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Hilfe, Gleichberechtigung!

Sachen gibt’s! Zum Beispiel einen Blog, der sich scheinbar der Aufgabe verschrieben hat, die Wahrsagerei kritisch zu begleiten, oder so. Jedenfalls wurde dort ein Artikel

veröffentlicht, in dem sich der Autor darüber ärgert, daß nun wohl vom Arbeitsamt, bzw. neudeutsch der Bundesagentur für Arbeit, Kurse bezahlt werden, die den Teilnehmer zum Astrologen weiterbilden sollen.
Naja, wird man denken, ist ja auch ne nicht ganz ernst zu nehmende Sache, diese Astrologie. Der Autor des besagten Artikels weist auch darauf hin, daß hier Praktiken finanziert werden, mit denen die Hilflosigkeit der Menschen ausgenutzt wird.
Jetzt frage ich mich: Welche Ausbildung beinhaltet dieses Risiko nicht? Wer BWL studiert wird in die Lage versetzt, Finanzmarktprodukte zu kreieren, die ganze Volkswirtschaften in die Knie zwingen, wer Handwerker wird nutzt auch die Tatsache, daß nicht jeder zum Beispiel nen Rohbruch selbst reparieren kann und solche Beispiele werden sich auch für andere Berufszweige finden lassen.
Die mögliche Nutzung des Wissens zur Übervorteilung anderer ist nicht an irgend eine esoterische Praxis oder sonst etwas gebunden. Astrologieshows lasen sich sogar mit unausgebildeten Menschen bestreiten, n wenn ich mir das alles so ansehe, habe ich oft den Eindruck, da ist kein Stück Ausbildung in irgend einer Art gegeben. Um so schlimmer, daß trotzdem Menschen anrufen und diesen Abzockern auf den Leim gehen.
Trotzdem muß man anerkennen, daß es Menschen gibt, die aus welchen Gründen auch immer Trost etc bei der Astrologie suchen, so wie andere Menschen sich an Kirchen, Synagogen, Moscheen oder Psychotherapeuten wenden. Jeder nach seiner Façon…
Nun mag es ja sein, daß es merkwürdig anmutet, wenn Astrologieausbildung nun eine Aufwertung durch den Staat erfährt. Trotzdem gilt die weltanschauliche Neutralität des Staates. Der Staat kann nicht entscheiden, ob eine solche Praxis dem Menschen hilft oder nicht. Er muß alle gleich behandeln. Als Christ hätte ich zur Astrologie auch ein paar Worte zu sagen, aber die Kritik von Wahrsagercheck bezieht sich nicht auf den Glaubensinhalt, sondern auf die Gefährlichkeit, bzw Lächerlichkeit. So wie ich das sehe…
Da nun aber Menschen im Bereich der Astrologie arbeiten, und damit Geld verdienen und nicht mehr auf das bundesdeutsche Sozialsystem angewiesen sind, finde ich es genau so richtig, solche Ausbildung zu unterstützen, wie ich es auch richtig finde, wenn der Staat die Ausbildung zum Physiotherapeuten, zum Installateur oder sonst einem Beruf fördert, wie unsinnig mir der Beruf auch vorkommen mag.
Insofern kann ich auch der Polemik nicht zustimmen, wenn Wahrsagercheck nun Kurse in „Aufzucht und Haltung von Dinosauriern“, „Gästeführer in Atlantis“ oder „Tastaturbedienung durch Telekinese“ anbieten will. Ist zwar auf den ersten Blick ganz lustig und eignet sich oberflächlich auch, die Astrologen durch den Kaukau zu ziehen, trotzdem gibt es bei diversen Astrosendern wohl Arbeitsplätze für solche Qualifizierungsmaßnahmen. Wie das mit den Atlantis-Fremdenführern aussieht oder den Dino-Züchtern… naja, sagen wir: Ich bin äußerst skeptisch…

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Vom persönlichen Bekenntnis und der Tabuisierung in der Gesellschaft

Heut morgen hat’s der Dozent nochmal auf den Punkt gebracht, so i die Richtung hab ich ja auch schon gedacht, aber das war nicht schlecht in der Zusammenfassung. Aber um was geht es?

Einerseits um das persönliche Bekenntnis. Also kein öffentliches wie das Apostolikum oder die CA, sondern das was jeden persönlich betrifft.

Andererseits, und das hängt damit zusammen, um den Umgang in der Gesellschaft mit solchen Bekenntnissen, bzw die Tabuisierung des ganzen Komplexes und der daraus entstehenden Konsequenzen.

