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This is the end

Bemerkung: Dies ist der letzte Beitrag auf dem alten Blog gewesen. Insofern ist das hier also nicht das Ende sondern der Beginn dessen, was später kam.

Alles hat ein Ende, so auch dieser Blog. Ab dem 22. März 2013 wird auf dem neuen Blog weitergebloggt. Der Blog trägt den Namen:

Die Nacht ist vorgedrungen

Die URL lautet wie folgt:

http://blog.debenny.de

Wir die Autoren, Bonifatz und Bundesbedenkenträger, wollen uns herzlich bei allen Lesern und Kommentatoren bedanken und hoffen, Euch alle gesund und munter auf dem neuen Blog wiederzusehen. Dieser Blog wird weiterhin im Netz bleiben, jedoch wird in einer Weile die Kommentarfunktion abgestellt werden. Weitere Diskussionen zu den Themen hier können dann im Forum geführt werden, für irgendwas muß es ja zu gebrauchen sein.

So, jetzt kommt noch die Hymne:

https://www.youtube.com/embed/MrpT39W0vEg

Und das war’s, danke und auf Wiedersehen.

Theologie, Uncategorized

Who created God?

youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ODetOE6cbbc&feature=player_embedded

Darkmatter’s video on God’s God starts with a common stereotype about Christian faith: An Atheist dies, gets to meet his creator an is about to be sent to hell for not believing in the right God. The question of how he should have known which God to believe in comes up later, when God himself meets his creator, that looks a lot like Steve Jobs.

A lot could be said and debated about how one should know which God is actualy the right one, but the main question is about the creator of the Creator, so I shall stick with this.

The main argument is, that the God figure in the movie claims the Atheist had to know that there has to be a reason for his existence and intelligence.

The Angel figure, I think his name is Geoffrey, reminds the God figure, let’s call him Hank for short, of his own existence and intelligence. As Hank claims he was not created, why should the Atheist not have done likewise in his own life.

To „prove“ the point, darkmatter has Geoffrey and Hank kill each other in the video and face Hank’s (an Geoffrey’s?) creator. Then there is a similar discussion, plus the question of how to know about this creator etc etc. Basically Hank brings up a lot of the arguments atheists tend to bring up againt the existence of God. Basically a ot of lapstick and recursion.

The question I find interesting to address here is the question about the creator of the Creator. Thus I didn’t cal the article „God’s God“ like arkmatter called his video, but „Who created God“. To give the short answer: No one because God is not created. He is not a creature, unlike everything else.

Geoffrey brings intelligence and existence into discussion. I’d like to drop the intelligence part. There are things created that are not in the slightest way intelligent. Think of stones. Or bread (Germans should understand this one ;)). But still they are created, and they exist.

I’d like to start with God’s existence, and what I do in the first place is: Deny it. You read right: I consider myself Christian and deny the existence of God. Now if you are a Christian yourself reading this and about to call me heretic or whatnot, let me first explain. And judge then. And if you are an Atheist reading this, don’t rejoice too fast, things are not as they appear.

We talk about existence. And we talk about creation. I’d say, it’s both the same: If you have anything that is created, it exists. And I think it’s also the other way round: Everything that exists, is created.

Atheists should not agree here, because I guess they’d deny the idea of creation in the first place, so there wold be no created thing, no creature, in the first place. But this thought is more for the Christians among you, I’ll get back to the Atheists later.

If we say that everything that is created, exists, then we cannot say that God would exist, because undoubtedly: God is not created (this is true at least for monotheistic gods).

So if God is not created and does thus not exists, he must be something else than existant, if I believe in Him.

God is above creation. God is above existence. God gave existence to everything being. Existence is timely and within the created world as a concept. This is not true for God (any monotheistic God, but not any politheistic gods). He does not exist, He is not within the created world (though He can influence it and appear there). And He’s not just a concept, but maybe we could say that He was also a concept, besides many other things.

