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Denkanstöße per sms in der Gemeindearbeit

Seit einigen Wochen schreibe ich einer Freundin regelmäßig kurze Auslegungen zur Tageslosung per sms (daraus resultierte auch die Rubrik „Das Wort zum Tag“). Als sie mir vor einigen Tagen dann erzählte, dass eben diese Auslegung in Kurznachrichtformat für eine Diskussion in ihrer Lerngruppe über Glauben geführt hat, kam mir eine Idee (wobei ich nicht dafür die Hand ins Feuer lege, dass sie nicht schon anderen gekommen ist…).

Da sich ja das Handy und seine technischen Nachfolger recht großer Verbreitung erfreuen, fände ich es spannend, kurze „Denkanstöße“ zu formulieren, die dann per SMS an Interessierte verschickt werden können. Diese Denkanstöße muss natürlich nicht einer alleine verfassen. Man könnte eine Anlaufstelle im Internet bereitstellen, auf der mehrere Verfasser immer mal wieder einen Denkanstoß zur allgemeinen Nutzung veröffentlichen. Das sollen keine kompletten Auslegungen von Bibeltexten sein. Denkbar wäre, sich zu einer Bibelstelle kurze Fragen zu überlegen, über die sie dann nachdenken können. Das könnte man dann noch mit einem Blog verbinden, auf dem man sich über die Denkanstöße austauschen könnte, entweder innerhalb einer Gemeinde oder auch in einem übergemeindlichen Blog. Ziel einer solchen Aktion wäre, den Glauben mehr im Alltag der Gemeindemitglieder spürbar zu machen.

Um die Aktion umzusetzen wäre es sinnvoll, wenn sich zunächst eine Gruppe von Menschen zusammenfindet, die einen ersten Vorrat an Denkanstößen (vielleicht erstmal 50 Stück?) formuliert.

Da ich gerne mal eine breitere Rückmeldung zu diesem Thema hätte, wäre es toll, wenn ihr an der Umfrage teilnehmen und dann im Kommentarbereich dieses Artikels Lob, Anregungen und Kritik äußern würdet.

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8 thoughts on “Denkanstöße per sms in der Gemeindearbeit

  1. Kennst ja meine Meinung 😉 Ich finde die Denkanstöße an sich nciht schlecht, allerdings bin ich immer noch skeptisch, was SMS angeht. Ob ich mitmachen würde? Nun, zur Zeit hab ich andere Prioritäten, würde es aber für die Zukunft nicht ausschließen.

  2. Naja, ob per SMS oder auf andere Art, darüber lässt sich ja reden. Mir geht es einfach nur darum, zum Verteilen der Denkanstöße erstmal ein Medium zu wählen, bei dem man zum Abrufen nicht auf Internet angewiesen ist. Das heißt ja nicht, dass man die Denkanstöße nicht auch per Internet verteilen kann 😉