Das Bekenntnis ist erst einmal das, was jemand glaubt. Soweit passt es noch auf die öffentlichen Bekenntnisse der Kirche, soweit sie von den einzelnen Menschen wirklich bekannt werden. Einige sollen ja Probleme mit der Jungfrauengeburt haben. Das Bekenntnis ist aber nicht nur auf Glaubenslehrsätze beschränkt. Es hat etwas mit Weltverständnis zu tun, oder besser Wirklichkeitsverständnis. Darin ist zusammengefaßt, was der Bekenner für wirklich, für wahr hält. Das können kirchliche Dogmen sein wie die Jungfrauengeburt, auch bis zum Dogma der Biblizisten von der Verbalinspiration der Bibel. Aber eben auch, und hier verlassen wir den Bereich der Religion, das Bekenntnis zu Freiheit und Demokratie.

Auch hier wird eine bestimmte Wirklichkeit bekannt und zur Grundlage jeder weiteren Diskussion gemacht, nämlich, daß jeder Mensch zumindest insoweit gleich ist, daß er ein Wahlrecht hat sowie gewisse Freiheiten besitzt. Eine Hinterfragung dieser Voraussetzungen, wenn man es denn angehen wollte, wird dadurch erschwert, daß der Bekenner diese Dinge als Teil seines persönlichen Bekenntnisses zur Grundlage all seiner Argumentation macht, zum Ausgangspunkt. Eine Kritik desselben ist nicht anders als um den Preis einer neuen Grundlage zu haben, die dann wiederum nicht kritisierbar ist, bis man eine andere Grundlage gefunden hat.

Nun wissen wir aus der Kirchengeschichte ja eins: Bekenntnisse können geschrieben werden und auch zu gewissen Zeiten große Zustimmung finden. Heute wird es wenige Christen hierzuland geben, die mit der Barmer Erklährung ein Problem haben. Das war nicht immer so. Umgekehrt hatten früher wohl weniger Probleme mit der Jungfrauengeburt im Apostolikum als heute. Öffentliche Bekenntnisse geben zwar eine Norm vor, können diese Norm aber nicht für alle Ewigkeit aufrechterhalten. Sie werden, zumindest teilweise oder für einen Teil der Menschen, unglaubbar oder gar unglaubwürdig. Sie passen nicht mehr zu den persönlichen Bekenntnissen der Menschen. Behalten wir dies im Kopf.

Von Bekenntnissen spricht man heute ja eher selten. Manchmal noch im Zusammenhang mit dem konfessionelen Religionsunterricht in der Schule (confessio=Bekenntnis). Dabei scheint es mir so, als ob der Bekenntnisanteil auf immer weniger Zustimmung stößt. Man will hin zu einem „neutralen Unterricht“ (der Begrif ist schon eine Problemstellung in sich). Das Bekenntnis soll nicht mehr die Rolle spielen, weil Bekenntnisse als trennend empfunden werden. Gerade in einer multikulturellen Gesellschaft wie wir sie in Mitteleuropa haben, bringt das enorme Spannungen mit sich. Statt dessen sollen die Religionen „neutral“ unter Religionswissenschaftlichen Aspekten betrachtet werden (was ein neues Fach wäre, aber um das Problem geht es mir nicht). Dabei wird das Bekenntnis vollkommen von der Schule verbannt. Reflexion über ihr Wirklichkeitsverständnis müssen die Schüler nicht mehr leisten, falls nicht der Geschichtsunterricht anfängt, die Kritik der Geschichtsbücher und der Matheunterricht anfängt, die Kritik der Axiome zu behandeln. All dies sind ja Dinge, die wir ziemlich unhinterfragt glauben. 1+1 ist 2, wer das auch nur in Frage stell muß schon ganz schön blöd sein. Und Bayern war ein Teil der Pfalz, oder doch umgekehrt?

Die Auseinandersetung mit dem Bekenntnis, nicht dem religiösen Bekenntnis, sondern dem Bekenntnis als Wirklichkeitsverstännis findet in unserer Gesellschaft fast nicht mehr statt, weil es Gefahren in sich birgt. Früher, als alle irgendwie in der Kirche waren und durch ein wie auch immer zu definierendes abendländisches Weltbild geprägt waren, konnte man über das Bekenntnis sprechen. In den wichtigen Punkten war man sich weitgehend einig, und in den unwichtigen Punkten kann man gut tolerant sein (Keines Beispiel: Versuchen sie mal Toleranz aufzubringen bei einem wichtigen Thema wie Gewalt gegen Schwächere. Was wir als wichtig erachten bestimmt übrigens auch unser Bekenntnis).

Heute aber, wo die Bekenntnisse merkbar auseinander gehen und eine Auseinandersetzung darüber in der Gesellschaft wichtig wäre, um zu einem gegenseitigen Verständnis zu kommen, wird es immer mehr ausgeblendet, wegen des Konfliktpotentials. Es birgt Konfliktpotential wenn der Gläubige auf den Atheisten trifft, der Christ auf den Muslim, und wenn man jetzt noch alle weiteren Geschmacksrichtungen persönlicher Bekenntnisse einbringen, wird dies ein ganz bunter Haufen.