So if God was created, he’d be within the world, he’d be timely. And he’d have a creator. If he had created anything himsef he’d just be a subcontractor of the real God who created him. People as create things. Darkmatter created the video, and I am about creating this article. Still we both are creatures, because we exist. We are timely and within this world, and cannot escape it.

This all is not true for (the monotheistic) God, though it can be true for (polytheistic) gods, which don’t difer much here from Superman, Spiderman and other figures with (restricted) superpowers. So, the only real God in the video would be the last in the row, if he was and would not be thought to be just another super-super-superhero within time and world. If he was not thought to be existing.

The fact that all those god-figures in the video have bodies and act towards one anoter even in their respective „heavens“ makes me presume that darkmatter didn’t think of them as nonexistant God, that still is there.

It is really a problem to not have a word for the nonexistant kind of existence of God. Because He is there, he is the source of everything, the source of existence, though He doesn’t exist the way we exist. Because we have not word for his existence, I guess, it is that we end up not understanding one another.

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Gender Mainstreaming

Das Druckerzeugnis mit den vier großen Buchstaben nennt es „Polit-Irrsinn des Jahres“ und Dersieger schreibt an die Bundesregierung und bringt zwei Videos unter der Überschrift: „Sagt Nein zu Gender-Mainstreaming“. Und über seinen Artikel bin ich auch erst auf die Sache aufmerksam geworden. Es geht um die Unisex Toiletten. Es berichtet unter anderem auch die Taz, außerdem gibt es noch was von den zuständigen Piraten und den Antrag selbst.

Dersieger versteigt sich zu einer ziemlich niveaulosen Sprache, es ist die Rede von „GENDER-SCHEIß“ und „Schwuchtelpaar“. Am Ende schreibt er noch:

Ich hoffe, dass viele anderen Christen sich mir anschliessen.

Nun, ich bin Christ und ich muß sagen: NEIN! Und zwar genau, weil ich Christ bin. Und das möchte ich hier gerne ausführen in der Hoffnung, vielleicht mit Dersieger (oder anderen) ins Gespräch über das Thema zu kommen.

Mein erster Grund, mich nicht anzuschließen, ist die Wortwahl. Mit Gender-Scheiß hab ich wenigr die Probleme, man kann sich aufregen über eine Sache und das dann auch in der Wortwahl deutlich machen. Ist zwar nicht besonders chic, aberdas kann einem schon mal passieren. Wenn ich die Sache für unterstützenswert halte, seh ich in diesem Begriff kein Problem.

Anders sieht es aus mit „Schwuchtelpaar“. Der Begriff ist eindeutig abwertend-beleidigend. Wenn jemandem sowas mal rausrutscht ist es in jedem Fall angemessen , sich zu entschuldigen. Für mich bedeutet das dann aber: So lange keine Entschudigung erfolgt und die Beleidigung nicht aus der Welt geschaffen ist, kann ich da nicht mitmachen. Ich würde quasi auch die Beleidigung mit unterstützen, unabhängig von der Sache selbst. Deshalb alleine schon kann ich mich nicht anschließen. Ich müßte einen eigenen Aufruf zur selben Sache formulieren, der nicht beleidigend ist. Denn die Beleidigung (und vor allem die Abwertung) paßt nicht zum Nächstenliebegebot.

Dann ist da aber noch die Sache an sich, um die es geht. Dersieger wendet sich gegen Gender-Mainstreaming im Allgemeinen und nimmt die Unisex Toiletten aus Friedrichshain-Kreuzberg als Anlaß. Ich bin ja selbst bei vielen Projekten der Gender-Politik äußerst skeptisch, so gefällt mir die Selbstbezeichnung Student besser als Studierender (beides übrigens aktive Präsenspartizipien, das eine in Latein, das andere in Deutsch, Gender-Mainstreaming besteht in diesem Fall also schlicht in einer Übersetzung und das für Leute die studieren und die Übersetzung auch so nach Erklärung hinkriegen sollten, auch wenn sie sonst kein Latein können) und die sogenannte inklusive Sprache, Binnen-i und Gender-Gap machen nach meinem Dafürhalten einfach nur alles kompliziert, so daß man gar nix mehr versteht. Alles Punkte, über die man im einzelnen diskutieren kann. Viel wichtiger finde ich die Kritik, die ich bei Wikipedia gelesen habe, daß nämlich mit Gender-Mainstreaming ein binäres Geschlechterkonzept festgeschrieben würde. Ich kenn jetzt nicht die genauen Grenzen, und ob Gender-Mainstreaming nicht auch andere Geschlechterkonzepte aufnehmen könnte, aber letztendlich ist das egal, denn darum geht es hier nicht.