  3. Naja, Du kannst Deine Artikel hier auch ausdrucken und so verteilen, das ist keine so große Frage. Die Hauptfrage, die sich mir stellt ist eine etwas anders gelagerte:
    PULL oder PUSH.
    Im Moment schreibst Du Diene Artikel hier, und Interessierte können vorbeikommen und sehen, ob es was Neues gibt. Das ist pull. Die Leute holen sich das, was sie interessiert.
    Jetzt hat der Blog die tolle Funktion, daß man auch RSS Feeds abonnieren kann. Das wäre dann PUSH: Die Leute lassen sich Neues zuschicken. Nun kann man aber sehen, daß der Blog signifikant öfter aufgerufen wird, als daß Leute ein Abo machen.
    Es schient also (derzeit) der Fall zu sein, daß die „Kundschaft“ eher selbst nachsehen will, statt sich über Neuigkeiten informieren zu lassen.
    SMS wäre in jedem Fall PUSH. Du würdest entscheiden, wer wann welche Daten kriegt. Die dafür nötige Technik erscheint mir im Vergleich zu diesem Blog recht aufwendig. Der mögliche Erfolg scheint mir, zumindest so lange der Blog so wenig abonniert wird, absehbar gering zu sein (kann sein, daß dies an meinen Artikeln liegt, die die Leute nicht zwischen ihren Andachten haben wollen, aber man kann ja auch die Andachten für sich abonnieren).
    Darüber hinaus sprichst Du gerade mit SMS eine Zielgruppe an, die schrumpfen wird. E gibt immer weniger Menschen, deren Handy nur SMS kann aber kein Internet. Insofern ist eine Konzentration auf SMS mit der Argumentation, nicht auf das Internet angewiesen zu sein, auf eine kleine Nische angelegt. Dazu bräuchtest Du aber ein höheres allgemeines Interesse an Deinem Angebot, die Nischenteilnehmer müssen erst einmal davon wissen. Der Papst hat da bessere Möglichkeiten, wahrgenommen zu werden, als Du. Deshalb können da die Passions-SMSsen auch Sinn machen.
    Wenn es Dir darum geht, überhaupt abseits des Internets Verbreitungswege zu suchen, ist das sicher eine interessante Sache (wobei das Internet immer verfügbarer wird, so langsam auch aufm Land). Mir fallen da aber dann vor allem Zeitungen ein. Vielleicht auch Kalender, mit Geschichten zu jedem Kalenderblatt. Ich befürchte allerdings, daß auch das nicht mehr sein würde, als ein letzter Salut an die Generation unserer Großeltern, die sich mit dem Internet nicht mehr anfreunden wird.
    Das heißt nicht, daß es schlecht sein muß. Es wäre bloß genau zu überlegen, wie man da hin kommt. Dazu braucht man eine bestimmte Bekanntheit, denke ich (Kalender wollen auch verkauft werden, und auch Zeitungen überlegen sich, wessen Texte sie abdrucken, und auch der SMS Service muß erst einmal bekannt werden).
    Deshalb würde ich die Diskussion gerne ein wenig mehr in diese Richtung leiten.

  4. Was ich hier an Artikeln so schreibe ist ja auch weniger ein Denkanstoß, als schon vielmehr durchdachte Darstellungen (naja, zumindest bemühe ich mich, sie zu durchdenken ;)) Zur Frage von Push oder Pull bei den Denkanstößen und diesem Blog. Ich denke schon über diesen Blog hinaus.

    Mir geht es darum, ein Angebot aufzubauen (nennen wir es einfach mal „Denkanstoß“, bei dem Pastoren ihren Gemeindemitgliedern sagen können: Wenn ihr regelmäßig Denkanstöße für euren Glauben haben wollt, könnt ihr euch (zum Beispiel) beim Blog Bundesbedenkentraeger.wordpress.com melden und bekommt dann jeden Tag/zweiten Tag/wöchentlich, in was für einem Turnus auch immer, Denkanstöße zugeschickt. Du hast sicher recht damit, dass das System RSS-Feed sehr hilfreich ist, um das Verschicken der Nachrichten ohne größeren organisatorischen Aufwand zu ermöglichen. Insofern ist es schon sinnvoll, sich auf die Nachfolger von SMS einzurichten.

  5. Ich denke schon über diesen Blog hinaus.

    Ist mir schon klar, ich meinte es ja auch nur als Beispiel.

    Wenn ihr regelmäßig Denkanstöße für euren Glauben haben wollt, könnt ihr euch (zum Beispiel) beim Blog Bundesbedenkentraeger.wordpress.com melden und bekommt dann jeden Tag/zweiten Tag/wöchentlich, in was für einem Turnus auch immer, Denkanstöße zugeschickt.

