Theologie

Gleichheit und Unterdrückung

lenin-unterdrückungWeder kann existieren, noch existiert, noch wird jemals existieren eine „Gleichheit“ zwischen Unterdrückern und Unterdrückten, zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten.

Dieses Bild und dieser Satz, alles schön in rot gehalten. Ein Kampfspruch der politischen Linken, die mit solchen Aussagen ihren Kampf für eine bessere Welt legitimiert. Eine Welt, in der diese Gleichheit Wirklichkeit wird, in der es eben keine Unterdrückung und keine Ausbeutung mehr geben soll.

Wenn man das Bild von Lenin sieht und weiß, was aus der Sowjetunion geworden ist, wie eben auch dort keine Gleichheit erreicht wurde, wie eben auch dort Unterdrückung und Ausbeutung vorkam, vielleicht sogar mehr als im Westen, dann widerlegt das nicht den Satz, der da im Bild steht, nein, es bstätigt ihn nur für den Bereich des Sozialismus/Kommunismus.

Ich denke, der Satz ist korrekt, wie er so da steht. Und ich würde noch einen drauf setzen:

Ausbeutung und Unterdrückung werden wir nicht abschaffen können.

Befreien kann uns kein Lenin, kein Kaiser noch Tribun, oder wie die Bibel es ausdrückt: „alle haben gesündigt“ (Röm 3,23), „denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an“ (1. Mose 8, 21).

Die Situation ist verfahren, darauf kann man sich vielleicht auch einigen, wenn man nicht an die Ursünde („Erbsünde“ ist ne schlechte Übersetzung für Augustins „peccatum originale originans„) glaubt, die auf diesen und anderen Bibelstellen beruht.

Alle Versuche, an der Unterdrückung und der Ausbeutung etwas zu ändern müssen scheitern, weil der Mensch einfach so ist, daß er auf seinen Vorteil bedacht ist. Das gilt für mich, Dich und alle anderen.

Man will das nicht so gerne wahr haben, denn eigentlich erlebt man sich ja nicht als so schlecht. Meistens sind es ja die anderen: Die Banker, die Kapitalisten, die Nazis, die Radikalen, die Gutmenschen, die Mörder, die Reichen, die Ossis, die Wessis, die Türken…

Kurz: Die sind schuld, nicht ich, nicht wir (diese Sicht der Dinge begegnet einem außer im Bereich der großen Gesellschaftlichen Probleme auch im Kindergarten, nur geht es da um anderes).

Ja gut, mag manch einer sagen, mal nen Vorteil mitgenommen, wo es keine Opfer gibt, das ist ja nicht so schlimm. Die Kirche mit ihrem Moralismus übertreibt es da ja auch immer! Diese Denke spielgelt sich auch in den „Zehn Angeboten“ der Neoatheisten wieder, deren Nr. 4 lautet:

Du sollst nicht lügen, betrügen, stehlen, töten – es sei denn, es gibt im Notfall keine anderen Möglichkeiten, die Ideale der Humanität durchzusetzen!

Durchsetzung der Ideale der Humanität durch Lüge, Betrug, Stehlen und Mord! Und in Nr. 5 ist dann die Rede davon, daß man nicht moralisieren soll und der homo sapiens gut wäre und keine „Bestie“.

Ich halte die christliche Anschauung vom Menschen als Sünder da für realistischer. So läßt sich erklären, woher Unterdrückung und Ausbeutung kommt. Mit dem anderen Denken, das wohl sowohl von Lenin als auch von den Neoatheisten geteilt wird, ist der Mensch aber an sich gut und leidet unter wenigen Individuen, die aus welchem Grund auch immer böse sind und zumindest bei Lenin mit Gewalt entmachtet werden müssen, damit alles besser wird (wobei die Neoatheisten ja im Zweifel auch mit Mord die „Ideale des Humanismus“ durchsetzen wollen).

Daß die Gewalt an sich und die Bereitschaft, zur Durchsetzung der eigenen Überzeugung (etwa der Durchsetzung der Ziele des Humanismus) mit Gewalt auch schon ein Problem ist, auch schon mit Unterdrückung zu tun hat, das wird dabei übersehen.

So wie immer übersehen wird, daß die eigenen Mittel im Zweifel genau so schlimm sind wie die der Unterdrücker, die man beseitigen möchte. So löst eine Gewalt die andere ab. Mal wird sie mit Gewehren ausgeübt, mal mit Kapital und Wirtschaft, mal sind die Gewinner des Systems eine bestimmte „Ethnie“, manchmal ist es eine bestimmte „Klasse“. Was aber immer bleibt ist:

Wir gegen die, die sind Unterdrücker, wir sind Befreier.

Die gegnersiche Seite versteht sich selbst dann als Verteidigerin der Freiheit, während sie die selbst ernannten Befreier als Terroristen tituliert. Wie gesagt, es ist wie im Kindergarten: Ich hab recht und die anderen haben Unrecht und deshalb hau ich die jetzt.

So ist dem Grundübel, der Unterdrückung und der Ausbeutung nicht beizukommen! Wie ich eingangs schrieb: Unterdrückung und Ausbeutung sind nicht zu ändern. Das gibt es, weil der Mensch so ist. Nicht nur besondere, böse Menschen, sondern wir alle, Dich und mich eingenommen.

Die meisten Lösungsansätze bestehen darin, ungeachtet der Propaganda, daß die eigene Gruppierung sich eben gegen die anderen, notfalls mit Gewalt, durchsetzen muß, damit alles besser wird. Wird es auch: Für diejenigen, die hier ihre eigenen Herrschaft durchsetzen.