Es geht zuerst und vor allem um die Unisex Toiletten, denn ich denke, als Christ hat man gute Gründe, diesen Ansatz zu begrüßen, auch wenn es vielleicht nicht die beste Lösung ist.

Aus den bei Dersieger geposteten Videos entnehme ich, daß sein Punkt ist, daß tatsächlich etwas dran ist an den Geschlechterrollen, weil eben im ersten Film aus Norwegen immer noch mehrheitlich Männer Ingenieure werden und in der Krankenpflege mehrheitlich Frauen arbeiten. Daran mag vielleicht sogar etwas sein, aber das ist recht irrelevant. Wichtig ist, daß ein Mann Krankenpfleger werden könnte und eine Frau Ingenieurin, und daß es ihnen niemand verbietet, weil es nicht ihrem Geschlecht entspräche. Gott schreibt nirgends irgendwelche Berufe für die Geschlechter vor, auch wenn das kulturelle Umfeld in den Bibeltexten ein recht konservatives Rollenbild transportiert. Festgeschrieben wird dies nicht.

Nun gibt es aber nicht nur Männer und Frauen. Und dazu ist nochmal eine Unterscheidung nötig. Man unterscheidet nämlich zwischen dem körperlichen Geschlecht (also profan gesagt das, was man zwischen den Beinen hat oder auch nicht) und dem psychologischen Geschlecht (also das, was man vom Kopf her ist). Beide sind in den meisten Fällen identisch. Die meisten körperlichen Männer empfinden sich auch als Männer und die meisten körperlichen Frauen fühlen sich auch als Frauen. Manchmal fühlen sich aber auch Frauen als Männer und umgekehrt. Aus fundamentalistischer Perspektive könnte man hier noch sagen, daß Gott eben wollte, daß man sich in sein Schicksal (also den falschen Körper mit all seinen Rollenbildern) fügt. Ich lehne diese Meinung zwar zutiefst ab, aber darum geht es hier nicht.

