Spaß mit Arch Linux, Technik

Install JDK on Arch Linux – manually

I suppose the number of readers here that do use Arch Linux and do programming in Java is rather close to zero, but anyway I want to write this down for my own reference, so why not do it in English so others can benefit from it.

I recently bought an online course on Java developing because, well, I’d like to (re-)learn the language and I enjoy coding every now and then.

I did want to use the javafx classes, though, and that’s where the problems began: It started with code not compiling and the compiler complaining about the javafx classes not being there. I quickly found out that the javafx classes were a seperate package in the OpenJDK distribution.

So I figured I install the extra package and all is fine. Well, it wasn’t. I found out that there are javafx classes for version 8, but not for the actual version 10 of OpenJDK.

So I thought I downgrade to version 8, but then I read that Openjdk does not (yet) implement all of Java, that is, the JDK of Oracle would have the language complete, but OpenJDK wouldn’t.

So I thought: Why not drop OpenJDK all togehter and switch to the original. It’s not fully open source, yes, but heck, I wanted the whole thing and the recent thing, although I knew I would hardly ever need any features that are only in version 10 but not 8 and or only in Oracle’s JDK but not in OpenJDK’s.

So I looked at the AUR and found a recent package of Oracle’s JDK. Which I tried to install but didn’t work. I don’t want to go into detail, but it seemed that there was a version update from 10.0.2 to 10.0.3 and the link didn’t work any more.

So I downloaded the recent JDK from Oracle’s website and searched the internet for advice, what to do with it. I found Shahriar Shovon’s fine article on how to install Oracle JDK 10 on Arch Linux. For obvious reasons I chose the manual install.

That worked. And I could write my first small Java code samples with an editor and compile on the command line.

Then I wanted an IDE. Whether you install IntelliJ or Eclipse on Arch Linux, it will install a JDK alongside with it; OpenJDK.

So there I was, with an IDE, Oracle’s JDK in a custom directory (/opt) and OpenJDK 8 installed through pacman. And well, there was some conflicting. So I deleted the shell script I created when installing Oracle’s JDK manually under /etc/profile.d/ and turned Oracle’s JDK into dead data on the hard drive. I had OpenJDK 8, and I added openjfx8 and could have been content. But I wasn’t.

There must be some way to get the manually installed Java version integrate into Arch. And it was. For archlinux-java, the helper script for the selection of the default JDK to recognize any Java JDK, it must be installed under /usr/lib/jvm/  with a cetain directory name pattern, as I learned here.

So I renamed Oracle’s JDK directory into java-10-oracle  and moved it to usr/lib/jvm/ , and running archlinux-java status  suddenly listed Oracle’s JDK among the available JDKs.

archlinux-java set java-10-oracle  then set it to the system default, and all is fine now.

Whenever there is a new JDK coming out, all I need to do is download it, unpack it under /usr/lib/jvm/  and set it to default with archlinux-java . Pretty straight forward and I do not have to hassle with incorrect download links in the AUR.

Kirche & Web 2.0, Technik

Twitterwall für Gnu Social?

Das erste Mal auf dem Barcamp, das erste Mal beim Twittergottesdienst mitgemacht, und immer noch die Frage: Muß das Twitter sein? Geht das nicht auch ohne Konzern? Vielleicht mit Gnu Social?

Sogenannte Social Media Walls, also Anzeigen für Tweets mit festgelegten Hashtags, gibt es für Twitter jede Menge (man sagt ja auch Twitter Walls). Für Gnu Social habe ich so etwas nicht gefunden und mal im IRC nachgefragt. Auch dort wurde mir gesagt, daß es das wohl eher nicht geben wird aber leicht zu bauen sein sollte.

Ich dachte erst an komplizierte API Aufrufe, aber es geht viel leichter: RSS. Bei Gnu Social (und ich glaube auch bei Diaspora oder Friendica, kann das jemand bestätigen?) sind die (öffentlichen) Messages per RSS abrufbar.

So könnte man die leicht auslesen, das Ganze auf den Bildschirm zu bringen ist dann kein Hexenwerk mehr. Nur hatte ich Schwierigkeiten, die richtigen RSS Links herauszufinden, daher dieser Artikel, um das einmal festzuhalten.

Um einen Hashtag per RSS abzurufen, nimmt man:

https://{server}.{TLD}/api/statusnet/tags/timeline/{hashtag}.rss

Wenn man also den Hashtag #twigo auslesen wollte und den Server quitter.is nutzen will:

https://quitter.is/api/statusnet/tags/timeline/twigo.rss

Wenn ich es richtig verstehe sollte die Wahl des Server mehr oder weniger egal sein. Er sollte halt stabil genug laufen, um beispielsweise bei einem Twitter Gottesdienst in kurzen Abständen die Daten ausliefern zu können. Ob das den Server spürbar belastet, kann ich nicht sagen, käme wohl auf einen Versuch an.

Wenn man die Timeline eines bestimmten Nutzers abgreifen will, geht das mit:

https://{server}.{TLD}/api/statuses/user_timeline/{user}.rss

Hier muß der Server dann der sein, auf dem der User sein Konto hat, sonst bleibt das einfach leer…

Insofern andere freie Sozialnetzwerke ebenfalls RSS Feeds zur Verfügung stellen, könnte man auf die Art zu nem „Twitter“-Gottesdienst kommen, ganz ohne Twitter.

Ideal wäre natürlich die Einbindung beider Optionen, Twitter UND Gnu Social, Facebook UND Friendica/Diaspora/Red Matrix etc…

Ich weiß allerdings nicht, ob die komerziellen APIs das zulassen…

Trotzdem, eine Wall-Software für Gnu Social empfinde ich als ein Desiderat. Wenn ich jetzt gut programmieren könnte… wobei, wär wohl eher Webdesign

Kirche & Web 2.0, Technik, Theologie

Virtuelle Gemeinden? Tapfer sündigen im Internet?

Das Vikariat und die Vorbereitung zum ÖKT in Speyer fordern mich ein wenig, deshalb bin ich schon lange nicht mehr zum bloggen gekommen. Und beinahe hätte ich zwei interessante Artikel von Ralpe Reimann verpasst, die ich hier jetzt gerne aufgreifen möchte. Und das möchte ich gerne in umgekehrter Reihenfolge tun:

In zweiten Artikel „Eine virtuelle Kirche gibt es nicht, aber Online-Gemeinden schon“ reflektiert Ralpe die Frage, ob und inwieweit es Gemeinden online geben kann. Interessant finde ich, wie sehr die Konfessionalität hier eine Rolle spielt, was man dann auch in den Kommentaren sehen kann: Für die Lutheraner ist CA VII bindend, damit braucht Kirche neben der Wortverkündigug auch Sakramente und die gehen online nicht, also kann es keine Online-Gemeinden geben. Jedenfalls nicht für Lutheraner. Ralpe weist darauf hin, daß andere Konfessionen „Kirche“ anders definieren, aber das hilft den Lutheranern nicht. Und auch die Auslegung, dass es sich bei CA VII nicht um Ausschlußkriterien handelt, überzeugt offenbar nicht alle.