Wieso schreibe cih dann aber so lange davon? Auf was will ich hinaus?

Nun, es gibt einen Weg des Umgangs, der jedoch von den meisten Menschen nicht als solcher angesehen wird, ja vielleicht sogar belacht wird. Und das ist der Weg des (christlichen) Glaubens. Jesus spricht zu denjengen, die Ihm nachfolgen wollen:

Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.(Mt 16, 24; Mk 8, 34; Lk 9,23)

Ich meine tatsächlich, die Lösung liegt in der Selbstverleugnung. Wenn ich mich als unterdrückt erkenne, dann kann ich mich bedauern, oder ich kann mich selbst verleugnen und meinen Drang, immer nur mein Bestes zu suchen, und kann die Situation annehmen.

Die erste Option führt dazu, daß ich im Zweifel enorme Energie aufbringe, den Zustand der Unterdrückung zu bekämpfen. Dieser Kampf kann mich gefangen nehmen, indem ich meine Freiheit über alles setze, ordne ich dem Kampf alles unter, ud es kommt in immer mehr Feldern zur Alternativlosigkeit: Wenn ich in dem Kampf vorwärts kommen will, muß ich dies oder jenes tun und kann auf anderes keine (oder kaum) Rücksicht nehmen. Ich bin Gefangener meines Freiheitskampfes und all mein Tun ist festgelegt. Ich bin vielleicht nicht mehr von äußeren Umständen unterdrückt, dafür nehmen mich innere Umstände, nämlich der Kampf um die Freiehti, gefangen. Ich unterdrücke mich quasi selbst, habe nichts von meiner Freiheit.

Im zweiten Fall würde ich den Freiheitskampf nicht antreten, was schmerzhaft ist. Ich würde vielleicht sogar zusehen, daß ich mich möglichst gut ausbeuten lasse, daß ich ein guter Sklave des Systems bin. Das bedeutet extreme Selbstverleugnung und nach dem eigenen Vorteil braucht man dabei nicht lange suchen. Der ist hin.Wenn man es aber schafft, die Kraft dazu aufzubringen, daß man sich selbst derart zurücknimmt, gewinnt man damit auch eine gewisse innere Freiheit, die für den Freiheitskämpfer unerreichbar ist. Man hat nichts zu verlieren, man gibt, was man hat demjenigen, der einen unterdrückt. Aber alles, was der Unterdrücker von einem nicht will, hat man für sich und kann damit tun, was man will, ohne sich überlegen zu müssen, inwieweit man damit den eigenen Freiheitskampf gefährdet. Das ist eine sicherlich kleine Freiheit, aber eine größere, als sie der in der Alternativlosigkeit gefangene Freiheitskämpfer hat.

Ich glaube, der Weg ist nur im Glauben wirklich zu gehen, weil einem sonst die Kraft dazu fehlt. Aber ich glaube auch, daß dieser Weg tatsächlich etwas verändern kann, im Gegensatz zu all den Revolutionen, die sonst als Rettung angesehen werden, die aber meist nur viele Tote und Zerstörung und eine neue (und nicht zwingend bessere) Regierung bringen.

Dieser Weg ist im besten Sinne unmenschlich, insofern der menschliche Weg der der Gewalt ist. Dieser Weg kann auch ansteckend sein, indem er die Unterdrücker, die ja selbst in den Alternativlosigkeiten dieser Welt gefangen sind, zum Umdenken bringt. Indem sie Menschen erleben, die sich offen ihnen gegenüber verhalten und nicht nur ihre Position gefährden, können auch sie offener werden und gewinnen Alternativen im handeln dazu. Sie werden so auch ein wenig freier.

Meiner Meinung nach sollten Revolutionen nur so, und nicht mit Gewehren verlaufen. Dieses Ideal steht auch hinter dem Kampf der Bürgerrechtsbewegung in den USA um die Aufhebung der Rassentrennung. Man hat sich lieber von der Polizei mißhandeln lassen, als selbst zur Gewalt zu greifen. Leute wie Malcolm X haben das wie ich oben schrieb belächelt und verurteilt. Nach menschlichem Denken verständlich: Wie sollte man im Freiheitskampf gewinnen, wenn man sich in die Unfreiheit begibt, nicht zurückschlägt, wie früher die Sklaven?

Trotzdem war die Bürgerrechtsbewegung erfolgreich, auch wenn icht alles durchgesetzt wurde. Die USA haben einen schwarzen Präsidenten, schon in der zweiten Amtsperiode, während die Bewaffnung und die Gewalt, die vonLeuten wie Malcolm X propagiert wurde, wohl mit ein Grund dafür ist, daß weiße Cops meinen, sie könnten einfach so schwrze Jugendliche niederschießen, weil die hätten ja schließlich alle Waffen und seien gefährlich…

Eine Sache noch:

Ich bitte zu beachten, daß ich hier nur von der eigenen Person aus argumntiert habe, nur die eigene Unterdrückung betrachtet habe, nicht die Unterdrückung anderer. Ich finde dies wichtig, weil ich eben für mich am ehesten sprechen kann, weniger für eine Gruppe, ein Millieu, dem ich vielleicht nicht einmal angehöre. Lenin wollte die Arbeiter befreien und war selbst keiner, die RAF wollte die deutschen Arbeiter befreien, die großteils BILD lasen und nicht viel von der RAF hielten. Und hätte Guevara in Bolivien mehr Unterstützung von den dortigen Bauern, die er befreien wollte, gehabt, wäre er vielleicht nicht gefangen und erschossen worden.

