Kirche & Web 2.0

Hoc est enim…

Der Kenner erkennt an der Überschrift: Es geht ums Abendmahl, das Herrenmahl, die Eucharistie. Und zwar diesmal in seiner digitalen Form, bzw ob es das geben kann.

Ich weiß, daß auch einige Leser hier der Kirche von Rom angehören und diesen bei dem Gedanken an ein Online-Abendmahl (bzw Eucharistie) gerade sämtliche Fuß- und Fingernägel hochgeklappt sind. Mir ist bewußt, daß es sich hier wohl vor allem um ein Problem handelt, das auch nur innerhalb der evangelischen Kirchen diskutierbar ist. Aber davon gibt es ja auch andere. Mir geht es vor allem darum, inwieweit das schon bestehende evangelische Abendmahlsverständnis (bzw die Verständnisse) eine Online-Form ermöglichen würden. Es geht als nicht darum, den ökumenischen Graben noch tiefer zu graben, sondern vielleicht eher, seine Tiefe ein Stück weiter zu offenbaren. Die Spaltung haben wir ja schon. Aber zm Thema.

Bei Ralpe las ich vom wahrscheinlich ersten Online-Abendmahl. Er brachte auch einen Erfahrungsbericht. Dazu gab es dann einige Kommentarthreads etwa auf Facebook. Außerdem haben Heiko und Matthias noch eigene Artikel geschrieben. Ich hoffe, alle Beiträge (oder wenigstens die meisten) damit erfasst zu haben.

Das erste Problem, bevor man zur theologischen Begründung kommt, ist wohl im vorliegenden Fall die Durchführung gewesen. Ralpe kritisierte das Video von der duschenden Dame, das zuerst als Werbeeinblendung der Online-Plattform verstanden wurde, sich aber als Impuls für den Gottesdienst herausstellte. Daß es als solches nicht erkannt wurde (oder erkannt werden konnte) spricht nicht gegen das Online-Abendmahl, sondern vielleicht gegen die Gottesdienstgestaltung des Pfarrers.

Ein Punkt der mich persönlich störte, als ich es las, war, daß die Online-Gemeinde wohl ihr eigenes Abendmahl bekam. Die Einsetzungsworte wurden nochmal gesprochen (oder sollten es werden, der Ton riß ja ab). Für mich ein klares No-Go, denn damit wird die Abendmahlsgemeinschaft der Onlinegemeinde mit der Lokalgemeinde negiert. Wenn, dann eine Einsetzung für alle.

Überhaupt die Gemeinschaft! In den verschiedenen Kommentaren lese ich viel davon, daß eine Gemeinschaft online nicht möglich sei, und daß es deshalb kein Online-Abendmahl geben könne.

Ohne selbst je an einem Online-Gottesdienst, in welcher Form auch immer, teilgeniommen zu haben, bin ich hier skeptisch. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es Menschen gibt, die eine Gemeinschaftserfahrungauch online habe, genauso wie es auch andere gibt, die diese Erfahrung eben nicht haben. So wie es auch Menschen gibt, denen diese Erfahrung auch im normalen Sonntagsgottesdienst abgeht. Hier wäre mein Denkansatz: Es wird ja niemand gezwungen. Wer online keine Gemeinschaft erfahren kann, wird sowieso nicht an einem Online-Abendmahl teilnehmen, und gut is’…

Gewichtiger finde ich den Einwand, daß das Mahl eine Gabe ist, und keine Nehme. Daß also, wenn ich vorm Compter sitze und mir selbst Brot und Wein nehme dies etwas qualitativ anderes ist, als wenn mir die Elemente gereicht werden, vielleicht noch mit den Worten: „Christi Leib für Dich gegeben“/“Christi Blut für Dich vergossen“.Das kann ich durchaus nachvollziehen. Doch stelle ich mir die Frage: Kommt es hier nicht auch auf die innere Einstellung an? Ist es wirklich ein (selbstherrliches?) Nehmen, wenn ich auf die Worte des Zelebranten warte und Brot und Wein dann im Glauben an-, ein- und aufnehme? In dem Fall, so meine ich, mache ich mir das Abendmahl auch nicht selbst, sondern hänge ab. Der Unterschied, ob ich mir selbst Brot und Wein nehme, oder ob ich Blut und Leib des Herrn empfange, liegt wohl vor allem auch in der eigenen Einstellung begründet. Das Mahl kann nur im Glauben genossen werden. Ohne Glaube ist es eben kein Abendmahl, was dann auch wieder erklärt, wieso ein Online-Abendmahl für viele, die mit der Form nicht einverstanden sind, kein Abendmahl ist. Für sie ist es tatsächlich so, weil sie nicht daran glauben. Daher wirkt es auch nicht.

