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Christentum und AfD

Christentum und AfD, wer ist hier der "echte" Christ? Das Bild zeigt einen Anhänger der "Deutschen Christen" und einen Anhänger der Liste "Evangelium und Kirche" mit umgehängten Wahlplakaten
Kirchenratswahlen Berlin 1933

Auf Twitter äußere ich mich öfters dahingehend, daß weder Mitgliedschaft noch Sympathie mit der sogenannten AfD mit dem christlichen Glauben vereinbar sind. Heute nun wurde mir auf zweierlei Weise widersprochen. Einmal von einem mutmaßlichen AfD Sympathisanten, der meinte, Christentum bedeute vor allem, andere auszugrenzen und das würde bei der Aussage ja auch wunderbar auf mich zutreffen. Dann warf er mir vor, auf die no true scotsman fallacy reinzufallen. Dazu möchte ich zuerst ein paar Worte verlieren.

Dann möchte ich mich mit dem zweiten Einwand beschäftigen, die auf große sowohl personelle wie auch inhaltliche Gemeinsamkeiten zwischen sogenannter AfD und Christen hinwies. Ich versuchte zuerst, auf Twitter in die Debatte einzusteigen, aber das Format war dann doch zu eng. Daher versuche ich nun hier, meine Ansicht zu der Thematik etwas breiter auszuformulieren, als dies auf Twitter möglich ist.

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Im Schatten von Barmen

Im Schatten von Barmen 4: Eine Predigt und ihre Bedeutung für das Altonaer Bekenntnis

Das Altonaer Bekenntnis wird im Rahmen eines Sondergottesdienstes am Mittwoch, d. 11.1.1933, von Propst Sieveking verlesen. Im Anschluss daran predigt Pastor Georg Christiansen (Altona) über Lk. 3, 1-3; 7-16[1].

Diese Predigt habe ich bei eigenständiger Forschung im Bielefelder Archiv für Kirchen-kampf gefunden. Sie zeigt, dass die Verfasser von Anfang an den Wunsch haben, über Altona hinaus gehört zu werden[2] – dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Von Anfang an sind sich die Verfasser möglicher Kritik – Weltfremdheit, Machtgelüste der Kirche, unsensibler Eingriff in sich grade bildende Einheit – bewusst. Sie rechnen aber bei aller Kritik auch mit Menschen, die sich über dieses Bekenntnis freuen werden. Doch Kritiker wie Befürworter werden die Frage stellen: „Woher nehmt ihr den Mut und die Vollmacht dazu? Wie kommt ihr dazu?“[3]. Auf diese Fragen will Christiansen stellvertretend für alle Verfasser antworten. Sie verstehen ihr Handeln als Handeln in der Nachfolge Johannes des Täufers. Er predigte auf Befehl Gottes – sie wurden in die Situation hineingestellt und müssen das Bekenntnis ablegen, nicht aus eigenem Antrieb, sondern von Christus und der Aufgabe getrieben[4]. Sie stellen das Geschehen unter das Wort „Da geschah das Wort Gottes an uns“ und verneinen jede parteipolitische Motivation.

Um den Inhalt bzw. das Ziel des Bekenntnisses deutlich zu machen, werden dann die machtpolitischen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu Zeiten Johannes äußerst negativ geschildert – und dann wird dieser Schilderung mit Worten geschlossen, die auch die gegenwärtige Situation beschreiben: „Aber auf der anderen Seite wissen wir auch, wieviel bestes Wollen in den Herzen vieler lebendig war. Die Treue gegen Land und Volk war nicht gestorben. Da wurde mit Leidenschaft gerungen um die Erhaltung der politischen, nationalen, sozialen und religiösen Eigenart“[5]. Und in den sich vermutlich einstellenden Gedanken: „Denen ging es ja wie uns!“ bricht die Darstellung der Gegenwart hinein, die – ganz Johannes folgend – in die Aufforderung zur Umkehr und Buße mündet. Die Folgen der Buße bei Johannes sind, dass er vom Volk, von Zöllnern und Kriegsleuten gefragt wird, was sie tun sollen. Johannes reißt daraufhin niemand aus seinem bisherigen Stand heraus, sondern verweist sie in die Grenzen dieses Standes. Auch die gegenwärtige Kirche wird vom Volk gefragt, was es tun soll. Die Altonaer Pastoren geben eine andere Antwort als „Welt, Gesellschaft, Presse“. Sie können nur Gottes Botschaft verkündigen und schließen die Predigt mit dem „größte[n] und schönste[n] Hinweis, den die Kirche zu geben hat: ‚Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu, sondern hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns. So bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott!‘ (2. Kor. 5, 19-20)“[6]. Diese Predigt gibt biblisch begründet Aufschluss über die Motivation der Verfasser und ist damit ein wichtiger Faktor für die starke Wirksamkeit des Altonaer Bekenntnisses.