Man könnte nun meinen, ich spreche mich hier dafür aus, daß die Unterdrückten eben unterdrückt sein und dabei glücklich sein sollen, da ich als Angehöriger einer priviligierten Schicht mich dafür ausgesprochen habe, das Kreuz auf sich zu nehmen und zu dienen um so eine innere Freiheit zu erlangen, die schließlich auch andere befreit.

Dem ist nicht so! Was ich ausdrücken wollte ist, daß keine gewaltsame Befreiung weder der eigenen Person noch anderer etwas am grundsätzlichen Problem ändern wird, man tausht höchstens die Rollen. Das bedeutet jedoch nicht, daß man angesichts der Unterdrückung anderer nichts machen solle. Wo man kann sollte man auf eine Veränderung hinwirken, indem man die Dinge beim Namen nennt und zusieht, daß man sich selbst nicht – vielelicht aus Alternativlosigkeit – in solche Unterdrückungsmechanismen verstrickt (und wir sind alle darin verstrickt!). Kurz: Wenn Du jemanden siehst, der Hilfe braucht, dann hilf ihm, hilf ihm nachhaltig, aber versuche nicht, ihm zu helfen, indem Du mit Gewalt etwas am System ändern willst. Denn das System änderst Du nicht mit Gewalt, da es selbst auf Gewalt baut. Mit Gewalt stützt Du das System nur, Du tauschst höchstens ein paar Rollen aus un der Hilfsbedürftige von heute wird zum Unterdrücker von morgen.

Fazit

Gleichheit läßt sich nur über den Weg des freiwilligen Dienstes erreichen. Denn wenn ich freiwillig das tue, was mein Unterdrücker verlangt, dann begebe ich mit damit mit ihm auf Augenhöhe. Damit unterlaufe ich die Unterdrückung, denn wo ich freiwillig arbeite, werde ich weder unterdrückt noch ausgebeutet. So komme ch auf Augenhöhe mit denen, die mich unterdrücken.

Darüber hinus kann ich alle mir zur Verfügung stehenden Kräfte nutzen, um anderen Unterdrückten das Leben so leicht wie möglich zu machen, wobei Gewalt keine Optionist, weil sie das System stärkt und nicht schwächt.

Allgemein

Die eine Tür und die Frommen

Schon in der Bibel werden wir vor falschen Lehrern und Propheten gewarnt. Jetzt bin ich ein Mensch, der an das Gute im Menschen glaubt, auch wenn nich davon überzeugt bin, daß wir alle Sünder sind. So viel wir falsch machen, so selten wollen wir das auch wirklich. Nur manchmal muß man einen Strich ziehen, um sich abzugrenzen und nicht mit schuldig zu machen.

Diesen Strich ziehen im Moment viele ehemalige Evangelikale in den USA. Dort ist etwas ziemlich unglaubliches passiert. Es geht um World Vision, die Hilfsorganisation, bei der man Kinder „adoptieren“ kann. Man spendet Geld für ein bestimmtes Kind, das man unterstützt (und damit seine ganze Gemeinschaft) und kann per Brief Kontakt halten. So sieht man dann auch, wie die Spenden helfen.

World Vision ist eine Organisation, das wußte ich bis letzte Woche nicht, die aus dem evangelikalen Millieu der USA stammt. Was ja nicht weiter schlimm ist, so lange den Menschen geholfen wird, können meinetwegen auch Satanisten die Hilfe leisten.

Nun hat World Vision entsprechend der Gesetzeslage angefangen, auch Homosexuelle einzustellen. Das wollte man nicht an die große Glocke hängen, wohl vorausahnend, was für ein Shitstorm folgen würde.

Irgend ein „besorgter Christ“ muß es aber herausgefunden haben, und hat es an die große Glocke gehängt. Und er hatte guten Erfolg damit. Sofort meldeten sich mehrere evangelikale Führer zu Wort und riefen dazu auf, dieser Organisation die Unterstützung zu entziehen.

Wohlgemerkt: Man sollte aufhören, Kinder in den Entwicklungsländern zu unterstützen, weil an der Hilfe vielleicht auch ein oder zwei Homosexuelle beteiligt waren. Gott verhüte, daß das Helfende Geld von einer „Schwuchtel“ nach Afrika umgebucht würde!

Kurz: Diese evangelikalen Führer haben die Perspektive verloren. Es war ihnen wichtiger, die Homosexuellen zu marginalisieren, als sich um das Wohl der Kinder zu sorgen. UNd sie hatten Erfolg, in zweifacher Hinsicht:

  1. World Vision hat zurückgerudert. Es gab so viele Drohungen, die Unterstützung einzustellen, daß World Vision die Entscheidung traf, lieber weiter den Kindern helfen zu können, als zu seiner Entscheidung zu stehen, Homosexuelle zu beschäftigen. Meiner Meinung nach eine mutige Entscheidung. Beide Optionen wären falsch gewesen, aber sie haben die Option gewählt, die eher den Schwächeren hilft, und haben die nicht ganz so schwachen im Stich gelassen.
  2. Aufgrund der Abmeldungen sind jetzt 10.000 Kinder ohne Paten, die voher einen „aufrechten Christen“ als Paten hatten. 10.000 Kinder! Auch hier hatten die Evangelikalen Führer Erfolg. Diese Kinder werden jetzt die Unterstützung nicht bekommen, die sie hätten haben können, aber Hauptsache, es sind keine Homosexuellen involviert.