In der Pfalz werden wir ja nicht auf eine Bekenntnisschrift ordiniert, sondern allein auf die Heilige Schrift, was es mir immer etwas schwierig macht, diesen Konfessionalismus (ich meine das jetzt nicht abwertend) zu verstehen – ich mußte mich nie so existenziell mit den Bekenntnisschriften auseinandersetzen.

Von daher sind diese Diskussionen für mich dann immer auch etwas befremdlich, aber ich denke, sie führen auch am Wesentlichen vorbei. Denn Ralpe schreibt ja schon, daß die „Online-Gemeinden“ nicht in Konkurrenz zur Ortsgemeinde treten sollen. So wie es auch Gebetskreise, Diakonie und Seelsorge nicht sind.

Ich erinnerte mich beim Lesen an eine Schrift von Luther: „An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung“. Darin schreibt Luther (zitiert nach Projekt Gutenberg, was andres hab ich grad nicht zur Hand):

Und damit ichs noch klarer sage: wenn ein Häuflein frommer Christenlaien gefangen und in eine Wüstenei gesetzt würden, die nicht einen von einem Bischof geweihten Priester bei sich hätten, und würden allda der Sache eins, erwählten einen unter sich, er wäre verheiratet oder nicht, und beföhlen ihm das Amt: zu taufen, Messe zu halten, zu absolvieren und zu predigen, der wäre wahrhaftig ein Priester, als ob ihn alle Bischöfe und Päpste geweiht hätten. Daher kommts, daß in der Not ein jeglicher taufen und absolvieren kann, was nicht möglich wäre, wenn wir nicht alle Priester wären.

Luther geht es hierin um die Feststellung der Priesterschaft aller Gläubigen, aber ich denke, man kann die dargestellte Situation vielleicht doch übertragen. Ich denke an Länder, wo das Internet zwar verbreitet, das christliche Bekenntnis aber eine Gefahr für Leib und Leben bedeuten kann, wo vielleicht einzelne Christen im wahrsten Sinne des Wortes meilenweit vorneinander weg wohnen. Sicher werden sich die Glaubensgeschwister am Liebsten an einem gemeinsamen Ort in der Kohlenstoffwelt Gottesdienst feiern wollen, aber sie sind dazu womöglich nicht immer in der Lage. Hier ergeben „Online-Gemeinden“, welchen dogmatischen Status man ihnen auch immer geben mag, durchaus Sinn, auch wenn die Ortsgemeinde das Ziel ist. Ich glaube übrigens nicht, daß es Menschen gibt, die die Online-Gemeinde der Ortsgemeinde tatsächlich vorziehen würden, genausowenig wie es bei Verkündigung und Sakramentenverwaltung zum Chaos gekommen ist. Auch wenn alle es vom Prinzip her können bzw. dürfen, berufen die Kirchen trotzdem bestimmte Menschen dazu, dies auch zu tun.

Aber wie gesagt, ich finde die Diskussion ist viel zu wichtig, als sie nur dogmatisch zu führen um den jeweiligen Status, dem man dem, was da passiert, geben kann. Viel wichtiger finde ich, zu überlegen, wo die Chancen der „Online-Gemeinden“ liegen können.

Heiko Kuschel hat gerade von der Verscheibung der Gottesdienstzeit geschrieben. In dem Artikel geht er der Frage nach, ob eine Verschiebung des Zeitpunktes des sonntäglichen Gottesdienstes die Besucherzahlen steigen lassen können würde. Er ist da, wie ich ihn verstehe, skeptisch, und ich stimme ihm da zu.

Der „normale“ Gottesdienst am Sonntag morgen ist nicht sonderlich gut besucht, Sondergottesdienste dagegen, ob nun für Familien, für Biker, für einsame Herzen etc erfreuen sich offenbar größerer Beliebtheit. Da fühlen sich die Menschen offenbar angesprochen, oder sind zumindest neugierig. Man kann aber nicht nur noch Sondergottesdienste anbieten. Damit würde man statt einer Gemeinde von ganz verschiedenen Menschen plötzlich ganz viele Gemeinden mit recht einheitlichen Menschen, die alle ein Hobby teilen oder in einer ähnlichen Situation sind, haben. Das ist erstens für den Pfarrer viel Arbeit und hat zweitens auch nicht viel mit dem EINEN Leib zu tun, der wir doch sind…

Meine Vermutung wäre, daß „Online-Gemeinden“ (oder allgemein Online Aktivitäten von Kirchenmenschen oder Christen allgemein) ebenso wie Zielgruppengottesdienste niedrigschwellige Angebote sein können, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen.

Die Parochialstruktur ist eigentlich eine geniale Sache, denn so haben wir an jedem Platz in Deutschland eine ganz klare Zuordnung, welcher Pfarrer in erster Linie zuständig ist. Wenn es online also um etwas geht, was eine lokale Gemeinde braucht, kann sofort nchgesehen werden, in wessen Zuständigkeit das fällt. Andererseits denken die Menschen nicht (mehr?) parochial. Ich sehe das bei mir selbst auch. Ich war in der Zeit meines Studiums der Gemeinde meines Heimatortes viel näher verbunden als den Gemeinden an den Studienorten. Trotzdem bin ich natürlich nicht jeden Sonntag quer durch Deutschland gefahren zum Gottesdienst. Den Gottesdienst habe ich dort besucht, wo ich gewohnt habe, Kontakte und christlichen Austausch habe ich aber in vielen Fällen, neben den Kommilitonen – als Theologiestudent ist man da vielleicht auch im Vorteil – über das Internet mit ganz verschiedenen Christen aus ganz verschiedenen Hintergründen und Ländern gehabt.

Ich denke also, man kann viel online machen, kann dort einen Teil seines spirituellen Lebens ausleben und trotzdem (oder gerade dann) in die Ortsgemeinden gehen und dort auch mitmachen. Ich denke, in Zukunft sind, auch wenn man mal so ein böses Wort wie Mission in den Mund nimmt, beide Strukturen wichtig, wobei meine Vermuntung ist, daß in der Parochie eine wichtige Rolle spielt, daß die Struktur da ist, während online die Privatperson wichtig wird. Ich spreche nicht mit jedem im Netz über mienen Glauben, aber der Pfarrer, der in meiner Ortsgemeinde predigt, ist erst einmal der Pfarrer, und das nehme ich auch so hin, egal, was ich sonst von ihm halte…

Jetzt hat Ralpe ja noch einen ersten Artikel vor dem jetzt lange ausgewälzten zweiten Artikel geschrieben: Sündige kräftig im #Neuland!