Probleme dürfte aber jeder Fundamentalist bekommen, wenn er zum ersten Mal auf einen Menschen trifft, der körperlich weder Männlein noch Weiblein ist. Es gibt da ganz verschiedene weitere Möglichkeiten, und die existieren wirklich. Für den Fundamentalisten sind sie Teil Gottes guter Schöpfung, aber sie passen nicht in die gängigen Muster. Wenn ein Mensch beide Geschlechter hat, soll er dann als Mann oder als Frau leben? Und welche Toilette soll er benutzen? Liberale Menschen werden nicht am körperlichen Geschlecht festhalten und sagen, er soll so leben, wie er sich fühlt, unabhängig von althergebrachten Rollenbildern. Konservativere bzw fundamentalistische Menschen kriegen hier ein unlösbares Problem, wie ich meine, weil sie an den zwei Geschlechtern festhalten, und mit etwas Drittem konfrontiert werden.
Für solche Fälle, die eben unentscheidbar sind, gibt es nun in Friedrichshain-Kreuzberg eine weitere Toilette. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein, zeigt aber ein Problem auf.Und das Problem ist ja nicht mit den Menschen beendet, die körperlich in keins der zwei gängigen Geschlechter passen. Wenn man einmal gesehen hat, daß das Zweiersystem nicht von Gott kommt, weil der auch andere Menschen schafft, wird man sich vielleicht auch eher am psychologischen Geschlecht orientieren als am Körper. Was aber nun, wenn sich ein körperlicher Junge, der sychologisch ein Mädchen ist, entscheiden soll, in welche Toilette er geht, etwa in der Grundschule. Nehmen wir an, er hat lange Haare und trägt Kleider, ist also von außen nicht von „echten“ Mädchen zu unterscheiden. Geht er in die Jungentoilette, weil er einen Penis hat, oder geht er in die Mädchentoilette, weil er lange Haare hat, ein Kleid trägt, und mit Puppen spielt? Sowas hatte ich ja grad in nem anderen Artikel, hier ist der Link zum Fundort. Eine Unisex Toilette könnte hier die Entscheidung erleichtern, weil dort alle reingehen können ohne das Gefühl haben zu müssen, zu den falschen zu gehen. Zum Themenkomplex, wie man da gehemmt sein kann, in Bezug auf die Umkleide beim Sportunterricht, gibt’s auch nen kleinen Film. Und grad weil im Film auch Schwule und Lesben vorkamen, nochmal eine Klarstellung: Die sexuelle Orientierung ist nochmal etwas ganz anderes als das körperliche oder psychologische Geschlecht. Schon deshalb ist der Begriff „Schwuchtelpaar“ völlig fehl am Platz, unabhängig vom Niveau. Trotzdem sollte aus dem Film ersichtlich sein, daß auch hier eine Unisex-Toilette ein entspannteres Feld bieten könnte, wo gängige Diskriminierungen hoffentlich nicht vorkommen.Zusammenfassend kann ich sagen: Als Christ bin ich durch meinen Herrn udn Heiland Jesus Christus angehalten, meinen Nächsten zu lieben. Das beinhaltet für mich, ihm Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen, wenn er bedrängt wird, und ihm wie allen anderen auch ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Unisex Toilette zielt in diese Richtung, auch wenn es noch bessere Lösungen geben mag. Sie verbessert wenigstens den Status Quo. Wo Gender Mainstreaming in ähnlicher Weise Menschen das Leben erleichtert, bin ich ebenfalls dafür.Wie das die Familie kaputt machen sollte, ist mir rätselhaft. Und wenn ich Kinder hätte und ich würde mitsamt meiner Frau sterben, dann wäre es mir lieber, meine Kinder würden von einem „Schwuchtepaar“ erzogen, das ihnen ein liebendes Umfeld bietet, als von einem Fundamentalistenpaar, das meine Kinder womöglich noch den gleichen Haß einimpft gegen alle Menschen, die nicht in ihr menschengemachtes Geschlechterkonzept passen. Gott schuf vielleicht Adam Eva als Mann und Frau, aber heute ist die Sachlage komplizierter, und trotzdem hat Gott das alles geschaffen.Gottes Segen und Gute Nacht

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Netzfunde vom Donnerstag, den 28. Februar 2013

Peter hat in der WA nen Lutherspruch ausgegraben, der ganz gut passt als Absage an allen Biblizismus. Nicht an den Buchstaben halten, sondern an den Geist!

Bei Get Religion geht es um die Frage, wieso der Papst immer so alt ist und um Reporter, die offensichtlich kaum Ahnung von Kirche haben und trotzdem alles schreiben können, was sie für richtig halten. Man stelle sich vor ein Journalist würde behaupten, das Bundespräsidentenamt würde ausgependelt. Lächerlich? Schon, aber was ist es dann, wenn einer schreibt, Katholiken würden an die Göttlichkeit des Papstes glauben? So, und bevor ich jetzt zum Rant über den Spiegel und die Glaubens- und Kirchenthemen darin ansetze, wechsle ich lieber das Thema.

Ein schöneres Thema findet sich bei Bigi, die davon schreibt, wie Gott ihr in ihrem Leben geholfen hat.

Um Hausverwaltungen, Camus und Nietzsche geht es bei „Die Wahrheit über die Wahrheit“.