Ich habe mehrere amerikanische Blogartikel zum Thema gelesen. Irgendwo
fand ich die Aussage, daß die Evangelikalen das Evangelium erweitert hatten. Es beinhaltet nicht mehr nur die Zusage der Liebe und Barmherzigkeit Gottes für den Sünder, sondern noch allerlei kulturelle Punkte, wie etwa die Homophobie.

Nur so ist es zu erklären, daß solch haßerfüllten, homophoben Aktionen nachgegeben wird unter so vielen Menschen, die sich Christen nennen, und eigentlich am Doppelgebot der Liebe orientiert sein müßten.

Ich sehe das ebenso, und möchte daran erinnern, daß in der Bibel stets davor gewarnt wird, das Evangelium zu verfälschen:

Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium,
obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.
Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.
Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.
Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.

So schreibt Paulus in Gal 1, 6-10. Harte Worte, aber ich finde, sie treffen zu auf diese Evangelikalen, die dazu aufriefen, Kindern die Unterstützung zu entziehen, um ihre politischen Forderungen durchzusetzen. Eigentlich hätte die Liebe sie dazu anhalten müssen, danach zu suchen, wie man möglichst vielen Kindern helfen kann. Und die Hoffnung hätte sie anleiten müssen, darauf zu vertrauen, daß Gott entweder die Homosexuellen zu Recht bringt oder sie, also die evangelikalen Führer selbst, denn wenn es eine Meinungsverschiedenheit gibt, ist nicht unbedingt der andere derjenige, der falsch liegt. Aber offenkundig hatten sie keine Liebe zu den Kindern verspürt als sie dazu aufriefen, diese im Stich zu lassen, und auch keine Hoffnung auf Gottes Führung was die Frage in der Homosexualität angeht.

Statt dessen hofften sie darauf, daß Gott scho irgendwie den Kindern helfen würde (derselbe Gott, der uns die Liebe als Gebot mitgab!) und liebten ihre politischen, haperfüllten, homophoben Ansichten. Womöglich gingen sie noch dazu davon aus, daß Gott auf ihrer Seite wäre. Soe wie die Pharisäer Gott auf ihrer Seite wähnten. So wie die falschen Propheten in Israel und Juda immer nur Heil für die kaputte Gesellschaft voraussagten, während Gott Seine Propheten schon längst den Untergang verkündigen lies.

Gott ist auf der Seite der Schwachen. Schon immer gewesen. Wer auch immer die Macht hat, ein Unternehmen so groß wie World Vision in die Knie zu zwingen, gehört wohl kaum zu den Schwachen.

Aber das ist ja alles nur Vorrede. Eigentlich geht es mir um folgendes. Nachdem ich diese ganzen Vorgänge um die Evangelikalen und World Vision gelesen hatte, steiß ich auf Tom’s Blog auf folgendes Video.

Das Video gehört zu einer Aktion der evangelischen Frauen und Männerarbeit mit dem Titel „Eine Tür“. Ich verstehe das Video so, daß in der Kirche alle durch eine Tür reinkommen und in gleicher Weise als Menschen angenommen werden. Im Gegensatz zur Gesellschaft, die den Menschen ein Label aufdrückt – Männlein oder Weiblein – das dann, wie man im Video anhand der Toilettenszenen sieht, der von Gott geschaffenen Schöpfung kaum gerecht wird.

Tom hat das Video wohl falsch verstanden im Sinne von „wir brauchen nur noch eine Toilette“. Das kann geschehen, daß man etwas falsch versteht. Darauf will ich gar nicht eingehen. Aber was ich kommentieren möchte ist der Rest seines Eintrages, weil ich den Eindruck habe, daß es exemplarisch für eine Form des Christentums ist, die den evangelikalen Irrlehrern in den USA nahe steht und darum in der Gefahr ist, ebenso in den Haß abzugleiten und das Evangelium zu verlieren.

Tom schreibt:

Egal, welcher Schwachkopf auf die Idee kam, dass es über 30 Geschlechter geben solle – wo doch die Menschheit in „Mit-Glied“ und „Ohne-Glied“ aufgeteilt werden kann – plappern jetzt alle nach, was die Genderforschung an geistlichen Ergüssen von sich gibt. Die EKD stimmt in den Chor mit ein und hat jetzt beschlossen, dass die Kirche gendergerecht sein soll.

Ich weiß nicht, wie viele Geschlechter es geben soll. Ich bin mir aber sicher, daß es mehr sind als zwei. Sicher kann man die Menschheit in Mit Glied und ohne Glied einteilen. Aber zu welchem Zweck? „Da ist weder Mann noch Frau“ schreibt Paulus. Wieso also an der Differenzierung festhalten? Zumal es mehr gibt als Mann und Frau. Und die Einteilung auch nicht immer eindeutig ist. Was ist zum Beispiel mit Origenes? Männlein oder Weiblein? Er hatte sich ja bekanntermaßen aufgrund einer fragwürdigen Bibelauslegung selbst entmannt? Also Weiblein? Wen hätte er heiraten können? Als Weiblein wohl ein Männlein, aber da er selbst als Männlein geboren war ist das auch ein Problem nach dem Muster von Toms (bürgerlichen) Zeitgeites.

Und was ist mit den Menschen, die mit beidem geboren werden? Auch da gibt es ganz verschiedene Erscheinungen, die in der Schöpfung vorkommen. Was ist mit diesen Menschen? Männlein oder Weiblein? Und wen „dürfen“ sie heiraten?

Nein, es handelt sich bei der Genderforschung weder um Schwachköpfe, noch um Ergüsse, sondern um Menschen, die nach Lösungen suchen für das, was in der Realität vorkommt: Menschen mit unklarer Geschlechterzuordnung. Dazu gehören dann auch Menschen, die als Mann geboren werden und sich als Frau fühlen und umgekehrt.