Was ist aber mit den Menschen, die tatsächlich daran glauben? Wenn also jemand sich vor den Rechner setzt, Brot und Wein bereitlegt, auf die Einsetzungsworte wartet und die Elemente dann zu sich nimmt (vielleicht noch mit gleichzeitiger Chatnachricht „Christi Leib für Dich gegeben“/“Christi Blut für Dich vergossen“)? Ich habe schwierigkeiten zu sagen, daß das nicht ginge.
Mir kommt sogar der Gedanke, daß es so noch viel einfacher wäre, Luthers Idee umzusetzen, daß zuerst alle Kommunikanten Bort nehmen und danach alle den Wein. In „richtigen“ Gottesdiensten muß man sich ja damit behelfen, daß in mehreren Abteilungen gefeiert wird, wenn es nicht gar ein Wandelabendmahl gibt (was ich furchtbar finde – so hat jeder seine Präferenzen).

Was ich nun gar nicht nachvollziehen kann, ist die Angst, die ich in einigen Kommentaren gelesen habe. Und zwar die Angst davor, daß irgendwer vor dem Bildschirm vielelicht nicht mit Brot und Wein, sondern mit Bier und Chips sitzen könnte, und daß dieser jemand dann vielleicht gar nicht in der richtigen Stimmung ist, vielleicht gar nebenher Onlinespiele zockt oder youtube guckt. Ich sehe einfach nicht, daß damit irgendwer geschädigt würde. Was dieser jemand zu sich nimmt, ist mangels Glauben (das wird ja mit dem „verkehrten“ Verhalten unterstellt) auch kein Abendmahl. Dieses Problem würde sich höchstens für die Kirche von Rom und die orthodoxe Christenheit stellen, wo die Wandlung bestehen bleibt (wobei dann wiederum Bier und Chips nicht fnktionieren dürften): Dann könnte sich jemand Massen an Hostien herstellen und damit Rituale mit toten Katzen auf dem Friedhof vollführen (was ich meine ist: Hostienschändung). Daß so etwas katholischerseits nicht gewünscht wird ist klar. Evangelischerseits stellt sich dieses Problem aber nicht, weil eben Christus auch in Brot und Wein Gabe an den Menschen bleibt, und nicht zum verfügbaren Werkzeug wird.

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Gelesen werden und Internet-Evangelisation

Vor ein paar Tagen war noch einiges los, inzwischen ist es wieder etwas ruhig geworden hier aufm Blog. Durch regelmäßiges Veröffentlichen, so scheint es, kann man einen größeren Verkehr auf dem Blog generieren.

Diesen Gedanken dachte ich heute mittag, und noch einen dazu. Den Gedanken der Evangelisation.

Heute wollen ja alle Kirchen evangelisieren (oder missionieren, halt das, was der Muslim Dawa nennt – oder Einladung zum Glauben). Man will die Menschen mit der eigenen Botschaft erreichen. Und wenn ich mir ansehe, wie die erfolgreichsten Blogs auf wordpress.com gestrickt sind, dann deutet sich ein Muster an (wenn jemand bei blogspot oder ähnlichen Seiten ist kann er das vielleicht für den Bereich auch bestätigen):

  1. Erfolgreiche Blogs (also die unter Top Blogs gelisteten) veröffentlichen täglich, viele regelmäßig mehrere Artikel.
  2. Erfolgreiche Blogs tendieren dazu, ein Thema immer wieder zu bringen, eine Geschichte immer wieder zu erzählen. Als Beispiel fallen mir einerseits die antiislamischen Vertreter ein (oder allgemein rechtslastige Angebote, ich nenn jetzt keine mit Namen, die sind unter den Top Blogs verlinkt) oder auch der Atheist Media Blog, wo ich schon seit Jahren kommentiere. Diese Blogs haben ein klares Feindbild: Muslime bei den einen, Religiöse Menschen allgemein bei den anderen, und arbeiten sich an diesem Feindbild ab. Die einen, indem sie die Muslime und den Islam verteufeln, die anderen, indem sie zwischen sich-lustig-machen und Vertefeln hin un herschwenken.
    Auf der anderen Seite stehen die regelmäßigen Geschichten aus dem eigenen Leben, in letzter Zeit fiel mir hier zum Beispiel ein Artzblog und ein Lehrerblog auf. Auch hier ein klar umrissenes Gebiet, von dem geschrieben wird, allerdings ohne den agitatorischen Hintergrund anderer Blogs.

