EKD, Gesellschaft, Glaube, Kirche, Theologie

It’s the catechesis, stupid

ein Tropfen führt zu konzentrischen Kreisen im Wasser
Mikkel Houmøller [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

So viele Probleme!

Jana ist Freikirchlerin. Darauf wird in jedem Beitrag verwiesen, also muß das irgendwie wichtig sein. Vielleicht geht es darum, sich von ihr gleich mal implizit zu distanzieren?

Geredet hat wie es aussieht keiner mit ihr, seit vor einem guten Monat der Streß los ging. Also keiner von Seiten der EKD, deren Zugpferd sie ja sein sollte für eine Präsenz auf Youtube. Immerhin 200.000 € soll sich die EKD das kosten gelassen haben. Für ne professionelle Produktion sicherlich angemessen, aber trotzdem keine Peanuts, die EKD ist ja nicht die Deutsche Bank.

Der Hintergrund

Achso: Für alle, die nicht auf dem Laufenden sind. Die EKD hat sich überlegt, auf Youtube präsent sein zu wollen und deshalb ein Projekt gestartet. Hanno Terbuyken von evangelisch.de hat auf seinem Blog confessio digitalis ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, wie und warum es dazu kam.

Jedenfalls wurde Jana Highholder diejenige welche die EKD auf Youtube repräsentieren sollte, trotz ihrer Zugehörigkeit zu einer Freikirche – was ja an sich ein positives Zeichen sein kann.

Nun hat Jana aber am Weltfrauentag von Unterordnung der Frau gesprochen, wenn auch (?) nur auf sich selbst bezogen. Das hat die genannten Wellen geschlagen.

Reden über den Glauben

Ich hab mich ja schon bei Hannos Artikel gewundert. Der schreibt nämlich:

Unter den YouTubern, die die Agenturen mit eingebracht haben, war sie aber diejenige mit der besten Bildschirmpräsenz und der klarsten eigenen Glaubens-Ansage.

Die Hervorhebung ist von mir. Und im Ernst: Wundert das wen? Die Freikirchler (und die Konservativen innerhalb der Landeskirchen) sind doch grad diejenigen, die am ehesten klare Aussagen überhaupt treffen können! Da ist alles (oder zumindest vieles) ganz klar vorgegeben. Jemand,d er seine Ansichten nicht so klar hat wäre wahrscheinlich mainstreamiger rübergekommen.

Kirchengeschichten dazu:

Konkrete Sprache fällt im protestantischen Mainstream sehr schnell unter den Verdacht der Freikirchlerei – kein Wunder, dass dieses Milieu so gut wie keine Menschen hervorbringt, die willens oder in der Lage sind, öffentlich über ihren Glauben zu sprechen.

Ich frage mich ja, ob das so sein muß. Der Autor von Kirchengeschichten (sorry, ich wußte Deinen Namen mal aber ich hab den nirgends mehr gefunden) sieht den Grund hierfür, daß die Landeskirchen die Mitglieder nicht verschrecken wollen.

Aber kann es das sein? Lieber nix sagen, bevor man aneckt? Lieber schwammig als konkret, bevor man Mitglieder verliert? Ist es nicht möglich – immerhin sind wir, die Gläubigen, doch ein Leib – daß wir im Einzelnen abweichende Ansichten haben und trotzdem gemeinsam glauben?

Jetzt mal ins Unreine gesprochen: Wenn Jana so ein Frauenbild hat und sich damit wohl fühlt, soll sie meinetwegen damit glücklich werden. Solange sie nicht von anderen verlangt, das auch so zu sehen…

Marketing und Verkündigung

Aber hier kommt dann wieder das allgemeine Problem: Die EKD wollte ja durch eine Person sich selbst darstellen. So kann das nur schief gehen. Aber wie hätte es klappen können? Indem eine Redaktion alle Aussagen weichspült und genau aufpasst, was Jana in jedem Video sagt? Das wär dann wohl recht unauthentisch geworden. Und das merkt man normal auch.