Klar kann man die Menschen einteilen in mit Glied und ohne Glied. Man kann sie auch in Brillenträger und Nichtbrillenträger einteilen oder in Linkshänder und Rechtshänder, oder in Langhaarige und Kurzhaarige oder in Sympathische und Unsympathische. Nur, welche Rolle spielt das alles?

Tom schreibt:

Schwule, Lesben, Transsexuelle, Bi-Sexuelle usw. sind alle eingeladen in die EKD zu kommen. Nun, das wäre ja an sich nicht schlecht. Jesus Christus hat Sünder immer angenommen und sie sind zu ihm gekommen. Aber die EKD lädt ein, ohne die Leute auf die Notwendigkeit der Buße aufmerksam zu machen. Ja, bei Jesus sind Sünder willkommen, aber sie sollen nicht so bleiben wie sie sind, sondern zu neuen Menschen werden. Menschen, die in der Ordnung und Beziehung Gottes mit Ihm leben. Veränderte Menschen.

Wieso sollte die EKD hier einen Unterschied zwischen LGBT Menschen und Heterosexuellen machen? Sind nicht alle Sünder? Das Problem ist doch, daß bestimmte Kreise (zu denen Tom wohl gehört und auch die evangelikalen Irrlehrer in den USA) meinen, LGBT Menschen wären in besonderer Weise Sünder und müßten in besonderer Weise bereuen und Buße tun, und die damit diese Menschen gezielt aus den Kirchen vergraulen. Die EKD wirkt dem nur entgegen indem sie sagt: Es gibt vor Gott keinen Unterschied zwischen Schwulen, Lesben, Trnssexuellen, Heterosexuellen oder Bisexuellen. Ebensowenig wie es vor Gott einen Unterschied gibt zwischen Griechen und Juden, ziwschen Männern und Frauen, zwischen Freien und Sklaven. Alle sind eins in Christus!

Und was Jesus angeht, der die „Sünder“ aufnimmt:

Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern.
Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?
Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.

Die Zöllner galten den „Frommen“ der damaligen Zeit in etwa so als Sünder wie heute die Homosexuellen den Evangelikalen.

Und Jesus sagte einfach zu Matthäus: Komm mit, und er kam mit. Keine Rede von Buße. Keine Rede von anderer Mensch werden. Das verlangen die Pharisäer. Sie fragen, wieso er mit Zöllnern und Sündern ißt. Und Jesus verweist auf Hosea. Es geht nicht um das Sündersein, um die Opfer, die man bringen muß, um Buße zu erlangen. Es geht um Barmherzigkeit, um Liebe. Wieso nicht mit Zöllnern essen? Wieso nicht LGBT Menschen in die Kirche einladen? Wenn Jesus für die Sünder gekommen ist, dann würde ich mir Sorgen machen, wenn ich mich selbst zu den Frommen zählte, denn für die wäre Er dann ja nicht gekommen. So schließen sich Leute wie Tom implizit aus der Erlösung aus. Das würden sie natürlich nicht zugeben. Aber durch ihr Verhalten gegenüber LGBT Menschen machen sie deutlich, daß sie sich wohl doch als über ihnen stehend begreifen. Die müssen erst mal Buße tun. Wir haben das (nicht mehr) nötig, haben ihnen etwas voraus.

Wenn dem so wäre, bräuchten sie Jesus nicht mehr. Und daran kann man eigentlich schon erkennen, wie nahe man mit solchen Ansichten der Irrlehre kommt. Denn jeder braucht Jesus.

Tom schreibt:

Doch die Propaganda der beiden Gruppen innerhalb der EKD verzichtet auf einen Bußaufruf. Sie stellt das Perverse als normal dar. Damit wären wir bei Sodom und Gomorra. Eine Kirche, so wie sie in dem Video dargestellt wird, verkommt buchstäblich zum Scheißhaus. Traurig aber wahr. Eine Kirche, die keine lebensnotwendige Umkehr fordert, hat kein Recht mehr, den Namen Jesus Christus in den Mund zu nehmen. In jedem Geflügelzüchterverein gibt es mehr Regeln und wahrscheinlich auch mehr anständige Leute.

Die EKD mag nicht so laut zur Buße rufen. Aber wieso regt sich Tom darüber nur bei Homosexuellen auf? Wieso regt Tom sich nicht darüber auf, daß die EKD die Landeskirchlichen Gemeinschaften nicht mehr zur Buße ruft? Oder andere konservativere Gruppierungen? Meint Tom, diese hätten die Buße (nicht mehr) nötig?

Und ist es überhaupt immer angebracht, zur Buße zu rufen? Wir haben gesehen, daß Jesus bei der Berufung des Matthäus überhaupt nicht zur Buße rief.

Buße ist sicherlich wichtig. Und wer die Gottesdienste der EKD Kirchen besucht weiß auch, daß sie durchaus vorkommt. Manchmal sogar jeden Sonntag. Zumindest aber immer, wenn Abendmahl gefeiert wird. Kyrie eleison wird dann gesungen: Herr erbarme Dich. Sind das nicht die Worte eines Büßers?

Tom schreibt:

Ja, es gibt immer noch jemanden, der ärger ist als sein Vorgänger. Es gibt immer eine Steigerung der boshaften Dummheit. Irgendwann wird dieses Ärgernis normal sein und der Nächste kommt auf eine noch schlimmere Idee.