Bei „Experimental Theology“ geht es um Martyns Kommentar zum Galaterbrief, wenn ich es richtig sehe gehört der zur Reihe Anchor Bible Commentary. Interessant ist, daß Martyn wohl den Fokus auf den Befreiungsaspekt des Kreuszesgeschehens lenkt, also weniger Gerechtigkeit durch Glauben, mehr Christus Victor. Hört sich jedenfalls interessant an.

Und ebenfalls bei „Experimental Theology“ gibt es ein Gebet des Ordens von Mutter Theresa.

Bei Lana geht es um den Feminismus, und während ich ihr in all ihren Punkten zustimmen kann, würde ich da weniger den Begriff des Feminismus gebrauchen. Denn Feminismus bedeutet für mich, daß ich als Mann Aggressor bin. Feminismus bedeutet für mich, daß ich IMMER Täter bin und die Frau IMMER Opfer. Feminismus bedeutet für mich, daß eine Alice Schwarzer die Wahl von Merkel gutheißt, aus dem einfachen Grund, daß Merkel keinen Penis hat. Solch ein Feminismus sricht mich nicht an und kann mich nicht ansprechen. Das ist jedoch das, was ich bisher am Meisten mit „Feminismus“ in Verbindung gebracht habe. Das, was Lana beschreibt, ist Gleichberechtigung oder Chancengleichheit, Gerechtigkeit. Und ich bin wie gesagt voll auf ihrer Seite. Aber den Begriff „Feminismus“ lehne ich ab. Da kann ich nicht mitgehen.

Bei Ameleo geht es um die Pfarrei-Initiative und einen fiktiven Antwortbrief. Ich fände so einen Brief auch erfrischend, nicht nur von katholischen Bischöfen. Sowas könnte durchaus auch als Ansatzpunkt gelten zur Stärkung des Priestertums der Gläubigen (wobei da dann die Katholiken wohl nicht mehr mitspielen können).

Bei „Fire and Rain“ kann man erfahren, daß es durchaus Stadtteile in Deutschland gibt, die Farbkonzepte für Neubaugebiete erarbeiten, aber keine Konzepte zur Kinderbetreuung.

Und Eric Djebe hat innerhalb seines Basisdiskurses Religion ne Reihe zu Wundern gestartet. Besonders den zweiten Teil finde ich interessant, in dem es darum geht, daß wir nicht mehr auf dem Stand der Wissenschaft sind, wenn wir davon ausgehen, daß die Welt wie ein großes Uhrwerk ist, das wir nur noch verstehen lernen müssen. Wahnsinnig spannend, und hoffentlich kommt da noch mehr, denn Erkenntnistheorie ist ein Gebiet, auf dem ich mich nicht sonderlich auskenne, das ich aber recht spannend finde, auch in Hinblick darauf, wie intellektuell redlich Glaube ist beziehungsweise nicht ist. Das mit der intellektuellen Redlichkeit ist ja ein gängiger Vorwurf atheistischer Missionare, bei dem ich schon länger vermute, daß die da nicht ganz richtig liegen, aber mir fehlt halt die Kenntnis, um den Finger in die Wunde zu legen.

Bei Joshua Tongol gibt es ein etwas längeres Video zur Frage wieso Jesus sterben mußte, Gottes Zorn und den Römerbrief. Und auch hier läuft es auf Christus Victor hinaus. Es feut mich, daß diese Kreuzesinterpretation scheinbar immer mehr um sich greift, denn ich halte sie einfach für richtiger als die Satisfaktionslehre. Das Video ist wie gesagt etwas länger und streift mehrere Themen, insgesamt aber durchaus wert sich anzusehen, falls man des Englischen mächtig ist.

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Europäische Bürgerinitiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung

Irgendwie war mir so, als hätte ich schon einmal darüber geschrieben, ich konnte es aber jetzt nicht finden. Das ist recht eigentlich auch egal, denn das worum es geht, ist auch so schnell erzählt.

Die Kommission der Europäischen Union plant, die Trinkwasserversorgung zu liberalisieren. Das bedeutet, daß künftig der Markt für viele Anbieter geöffnet wird, und sich der „beste“ am Markt durchsetzen soll. Durch den Wettbewerb sollen auch wir Kunden davon profitieren, etwa durch geringere Preise.

