Theologie

Fleißig, fleißig diese Atheisten

Bin grad auf ein interessantes Projekt gestoßen. Dabei geht es darum, die Widersprüche, Frauenfeindlichkeit, Gewalt und Ungenauigkeiten der Bibel darzustellen.

Was die Ungenauigkeiten angeht, könnte man sicherlich argumentieren, daß es kein besonders genaues Vorgehen ist, eine englische Bibelübersetzung als Grundlage für diese Darstellung zu wählen. Ich bin zwar nicht zu 100% sicher, daß sie dies taten, aber ich denke, davon kann ausgegangen werden. Sicher fänden sich noch tausende andere Kritikpunkte.

Allerdings, und darum geht es mir hier vor allem: Die Atheisten geben hiermit dem modernen Apologeten ein wertvolles Handwerkszeug an die Hand. Denn die Liste ist durchaus umfassend: Was auf der Seite nicht aufgeführt ist, gibt (zumindest in der zu Grunde gelegten Bibelübersetzung) nichts her, was von der atheistischen „Kritik“ benutzt werden könnte.

Man hat also sowas wie eine Konkordanz der Bibel- und Christentums“kritik“ neuer Prägung. Und diese Konkordanz haben die Atheisten mit großem Fleiß für uns zusammengetragen! Ist es nicht wunderbar? Gott fügt alles so, daß es doch zum Guten nützt! Halleluja!

Achso, ja, hier ist der Link.

6 thoughts on “Fleißig, fleißig diese Atheisten

  1. Ich lese gerade ‚die Erfindung Gottes‘ von jesse bering … Atheisten,die meinen die nicht Existenz Gottes wissenschaftlich beweisen zu können sind mühsam … (Christen,die dasselbe umgekehrt versuchen,auch )

  2. Da hast Du Recht.

    Meine Freude über diese „Konkordanz“ rührt daher, daß ich schon öfter der Idee begegnet bin, daß man einmal alle Vorwürfe dieser Krakeeleatheisten zusammenfassen und entkräften müßte.

    Hier hätte man schonmal ne ziemlich ausführliche Zusammenfassung. Wobei die sich leider nur auf wenige Themen bezieht. Aber immerhin schonmal ein Anfang.

  3. Bin etwas spät zu diesem Posting gestolpert, aber … entschuldige, deBenny, du FREUST dich, über diesen Wust von angeblichen Unstimmigkeiten in der Bibel, weil du sie so hübsch zusammengefasst präsentiert bekommst?

    Und sagst dann, man „müßte“ sie [noch einmal?] „zusammenfassen und entkräften“?

    Ich habe schon so die ärgsten Probleme, meinen Glauben gegen jeweils EINE der vorgebrachten Unstimmigkeiten zu verteidigen [und, der Himmel weiß, das ist nicht einfach!], aber die reine Menge der in dieser Grafik gezeigten [angeblichen!] Unstimmigkeiten gibt doch jedem wahren Christen das Gefühl, wie ein Sisyphus immer und immer wieder einen Stein auf einen Berg rollen zu müssen, der kurz darauf wieder zu Tal rollt.

    Also, MICH hat das ganze eher entmutigt.

  4. Ich habe schon so die ärgsten Probleme, meinen Glauben gegen jeweils EINE der vorgebrachten Unstimmigkeiten zu verteidigen [und, der Himmel weiß, das ist nicht einfach!]

    Hmm, das ist nicht schön. Woran liegt das? Ich bin kein Biblizist mußt Du wissen, vielleicht fällt es mir daher leichter, weil die Bibel vor mich ein Buch ist, das von Gott erzählt, aber nicht das von Gott diktierte Buch.

    aber die reine Menge der in dieser Grafik gezeigten [angeblichen!] Unstimmigkeiten gibt doch jedem wahren Christen das Gefühl, wie ein Sisyphus immer und immer wieder einen Stein auf einen Berg rollen zu müssen, der kurz darauf wieder zu Tal rollt.

    Seh Dir mal einzelne Punkte dort an: Da werden teilweise sehr hanebüchene Gedankengänge zu Grunde gelegt, so daß eine Stelle, in der die Rede vom Antichrist ist, als homosexuellenfeindlich gelten kann, weil ja irgend ein Christ mal behauptet haben soll, der Antichrist sei ein homosexueller Atheist… solche abstrusen Abhandlungen muß man nicht widerlegen. Das widerlegt sich quasi von selbst.
    Darüber hinaus muß man auch sonst nichts widerlegen. Gott fordert nicht einmal in der Bibel, daß wir alle Einwände widerlegen können sollen. Vielmehr heißt es wir sollen uns keine Kopf machen, weil in der Situation, in der wir über unseren Glauben Rechenschaft ablegen sollen, Er durch uns sprechen wird. Klingt doch ganz gut.
    Und was die „Widersprüche“ angeht: Falls man biblizistisch denke, ja da können sich große Probleme ergeben. Aber Gott verlangtz nicht, daß wir an die Bibel glauben, sondern daß wir an Ihn glauben. Und Gott ist nicht die Bibel.

    Also, MICH hat das ganze eher entmutigt.

    Tut mir Leid.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.