Das sehe ich auch so. Es wird Leute geben, die sich als noch rechtgläubiger wähnen als diejenigen, die dafür sorgten, daß die 10.000 Kinder ihre Unterstützung verloren. Sie werden die Irrlehre noch steigern. Und irgendwann ist es dann normal, daß man in „frommen“ Kreisen nicht mehr nach der LIebe fragt, sondern nach menschlichen Gesetzen und Buße der anderen. Jesus hat damit nichts mehr zu tun. Aber Jesus hat den „Fehler“ gemacht, Seinen Namen nicht als Wortmarke schützen zu lassen. Also kann Er mit weltlichen Mitteln nichts dagegen tun. Allerdings wissen wir auch, daß Gott es nicht lange zuläßt, daß in Seinem Namen Unheil angerichtet wird. Israel und Juda sind untergegangen. Und als aktuellstes Beispiel kann man vielleicht auf Fred Phelps, den Gründer der Westboro „Church“ verweisen, der im Namen Gottes Haß und Zwietracht gesäht hat und am Ende von seiner Kirche ausgeschlossen wurde und einsam im Hospitz starb. Echte Menschen Gottes sterben nicht, nach der Lehre dieser „Kirche“. Deshalb war ihnen seine Gebrechlichkeit ein sicheres Zeichen dafür, daß er nicht zu den Erwählten gehört. Ein lebhaftes Beispiel davon, wohin es führt, wenn man sich statt auf den Glauben auf Gesetzeswerke stützt, wie auch immer das Gesetz genau aussieht.

Tom schreibt:

Irgendwann werden wir dann im TV von Sex mit Tieren hören und zusehen müssen, wie zu offener Satansanbetung und Mord aufgerufen wird, auch innerhalb von denen, die sich Christen nennen.

Ist es denn keine Satansanbetung und Mord, wenn evangelikale Führer dazu aufrufen, im Namen Gottes(!) auf die Unterstützung von hilfsbedürftigen Kindern zu verzichten, um ein politisches Ziel zu erreichen, nämlich, daß Homosexuelle marginalisiert werden?

Tom schreibt:

Diese Gender-Stufe ist nur ein Vorgeschmack davon, was noch alles kommen wird. Eine Kirche, die hier mitmacht, sollte sich nicht mehr Kirche nennen. Die EKD wird zu dem verkommen, was im Video dargestellt ist – einem Scheißhaus.

Ich sehe es umgekehrt. World Vision ist ein Vorgeschmack dessen, was noch kommen wird. Die Gender Sensibilität ist ein Schritt in die richtige Richtung. Den Rest möchte ich nicht mehr kommentieren, das legt sich sozusagen selbst aus.

Kirche hat nach meiner Meinung nichts mit Ausgrenzung zu tun. Jesus grenzte nicht aus. Er nahm alle auf, und er forderte nicht immer und von allen Buße. Harte Forderungen stellte Er in der Regel dann, wen seine Gesprächspartner sich selbst rühmten, oder irgendwie mit ihm um Sicherheiten feilschen wollten, wie der reiche Jüngling, der wissen will, wie er das ewige Leben kriegt und dann meint, er hält sich an alle Gebote. Er hatte die falsche Einstellung, wollte ne to do Liste, um sich später darauf berufen zu können. Aber so läuft das nicht, also wird Jesus radikaler mit den Forderungen. Von Paulus wissen wir ja, daß es garnicht auf das Handeln ankommt, sondern auf den Glauben. Der Ansatz mit den to do Listen ist also der verkehrte. Setzt man auf den Glaubenund tut einfach, was man für geboten hält, paßt das schon eher. Auch ohne to do Liste. Und ohne zu meinen, man hätte selbst die Buße nicht mehr nötig oder nicht so nötig wie irgendwelche Sünder, Zöllner oder Homosexuellen.

Einen gesegneten Sonntag.

English, Theologie

Unconditional Love

It’s been a couple of days since I came across Bruce Gerencser’s Blog „The Way Forward“. From all what I have understood, Bruce used to be a minister for years, before he became atheist. On his blog, there is a „start here“ series with posts to understand his journey. In order to understand – why woud I be reading anything at all if not to gain further understanding on God knows what – I started reading those posts (I haven’t come far yet, but I shall).

Below the first of those posts, in the comments, Bruce claimed the christian God would not love unconditionally. I questioned that, we exchanged some points and he pointed me to another post of his called Unconditional Love.

I don’t know Bruce very well and I dislike categorizing people (though I do it  – and I hate that fact), so I want to make clear that this post here is neither to question his decision to leave the church or anything else that has to do with his person. I just want to answer to this very post about unconditional love. Not more, not less.

I know that Bruce knows the bible much better than I do. Somewhere I read, he had been studying the bible for 50 years (Bruce, if you read this, corretc me if I’m wrong) and I am far from even being 50 years old. Nonetheless I have at least some knowledge of the bible and theology, so I dare to throw a big No at the said pot of Bruce’s. And I invite you all, no, I ask you, I beg you to point me to the flaws in what I write. After all, I could only win from being shown my mistakes. Finally: English is not my mother tungue, so you might find that I use some starnge or unclear language. I still hope it’s good enough for you to follow. If not, tell me and I’l try to explain what I meant.

Now to Bruce’s post:

He starts with examples for non-unconditional love in our daly life. He writes that even though we might say we love our wives unconditionally, we would quickly stop doing so once they started to behave in a way we could not bear. He claims we would then stop loving them.