Der gottesdienstliche Rahmen eines Sondergottesdienstes ist auffällig. Da das Altonaer Bekenntnis doch gerade in die Ordnung Gottes zurückrufen will, ist es merkwürdig, dass sie statt eines regulären, ordnungsgemäßen einen Sondergottesdienst dazu wählen. Die Wahl des Wochentages wird möglicherweise vor dem Hintergrund der Predigt deutlich. In der Predigt stellen sich die Verfasser in die Tradition Johannes des Täufers, der nach biblischer Überlieferung Bußprediger war[7]. Daraus ergibt sich der Bezug vom Altonaer Bekenntnis zum Mittwoch: als einer der alten Stationstage wurde er schon in der Refor-mationszeit als Termin für einen Bußtag genutzt[8], es ist deshalb naheliegend, an ihm ein Bekenntnis zu verlesen, das zur Buße aufruft und dessen Verfasser sich in der Nachfolge von Johannes dem Täufer sehen[9].

Der Zeitpunkt der Verlesung ist für die Akzeptanz des Altonaer Bekenntnisses auch wichtig, weil er in einer Phase liegt, in der auch von theologischer Seite der Ruf nach einem Bekenntnis laut geworden ist. Deshalb wird das Vorlegen eines Bekenntnisses auch in Kreisen begrüßt, die nicht alle theologischen Aussagen teilen. Sie erkennen trotz theo-logischer Differenzen an, dass der Status confessionis gegeben ist und gestehen dem Altonaer Bekenntnis den Rang eines Bekenntnisses zu, auch wenn sie es nicht unterschreiben[10].

 

 



[1] „Nachstehend sei unseren Lesern auch die Predigt mitgeteilt, die von Pastor Georg Christiansen (Altona) in dem Gottesdienst vom 11. Januar nach Verlesung des vorstehenden Bekenntnisses gehalten wurde. Das Bekenntnis wird unseren Lesern durch diese Predigt noch wertvoller und klarer werden.“ (Vgl. Quellentext: Zeitungsausschnitt und Predigt)

[2] „So Gott will, soll dies Wort weit hinausschallen und in Kirche und Volk ein Echo finden. – Es will manchen falschen Wahn erschüttern, will schütteln und rütteln an verrosteten Pforten. – Es will ein Hinweis sein auf Hilfe und alleiniges Heil für Volk und Menschheit.“ Ebd.

[4] „Wir sind nicht auf die Idee gekommen, einmal etwas Besonderes zu veranstalten, sondern wir wurden seit dem Altonaer Blutsonntag in ein Müssen hineingeworfen und auf einen Weg gestellt, den wir bis zu Ende gehen mußten, und haben nun in monatelangem Mühen darum gerungen, Gottes Willen zu erkennen. Aber es endete damit, daß wir den Befehl Jesu hörten: ’Was ich euch im Geheimen sage, das sprecht öffentlich aus, und was ihr von mir in das Ohr geflüstert hört, das predigt auf den Dächern! – (Matth. 10,27.).“ Ebd.

[5] Ebd.

[6] Ebd.

[7] Matth 3, 1-8: „1Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste von Judäa 2und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. […] 8Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße!“.

[8] Vgl. Dienst, Karl: Buß- und Bettage, RGG4, 1901.

[9] Ob sich diese These z.B. anhand von Tagebucheinträgen Asmussens stützen lässt, lies sich im Rahmen dieser Arbeit nicht prüfen, dies muß an anderer Stelle erfolgen.

[10]„Es ist in unserer Zeit etwas Neues, dass eine öffentliche kirchliche Erklärung die Überschrift ‚Bekenntnis‘ trägt. Ebenso neu ist, dass die Erklärung nicht von einem Kirchentag oder einer Synode, sondern von wenigen, durch die Gemeinschaft der Arbeit verbundenen Pastoren ausgeht. Beides ist verheißungsvoll. Wir stehen heute nicht mehr so wie noch vor wenigen Jahren unter dem Eindruck großer Zahlen. Die Kirchentage und Konzilien haben von ihrem Glanz verloren. Wir lernen wieder, dass die Kraft der Kirche in den Gemeinden und ihren berufenen Führern liegt. Dass dann aber die ‚Erklärungen‘ den Bekenntnissen weichen müssen, ist selbstverständlich in einer Zeit, in der die Kirche, von zahllosen Gegnern bedrängt, in statu confessionis steht, und Theologie und Philosophie existenzielles Denken fordern“ (DD 1933, S. 106)

Das Wort zum Tag

Tageslosung zum 20.03.2012 (Psalm 106, 6)

Wir haben gesündigt samt unseren Vätern, wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen.