Ich habe mich ja vor Jahren schon von Facebook und Twitter zurückgezogen, weil ich einfach meine Daten dort nicht liegen haben wollte, deshalb bin ich beim Lesen des Artikels an der Aufforderung hängen geblieben, gerade dort hin zu gehen:

Wenn wir im Rheinland schwierige Fragen zu klären haben, zitieren wir gerne die Barmer Theologische Erklärung. These III der Barmer Theologischen Erklärung verortet die Kirche „mit ihrer Botschaft … mitten in der Welt der Sünde“, These VI bestimmt den Auftrag der Kirche darin, „an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk.“ Volkskirche so verstanden, koppelt den Auftrag der Glaubenskommunikation daran, an alle Menschen gewiesen zu sein.

Dabei dürfen und müssen wir uns als Kirche auch in Netzwerke begeben, die uns nicht gefallen, um die Menschen zu erreichen, denen diese Netzwerke gefallen. Das heißt für mich: Auch wenn Facebook in der Welt der Sünde ist, hindert mich nichts, dort das Evangelium zu verkünden. Das schulden wir nämlich allem Volk. Wenn über 30 Millionen Deutsche auf Facebook kommunizieren, dann richten wir auch dort das Evangelium aus. Täten wir das nicht, zögen wir uns aus der sündigen Welt zurück und flüchteten uns ins Weltfremde hinter Kirchenmauern. Das aber ist nicht mein Bild von evangelischer Kirche. Bei aller Kritik an Facebook & Co: wir sind – so sehe ich das – von Gott auch in solche Netzwerke gestellt.

(Hervorhebung von mir)

Ich denke, Ralpe hat hier Recht und ich überlege, ob ich mich wieder bei Facebook und Twitter anmelden sollte, zögere aber. Immerhin hbe ich ein Red Matrix Konto und bin dort durchaus als Christ zu erkennen. Und in diese Ecke der Welt gehen wahrscheinlich noch weniger Kirchenleute als zu Facebook oder Twitter…

Was mir dabei wichtig ist: Ich kann zu Facebook und Twitter gehen, um dort die Menschen zu erreichen. Aber ich würde (wahrscheinlich vor allem wegen meiner Ablehnung dieser Dienste, aber die ist ja nicht unbegründet) ein großes Fragezeichen setzen wenn es darum geht, sich dort einzurichten (Macht euch nicht gemein mit der Welt un so…).

Ralpe spricht es an, der Datenschutz dort ist ein Problem und man sollte sich nicht den Anschein geben, als sähe man das nicht so oder wisse nicht darum. Krass ausgedrückt: Wenn man als Seelsorger auf St. Pauli auch mal in die Bordelle geht, um sich der Damen dort anzunehmen, muß man noch lange kein Kunde werden…

Deshalb denke ich, ist es wichtig, daß die Kirche sich hier auch engagiert und auf freie Alternativen aufmerksam macht oder zumindest zum Problembewußtsein beiträgt (das Thema hatte früher schon einmal).

Wie man den Spagat zwischen Verkündigen bei Facebook und Twitter und dem Nichteinrichten dort schaffen kann, ist mir noch nicht ganz klar. Nach der Lektüre von Ralpes Artikel würde ich es zumindest nicht ganz ausschließen, dort (wieder) aktiv zu werden – beruflich (und das ist dann wohl der Knackpunkt der das Nichtgelingen besiegelt). Konfirmandenarbeit oder ähnliches (vor ein paar Wochen hörte ich von einem Presbyterium, das sich per What’sApp abstimmt) würde ich aber wahrscheinlich, wenn überhaupt online unterstützt, nur über Dienste laufen lassen, die entweder von der Kirche oder von mir selbst gehostet werden (bzw wenn die Teilnehmer anderen Servern vertrauen und das Netzwerk Federation unterstützt, ist das auch okay).

Kirchentag, Technik

Kirchentags-App

Im Juni ist wieder Kirchentag. Wieder in Stuttgart, so wie damals, als ich zum ersten Mal einen Kirchentag besuchte, 1999 in der Woche vorm mündlichen Abi (Religion – ich bekam 8 Punkte). Dieses Jahr liegt er genau nach dem Schulpraktikum und vor dem Gemeindepraktikum. Das heißt, obwohl ich nicht mehr studiere, sondern im Vikariat bin, kann ich ohne Problem zum Kirchentag fahren – vielleicht zum letzten Mal als Privatperson ohne Verantwortung für irgendwelche Jugendgruppen. Und wenn man dann noch den Streß im Schulpraktikum berücksichtigt – ich tu mir ziemlich schwer und bald ist Prüfung – dann freu ich mich gleich doppelt drauf.

Letztes Mal gab es ja schon eine Kirchentags-App, mit der man das Programm durchsuchen konnte, einen Plan machen etc. Auf jeden Fall etwas, das ich mir ansehen wollte. Nur letztes Mal war es an mir vorbei gegangen, nur konnte ich im Nachhinein sehen, daß die App nur über google playstore bzw. Apple Store zu beziehen war. Aus diesem Grund hatte ich den Kirchentag angeschrieben und darauf hingewiesen, daß das alle diejenigen ausschließt, die kein entsprechendes Konto haben wollten und angeregt, die App auf der Kirchentagsseite zum Download anzubieten.

Macht doch Sinn, oder? Ich bekam auch eine Rückmeldung, daß man sich das überlegen würde. Jetzt seh ich die letzten Tage immer wieder auf die Kirchentags-Seite, um zu sehen, wann die App rauskommt, und ob sie auch ohne Apple- oder gogle Konto zu beziehen sind.

Heute sah ich zum ersten Mal die Downloadlinks. Einer in den google playstore, einer in den Apple Store. Früher, so meine ich mich zu erinnern, konnte man die Dateien bei google ja zumindest mit dem PC ohne Konto runterladen. Dem ist nicht mehr so.

Kurz gesagt: Ich bin enttäuscht.

Gut, ich komme mit dem Programm in Printform klar, und ich weiß nicht, ob ich mich mit der App würde anfreunden können – ich hab sie ja noch gar nicht testen können!

Ganz ehrlich frage ich mich, was die Beweggründe dahinter sind, die App nur denjenigen zur Verfügung zu stellen, die ihre Privatsphäre an US Konzerne verkaufen. Der Kirchentag kann selbst ja kein Interesse daran haben, die Privatsphäre seiner Besucher zu verletzen, ob direkt oder indirekt.