This seems pretty right. And really, many people do stop loving their spouses when they cheat on them and such (Bruce also mentions child molestation). But does the love stop because of unmet conditions? I wouldn’t say so. I even would question love stopping the very moment we hear such things about our spouses. Why else would we suffer from the cheating, if there was no more love there at that very point? I’d say we suffer, because we love and because we realize that the person in question does not meet the conditios we set up for them to deserve our love. Sometimes we stop loving quickly after such a crisis, sometimes the love does not stop at all though we would under no condition want to meet that person again.

Let’s look at the thing from a different perspective: Not from the en of love, but from the beginning. Do we set certain conditions that have to be met in order to love someone. Did you ever walk down the street and decide all of a sudden to love a certain person? I’d say, and I’d be interested in people with a different experience to tell me about it, that love i something that happens to us, without us putting up conditions. So from that point of view I’d say: Yes, love is unconditional. That doesn’t mean it will last forever or anything, but we do not control it. As well as we don’t control the end of love, as much as we sometimes would like to be able to just cease loving some persons who just hurt us.

For me as a Christian, love is a gift from God that He gives and takes as He pleases. I cannot do anything about it. Neither can my wife.

I also want to say something about love relationships. Becaue Bruce writes that there are conditions when we enter such relationships. Yes, there are, I agree absolutely. But there are love relationships without love (but a whole big lot of lust and desire eihter for the body or for the money or… you name it) and plenty of love that does not end in a love relationship.

So I would say: Love is basically unconditional, even between humans, because whenever it is not unconditional, it makes the other one an object and is not love anymore, but desire or whatever you will call it.

So do we love unconditionally? I’d say seldomly if ever. We are human, so we fail. And yes, this is a religous conviction, but I am religious. Your convictions might differ, but they are convictions nonetheless, just as mine.

Now to God. Bruce writes:

God drowned millions of people in the flood. Men, Women, children, the unborn.  His love was not unconditional.

I’d be hesitant to connect the Flood with love. But I’d also be as hesitant to connect it with the lack of love. I am deeply convinced that you can love a person and still harm them. I’d agree if Bruce wrote: God’s present of life, and of good life even more, is not unconditional. God takes lives. And as I believe He has his reasons to do so, it is conditional. But I do believe God can take lives and still love. God was, according to the bible, in strong detest of how the people were living in Noah’s times. So there is a reason why he took lives. But then again, He’ll take all of our lives one day or another. So this way of thinking would lead to us saying God would not love any person at all, because all die. If we look at the live of the saints and martyrs, there is death and suffering everywhere. But no Christian in his right mind would say God didn’t love them.

Finally Bruce writes about the condition that we have to believe in order for God to love us and safe us from eternal hell. I know this kind of teaching well, and yes, it is a form of christian teaching. In the United States this might even be the majority opinion among Christians. But there is more to Christianity than the United States, and there are more denominations than the fundamentalist ones. Saying the Christian God wouldn’t love unconditionally is only true for a very small group of Christians. So you’d have to call quite some Christians not „true“ Christians in order to make that sentence, that the Christian God wouldn’t love unconditionally, true. You might know that this is the „no true scotsmen“ argument basically.

Yes, I might be classified as close to universalism. I think it’s the closest to what I read in the bible, but I also know that there are problems. Actually I don’t mind too much, because even in Calvinism as a believer, I’d be going to heaven anyway. And I am not Roman Catholic or Evangelical enogh to think works (including the work of faith) gets me there. That’s the problem with all those theologies that focus too much on hell: They have to say who’s gonna go there, so in order to find somebody to put there, they put up all kind of rules what you have to do or not.

So as close to universalism (though I wouldn’t deny hell, but I’m not sure if it is eternal or just something like the Roman Catholic purgatory, that only cleanses people from their sins) I would say: Yes, God loves unconditionally and in the end we’ll all go to heaven. And yes, all would mean: Including Mao, Hitler and all the other people that could be considered evil. But all of them will be cleansed. The Hitler of heaven would have repented, would have seen the evil of his ways ad would have changed. He‘ be abe to love Jews like anybody else. And heaven’s Stalin woud be friends with them as they’d be friends with anybody else in heaven. And the lion wil lie with the lamb and the child will play with the snake.

One word on Calvinism: The Problem with Calvinists is, they don’t read Calvin. He wasn’t too focused on those who are lost, he was only interested to point out that those with faith in God ar saved no matter what. Unconditionally, because of the (unconditional) love of God. And as for Arminians: I don’t know. There are hardly any here in Germany. Seems they all go either burned or they went to the New World. You deal with them 😉

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God hates fags?

Heute bin ich bei DonRalfo auf drei Videos von Demetri Betts gestoßen, die ich hier auch mal aufführen will, weil ich sie gut finde:

http://www.youtube.com/watch?v=-C3BkUKaa_g&feature=player_embedded
http://www.youtube.com/watch?v=ztimzHS88Ks&feature=player_embedded
http://www.youtube.com/watch?v=Lz1-kBhSNe8&feature=player_embedded

Man mag über die eindringlich emotionale Art und Weise seines Redens geteilter Meinung sein können, doch denke ich, er meint es ernst mit dem, was er sagt, und ich finde, es ist aus den Kreisen der US-Erweckten eine angenehm andere Stimme, die zeigt, daß es neben George Bush und der Westboro Church noch andere Christen gibt. Neben den drei Videos zur Homosexualität hat er noch verschiedene andere Themen behandelt, insgesamt sind bisher 54 Videos auf seiner Homepage verlinkt.

