Kirche & Web 2.0, Religion

Gottesdienste im Internet?

Ich hab ja schonmal was dazu geschrieben, schon fast ein Jahr her, und der Nachtwächter bei Lumières dans la nuit hatte sogar darauf reagiert und es entspann sich ne längere Diskussion, leider mehr um die Kirche und ihre Geschichte als m den Gottesdienst, aber okay.

Jedenfalls kam mir heute der Gedanke wieder an das Ganze, und ich hab da so fragmentehaft ein paar Dinge…

  • Zum Beispiel kann ich mir nicht vorstellen, Sakramente (also Taufe und Abendmahl, aber wenn ich katholisch wär könnt ich’s mir auch bei den zusätzlichen dort als Sakramente gewerteten Kasualien vorstellen) über’s Internet gespendet zu kriegen oder irgendwann zu spenden (wobei Abendmahl, jeder bringt sein eigen Brot, Einsetzungsworte über Twitter, wenn das in richtiger Gesinnung… aber bei der Taufe macht dann spätestens das Wasser Probleme!).
  • Gemeinsam singen hab ich ja schon im damaligen Artikel geschrieben, wär eher komisch. Aber singen hat ja auch was von Gotteslob, man könnte dabei sehen, ob und wie man eine Möglichkeit schaffen kann, gemeinsam als Gruppe an einem Kunstwerk zu arbeiten, etwa alle malen ein Bild zur Ehre Gottes, vielleicht schon nach gewissen Regeln (außer bei gewissen Pfingstkirchen herrscht ja auch beim Gotteslob eine gewisse Ordnung ;-)). Alternativ zum Bild könnten auch musikalische Elemente zum Zuge kommen, bei dem dynamisch Musik abgespielt wird, während alle bestimmte Töne, Instrumente etc aktivieren könnten… kann man sich das vorstellen, wie ich es mein?
  • Predigt wäre, wie auch schon der Nachtwächter den ganzen Gottesdienst definierte, wohl eher Einwegkommunikation, wobei ich mal in nem Film mit James Belushi und Dan Aykroyd gesehen hab, wie Gottesdienstbesucher bei ner Predigt nicht einfach ruhig zuhörten… aber das war Chicago in den späten 70ern…
  • Gebet und Glaubensbekenntnis ist dann wieder eher schwierig, macht ja jeder für sich alleine, es geht ja ach nicht um eigenes kreatives Einbringen dabei. Vielleicht läßt man diese Zeiten dann einfach frei, oder macht nenSprachkanal auf, damit man die anderen hören kann und Vater Unser etc gemeinsam gesprochen werden können (bei langsamen Verbindungen: gibt es jemanden, der ein Mittippen der Gebete für sinnvoll und/oder hilfreich erachten würde?).
  • Eine Ausnahme bei den Gebeten: Die Fürbitten könnten wieder individuell kommen aus der Gemeinde, gerne auch getippt. Hier sehe ich sogar das Plus der Anonymität im Internet: Es trauen sich vielleicht eher welche, auch was zu schreiben an Fürbitten. Ich fühl mich in solchen Situationen im real life immer etwas unwohl, in ner Andacht oder so wenn dann die Runde kommt wo jeder eine Bitte vortragen soll etc. Im Netz ging’s vielleicht besser.

Soweit meine Gedanken, sicher etwas fragmenthaft, aber mehr soll es auch nicht sein, vielleicht kommt der Rest dann nächstes Jahr 😀 Ich glaube nicht, daß ein solcher Gottesdienst den Sonntagsmorgengottesdienst absolut ersetzen kann, aber es wäre vielleicht, wenn gut gemacht, ein Zusatzangebot, was international laufen kann, zu verschiedenen Zeiten, und wo auch Kirchenferne mal reinsehen können… Ob, wie und was das wird, ist sowieso noch nicht ausgemacht. Aber vielleicht hinterlässt hier jemand seine Meinung dazu und es entwickelt sich wieder eine Diskussion.

8 thoughts on “Gottesdienste im Internet?

  1. Danke für’s Video, aber das ist genau das, was ich nicht meine, nämlich jene Einwegkommunikation, bei der der Mensch dann vorm Bildschirm sitzt und sieht, wie andere Gottesdienst feiern. Mir geht es darum, daß auch derjenige vorm Bildschirm bei der Feier mit dabei ist.

  2. Wenn der Pfarrer vor der Kamera sitzt und je in China und Chile ein Gemeindemitglied vorm PC sind nicht zwei oder drei versammelt, sie sind ja in keinster Weise zusammen.
    Ichbin ja auch nicht mit Dieter Bohlen versammelt, wenn ich DSDS gucke (falls ich das täte).

  3. Diese Aussage Jesu Christi von den „zwei oder drei“ die sich in seinem Name versammeln“, bedeutet nicht, dass x-beliebige Menschen,Sünder, Hurer,Ehebrecher und Kinderschänder, sich versammeln dürfen,
    und dadurch mit Christus, in eine heilige Gemeinschaft kommen.
    Das ist der katholische Irrglaube!!!

    Da Christus das zu seinen Jüngern gesagt hat, so hat ER solche Jünger damit gemeint, die durch Christus berufen wurden,
    die durch Christus zubereitet wurden,
    der allezeit lebendig und gegenwärtig ist .
    Die ihre Wiedergeburt erfahren haben nach ihrer Zubereitung durch den Geist Gottes und Christi,
    Die dann zum Schluss, ihr Dreifaches Zeugnis Gottes, in ihrem Innern empfangen haben, das aus dem wahren Wort Gottes, Blut Christi und dem Geist Gottes besteht. 1.Johannesbref 5, 6-12/ 4,2-6

    Wie ein Mensch,der seine Leibgeburt in diese Welt hinein, bezuegen kann durch Hinterlegen seiner Geburtsurkunde seiner Gemeinde auf Erden,

    Gleich so kann ein Wiedergeburtschrist, durch das Dreifache Zeugnis Gottes, das in seinem Innern>wohnend< ist und sein muss, bezeugen seine Gottes-Kindschaft!!!

    Die wahren Christen und Kinder Gottes,auch Gottes wahre Theologen, sind NIE von anmaßenden und selbstberufenen "frommen" Menschen der agierenden Religionen, Kirchen, Tempeln, Gemeinden und Sekten gemacht worden,SONDERN von Gott und durch seinen Geist selber!!!

  4. Entschuldige, daß ich so dumm nachfrage, aber wo hab ich behauptet, Christen würden von Menschen gemacht und nicht von Gott?

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