Ich vermute, die App wurde in Auftrag gegeben. Was spricht dagegen, nachdem die Entwicklerfirma bezahlt wurde, den Quellcode vielleicht sogar zu veröffentlichen? Die Community würde vielleicht noch ganz neue Features einbauen, an die die Kirchentagsverantwortlichen gar nicht denken. Beim nächsten Kirchentag könnte man ja, wenn man sich nicht sicher ist, ob der Code vielleicht durch die Veränderungen irgendwie verschlechtert wurde, wieder eine Firma beauftragen, die da mal drübersieht, für die offizielle Version. Alles denkbar, aber was machen sie? Closed Source und nur zugänglich mit Zugangskonten für die großen Stores.

Dabei ist der Kirchentag eigentlich sehr sensibel, wenn es um Verantwortung und die Folgen des eigenen Handelns geht: Fair Trade Verpflegung, Zertifizierung der CO2-Neuralität, Barrierefreiheit für Menschen mit Handicap… alles Standard.

Vielleicht sind die zuständigen Leute einfach zu alt. Vielleicht muß man sie einfach nur nachhaltig auf die Problematik hinweisen. Ich hab nochmal ne Mail geschrieben, mal sehen ob was passiert. Vielleicht wollt Ihr ja auch ne Mail schreiben?

Gesellschaft, Technik

RSS und die Red Matrix

Die Red Matrix war hier im Blog schon Thema und wird es wohl auch öfters einmal sein. Wer hier regelmäßig liest weiß, daß ich unter https://red.debenny.de einen eigenen Hub betreibe (bei dem man sich gerne anmelden kann ;)) und daß ich auch ansonsten ganz begeistert von dem Netzwerk bin.

Diejenigen, die zum ersten Mal von der Red Matrix lesen, können sich darunter so etwas ähnliches wie ein soziales Netzwerk vorstellen. So ähnlich deshalb, weil auch gängige Funktionalitäten, die es bei anderen sozialen Netzwerken existieren, angeboten werden. So ähnlich aber auch deshalb, weil es darüber einiges mehr gibt:

  • eine Kalenderfunktion
  • WebDAV Unterstützung (also quasi eine Cloud ähnlich wie Dropbox)
  • einen OpenID Provider
  • über OpenID hinaus das Matrix-eigene Single-Sign-On mittels zot-Protokoll
  • nomadische Identität
  • Verschlüsselung
  • großer Wert auf Privatsphäre

Und anders als bei großen Netzwerken wie StudiVZ oder WKW handelt es sich nicht um einen großen, zentralen Dienst, sondern um ein verteiltes Netz. Verteilt deshalb, weil es nicht nur einen Server (Hub) gibt, auf dem man sich einwählen kann, sondern eine ganze Menge davon. Und man kann jederzeit von einem Server zum anderen wechseln, wenn einem zum Beispiel die AGBs nicht mehr gefallen, oder wenn ein Server pleite geht und geschlossen wird (wie viele Leute waren bei StudiVZ, haben dort ihre Kontakte aufgebaut bis dann WKW populär wurde, wo sie wieder ihre Freunde zusammensucen mußten, bi dann Facebook populär wurde…). Bei der Red Matrix hat man die Möglichkeit, seine Kontaktinformationen auf die Festplatte herunterzuladen und später auf einem anderen Server wieder einzuspielen. Oder man macht gleich auf zwei Servern ein Konto auf (natürlich mit der gleichen Identität, den gleichen Kontakten etc.), um für den Fall daß ein Server technische Probleme hat eine Ausweichstelle zu haben, um sich einzuloggen.

Und ein Punkt, der für die Privatsphäre nicht unerheblich ist: Die Server-Software ist Open Source. Man kann sie sich herunterladen und selbst einen Server betreiben, mit einem dynamischen DNS Dienst sogar bei sich zu Hause (und nicht bei großen Firmen wie Facebook oder google), die ihre Daten bei schlechter Wirtschaftslage womöglich meistbietend verkaufen…

Dieses Wochenende hatte ich gelesen, daß die Red Matrix schon seit längerer Zeit RSS Feeds unterstützt. Bisher hatte ich die Blogbeiträge hier über ein WordPress-Plugin in die Matrix geleitet, was aber recht unschön aussah. Außerdem durfte ich beim Schreiben nicht vergessen, das entsprechende Häkchen zu setzen, damit der Artikel auch in der Matrix ankam und dort weitergeteilt werden konnte.

Mit RSS sieht das jetzt alles viel schöner aus, und vielleicht hat der eine oder die andere von Euch auch einen Blog und möchte seine Beiträge gerne in die Matrix leiten, also dachte ich mir, ich beschreibe mal kurz, wie das geht.

Zuerst braucht Ihr natürlich ein Konto. Ihr surft also einen Hub aus der Liste an und registiert Euch dort. Manche Hubs lassen neue Nutzer nur nach Freischaltung zu. Ich tue das auch, um Spammer zu vermeiden, also wenn Ihr Euch bei mir registrieren wollt, schreibt kurz ne Mail damit ich weiß, daß Ihr keine Spammer seid. 😉

Die Seite zum Registrieren sieht auf meinem Hub zum Beispiel so aus:

redregisterSollte recht selbsterklärend sein. Wenn Ihr Euch dann angemeldet habt, schreibt mir bitte eine E-Mail. Ich werde Euch dann so schnell wie möglich freischalten. Dazu solltet Ihr eine Bestätigungsmail bekommen (wenn nicht, nachhaken). Wenn Euer Konto bestätigt wurde und Ihr Euch einloggt, sieht das zunächst einmal so aus:

kanalerstellenAn dem Punkt scheitern die meisten Anmeldungen, was schade ist. Den Leuten ist offenbar nicht klar, wieso sie jetzt noch einmal ienen Kanal erstellen sollen. Wenn ich ehrlich war, ich war auch verwirrt, als ich mich zum ersten Mal auf einem Red Matrix Hub registriert hatte.

Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Ein Kanal repräsentiert eine Identität. Also zum Beispiel Euch, oder Euren Blog, oder den Feuerwehrverein, für den Ihr die Red Matrix Seite verwaltet. Alle bekommen einen eigenen Kanal. Die Kanäle werden von einem Konto – Eurem Konto – verwaltet, können aber auch – wichtig für den Feuerwehrverein – übertragen werden.

Hier geht es um das Einbinden vom RSS Feed des eigenen Blogs, also erstellen wir einen Kanal für den Blog, zum Beispiel mit „Meiner supertoller Blog“ als Name des Kanals  und mit „superblog“ als Spitzname.

Würden wir von einem anderen Hub umziehen, könnten wir unter dem Link unten („importiere einen bestehenden Kanal“) einfach den bestehenden Kanal einlesen, aber das nur nebenbei.