Bisherige Erfahrungen mit Wasserprivatisierung deuten aber eher in eine andere Richtung: Nicht nur wird das Wasser eher teurer als billiger für den Endverbraucher, die Qualität nimmt ebenso ab. Klar, bei dem Preisdruck wird eben an der Qualität gespart. Es ist ja nicht so, daß man das nicht auch in anderen Marktbereichen feststellen könnte.

Hier geht es aber nicht darum, daß man das Aut öfter in die Werkstatt bringen muß, oder daß die Stereoanlage eher den Geist aufgibt, hier geht es um ein absolutes Grundnahrungsmittel. Ohne Wasser sehen wir iemlich schnell ziemlich alt aus.

Mit der letzten (?) Reform der EU haben wir Bürger eine Möglichkeit bekommen, größeren Einfluß auf europäische Gesetzgebung zu nehmen. Das ist zwar noch keine wirkliche Demokratie, aber immerhin ein Anfang, den wir nutzen sollten. Dazu ist es nötig, innerhalb einer gewissen Zeit in einer bestimmten Anzahl an EU-Ländern jeweils einen gewissen Prozentsatz der Bevölkerung auf seine Seite zu bekommen. Das steht alles auch viel besser bei Wikipdia.

Und ja, man kann die Kommission nur dazu bewegen, sich mit einem Thema zu befassen, die Kommission kann mit dem Thema dann aber nach eigener Vorstellung umgehen. Trotzdem kann man etwas bewirken. Mit den Bundestagspetitionen kann man auch nur den Petitionsausschuß dazu bringen, sich mit einem Thema zu befassen, trotdem wurden über mehrere Etappen die Internetsperren à la Zensursula erst nicht angewendet und dann auch das Gesetz auslaufen gelassen. Ähnliches könnte in der EU beim Wasser gelingen.Darum möchte ich Euch bitten, mitzumachen und Euren Freunden von der EBI zu erzählen. Denkt daran, wir brauchen Mitzeichner aus möglichst vielen Ländern. Wenn Ihr also Österreicher, Malteser oder Finnen kennt, sagt denen auch Bescheid. Die Erklärung liegt in 23 Sprachen vor.

Jetzt noch die Links:

Hier könnt Ihr Euch eintragen.

Hier ist die Kampagnenseite.

Und hier gibt es einen ARD-Monitor Beitrag zum Thema.

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Gerechtigkeit und Gleichheit

Oftmals wird ja davon ausgegangen, daß Gerechtigkeit mit Gleichheit einhergeht. So wird es zum Beisiel als gerecht angesehen, daß alle vor dem Gesetz gleich sind. Und vor Gott sind ja angeblich auch alle gleich…

Daß dem aber nicht immer so sein muß, veranschaulicht folgendes Bild ganz gut:

Bild leider nicht mehr verfügbar

Wobei, Gleichheit hat man da ja auch. Beim Ergebnis, aber nicht bei den Voraussetzungen. Es sind halt nicht alle Menschen gleich.

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SSH mit Privatekey vom USB Stick

Wie ich ja schon mal erwähnt hatte, hab ich ein kleines Forum aufgesetzt. Das läuft auf nem Server, mit dem ich noch einiges mehr vorhabe, aber darum soll es hier nicht gehen. Hier geht es vielmehr um einen Aspekt der Serverwartung.

Und zwar ist mir aufgefallen, daß in letzter Zeit ein paar Scherzkekse versucht haben, sich per ssh auf meinen Server Zugriff zu verschaffen. Dies stieß naturgemäß nicht auf Begeisterung meinerseits, und ich hab mich ein wenig eingelesen, was man über ein starkes Passwort hinaus noch machen kann.

Dabei stieß ich auf die Möglichkeit, sich bei SSH mit einem private/public Key Paar anzumelden. Wie das geht, kann man überall im Netz lesen, darum soll es hier auch nicht gehen. Das ganze soll um einiges sicherer sein als die Authentifizierung per Passwort.