Ich erinnere mich noch an Beff-Man, der kritisch über die Kirche schreiben wollte, aber halt auf nem Kirchenblog – was dann deutlich weniger ätzend wurde als erhofft…

Mein Eindruck aus meiner zugegeben geringen Praxis (nach dem Vikariat war ja Schluß) ist, daß Jugendliche durchaus Fragen zum Glauben haben, durchaus interessiert sind. Man muß sich halt die Zeit nehmen und die Anstrengung auf sich nehmen, mit ihnen darüber zu reden. Katechese sagte man früher.

Da geschah das per Druckbetankung im Konfi-Unterricht. Zum Glück ist das heute nicht mehr so. Zu viel Zwang. Aber wenn Fragen sind, muß ein Pfarrer nach meiner Meinung (ja, ich hab leicht reden) da sein, Rede und Antwort stehen.

Bei der immer weiter steigenden Arbeitsbelastung ist das freilich kaum drin. Und ich befürchte, das Problem ist eher hier zu verorten.

Und dann wird der ganze Unsinn deutlich, der da gerade läuft. Mir stellt sich das so dar:

Die EKD wollte mit ner coolen jungen Erwachsenen ihre Marke stärken. Quasi wie Coca Cola darstellen will, daß ihre Erfrischungsgetränke cool sind, damit sie gekauft werden.

Nur: Was verkauft die EKD? Eben, nichts. Und deshalb ist das ganze Konstrukt schief, und deshalb kann das so gar nicht funktionieren.

Und die Zukunft?

Was funktioniert ist, daß Personen, die über ihren je privaten eigenen Glauben reden, andere damit zum Weiterdenken anstoßen – im Guten wie im Schlechten. Aber das muß schon eigene Überzeugung sein, kein redaktionsgefolterter PR Text.

So gesehen war es richtig, daß Jana die Möglichkeit hatte zu sagen, was sie sagte.

Das Problem war halt nur, daß die EKD sich auf eine Person konzentriert hat. Das Problem ist ein Stück weit vielleicht auch, daß Menschen sich über die Ansichten anderer Menschen empören. Und das Problem ist, daß Jana (bisher?) die einzige Stimme war, die mit Segen der EKD von ihrem Glauben auf Youtube erzählte.

Begreift man das Ganze aber nicht als Markenkernstärkung, sondern als das was es ist: Reden vom Glauben – und setzt man die eigene Jugend in die Lage, über den eigenen Glauben zu reden, und greift man dann noch Wolfgangs Netzwerk-Idee aufgreift, dann könnte das echt ein Projekt mit einer gewissen Breitenwirkung werden.

Und das führt dann vielleicht wieder zu Fragen bei Jugendlichen, also weiteren Katechesegelegenheiten… und irgendwie denk ich jetzt grad an das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“…

Ihr versteht, was ich meine 😉

Gesellschaft

Meet the superhumans

Grad bei Christian Piatt gesehen. Ich bring hier nur den Link und nicht das Video, weil Einbetten eh deaktiviert wurde. Ihr müßtet Euch dat Janze also sowieso auf Youtube ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=kKTamH__xuQ&feature=player_embedded

Update: Hätt ich wissen können. Man gibt bei wordpress nen youtube Link ein, und der bettet das Video von alleine ein. Trotzdem: Sehen müßt Ihr es direkt bei youtube.

kirche, Kirche & Web 2.0, Religion

Katechismus

Ich weiß nicht mehr warum, jedenfalls gab ich heute morgen bei youtube mal den Suchbegriff „Erbsünde“ ein. Da kamen dann jede Menge Videos die gar nichts mit dem Thema zu tun haben, oder Videos von muslimischen Jugendlichen, die aus islamischer Sicht Kritik übten, oder sowas wie das:

http://www.youtube.com/watch?v=LsOxY4io1Hw

Und mich beschlich das Gefühl: Das muß doch anders darstellbar sein. Jetzt nicht nur auf die Erbsünde bezogen, sondern christliche Glaubensinhalte allgemein. So kam ich darauf, nach „Katechismus“ zu suchen. Die Suche war nicht viel ergiebiger.