Was ließe sich daraus jetzt für eine kirchliche Internet-Evangelisation ableiten? Zuerst einmal, daß es nicht so einfach nebenher geht. Täglich neue Artikel zu bringen, und dann noch zum immer gleichen Thema, ohne langweilig zu werden, ist eine Herausforderung.

Dann aber vor allem, daß man sein eigenes Thema eingrenzen muß, bestimmen muß, was dazugehört und was nicht. Man muß die Botschaft, das Evangelium, in eine Form bringen, die auf immer neue Art kommunizierbar ist. Ich sehe hier Verbesserungsbedarf, denn Vieles erscheint zumindest mir schwammig. Da ich selbst zur Kirche gehöre, ergibt alles einen Sinn, aber ich sehe ehrlich gesagt immer noch nicht, wie man das Evangelium einigermaßen auf den Punkt bringen sollte, wenn man jetzt direkt danach gefragt wird, und zwar so, daß man nicht nur in prall gefüllten aber allgemein eher unverständlichen Begriffen spricht. Verständlich muß man schon sein.

Und dann muß man sich beschränken, denke ich. Gleichzeitig mehrere Themen darüber hinaus zu behandeln (Tagespolitik, Kirchenmusik, Kochrezepte) dürfte sich eher negativ auf die Reichweite auswirken. Da wäre dann wohl ein neuer Blog für jedes dieser Themen sinnvoll. Man kann ja eine Verlinkung in einer Blogroll bringen.

Ich sehe und weiß, daß ich all dies auf meinem Blog nicht tue, allerdings ist der Zweck dieses Blogs nicht die Internet-Evangelisation. Ich möchte mir hier lieber Gedanken machen und zur Diskussion stellen, so wie in diesem Artikel.

Und dann kommt mir noch eine Idee für eine Grundstrktur der Evangelisationsblog-Artikel: Verkündigung von Heil und Unheil. Hier kann man auf aktuelle Entwicklungen eingehen, was dann auch dazu führt, sich doch nicht nur wiederholen zu müssen und langweilig zu werden.

Fehlt nur noch der Katechismus, der die aktuellen Vorgänge mit dem Wort Gottes in Beziehung setzt. So ein Katechismus müßte wohl (ökumenisch?) noch geschireben werden, also ein Textstück, das das Evangelium auf den Punkt bringt und gleichzeitig Anknüpfungspunkte zum täglichen Leben und zu täglichen Problemen und Problemchen bietet, damit es genügend Stoff für eine regelmäßige Veröffentlichng gibt. Womöglich entsteht so etwas ähnliches drüben bei Eric Djebe, der hat nämlich einen Basisdiskurs Religion gestartet, auf dessen Ergebnisse ich gespannt bin und dessen zweiten Teil ich mir jetzt durchlesen werde.

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Denkanstöße per sms in der Gemeindearbeit

Seit einigen Wochen schreibe ich einer Freundin regelmäßig kurze Auslegungen zur Tageslosung per sms (daraus resultierte auch die Rubrik „Das Wort zum Tag“). Als sie mir vor einigen Tagen dann erzählte, dass eben diese Auslegung in Kurznachrichtformat für eine Diskussion in ihrer Lerngruppe über Glauben geführt hat, kam mir eine Idee (wobei ich nicht dafür die Hand ins Feuer lege, dass sie nicht schon anderen gekommen ist…).

Da sich ja das Handy und seine technischen Nachfolger recht großer Verbreitung erfreuen, fände ich es spannend, kurze „Denkanstöße“ zu formulieren, die dann per SMS an Interessierte verschickt werden können. Diese Denkanstöße muss natürlich nicht einer alleine verfassen. Man könnte eine Anlaufstelle im Internet bereitstellen, auf der mehrere Verfasser immer mal wieder einen Denkanstoß zur allgemeinen Nutzung veröffentlichen. Das sollen keine kompletten Auslegungen von Bibeltexten sein. Denkbar wäre, sich zu einer Bibelstelle kurze Fragen zu überlegen, über die sie dann nachdenken können. Das könnte man dann noch mit einem Blog verbinden, auf dem man sich über die Denkanstöße austauschen könnte, entweder innerhalb einer Gemeinde oder auch in einem übergemeindlichen Blog. Ziel einer solchen Aktion wäre, den Glauben mehr im Alltag der Gemeindemitglieder spürbar zu machen.

Um die Aktion umzusetzen wäre es sinnvoll, wenn sich zunächst eine Gruppe von Menschen zusammenfindet, die einen ersten Vorrat an Denkanstößen (vielleicht erstmal 50 Stück?) formuliert.