Die Sache funktioniert nun so, daß man auf dem Rechner zu Hause ein Paar Schlüssel erstellt, je einen public und einen private, und daß dann der publickey auf den Server geladen wird, und dann gibt es noch ein paar Einstellungen, aber wie gesagt, das können andere besser erklären als ich.

Mein Problem war nun, daß ich nicht nur von einem Rechner aus arbeite. Eigentlich müßte ich entweder auf jedem Rechner ein eigenes Paar Schlüssel erstellen und den public Teil auf dem Server einbinden, oder zumindest den einen privatekey den ich schon hab auf alle Rechner verteilen und dort einbinden.

Nennt mich paranoid, aber ich möchte meinen Schlüssel immer dabei haben, auf meinem USB Stick.

Und hier fangen die Probleme an: USB Sticks sind meist (so auch meiner) mit FAT formatiert. FAT ist jenes alte Dateisystem, das schon bei DOS zum Einsatz kam. Es gab zwar Erweiterungen, jedoch hat FAT nie Benutzerrechte bekommen. Wird nun der USB Stick gemountet, werden den darauf befindlichen Dateien irgendwelche vom System festgelegten Benutzerrechte zugewiesen, die in der Regel zu freizügig sind.

ssh, mit dem ich mich auf meinem Server einlogge, ist da recht wählerisch. Sieht das Programm, daß der Schlüssel von anderen veränderbar ist, spielt es nicht mehr mit. Zugriffsrechte darf es nur für den Eigentümer geben, für sonst niemanden (also in etwa 600).

Der USB Stick sollte also mit anderen Standardrechten gemountet werden. Außerdem sollte man darauf achten, daß bei den beschränkteren Rechten überhaupt noch ein Zugriff auf den Schlüssel möglich ist. Wird die Schlüsseldatei nämlich einem anderen Benutzer zugewiesen, ist es mit dem Einloggen auf den Server auch Essig.

Wir müssen den Stick also mit 600 als Standardrecht mounten, wobei die darauf befindlichen Daten dem aktuellen Benutzer zugewiesen werden sollen.

Was nun folgt, kann man auch alles in der Manpage von mount nachlesen, und ich rate dazu, dies auch nochmal zu tun, denn ich kann mich auf mit dem ein oder anderen Punkt irren, deshalb mache ich darauf aufmerksam, daß ich für Schäden keine Haftung übernehme.

Nun aber zum Thema:

Der Befehl sieht in etwa so aus:

mount <Gerät> <Pfad>

also etwa:

mount /dev/sda1 /media/USB-Stick

Wir benötigen nun Optionen einerseits für die Zugriffsrechte:

dmask=022,fmask=177

Vorsicht: Vor allem hier habe ich lediglich darauf geachtet, daß es funktioniert. Welche Sicherheitslücken ich damit aufgerissen habe, kann ich nicht sagen. Ich arbeite an meinen Rechnern alleine, deshalb muß ich hier nicht übermäßig vorsichtig sein. Die Sache kann bei Euch ganz anders liegen. Informiert Euch selbst über sinnvolle Einstellungen für dmask und fmask.

Dann benötigen wir noch die Option für den Besitzer:

uid=ernstruediger

Ihr müßt „ernstruediger“ natürlich durch Euren Benutzernamen ersetzen 😉

Im Ganzen sähe der Mountbefehl also in etwa so aus:

mount -o „uid=<Benutzername>,dmask=022,fmask=177“  <Gerät> <Pfad>

Bitte nicht vergessen, dann beim ssh auch die richtige Schlüsseldatei anzugeben, da das Programm sicher nicht standardmäßig auf dem USB Stick sucht. Das könnte man zwar auch einstellen, halte ich aber nicht für sinnvoll. Die Schlüsseldatei gibt man mit i an:

ssh -i /media/USB-Stick/id_rsa username@meintollerserver.de

Nochmal: Ich übernehme keine Haftung für etwaige Schäden. Bevor Ihr das hier ausprobiert, informiert Euch selbst, inwieweit dieses Vorgehen in Euer Sicherheitskonzept passt oder nicht. Mir geht es vor allem darum, einen möglichen Ansatz aufzuzeigen. Kümmert Euch selbst um die Details.