Jetzt überlege ich, ob es denn möglich wäre, einen Katechismus überhaupt zu verfilmen. Erst dachte ich an den Pfälzer Katechismus von 1869 (da ich als Pfälzer weder reformiert noch lutherisch bin), aber der ist im Netz (weil mein Exemplar bzw das meiner Oma zu Hause liegt) irgendwie nicht zu finden, trotz des netten Hinweises von @Kirchturmpirat auf google Books. Da gibt es soweit ich sehe auch nur den Heidelberger Katechismus. Aber so schlecht ist der ja auch nicht.

Jetzt die Frage: Wie würde man es angehen, wenn man den veryoutuben wollte? Ginge das überhaupt? Oder läßt sich christliches Lehrgut nur derart verzerrt wie oben darstellen?

kirche, Kirche & Web 2.0

Neid

… daß ich nicht dabei sein konnte. Aber nicht so viel, vor allem Interesse daran, was da jetzt rumkommt. Also so an Ideen. Mir kam auch eine, mehr dazu weiter unten.

Um was geht’s? Natürlich um das Barcamp Kirche 2.0 am letzten Wochenende. Um jetzt nicht wie der Blinde von der Farbe zu sprechen über ein Treffen, zu dem ich nicht hingekommen bin, hier einfach mal ne Liste mit Beiträgen zum Thema:

Wahrscheinlich gibt es inzwischen schon wieder einige neue Berichte, die ich noch nicht gesehen habe. Wie immer gilt, ich schreib sie gerne noch rein, wenn ich se find oder mir jemand was sagt.

Nachdem ich das alles gelesen habe, und eigentlich auch schon vorher, kommen mir so einige Gedanken, die ich jetzt ganz unsortiert mitteilen will.

Sakramente

Heiko Kuschel hat in seinem Blogartikel geschrieben, daß Sakramente im Twittergottesdienst nicht gehen. Ich hatte mir da schon einmal ähnliche Gedanken gemacht, aber damals schon zumindest für das Abendmahl eingeschränkt. Und inzwischen stellt sich mir die Frage etwas deutlicher:

Was spricht dagegen, wenn jeder Brot und Wein zur Hand hat, der Segen via Twitter gesprochen wird, und man dann gleichzeitig, freilich ohne einander zu sehen, erst Brot ißt, dann Wein trinkt?

Ich bin mir ehrlich gesagt unsicher, hab auch meine Vorbehalte, kann sie aber nicht wirklich in Worte fassen, so daß ich mich frage, ob es wirklich einen Grund gibt.

Bei der Taufe bin ich freilich ebenfalls der Meinung, daß das nicht über’s Netz geht. Schon alleine, weil man über’s Netz kein Wasser übertragen kann…

Lobpreis

Vor gar nicht langer Zeit hab ich mich ja zu youtube und Verkündigung geäußert. Nun drängt sich mir immer mehr af: Twitter ist DAS Medium für Lobpreis. Seit meinem ersten Artikel zum Thema Gottesdienst und Internet hab ich mich immer wieder nach dem Gemeindegesang gefragt, und ob das überhapt geht über das Netz. Irgendwie stell ich es mir komisch vor, vorm Rechner zu sitzen und Ein feste Burg zu schmettern.

Aber wenn man das Ganze elementarisiert, dann kommt man vom Gemeindegesang schnell zu dem Wörtchen Lobpreis. Und das geht auch ohne Gesang, das geht auch zum Beispiel per Text. Und das Tolle dabei ist, solche Texte können recht kurz sein. Psalm 117 paßt beispielsweise komplett in einen Tweet.

