugänglichmachung von Arbeitsbereichen, Pressemeldungen und was es sonst noch so gibt auf Gemeinde- oder Landeskirchenseite. Es ist durchaus auch möglich, daß man sich des Internets bedient, um ein Feedback der Gemeindeglieder zu bestimmten Themen zu bekommen. Aber ich denke, dazu gibt es die jeweilige Internetpräsenz der jeweiligen Institution.

Die sozialen Netzwerke

In den sozialen Netzen, so scheint mir, geschieht Vernetzung von Menschen mit gleichen Interessen. Diese Vernetzung ist auf Augenhöhe, ein Landeskirchenprofil wäre also nicht das Dach unter dem alles geschieht, sondern ein gleichberechtigter Teilnehmer am Geschehen. Nur hat dieser Teilnehmer an sich keine Substanz, da er nicht echt ist, keine Person dahinter steht.

Natürlich gibt es eine Person, die zuständig ist für das Profil, die Freunde anklickt (nach welchen Kriterien eigentlich?) oder bestätigt. Aber zu welchem Zweck? Sie wird nicht mehr tun können, als das, was sie auch auf der normalen Internetpräsenz kann. Ja eigentlich kann sie bei Facebook viel weniger tun. Dagegen gehört ihr bei der eigenen Präsenz der Server selbst und sie wird nur durch die Technik begrenzt.

Jedenfalls wäre es nach meiner Meinung sinnvoller, wenn der betreffende landeskirchliche Mitarbeiter sich selbst in solchen Diensten vernetzt. Meinetwegen mit einem vom Privatprofil getrennten dienstlichen Profil. So kann er da dann teilnehmen, wenn er will, und auch sich selbst einbringen. Er müßte sich dann auch nicht als Vertreter der Kirche fühlen, sondern eben als Kirchenglied XY. Wie alle anderen auch.

Oder kurz: Landeskirchliche Einrichtungen sind – wie Facebook-Seiten – Struktur für kirchliches Leben im jeweiligen Umfeld. Und die Struktur wird durch die Kirchenglieder geschaffen. Im RL ist es die Landeskirche, in sozialen Onlinenetzen sind es andere Formen. Wobei natürlich die Landeskirchen weiterhin prägend bleiben. Kein Mensch lebt nur online. Aber wo es verständlich ist, daß ein Greifswalder nicht jeden Sonntag in nen Lörracher Gottesdienst geht, wegen der Entfernung, ist es nicht mehr ganz so begreiflich, warum dies noch eine Rolle spielen soll, wenn es um ein kirchliches Onlineangebot geht. Denn da ist der Weg nicht weiter als für jeden sonst auch.