Beachtung verdient auch noch der „Kanaltyp“. Dort lassen sich Voreinstellungen treffen was die Offenheit oder Geschlossenheit des Kanals angeht. Außerdem gibt es eine „Experteneinstellung“, mit der man die einzeln eingeben kann, was genau für Fremde, für Freunde etc zu sehen sein soll und wer zum Beispiel Kommentare schreiben darf. Da es um Blogeinträge geht, die sowieso offen im Internet stehen, spricht nichts dagegen, die Einstellung so offen wie möglich zu wählen. Man will ja gefunden und gelesen werden.

Klickt man auf „Erstelle“, kommt man zur folgenden Seite:

kanal-einstellungenHier können verschiedene Einstellungen für den Kanal festgelegt werden. Interessant hier ist vor allem die Anzeige der „Kanal-Adresse“: superblog@red.debenny.de. Die Kanaladresse besteht aus dem vorher gewählten Spitznamen + @ + Serveradresse. Über diese Adresse kann man von Freunden, die auch in der Matrix sind, gesucht werden, um eine Verbindung herzustellen und miteinander zu kommunizieren.

Für unsere RSS Pläne müssen wir nun die erste Einstellung treffen. Dazu klicken wir links auf „Zusätzliche Funktionen. Das Fenster, das wir jetzt sehen, sieht so aus:         zusätzliche Funktionen Hier gibt es weitere interessante Einstellungen, die hier aber alle nicht interessieren bis uf eine, und die finden wir unter „Nachbearbeitungsfunktionen“:

einschalten-kanalquellenHier schalten wir wie im Bild die „Kanal-Quellen“ ein und klicken dann auf „Senden“. Daraufhin erscheint links im Menu der Menupunkt „Kanal-Quellen“:

Kanal-QuellenDieser Punkt ist ganz unten zu sehen. Hierher werden wir später zurückkommen. Wir können bei Red Matrix aber nur dann einen Kanal als Quelle benutzen, wenn wir eine entsprechende Verbindung mit diesem Kanal haben. Also erstellen wir eine Verbindung zum RSS Feed, indem wir oben in der Symbolreihe neben dem bunten Typen auf das zweite Symbol von rechts klicken. Hier werden die Kontakte verwaltet:

neue VerbindungLinks oben kann man „neue Verbindungen hinzufügen“. Dort kann man später, bei einem privaten Kanal, die Kanal-Adressen seiner Freunde eingeben, um sich mit ihnen zu verbinden. Man kann weiter unten auch Kanäle anhand von Namen oder Interessen finden. Außerdem gibt es Vorschläge, Zufallsprofile, die man sich anschauen kann (wenn die jeweiligen Kanaleigentümer dem zugestimmt haben, versteht sich), aber all das interessiert uns nicht. Uns interessiert, wie wir einen RSS Feed einstellen. Da mein supertoller Blog schon in der Red Matrix vorhanden ist (blog@red.debenny.de), hab ich mir einen anderen supertollen Blog ausgesucht: The Rebel God von Derek Flood. Die Adresse seines RSS Feeds ist links oben im Textfeld zu erkennen. Sobald man auf „Verbinden“ klickt, kommt folgendes Fenster:

VerbindungseinstellungenOben sieht man, was man mit der Verbindung alles machen kann: Blockieren, Ignorieren, Löschen, Verstecken (wenn es einem peinlich ist und andere die Verbindung nicht sehen sollen) etc. Man kann auch noch eine Bewertung abeben und diese Bewertung begründen. Der Sinn dieses Features erschließt sich mir nicht ganz, aber hey, das muß es auch nicht.

Ich habe hier die Darstellung der individuellen Zugriffsrechte (die Liste geht nach unten weiter) geöffnet, um eine Vorstellung zu geben, was alles eingestellt werden kann. Ein RSS Feed hat natürlich keine Kommenarfunktion und keine „Wall“, kein WebDAV Laufwerk und keine „Like-Funktion“ (in der Red Matrix gibt es übrigens auch ein „Unlike“, ich glaube Facebook hat das immer noch nicht). Daher sindbei den ausgegrauten Einstellungen links nur zwei angekreuzt: Oben, daß man die Beiträge sehen kann (dafür ist der Feed ja da) und weiter unten, außerhalb des abgebildeten Bereichs die Einstellung, daß man die Beiträge als Quellen für die eigene Seite benutzen kann.

Rechts kann man dann einstellen, welche Freiheiten man dem Verbindungspartner bei den eigenen Inhalten geben will. Bei einem RSS Feed ist es freilich unsinnig, hier etwas anzuklicken, aber bei Verbindungen zu echten Red Matrix Kanälen kann man jetzt hier seine Vorstellung von Privatsphäre umsetzen.

Auf eine Sache möchte ich noch hinweisen, und zwar das Wörtchen „geerbt„, das hier öfter vorkommt: Die hier vorgegebenen Einstellungen wurden aus den Einstellungen zum Kanaltyp übernommen, die man am Anfang festlegte. Diese Einstellungen sind über das Menu „Einstellungen“ jederzeit abänderbar. Und dort müssen wir auch hin, um den RSS Feed jetzt nicht nur im eigenen Stream zu sehen, sondern ihn als Quelle für den eigenen Kanal zu machen, so daß der Kanal als Ableger des Blogs innerhalb der Matrix erscheint und die Artikel auch an diejenigen Kanäle schickt, mit denen er verbunden ist.

Um ins Menu zu kommen klicken wir auf den bunten Typen links oben:

menuHier kommt man auch zur Profilbearbeitung, wo man dem bunten Typen ein passenderes Aussehen geben könnte, etwa das Logo des Blogs oder bei einem Privaten Kanal das Profilfoto. Wir klicken jetzt aber auf „Einstellungen“ und dann auf den gerade neu erschienenen Link „Kanal-Quellen“ und kommen hier raus:

Kanal-Quellen2Hier nun auf neue Quelle klicken:

neue QuelleHier muß nun der Name der Quelle eingegeben werden. Wie Ihr seht erscheint beim Tippen eine Auswahl, so daß man gar nicht den ganzen Namen eintippen muß und auch vor Tippfehlern ein wenig gefeit ist (es sei denn natürlich, man tippt von Anfang an falsch).

Im zweiten Textfeld kann man angeben, daß nur Beiträge mit bestimmten Schlagwörtern übernommen werden sollen. Das wollen wir jedoch nicht, so daß wir nach Eingabe des Namens auf „Senden“ klicken können.neue Quelle erkanntDaraufhin kommen wir an der vorherigen Seite raus und sehen, daß der Blog unter den Quellen aufgeführt ist.