Fürbitten

Ehrlich gesagt ich gehör zu den Leuten, die sich nie trauen, freie Fürbitten zu sprechen. Muß ich mir wohl noch angewöhnen, bis das Studium um ist. Wie dem auch sei, gibt es viele Menschen, die das können. Und mit der Anonymität des Netzes fällt vielleicht auch ein wenig die Scheu davor, im Mittelpunkt zu stehen.

Daher denke ich, daß Fürbitten ebenfalls, und zwar vor allem in der freien Form, wunderbar zu twitter passen können. Fürbitten können auch oft sehr kurz und prägnant formuliert werden, so könnten dann mehrere Menschen über Twitter an der entsprechenden Stelle im Gottesdienst ihre Fürbitt-Tweets absenden, die dann von der Gemeinde auf der Twitterwand verfolgt werden können.

Fragmentarisieren?

Bei all den Möglichkeiten drängt sich mir jetzt ein Gedanke auf: So gut die einzelnen Elemente für die einzelnen Bedürfnisse geeignet sein sollten, ist es sinnvoll und pragmatisch, sie zu einem Gottesdienst zu integrieren? Wenn ich jetzt meinen Computer anmache und merke, da läuft grad ein Gottesdinest auf Twitter, und ich will nen Lobpreis oder ne Fürbitte formlieren, kann es passieren, daß der Gottesdienst bis ich den Tweet abgesetzt hab, schon weiter ist. Und der Tweet stört dann einfach, weil er am falschen Platz ist. Auch dauert es je nach Internetverbindung eine Weile, falls die Predigt bei yotube als Video vorliegt, bis alle Teilnehmer dahin umgeschaltet haben, oder bis das Video geladen hat. Ich kenn einige Gegenden, da kann man das mit dem Video sowieso gleich ganz vergessen, da gibt es noch kein DSL.

Aber wer sagt denn, daß ein Gottesdienst immer aus Lobpreis, Gebet, Predigt etc bestehen muß? Predigten kann man auch so lesen, in Büchern oder im Netz, wo es Archive gibt. Man kann auch so beten, oder Gott preisen (auch wenn es selten vorkommen sollte).

Mein Gedanke geht weg vom Paradigma des Sonntagsgottesdienstes, hin zu Frömmigkeitsformen. Per twitter kann man im stillen Kämmerlein beten, und trotzdem Teil der weltweiten Kirche sein. Man kann, wenn man die Zeit dafür hat, sich eine Predigt ansehen, anhören oder lesen. Und auch wenn nicht eine geschlossene Gruppe gemeinsam zu einem Zeitpunkt vorm Computer sitzt und das Gleiche tut, kann Gemeinschaft entstehen, oder englisch: community.

Community

Nehmen wir das Paradigma der Predigt aufm Blog. Ein Prediger schreibt seine Predigt und stellt sie af sienen Blog, für alle Welt zu lesen. Und unter Umständen dauert es nicht lange, bis sich die ersten Kommentatoren melden. Hier ist die Gelegenheit gegeben, die Themen der Predigt mit Interessierten zu besprechen, und meist kommt doch eine gehaltvollere Rückmeldung als „schöne Predigt, Herr Pfarrer“, die zwar lieb gemeint ist, aber unter mständen mehr über das soziale Ranking des Pfarrers im Dorf als über die Qualität der Predigt sagt.

Oft ist es so, daß sich um einen Blog eine gewisse Gruppe von Menschen sammelt, die da immer mal wieder lesen, und auch kommentieren. So ist man offene Gemeinschaft im Austausch über den Glauben.

Ähnlich ist es möglich bei youtube- Videos oder ähnlichen Videoportalen: Auch hier kann kommentiert werden, auch hier können sich Gemeinschaften um einen Channel bilden.

Problem dabei sind Spammer und Trolle, und man wird unter Umständen Wege entwickeln müssen, seine Gemeinschaft vor ihnen zu schützen.