Da ich gerne mal eine breitere Rückmeldung zu diesem Thema hätte, wäre es toll, wenn ihr an der Umfrage teilnehmen und dann im Kommentarbereich dieses Artikels Lob, Anregungen und Kritik äußern würdet.

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Handy statt Gesangbuch

Ich hab ja kein Smartphone. Das liegt wohl vor allem daran, was die Dinger so kosten, aber prinzipiell spielt wohl auch rein, daß ich nen Computer hab, und mit nem Telefon telefonieren will.

Infolge dessen hab ich mit diesen QR Codes nie viel anfangen können. Jetzt hab ich aber was gelesen, das mir sinnvoll erscheint (via).

Keith Handerson beschreibt da, wie seine Gemeinde die gane Liturgie per QR Code an die Kirchgänger ausliefert. Die können es mit dem Handy einscannen, und haben dann Liturgie, Liedtexte, was auch immer griffbereit.

Quasi sowas wie Gesangbuch 2.0. Wenn alle ein Smartphone oder ein Tabet haben, müssen sie kein Gesangbuch mehr in die Kirche mitnehmen. Auch die Kirchen müßten keine Gesangbücher mehr vorhalten (es entfiele auch das Suchen und Bändchenreinlegen für das nächste Lied). Und vor allem: Diese Liederzettel, die oft mit dem Gesangbuch ausgegeben werden (und die mich immer nerven, weil man zum Gottesdienst so viel in der Hand halten muß) würden wegfallen können. Nur noch das Handy, mehr nicht.

Freilich wird es noch dauern, bis alle Gemeindeglieder das Angebot nutzen können. Die ältere Generation wird sich keine Smartphones anschaffen. Trotzdem denke ich, heute ist der Zeitpunkt, in eine solche Technologie einzusteigen und damit rumzuexperimentieren. Schließlich haben wir noch genügend Gesangbücher als Backup. Und Liederzettel, ja, ich weiß.

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Da blickt man mal von der Arbeit auf…

… und dann wird ein Kommentar als SPAM gewertet, nachdem heute mittag ein SPAM Kommentar nicht erkannt wurde.

Dabei war das ein Pingback (oder heißt das jetzt Trackback) zum Gebetsanliegen-Projekt, also Werbung (und da es Werbung für diesen Blog ist, asdrücklich erwünscht ;)), ausgehend von scoop.it, genauer von der Kirche 2.0 Seite dort von Andrea Mayer Edoloeyi.

Dieses scoop.it sieht interessant aus, und die Kirche 2.0 Seite sowieso, und deshalb kommt die jetzt in die Blogroll.

Und nachdem ich grad seh, daß ich den Alexander Ebel auch noch vergessen habe (wie konnte ich nur! Nach diesem krassen Sozialmedienabbruch mit Ausstieg bei Facebook und Twitter muß ich mein Hirn wieder mehr nutzen!), kommt der auch noch in die Blogroll.

So und nun weiter zm lustigen Literaturliste erstellen.

 

Update: Ganz schön blöd von mir, den Alexander Ebel hatte ich gar nicht vergessen. Das mit dem Hirn nutzen muß ich noch ein bißchen üben…

 

Gebetsanliegen, glaube, kirche, Kirche & Web 2.0

Gebetsanliegen

Heute abend im Gottesdienst hatte ich eine Idee (ja, in Greifswald gibt es auch abends Gottesdienste). Es gibt doch Menschen, die ein Gebetsanliegen haben, und dieses auch vortragen, damit andere mit ihnen beten. Und es gibt Menschen, die gerne mit ihren Glaubensgeschwistern beten. Idealer Weise kommen die in der Gemeinde zusammen, das Gebetsanliegen kommt zur Sprache, und man betet gemeinsam.

Nun ist die Welt aber leider nicht ideal, und man traut sich vielleicht auch nicht immer, die Dinge, die einen im Innersten bedrücken, vor vielleicht halb fremden Menschen auszusprechen. Trotzdem würde man sich freuen und es wäre eine Stütze, wenn man wüßte, daß andere an einen denken und mit einem beten.

Deshalb möchte ich dieses Projekt starten und sehen, ob hier vielleicht Leute zusammenkommen, um füreinander zu beten, einander vielleicht auch besser kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen, was auch immer geschehen mag.

Es ist zuerst einmal ein Angebot. Ich kann nicht abschätzen, ob der Bedarf da ist, oder ob man es vielleicht anders umsetzen sollte.