Da wir eine Verbindung mit dem Kanal haben, können wir in unserer Matrix (wo alle Beiträge unserer Verbindungen, für die wir Leserechte haben, angezeigt werden) schon einige Artikel des Blogs finden:

Matrix mit RSS FeedWie Ihr seht ist die Matrix über das Symbol direkt neben dem bunten Typen zu erreichen. Ein weiter nach rechts ist dann der eigene Kanal, in dem die eigenen Beiträge erscheinen:

der noch leere KanalDer Kanal ist noch leer. Er wird gefüllt, sobald Ihr etwas auf die „Wall“ schreibt (das Textfeld oben, in dem „Teilen“ steht) bzw sobald auf dem Blog ein neuer Artikel erscheint (bzw. eine kleine Weile danach, es dauert ein wenig, bis die Matrix neue Beiträge abgeholt hat).

Nachdem Ihr Euch jetzt um Euren Blog gekümmert habt, könnt Ihr auch einen Kanal für Euch selbst erstellen. Dazu wieder den bunten Typen anklicken und dann auf „Kanal-Manager“. Der Rest dürfte selbsterklärend sein.

Falls ich Euch jetzt hinreichend interessiert habe möchte ich Euch noch ein paar Kanal-Adressen mitgeben, damit Ihr ein paar Anlaufpunkte habt, wenn Ihr neu in der Matrix seid.

Meine Kanal-Adresse lautet tonnerkiller@red.debenny.de

Der Blog hier hat wie gesagt die Adresse blog@red.debenny.de

Ganz wichtig ist der „Channel One“, wo Ihr bei Frgen kompetente Hilfe direkt von den Entwicklern bekommen könnt: one@gurus.net (könnt Ihr Euch an MySpace erinnern, da hate man doch auch immer Tom als ersten „Freund“, Channel One ist so ähnlich wie Tom, nur besser)

Dann gibt es noch das Forum der deutschsprachigen Nutzer: deutsch@red.zottel.net

Und unter church@red.debenny.de versuche ich, möglichst viele christliche Kontakte zu erfassen und für einen gewissen Austausch zu sorgen, quasi so etwas wie ein Forum.

 

Update: Nachdem mein Server mehrfach in die Knie gegangen ist, hab ich die Funktion, RSS Feeds als Quellen zu verwenden wieder deaktiviert. Womöglich besteht die Möglichkeit, den Webserver so zu optimieren, daß es möglich wird, die Funktion wieder einzuschalten. Aber dazu fehlt mir sowohl die Erfahrung als auch die Zeit. Falls aber jemand Erklärungen für Anfänger zur Apache-Optimierung hat, her damit. Vielleicht kann ich es ja doch bald wieder einschalten.

Technik

Zeitverschwendung

Manchmal ist es zum verrückt werden! Man will grad noch schnell was ausdrucken, zum Beispiel einen Brief, der schnell weg muß, und dann klappt gar nichts mehr.

Diesmal war es nicht der Drucker, wie so oft, sondern Texlive. Oder Windows, wie man es sieht, es ist mir auch egal.

Ich benutze für Briefe schon seit Jahren die  scrlttr2 Klasse von KOMA-Script. Ich habe meine Hausarbeiten im Studium eh alle mit (Xe)LaTeX geschrieben, und dann sehen diese Briefe auch noch recht professionell aus und ich muß mir keine Gedanken über die Formatierung machen.

Aus dem Grund habe ich Texlive auch auf dem Rechner meiner Frau installiert – nur benutzt sie Windows. Trotzdem läuft auf dem Rechner auch TexLive, wieso auch nicht?

Sie schreibt also ihren Brief, will ihn setzen und es kommt eine dieser wunderbar präzisen Fehlermeldungen, die Microsoft so zu bieten hat:

Hier Screenshot

Vn dieser Genauigkeit in der Fehlerbeschreibung könnte sich Linux etwas abschneiden (nicht!).

Das Befragen der Suchmaschinen brachte keine Lösung, es sah so aus, als ob das Problem nur bei mir aufreten würde.

Screenshot (8)
xetex.exe funtioniert nicht mehr
Es wird nach einer Lösung für das Problem gesucht…
Screenshot (9)
xetex.exe funtioniert nicht mehr
Das Programm wird aufgrund eines Problems nicht richtig ausgeführt. Das Programm wird geschlossen und sie werden benachrichtigt, sobald eine Lösung verfügbar ist.

Ich wurde bald wahnsinnig! Nicht mal eine log Datei wurde erstellt.

Und auch im interaktiven Modus (ich hab da echt Zeile per Zeile per Copy¬Paste eingegeben) war kein Fehler zu finden.

Dann der Test mit einer minimal *.tex Datei. Der funktionierte tadellos. Und plötzlich dämmerte es mir:

Der Dateiname des Briefes enthielt Umlaute. Und siehe da, kaum hatte ich die Datei umbenannt und mich auf 7-Bit ASCII Zeichen beschränkt, lief alles wie am Schnürchen.

Merke: Wir mögen das Jahr 2015 haben, Unicode mag ein Standard sein, der sich weitgehend durchgesetzt hat. Wenn man allerdings Windows benutzt (in dem Fall Verison 8.1, also nichts *altes*), sollte man sich auf 1980 einstellen (1981 kam Codepage 437). Aber was sind schon 35 Jahre in der IT?

Technik

Ein tolles Plugin: Crayon Syntax Highlighter

Wer mit WordPress bloggt und über Computerthemen schreibt, kennt vielleicht das Problem: Will man Quellcode darstellen, gibt es zwar einige Highlighter, die den ganz schick darstellen können, auch verschiedene Sprachen erkennen, aber meist wenn nicht immer wird auf der Plugin Seite dazu geraten, den Visual Editor abzustellen und nur noch mit dem Text Editor zu arbeiten.

Das liegt daran, daß WordPress (nach einigem Suchen fand ich heraus, daß wohl der TinyMCE in WordPress dahinter steckt) beim Umschalten zwischen Text Editor und Visual Editor Zeichen umwandelt in die entsprechenden HTML Entities oder im Fall von HTML Code diesen direkt interpretiert, so daß man mehr oder weniger das zu sehen bekommt, was der Code bewirken soll…

An sich wäre es kein Problem, den Visual Editor zu sperren und nur noch mit den Text Editor zu arbeiten, ohne WYSIWYG, statt dessen mit Shortcodes und HTML tags. Schwer ist das nicht, manchmal sogar übersichtlicher.

Allerdings bin ich nicht alleine hier, und die anderen Autoren sind nicht sehr technikaffin. Das Abschalten des Visual Editors würde ihnen das Mitbloggen erschweren wenn nicht fast unmöglich machen. Außerdem mag ich die Erleichterungen, die der Visual Editor mir bietet.

Vor ein paar Tagen bin ich nun auf ein Plugin gestoßen, das alle meine Probleme löst: Crayon Syntax Highlighter. Dieses Plugin ermöglicht es, über ein extra Menu Code einzufügen, der dann auch Code bleibt und nicht vom TinyMCE in WordPress zerschossen wird (nun ja, im Text Editor bekommt man die entsprechenden HTML Entities zu Gesicht, das setzt das Plugin automatisch um, aber im Visual Editor und im Artikel nach dem Veröffentlichen steht es so, wie man es erwarten würde).