Mit diesen Worten wird eine Zusammenfassung der Geschichte Israels mit Gott eingeleitet. Es wird geschildert, wie Gott sich immer wieder um sein Volk kümmert, dieses jedoch immer wieder gegen ihn murrt und von ihm abfällt. Diese Schuld lag zwar in der Vergangenheit, doch der Psalmist belässt sie nicht dort: „Wir haben gesündigt samt unseren Vätern“ – mit diesen Worten wird deutlich gemacht, dass die Schuld der Väter eben nicht bei diesen verbleibt, sondern auch die gegenwärtige Generation unter der Schuld steht. Schuld (oder auch Sünde) ist generationsübergreifend. Was ist denn nun Sünde? Nach allem, was ich so bislang zum Thema Sünde gelesen und mir selbst gedacht habe, ist Sünde die zeitweise Trennung des Menschen von Gott. Die Verhältnisse Ich-anderer Mensch und Ich – Gott können nicht getrennt voneinander betrachtet werden, sie hängen eng zusammen, wie das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zeigt (Vgl. Mt 22, 37 ff). Und schon in der Urgeschichte wird deutlich, dass in dem Moment, in dem die Beziehung zu Gott getrübt ist, auch die Beziehung zu anderen Menschen darunter leidet. Von Gott nach dem Verzehr der verbotenen Frucht zur Rede gestellt, versucht Adam, die Verantwortung dafür auf Eva abzuwälzen. Das spricht nicht gerade für eine intakte Beziehung füreinander. Auch die Ursache für den Brudermord Kains ist letztlich eine getrübte Gottesbeziehung.

So verweist die Losung schon mit der Formel „samt unseren Vätern“ auf die geschichtliche Grunderfahrung der menschlichen Schuld. Die Schuld wird deutlich ausgesprochen. Und es wird zu Beginn und zum Schluss des Psalms (V. 1-5. 47-48) deutlich gemacht, wie mit der eigenen Schuld, mit der Trennung von Gott und dem Menschen, umgegangen wird: Gemeinsam wird Gott gelobt und gemeinsam befehlen sich die Gläubigen seiner Gnade an. Die Erinnerung an die eigene Sünde führt zum gemeinsamen Sündenbekenntnis vor Gott – sie führt zu einer Gemeinschaft der Gläubigen untereinander und mit Gott. Die Erinnerung an das Trennende führt zur Gemeinschaft, das Trennende verliert seine Kraft.

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Vom persönlichen Bekenntnis und der Tabuisierung in der Gesellschaft

Heut morgen hat’s der Dozent nochmal auf den Punkt gebracht, so i die Richtung hab ich ja auch schon gedacht, aber das war nicht schlecht in der Zusammenfassung. Aber um was geht es?

Einerseits um das persönliche Bekenntnis. Also kein öffentliches wie das Apostolikum oder die CA, sondern das was jeden persönlich betrifft.

Andererseits, und das hängt damit zusammen, um den Umgang in der Gesellschaft mit solchen Bekenntnissen, bzw die Tabuisierung des ganzen Komplexes und der daraus entstehenden Konsequenzen.

Das Bekenntnis ist erst einmal das, was jemand glaubt. Soweit passt es noch auf die öffentlichen Bekenntnisse der Kirche, soweit sie von den einzelnen Menschen wirklich bekannt werden. Einige sollen ja Probleme mit der Jungfrauengeburt haben. Das Bekenntnis ist aber nicht nur auf Glaubenslehrsätze beschränkt. Es hat etwas mit Weltverständnis zu tun, oder besser Wirklichkeitsverständnis. Darin ist zusammengefaßt, was der Bekenner für wirklich, für wahr hält. Das können kirchliche Dogmen sein wie die Jungfrauengeburt, auch bis zum Dogma der Biblizisten von der Verbalinspiration der Bibel. Aber eben auch, und hier verlassen wir den Bereich der Religion, das Bekenntnis zu Freiheit und Demokratie.

Auch hier wird eine bestimmte Wirklichkeit bekannt und zur Grundlage jeder weiteren Diskussion gemacht, nämlich, daß jeder Mensch zumindest insoweit gleich ist, daß er ein Wahlrecht hat sowie gewisse Freiheiten besitzt. Eine Hinterfragung dieser Voraussetzungen, wenn man es denn angehen wollte, wird dadurch erschwert, daß der Bekenner diese Dinge als Teil seines persönlichen Bekenntnisses zur Grundlage all seiner Argumentation macht, zum Ausgangspunkt. Eine Kritik desselben ist nicht anders als um den Preis einer neuen Grundlage zu haben, die dann wiederum nicht kritisierbar ist, bis man eine andere Grundlage gefunden hat.