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Was es nicht so alles gibt

Zum Beispiel MichNews.com, ein Nachrichten Blog oder wie man das auch immer nennen mag aus Amerika. Sie bezeichnen sich selbst als „conservative“, also hab ich jetzt nicht erwartet, die größten Huldigungen für Obama oder ausgewogene Berichterstattung zum heutigen Islam zu erwarten. Allerdings war ich dann doch etwas überrascht ob der dort vorfindbaren Plattheit. Es geht wohl auch das ein- oder andere Mal um die christliche Religion, weshalb ich wohl immer mal wieder vorbeischauen werd, um mir vor Augen zu halten, was für Leute sich auch als Christen bezeichnen. Irgendwie erinnert es mich an kreuz.net, ein deutschsprachiges Angebot, ebenfalls stockkonservativ, das sich aber auf Beiträge rund um die Römische Kirche beschränkt.

Michnews ist übrigens „best viewed with Microsoft Internet Explorer 6+“, und damit nicht nur auf politischem und religiösen Feld engstirnig. Da scheint die Konkurrenz aus dem römischen Lager weitsichtiger zu sein, so ein Hinweis findet sich dort nicht. Vielleicht sind sie aber auch einfach ignorant…

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Feindsenderverbot?

Bettina Winsemann hat bei heise einen gten Artikel zum Thema Netzsperren geschrieben, mal über die übliche KiPo Geschichte hinaus.

Ihre Argumentation ist bestechend. Nicht die Tatsache, daß KiPo weltweit geächtet ist, ist der Grnd gegen die Sperren, sondern einfach, daß das Sperren einer Informationsqelle, und sei sie noch so widerlich, im Einklang mit einer freien Demokratie steht.

Was wäre, wenn im Ausland Dinge legal sind, die hierzulande illegal sind? Wie ist es mit den Nazi-Seiten in den USA? Sperren? Wie ist es, bei Telefongesprächen in die USA, mit vermeindlichen Unterstützern der rechten Propaganda? Telefonleitungen kappen, oder das Gespräch sicherheitshalber mithören lassen, um sicherheitshalber den Stecker ziehen zu können, bevor jemand „Sieg Heil“ sagt? Steht am Ende das Ausreiseverbot in Staaten, die eine andere Gesetzeslage als Deutschland haben?

Es mag kleinlich und auch etwas lächerlich wirken, solche Fragen zu stellen. Immerhin tut man doch etwas Gutes, wenn man gegen KiPo, Nazis und Hass im Allgemeinen vorgeht. nd das Anklicken einer amerikanischen Naziseite ist immerhin noch um einiges einfacher als in die USA zu einem Nazikongress zu fliegen. Auch die Kostenseite spielt eine Rolle.

Also Nazipropaganda nur für den, der es sich finanziell und zeitlich leisten kann? Auch keine Alternative.

Wo liegt die Lösung? Wie geht ein freier, demokratischer Staat vor, m die Situation zu verbessern, etwa, wenn es wirklich Staaten gibt, die KiPo zulassen, wie laut von der Leyen etwa Indien?

Da Frau Winsemann die Gründe gegen die Sperren schon sehr gut dargestellt hat, möchte ich einen Lösungsansatz versuchen.

Man kann nämlich etwas tun. nd zwar in zwei Richtungen, nach Innen und Außen.

Einerseits wären da Bilaterale Gespräche mit den jeweiligen Staaten, in denen die Server sitzen. Die Regierung kann anderen Staaten erklären, warum hier in Deutschland die fraglichen Inhalte (ob nun KiPo, Naziparolen oder urheberrechtlich geschützter Content) verboten sind und auf eine Annäherung der Gesetze hinarbeiten. Woz wird Außenpolitik betrieben, wenn man nicht sagen kann, wo der Schuh drückt? In einigen Fällen wird es vielleicht Erfolge geben, so daß die betreffenden Länder die Inhalte von den Servern entfernen lassen und eventell sogar die Täter verfolgen. In der Hinsicht wäre es auch wünschenswert, wenn die Strafverfolgungsbehörden beider Länder in dem Punkt zusammenarbeiten, warum soll das was bei „Terroristen“ möglich ist, nicht auch bei Vergewaltigern funktionieren?

Andererseits wird es immer Länder geben, die ihre Gesetze beibehalten. Das ist bei KiPo noch sehr unwahrscheinlich, aber die Verbeitung von Nazi-Propaganda ist in vielen westlichen Demokratien legal und fällt dort nter die Redefreiheit. Trotzdem werden die USA nicht von Nazis regiert. Wieso eigentlich nicht?

Die Leute dort wissen mit der Propaganda umzugehen. Sie sind insofern informiert, als daß sie auch die Gegenpositionen kennen, und diese für besser halten. Das ändert sich auch nicht durch irgendwelche Idioten, die in braunen Hemden durch die Straßen ziehen.

Anstatt wegzusehen und ungenehme Äßerungen zu unterdrücken, liegt die bessere Lösung im Hinsehen. Warum sind bestimmte Inhalte populär, wie kann die Bevölkerung aufgeklärt werden über die Gefahren? Das würde bedeuten, einmal ins Bildungssystem zu investieren, die Kinder wirklich fit zu machen für die Freiheit, die wir haben.

Daneben kann auch weiterhin Strafbares verfolgt werden. Auch wenn die Gesetze in den USA nicht ziehen, hier tun sie das. Und die Distributoren solcher Inhalte sollten, soweit juristisch möglich, auch in Deutschland belangt werden. Wenn sie nicht hier sind, so ist wenigstens deutlich, welche Gesetze hier gelten und daß es hier nicht jeder nachmachen kann, ob es um Nazipropaganda geht, oder um Kindesmißbrauch.

So denke ich, kann man am ehrlichsten, effektivsten und demokratischsten etwas tun gegen Inhalte, die hier strafbar sind.