Noch dazu gibt es viele verschiedene Themes, man kann aus vielen Sprachen auswählen oder sogar ein eigenes Highlighting Muster für neue Sprachen erstellen. Es werden sowohl Blöcke als auch Inline Code unterstützt, dabei nutzt das Plugin für die Codeblöcke den <pre> Tag, so daß die Artikel auch nach einem Wechsel des Plugins benutzbar bleiben, denn andere Plugins nutzen das gleiche Tag für Code. Beim Inline Code dagegen setzt Crayon auf  <span>.

Alles in allem bin ich sehr zufireden damit und froh, daß ich mir keine Gedanken mehr machen muß, welchen Editor ich benutze, wenn ich Artikel mit Codelistings bearbeite.

Spaß mit Arch Linux, Technik

Erste Schritte – Zufallszahlen für die Festplatte

Arch Linux hat ein eigenes Wiki für die Dokumentation, ähnlich wie Ubuntu. Dort gibt es auch einen Beginner’s Guide, an dem ich mich orientiere. Dort ist auch die Download Seite verlinkt. Dort sucht man sich einen möglichst nahe gelegenen Mirror aus und das gewünschte ISO. Ich habe mich für das Dual ISO entschieden, weil ich mir zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher war, ob der fragliche Laptop mit 64 Bit klarkommt und ich gerne Ausweichmöglichkeiten habe.

Ebenfalls im Beginner’s Guide verlinkt ist eine Seite mit Anweisung zur Vorbereitung eines USB Sticks als Bootmedium. Wenn man schon ein Linux System zur Verfügung hat, geht das ganz leicht mit

Wobei /dev/sdx durch die tatsächliche Devicedatei des USB Sticks ersetzt werden muß. Der Aufruf von sync am Ende sorgt dafür, daß die Daten auch tatsächlich gleich auf den USB Stick geschrieben werden.

Dann noch das BIOS auf dem Laptop ändern, damit vom USB Stick gebootet wird und nicht von der Windows Platte, Stick rein, booten, und nach kurzer Zeit meldet sich das Bootmenu mit mehreren Optionen:

  • Boot Arch Linux (x86_64)
  • Boot Arch Linux (i686)
  • Boot existing OS
  • RunMemtest86+ (RAM test)
  • Hardware Information (HDT)
  • Reboot
  • Power Off

Da ich die Dual ISO geladen hatte, kann ich nun auswählen zwischen der 64 Bit Version (x86_64) und der 32 Bit Version (i686). Das existierende OS, zu dem Zeitpunkt Windows, will ich nicht mehr booten. Von Interesse für mich ist noch die Hardware Information, da ich nicht weiß, ob ich die 64 Bit Version benutzen kann oder die 32 Bit Version brauche. Ich wähle also Hardware Information, gehe auf Processor und sehe da in der 17 Zeile x86_64 : Yes. Der Prozessor ist also 64 Bit fähig.

Jetzt am einfachsten nicht auf Exit gehen, sondern auf Reboot, da man sonst in eine Grub Konsole kommt und möglicherweise etwas desorintiert ist, denn das Boot menu ist verschwunden. Nach dem Reboot erscheint es wieder. Der Prozessor kann 64 Bit, also wird die 64 Bit Version (x86_64) ausgewählt und gebootet. Wir kommen direkt als root auf die Kommandozeile.

Der Beginner’s Guide empfiehlt nun, das passende Tastatur Layout zu laden. Mit loadkeys de bekommt man zwar Z und Y a udfie jeweils richtige Taste für das deutsche Keyboard, die Sonderzeichen bleiben allerdings dort, wo sie waren. Sprich: Man muß suchen, wenn man das amerikanische Layout nicht kennt. Das sollte mit etwas Geduld jedoch erträglich sein.

Die W-Lan Verbindung wird auch recht einfach eingerichtet. Mit

bekommt man den Namen des Interfaces heraus, mit

startet ein Einrichtungsassistent.

Im ersten Menu wählt man das W-LAN Netz aus, im zweiten Menu gibt man dem Kind einen Namen, im dritten Menu trägt man den Sicherheitsschlüssel ein, falls es sich nicht um ein offenes Netz handelt.

Mit  ping google.de  kann man prüfen, ob das Internet auch wirklich erreichbar ist. Falls nicht, kommt eine Fehlermeldung, falls ja, kommen immer neue Rückmeldungen, abbrechen kann man bekanntlich mit Strg-C.

Wie bereits erwähnt hatte ich beim Durchstöbern des Beginner’s Guide (und der dort verlinkten Seiten zur Verschlüsselung und LVM) beschlossen, die Festplatte komplett zu verschlüsseln und von einem USB Stick zu booten (LVM soll auch zum Einsatz kommen, aber so weit sind wir noch nciht). Der erste Schritt dazu ist, die komplette Festplatte mit Zufallswerten zu überschreiben.

Ziel ist es, am Ende, nach Installation des Systems keine Informationen zu den Auf der Festplatte befindlichen Daten zu geben. Würde die gesamte Festplatte einfach mit Nullen überschrieben, könnte man später erkennen, wo keine Daten gespeichert sind, und wo verschlüsselte Daten liegen. Durch das Überschreiben mit Zufallswerten gibt man den Angreifern keinen Ansatz, wo sie überhaupt nach Daten suchen sollen. Man könnte sogar behaupten, die Festplatte enthalte noch gar keine Daten und sei noch nicht einmal formatiert. Zumindest so lange, bis die Verschlüsselung geknackt ist. Einen Anhalt, gegen welche Angriffe die Verschlüsselung hilft und wo sie nicht hilft, gibt es auf der Arch Wiki Seite zur Festplattenverschlüsselung. Man sollte sich nicht naiv der Illusion hingeben, daß es eine 100%ige Sicherheit gibt, man kann es potentiellen Angreifern aber mit hinreichend starken Sicherheitsvorkehrungen zumindest den Spaß verderben.

Wie das Überschreiben der Platte mit Zufallszahlen geht, erfahren wir auf der Arch Wiki Seite zur sicheren Festplattenlöschung. Mit  fdisk -l  erfahren wir den Devicenamen der fraglichen Festplatte, in meinem Fall /dev/sda. Interessant ist ebenfalls die Plattengröße in Bytes, die Anzahl der Sektoren und die Sektorengröße, wie wir später erfahren werden.