Auch bei Fürbitten oder Lobpreis kann Gemeinschaft entstehen, wenn auch vielleicht viel diffuser als beim Predigtblog oder youtube Channel:

Denkbar wäre vielleicht, daß man einen Hashtag etabliert je für Fürbitten und Lobpreis. Man könnte für jeden eine Twitterwall errichten, und so Kontakt zur Gemeinschaft bekommen. Etwa, indem man sich die Fürbittenwand ansieht, und für sich allein im Kämmerchen mitbetet. Oder einfach seine eigene Fürbitte absendet in der Gewißheit, Mitbeter zu finden. Ebenso beim Lobpreis kann man mitlesen, oder auch selbst mitmachen oder beides. Idealiter wären die Hashtags international verbreitet und es käme zur ewigen Fürbitte und ewigem Lobpreis in allen möglichen Sprachen, aber einheitlichen Hashtags. Das wäre doch einmal etwas für die Ökumene!

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Möglichkeiten zum Überblick

Ich hab ja manchmal gerne eine Übersicht. Manchmal kann es ganz gut sein, verschiedene Blogs thematisch zusammengruppiert zu haben, wenn man mal sehen will, was es so Neues gibt zu dem Themengebiet. Eine interessante Seite ist da so etwas wie das bloggende Hannover. Die Stadt an sich interessiert mich nicht sonderlich, auch nicht das Blog an sich, aber eben diese Zusammenschau vieler Blogs, hier mit dem lokalen Bezug zu Hannover. Sowas hätte ich gerne auch. Für den Bereich Theologie und Kirche, weil, das interessiert mich dann doch eher als Hannover. Wobei ich gehört hab, daß es auch in Hannover Kirchen geben soll…

Da ich nun einmal erstens eine Niete bin was Programmieren angeht, ich brächte für was einigermaßen Brauchbares ungefähr ganz lang, und weil ich auch keinen eigenen Server zur Verfügung hab, als Student will ich mir das nicht leisten (bringt mir auch nix, siehe Programmierproblem), hab ich mich mal im Netz umgetan und nachgesehen, was es da so gibt. Und ich blieb hängen an einem Service namens Pageflakes.

Zugegeben, Pageflakes ist sicher nicht das Optimum, aber man kann damit schon einigermaßen was anfangen, fürn Anfang, um so ne Zusammengruppierung zu bauen. Man kann RSS Feeds abonnieren und die auf seine Seite stellen, und die Seite dann öffentlich machen. Für nen Blogüberblick reicht das schon mal. Interessant wäre es natürlich, wenn man noch andere Medienkanäle nutzen könnte. Ich denke jetzt eher an youtube als an Twitter, demnächst wollte ich mich einmal auf die Suche machen nach Pfarrern, die per youtube Predigten veröffentlichen, die könnte ich dann auch dazu stellen, aber soweit bin ich noch nicht.

Um mal einen Anfang zu machen, hab ich mal ein paar Blogs zusammengestellt. Alexander Ebel hat da vor ner Weile eine Liste zusammengestellt, die hab ich als Ausgangspunkt genommen: Diejenigen Blogs, die den Anschein erweckten, daß sie noch weitergeschrieben werden, und deren RSS Feed ich finden konnte, hab ich aufgenommen. Ergänzt hab ich das Ganze mit einigen weiteren Blogs, die ich kenne. Falls sich jetzt irgendwer in meiner Übersicht befindet, und meint, dort nicht sein zu wollen, mag er sich melden, dann nehm ich ihn raus. Umgekehrt, wenn einer mit rein will, der Theologie studiert oder schon Pfarrer ist (das hab ich mir mal als Kriterium genommen): Einfach Bescheid sagen.