Nun wissen wir aus der Kirchengeschichte ja eins: Bekenntnisse können geschrieben werden und auch zu gewissen Zeiten große Zustimmung finden. Heute wird es wenige Christen hierzuland geben, die mit der Barmer Erklährung ein Problem haben. Das war nicht immer so. Umgekehrt hatten früher wohl weniger Probleme mit der Jungfrauengeburt im Apostolikum als heute. Öffentliche Bekenntnisse geben zwar eine Norm vor, können diese Norm aber nicht für alle Ewigkeit aufrechterhalten. Sie werden, zumindest teilweise oder für einen Teil der Menschen, unglaubbar oder gar unglaubwürdig. Sie passen nicht mehr zu den persönlichen Bekenntnissen der Menschen. Behalten wir dies im Kopf.

Von Bekenntnissen spricht man heute ja eher selten. Manchmal noch im Zusammenhang mit dem konfessionelen Religionsunterricht in der Schule (confessio=Bekenntnis). Dabei scheint es mir so, als ob der Bekenntnisanteil auf immer weniger Zustimmung stößt. Man will hin zu einem „neutralen Unterricht“ (der Begrif ist schon eine Problemstellung in sich). Das Bekenntnis soll nicht mehr die Rolle spielen, weil Bekenntnisse als trennend empfunden werden. Gerade in einer multikulturellen Gesellschaft wie wir sie in Mitteleuropa haben, bringt das enorme Spannungen mit sich. Statt dessen sollen die Religionen „neutral“ unter Religionswissenschaftlichen Aspekten betrachtet werden (was ein neues Fach wäre, aber um das Problem geht es mir nicht). Dabei wird das Bekenntnis vollkommen von der Schule verbannt. Reflexion über ihr Wirklichkeitsverständnis müssen die Schüler nicht mehr leisten, falls nicht der Geschichtsunterricht anfängt, die Kritik der Geschichtsbücher und der Matheunterricht anfängt, die Kritik der Axiome zu behandeln. All dies sind ja Dinge, die wir ziemlich unhinterfragt glauben. 1+1 ist 2, wer das auch nur in Frage stell muß schon ganz schön blöd sein. Und Bayern war ein Teil der Pfalz, oder doch umgekehrt?

Die Auseinandersetung mit dem Bekenntnis, nicht dem religiösen Bekenntnis, sondern dem Bekenntnis als Wirklichkeitsverstännis findet in unserer Gesellschaft fast nicht mehr statt, weil es Gefahren in sich birgt. Früher, als alle irgendwie in der Kirche waren und durch ein wie auch immer zu definierendes abendländisches Weltbild geprägt waren, konnte man über das Bekenntnis sprechen. In den wichtigen Punkten war man sich weitgehend einig, und in den unwichtigen Punkten kann man gut tolerant sein (Keines Beispiel: Versuchen sie mal Toleranz aufzubringen bei einem wichtigen Thema wie Gewalt gegen Schwächere. Was wir als wichtig erachten bestimmt übrigens auch unser Bekenntnis).

Heute aber, wo die Bekenntnisse merkbar auseinander gehen und eine Auseinandersetzung darüber in der Gesellschaft wichtig wäre, um zu einem gegenseitigen Verständnis zu kommen, wird es immer mehr ausgeblendet, wegen des Konfliktpotentials. Es birgt Konfliktpotential wenn der Gläubige auf den Atheisten trifft, der Christ auf den Muslim, und wenn man jetzt noch alle weiteren Geschmacksrichtungen persönlicher Bekenntnisse einbringen, wird dies ein ganz bunter Haufen.

Ich denke jedoch, wir sollen darüber  reden. Öffentlich. Das Bekenntnis ist keine Privatsache, denn es bestimmt mein Handeln bis ins kleinste. Dr Pazifist wird durch sein Bekenntnis zum Pazifismus geprägt, der Vegetarier bindet sich auch an sein Bekenntnis zum Vegetarismus. Es hat gesellschaftliche Auswirkungen, was wir bekennen, deshalb darf dies nicht in den Privatbereich verbannt werden. Dazu ist es zu wichtig, dazu ist es zu explosiv.

Wir brauchen eine neue Aufklärung. Die Menschen müssen lernen, daß ihre Überzeugungen nicht natürlich gegeben sind, sondern auch ganz anders sein können. Die Tabuisierung des Bekenntnisses und die Verbannung in den Privatbereich bietet Unverständnis und in der Folge vielleicht auch Xenophobie oder gar Fremdenhaß Vorschub. Die Menschen müssen reflektieren, warum sie auf welcher Seite stehen, dann ist es vielleicht auch möglicher, tolerant gegenüber Leuten zu werden, die ein anderes Bekenntnis haben. Alles wird man nicht tolerieren können, egal welches Bekenntnis man wählt. Es sei denn, man wird absolut indifferent. Das fände ich dann unerträglich…