Bei der Durchführung habe ich mich für das fortgeschrittene Beispiel entschieden. Dabei werden die Zufallswerte von OpenSSl erstellt, außerdem wir ein Fortschrittsbalken angezeigt:

Das erste Problem dabei ist, daß der Fortschrittsbalken das Programm pv voraussetzt, das auf dem Installationsstick nicht zur Verfügung steht. Auch ein  pacman -S pv  schafft keine Abhilfe, da pacman über keine Datenbankinformationen verfügt.

Eine Möglichkeit, dem Abzuhelfen wäre, den Fortschrittsbalken einfach wegzulassen:

Allerdings dauert so eine Überschreibung der Festplatte einige Zeit (in meinem Fall, 300 GB waren es etwa fünfeinhalb Stunden) und ein Fortschrittsbalken ist da schon hilfreich, um es zumindest ungefähr abschätzen zu können.

Also holen wir uns die Liste der Pakete vom Arch Server, um die Datenbank von pacman zu füllen, per pacman -Sy, dann installieren wir pv mittels pacman -S pv.

Das zweite Problem ist, daß die Plattengröße in dem Skript per  df -B1 /dev/sda  (in meinem Fall ist die Festplatte wie gesagt unter /dev/sda) bestimmt werden soll. Blöderweise (warum auch immer) zeigt mir df aber eine falsche Plattengröße an. Abhilfe kann geschaffen werden, indem man den von  fdisk -l  erhaltenen Wert per Hand einträgt. Das Ganze dann in eine Datei schreiben ( nano platteplaetten), die Datei mittels  chmod +x platteplaetten  ausführbar machen und per  ./platteplaetten  ausführen.

Der Vorgang kann einige Zeit dauern. Am Ende bekommt man eine Meldung, wie viele Sektoren überschrieben wurden. Die Festplatte ist nun mit Zufallszahlen überschrieben. Als nächstes steht die Einrichtung der verschlüsselten Partitionen an.

Update: Entschuldigung wegen der Code Listings. Irgendwie krieg ich das nicht hin, daß WordPress mir das nicht verhaut. Die entsprechenden Arch Wiki Seiten stellen es korrekt dar…

Update: Durch das wunderbare Plugin Crayon Syntax Highlighter, das auch im visuellen Editor von WordPress den Umgang mit Code erlaubt (sogar HTML!), sollten die Code Listings jetzt brauchbar sein. Falls ich was übersehen hab, bitte melden.

Spaß mit Arch Linux, Technik

Neue Serie: Spaß mit Arch Linux

Nachdem ich im zweiten Anlauf das 1. Theologische Examen bestanden und jetzt einen Monat frei habe, bevor es mit dem Vikariat losgeht, wollte ich mir ein bißchen mehr Zeit für Linux-Spielereien nehmen.

Ich benutze Linux seit ich mit dem Theologiestudium angefangen habe, also schon eine ziemlich lange Zeit. Mein erstes war ein SuseLinux, ich glaube irgendwas mit ner 8 oder ner 9 vorne. Nach einer Weile war ich damit nicht mehr zufrieden. Für neuere Versionen etwa von KDE oder Gnome hätte ich eine neue Suse Distribution kaufen müssen. Das wäre zwar mit ein wenig Aufwand auch so gegangen, aber erstens habe ich den Aufwand gescheut, alles zu Fuß aus den Quellen zu kompilieren, außerdem fürchtete ich, nicht alles zu begreifen und am Ende ein inkonsistentes System zu haben, das hier und da muckt, ohne daß ich wüßte, wo jetzt der Fehler liegt.

Also habe ich mich Gentoo Linux zugewandt. Die Idee, daß alles direkt für meine Hardware kompiliert wird fand ich damals recht ansprechend, und das Prinzip des rolling release find ich immer noch gut. Aber das Kompilieren dauert schon ne Weile, und wenn dann mal ein Update eines größeren Programms wie Open Office oder Firefox anstand, war der Rechner mehrere Stunden beschäftigt. Als der Rechner den Geist aufgab, hatte ich erst mal ne Weile kein Linux mehr, bis ich letztes Jahr auf einem Rechner meines Vaters Ubuntu installierte.

Ich mochte Unity nicht sonderlich, also wurde aus Ubuntu schnell Xubuntu. Mit dem arbeite ich heute noch. Den Ausschlag für Ubuntu gab, daß es irgendwie mainstreamig warund ich in der Examensvorbereitung etwas wollte, was einfach funktioniert, ohne viel rumzuprobieren.

Lange Rede kurzer Sinn, Xubuntu ist zwar toll und bleibt vorerst auch mein Produktivsystem, aaaber: Meine Frau hat einen alten Laptop, der unter Windows nur noch rummuckt. Den hab ich mir jetzt gegriffen. Der Plan: Daraus wird mein Versuchslabor für Arch Linux.

Windows wird platt gemacht und ich bau mir Stück für Stück ein nettes Arch System, das nicht zu Produktionszwecken dienen soll, sondern einfach, um Dinge auszuprobieren, ohne etwas Wichtiges zu zerschießen.

Wieso Arch? Nun, es bietet rolling releases wie Gentoo, kompiliert aber nicht alles aus Quellen. Man muß (oder darf) alles zu Fuß einrichten, ohne grafischen Installer. Und es gibt eine offenbar recht lebendige Community,w o man Hilfe finden kann. Man kann so ziemlich alles selbst einstellen (ähnlich wie bei LFS, hab ich vergessen, mit dem hatte ich auch mal rumgespielt) und trotzdem auf eine Paketverwaltung zurückgreifen.

Erst dachte ich, das geht auf die Schnelle, allerdings gibt es ja schon bei den ersten Schritten so wahnsinnig viele Möglichkeiten, aus denen man auswählen muß.

So habe ich mich dazu entschieden, daß die Festplatte des Laptops komplett verschlüsselt wird und ich via USB Stick booten werde, der dann ein passwortgeschütztes keyfile zum Platten entschlüsseln enthalten soll. Wenn ich es hinkriege (bzw es überhaupt möglich ist), soll der USB Stick daneben auch noch ein Rettungssystem enthalten (ich dachte an grml), das kann man immer brauchen, wenn mal wieder jemand im Bekanntenkreis seinen Windows Rechner zerschießt und die Daten retten will o. Ä., außerdem will ich den restlichen Platz als ganz normalen USB Speicher benutzen, also FAT32 formatiert, für Bilder, sonstige Daten, die man so runträgt… halt ganz normal das, wofür man nen USB Stick eigentlich hat.

Hier auf dem Blog will ich die einzelnen Schritte dokumentieren, vor allem für mich, aber vielleicht interessiert es ja auch den ein- oder anderen. Wenn nicht, postet Nordlicht zur Zeit gerade ein wenig Kunst (vielleicht werd ich davon was in meinem Linuxprojekt einbauen ;)) und Rauka Palatina hat gemeint, sie würde auch bald mal was schreiben.