    Ja, zum Beispiel. Man kann auch nen eigenen Blog aufmachen, wenn man das will. Was mir nicht ganz klar ist: Sprichst Du von sowas wie Deinen Andachten, oder geht es um etwas ganz anderes (weil Du Fragen nennst – oder haste Du ne Fragenandacht vor zu machen?), bzw. suchst Du für Deine Kategorie einfach Mitstreiter, oder willst Du was Neues dazu starten, oder willst Du darauf hinweisen, daß man Deine Andachten auch diskutieren kann? Das ist mir noch nicht ganz so klar. Sicher hat dieses Blog nicht so viele Leser, die dann auch Kommentare hinterlassen (wobei dies durchaus auch vorkommen kann ;)), aber das ist im Zweifel eine Frage der Werbung bzw. der Aufforderung zu kommentieren. Wir haben ja durchaus einen Besucherboom erlebt seit Du die Andachten schreibst. Vielleicht wissen die Neuen einfach nicht, daß Du Dich über Kommentare freust 😉

  6. Och, ein eigener Blog muss nicht sein, ich fühle mich sehr wohl hier 🙂 Ich spreche von etwas anderem als meinen Andachten. Denn die Andachten sind ja (mehr oder minder) fertig durchdachte, komplette Texte. Bei Denkanstoß geht es mir um ein Projekt, das einzelne Bibelverse (müssen ja nicht immer Tageslosungen sein) aufgreift und zu diesen ganz prägnante Anregungen zum Weiterdenken gibt. Das wären dann zu einer Bibelstelle vielleicht ein oder zwei Fragen/Aussagen, die den Leser dann zum Weiterdenken anregen. Wenn ich also jetzt einen Text lese und merke: Hey, über diese Fragen zu dem Text nachzudenken hat sich für mich gelohnt und man könnte das auch mal durchdenken, ohne Theologie studiert zu haben, dann würde ich diese Frage&diesen Bibeltext hier zum Beispiel unter der Rubrik „Denkanstoß“ veröffentlichen und andere ermuntern, das auch mit Bibelstellen zu tun. Und so könnte man nach und nach eine „Datenbank für Denkanstöße“ erstellen, auf die – da ja der Blog öffentlich ist – auch andere zugreifen können und entweder diese Denkanstöße selbst weiterverbreiten oder die anderen in schon geschilderter Weise darauf hinweisen, wie sie diese Denkanstöße bekommen können,z.B. über einen RSS-Feet von diesem Blog.
    Und was den „Besucherboom“ angeht: Zeitlich mag es ja einen Zusammenhang geben zwischen ihm und dem Erscheinen der Andachten. Aber ich glaube eher, dass der Besucherboom durch deine gut geschriebene Reihe zum Thema Schwule Pfarrer und die Reaktionen aus eher konservativen Kreisen zustande kam 😉 Mir macht es auf jeden Fall viel Spaß hier 🙂
    Der Tip mit dem Hinweis darauf, dass ich mich über Kommentare freue, ist gut. Ich werde mal in Zukunft hin und wieder dazu schreiben, dass ich mich über Kommentare freue, bin doch neugierig, was dann so für Reaktionen kommen. (Falls die bisherigen Kommentatoren das hier auch lesen: Danke an dieser Stelle für eure Kommentare :))

  7. Also mehr sowas wie Bibelkreis digital? Wieso nicht? Leg ne Kategorie an und fang an und wenn sich wer meldet, der helfen will, sag Bescheid. Ende Woche bin ich wieder im Land, da können wir alle nötigen Änderugen besprechen bzw. gleich durchführen.
    Ansonsten klapper doch einfach mal andere christliche Blogs ab und schreib die Leute dort an, wie die zu sowas stehen. Ein paar sind ja in der Blogroll, andere finden sich dan in den dortigen Blogrolls. So erreichst Du im Zweifel mehr Leute als über den Artikel hier 😉

  8. Ja, aneine neue Kategorie hab ich auch schon gedacht. Ich werde es aber denke ich bei dem Namen Denkanstoß oder ähnlichem belassen. Das mit dem Abklappern auf anderen Blogs ist eine gute Idee, das hier war auch nur ein kleiner Anfangsversuchballon 😀

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