Die Sache läuft grob so:

Es gibt eine E-Mail Adresse (beter ät lavabit.com), an die man Gebetsanliegen schicken kann. Diese werden dann gesichtet (um sicherzugehen, daß niemand irgendwelche zwielichtigen Seiten anpreist und dergleichen) und anschließend veröffentlicht. Und zwar so anonym, wie sie sind. Das heißt: Die E-Mail Adresse wird nicht genannt, und der Text der Mail wird wie er ist wiedergegeben. So kann jeder entscheiden, wie viel er von sich preisgeben will.

Uns die Arbeit erleichtern kann man, indem man

[category Gebetsanliegen]

irgendwo im Text der Mail platziert, damit das auch an die richtige Stelle kommt. Alles Weitere steht hier. Die Gebetsanliegen (und diesen Artikel hier) findet man dann hier. Und natürlich gibt es zu den Gebetsanliegen auch einen extra RSS Feed.

Man darf dieses Angebot auch gerne weitersagen 😉 und wie gesagt: Verbesserungsvorschläge sind sehr willkommen.

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Webfish und so

Bald wird wieder der Webfish verliehen. Was das ist und wer dahinter steht, liest man am Besten daselbst nach, weil mich das hier weniger interessiert.

Mir geht es darum, auf zwei nominierte Angebote hinzuweisen.

Das erste wär soziale-berufe.com

Dort hat man einen Überblick über die verschiednene Berufe im sozialen Bereich. Ganz nett gemacht und mit ganz vielen offiziellen Machern im Rücken. Das ist zwar nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, aber die Seite ist ganz übersichtlich gestaltet (im Gegensatz zu der von der EKD, die den Webfish ja vergibt) und lenkt den Fokus auf ein Berufefeld, das immer wichtiger wird.

Das zweite ist Lieder vom Glauben

Einfache Idee, schön umgesetzt. Das Wochenlied, jede Woche von einem Chor eingesungen, mit Video dazu. Für Freunde des Kirchengesangs. Eine einfache Idee, schön umgesetzt, ohne durch zu viele Extras und „weiteres“ zsätzlich punkten zu wollen. Das Projekt ist von der Württembergischen Kirche, die wird verlinkt, macht sich af der Seite aber nicht weiters breit.

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OpenXangbuch

… oder Xanxbuch oder Xanxbux oder Xanxboox… wir hatten da mehrere Versionen im Gespräch. Jedenfalls hab ich, weil ich grad Eloquent installier, weil ich die Sword Module der Offenen Bibel testen will, weil… Moment, wo war ich?

Also beim Module durchsuchen bin ich unter anderem auf das Open Hymnal Project gestoßen, das nebenher eben auch ein Sword Modul anbietet. Beim ersten Überfliegen macht die Seite den Eindruck, als ob „Open Hymnal Project“ die englische Übersetzung für „Open Xangbuch“ (oder die diversen Dialektvarianten) ist. Es scheint ein Ein-Mann-Projekt zu sein, es scheint auf englische Lieder beschränkt zu sein und der Verantwortliche spricht explizit davon, daß er Hilfe gut brauchen kann.

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Katechismus

Ich weiß nicht mehr warum, jedenfalls gab ich heute morgen bei youtube mal den Suchbegriff „Erbsünde“ ein. Da kamen dann jede Menge Videos die gar nichts mit dem Thema zu tun haben, oder Videos von muslimischen Jugendlichen, die aus islamischer Sicht Kritik übten, oder sowas wie das:

http://www.youtube.com/watch?v=LsOxY4io1Hw

Und mich beschlich das Gefühl: Das muß doch anders darstellbar sein. Jetzt nicht nur auf die Erbsünde bezogen, sondern christliche Glaubensinhalte allgemein. So kam ich darauf, nach „Katechismus“ zu suchen. Die Suche war nicht viel ergiebiger.

Jetzt überlege ich, ob es denn möglich wäre, einen Katechismus überhaupt zu verfilmen. Erst dachte ich an den Pfälzer Katechismus von 1869 (da ich als Pfälzer weder reformiert noch lutherisch bin), aber der ist im Netz (weil mein Exemplar bzw das meiner Oma zu Hause liegt) irgendwie nicht zu finden, trotz des netten Hinweises von @Kirchturmpirat auf google Books. Da gibt es soweit ich sehe auch nur den Heidelberger Katechismus. Aber so schlecht ist der ja auch nicht.

Jetzt die Frage: Wie würde man es angehen, wenn man den veryoutuben wollte? Ginge das überhaupt? Oder läßt sich christliches Lehrgut nur derart verzerrt wie oben darstellen?