Denn ich hab das Ganze öffentlich gemacht, die nennen das dann Pagecast. So können dann auch andere darauf zugreifen und hoffentlich auch profitieren. Hier also die Adresse:

http://www.pageflakes.com/Bundesbedenkentraeger/

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Youtube und die Verkündigung

Youtube erreicht mehr Menschen als die Sonntagspredigt, titelt idea. Auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, inwieweit die Rechnung stimmt – es gehen ja immer noch recht viele Menschen in die Kirche, und wenn das genannte youtube-Weihnachtsvideo in Konkurrenz treten muß zu den Weihnachtsgottesdiensten, könnte es tatsächlich eng werden mit dem Vorsprung in der Wirkweite – ist es doch eine interessante Frage, ob und wie sich videoportale für die Verkündigng nutzen lassen.

Der Vorteil gegenüber der Gottesdienstübertragung sonntags af dem ZDF oder dem Wort zum Sonntag der ARD und auch anderen Fernsehangeboten wäre, daß sich eigentlich jeder, der Zeit und Lust hat, sich dranzumachen, ein entsprechendes Video einstellen kann. Auch für ganz andere Zielgruppen als die entsprechenden Fernsehformate.

Auch die Funktion wäre eine etwas andere, zmindest anders als beim Fernsehgottesdienst, denn mir scheint, daß sich über youtube vor allem Verkündigung, also Predigt, realisieren ließe. Das kann dann in allen möglichen Formen stattfinden und muß nicht an die Kanzelrede in der Kirche erinnern, deren Paradigma ja auch beim Wort zum Sonntag zum Zuge kommt, wenn auch ohne Kanzel und teilweise sogar außerhalb des Studios. Verkündigung bei yotube kann auch aussehen wie eine Dokumentation von Guido Knopp über die Goldfische Hitlers, oder noch andere Formen annehmen.

Mehr als die Verkündigung kann yotube meines Erachtens nach nicht leisten, zumindest nicht diejenigen Gottesdienstteile wie Gebet, Lobpreis oder gar die Sakramente. Darüber hatte ich auch schon mehrmals geschrieben.

Allerdings sehe ich es durchaus so, daß eine Unterstützng der Verkündigng durch youtube eine gute Möglichkeit wäre, das Evangelium auch wieder außerhalb des kirchlichen Ghettos zu verbreiten. Vor allem zwingt youtube quasi dazu, sich an die alte Regel zu halten: „Man kann über alles predigen, nur nicht über 20 Minuten.“

Und noch einen Vorteil gäbe es: Im Gegensatz zur Sonntagspredigt gibt es bei youtube sehr schnell Rückmeldungen, die sich nicht auf ein „schöne Predigt Herr Pfarrer“ beschränken. Hier besteht viel eehr die Möglichkeit, über den Inhalt auch ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Jetzt brachen wir nur noch genügend technikaffine Pfarrer, die medienpädagogisch und handwerklich in der Lage sind, gute Videos zu produzieren und dann auch noch die Kommentare betreen können. Nach allem, was man so aus der pfarrämtlichen Alltagspraxis hört, gibt es dafür wohl eher weniger Freiräume…

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God hates fags?

Heute bin ich bei DonRalfo auf drei Videos von Demetri Betts gestoßen, die ich hier auch mal aufführen will, weil ich sie gut finde:

http://www.youtube.com/watch?v=-C3BkUKaa_g&feature=player_embedded
http://www.youtube.com/watch?v=ztimzHS88Ks&feature=player_embedded
http://www.youtube.com/watch?v=Lz1-kBhSNe8&feature=player_embedded

Man mag über die eindringlich emotionale Art und Weise seines Redens geteilter Meinung sein können, doch denke ich, er meint es ernst mit dem, was er sagt, und ich finde, es ist aus den Kreisen der US-Erweckten eine angenehm andere Stimme, die zeigt, daß es neben George Bush und der Westboro Church noch andere Christen gibt. Neben den drei Videos zur Homosexualität hat er noch verschiedene andere Themen behandelt, insgesamt sind bisher 54 Videos auf seiner Homepage verlinkt.