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Vergeßt den Skandal um den Kindesmißbrauch…

… katholische Erziehung ist viel schlimmer. So meint jedenfalls Vorzeigeatheist Richard Dawkins. Auf diese Formel verkürzt wurde ein Al Jazeera Interview mit Dawkins, etwa bei der Daily Mail (via). Ich habe das 47 Minuten-Video bei Al Jazeera gefunden und angesehen und ich finde, es ist durchaus wert, angesehen zu werden.

Der Vergleich von Kindesmißbrauch und katholischer Eriehung kommt etwa ab Minute 20, nimmt recht wenig Zeit ein, und Dawkins offenbart dabei ein recht unwissenschaftliches Vorgehen: Er bezieht sich auf einen Brief, den er von einer Amerikanerin erhalten habe. Dafür, daß er sonst so auf evidence pocht recht dünn.

Überhaupt macht er eine sehr schlechte Figur: Religion ist böse, weil sie der Grund für viele böse Dinge ist. Religiöse Individuen wie etwa Martin Luther King Jr. können allerdings auch Gutes tun. Interessant: Das eine sind Individuen, das andere ist die Religion an sich. Wobei er auch zugibt, daß Religion durchaus Gutes motivieren kann.

Irgendwie kommt er mir bei dem Hin und Her vor wie ein Fundamentalist im analogen Fall. Da sind die „bösen“ Anhänger dessen Religion (Selbstmordattentäter, katholische Erzieher…) auch immer nur Individuen, während die Religion an sich gut ist. Dawkins würde wahrscheinlich nicht zögern, dem Fundi genau dies vorzuwerfen…

Das schlimme an Religion ist übrigens der Glaube, weil der dazu führt, ganz böse Dinge zu tun und für Argumente verschlossen zu sein. Wobei er auch hier später zurückrudert und sagt, es gäbe zwar Argumente (bzw Streit, cf. engl „argument“), aber eben keine richtigen.

Ich habe den Eindruck gewonnen, daß Dawkins vor allem ein Problem mit dem Fundamentalismus hat. Würde er das so formulieren hätte ich damit kein Problem. Fundamentalismus mag ich auch nicht. Was Dawkins jedoch macht, auch wenn r immer wieder zurückrudert und nochmal in die gleiche Richtung startet, ist, daß er seine Vorstellung von Fundamentalismus auf alle Rleigion überträgt und selbst aber für Gegenargumente taub bleibt. So nimmt er natürlich wahr, daß seine Frau ihn liebt, das ist dann evidence, aber das gleiche Gefühl bezüglich eines Gegenübers zählt nicht, wenn es sich um Gott handelt, weil dieser Gott angeblich nur im Inneren existiere. Das Gefühl geliebt zu werden anscheinend nicht…

Ein letzter Punkt, der mich irritiert, war sein ständiges Reden von truth. Ich dachte bisher, Wahrheit gäbe es nur im Glauben, während die Wissenschaft mit Wahrscheinlichkeiten arbeite, doch Dawkins ist wohl der Meinung, daß er in der Lage wäre, mittels Wissenschaft tatsächlich zur Wahrheit zu kommen, was immer diese Wahrheit sein sollte.

Alles in allem sagt er recht wenig, außer daß er alle Religion für fundamentalistisch hält, daß er selbst durchaus fundamentalistische Ansätze hat (oder was soll die Rede von truth?) und die Welt ein besserer Ort wäre, wenn die Religion morgen verschwände, obwohl dann die Shoa bliebe, während viele Hilfsoranisationen weg wären…

Aber seht es Euch selbst an, es ist durchaus kurzweilig:

http://www.aljazeera.com/programmes/general/2012/12/2012121791038231381.html