Ich denke jedoch, wir sollen darüber  reden. Öffentlich. Das Bekenntnis ist keine Privatsache, denn es bestimmt mein Handeln bis ins kleinste. Dr Pazifist wird durch sein Bekenntnis zum Pazifismus geprägt, der Vegetarier bindet sich auch an sein Bekenntnis zum Vegetarismus. Es hat gesellschaftliche Auswirkungen, was wir bekennen, deshalb darf dies nicht in den Privatbereich verbannt werden. Dazu ist es zu wichtig, dazu ist es zu explosiv.

Wir brauchen eine neue Aufklärung. Die Menschen müssen lernen, daß ihre Überzeugungen nicht natürlich gegeben sind, sondern auch ganz anders sein können. Die Tabuisierung des Bekenntnisses und die Verbannung in den Privatbereich bietet Unverständnis und in der Folge vielleicht auch Xenophobie oder gar Fremdenhaß Vorschub. Die Menschen müssen reflektieren, warum sie auf welcher Seite stehen, dann ist es vielleicht auch möglicher, tolerant gegenüber Leuten zu werden, die ein anderes Bekenntnis haben. Alles wird man nicht tolerieren können, egal welches Bekenntnis man wählt. Es sei denn, man wird absolut indifferent. Das fände ich dann unerträglich…

Kirche & Web 2.0, Uncategorized

Web 3.0 oder wie feier ich Gottesdient im Internet?

Web 2.0 ist ja ne tolle Sache, so von wegen sozial und so. Man kann sich in sozialen Netzwerken mit Bekannten und Unbekannten vernetzen, Meinungen austauschen, Aktionen planen etc, man kann per Twitter oder RSS Feed immer auf dem Laufenden bleiben und somit einen Großteil seines sozialen Lebens ins Netz verlagern.

Schön und gut. Als Theologiestudent frag ich mich da natürlich auch: Wie kann die Kirche das nutzen, oder konkret ich später als Pfarrer, wenn ich denn übernommen werde…

Klar, man konnte schon bei Web 1.0 Predigten ins Netz stellen und in nem Forum oder einer Mailingliste dogmatische oder ethische Grundsätze diskutieren. Inzwischen hat man vielerlei Möglichkeiten, seine Meinung darzustellen: Per Blog, per youtube-Filmchen oder was es alles gibt. man kann sich mit den gängigen sozialen Netzen auch Leute suchen, die das vielleicht sogar interessant finden könnten. Aber all das bezieht sich doch nur auf Informationsaustausch. Ich sag meine Meinung, andere geben per Kommentar ihren Senf dazu, und vielleicht entwickelt sich sogar ne Diskussion und man geht mit einem Gewinn da raus. Oder es kommt zu nem Flamewar, dann ist der Gewinn wohl geringer…

Was mir fehlt ist vielleicht eher im emotionalen Bereich angesiedelt: Ich kann prima nen Gottesdienst ins Netz übertragen, so wie es im ZDF die Gottesdienstübertragungen gibt. Ich kann Menschen mit Informationen zuschmeißen, wenn ich mir die Zeit dazu nehme. Aber was bisher nicht geht ist: Gottesdienst MITeinander zu feiern über’s Netz.

Zum Beispiel solche Sachen wie gemeinsames Gebet oder Liedgesang. Beim Gebet mag es noch klappen: Der Pfarrer spricht etwas vor und die einzelnen Streamgucker beten mit. Das Gebet ist ja auch eher eine individuelle Sache. Aber spätestens beim gemeinsamen Gesang wird es dann komisch. Man stelle sich vor: Eine Anzahl X an Personen sitzt sonntags (oder wann auch immer) gemeinsam vorm Computer, aber jeder in seiner eigenen Ecke in Deutschland (oder vielleicht sogar der ganzen Welt) und brummt so vor sich hin. Gemeinschaftserlebnis ist anders. Und ich denke, das gehört irgendwie zum Gottesdienst dazu, daß man sich auch als Teil einer Gemeinschaft begreifen kann, die zusammen handelt. Vorm Computer handelt jeder für sich. Die Predigt versteht jeder für sich. Aber darüber hinaus?

Ich frage mich, ob es Techniken oder Ansätze gibt, auch das per Netz hinzukriegen, und es ist eine offene Frage, die vielleicht auch nicht nur für die Kirchen interessant sein könnte, sondern allgemein für Leute die an Kommunikation interessiert sind (Medienwissenschaftler anyone?). Vielleicht ist es auch gar nicht möglich, wer weiß. Ich möchte hiermit einfach einmal die Anfrage stellen und sehen, ob jemand gute Ansätze kennt, oder ob jemand einen Grund kennt, warum das nicht funktionieren kann.

Eins noch: Mir geht es hier erst einmal nur um die technische Machbarkeit. Davon unberührt bleibt zunächst, ob das gewollt sein kann. Probleme wie Vereinsamung, wenn Leute nur noch vor dem Rechner hocken und nicht wirkliche Gemeinschaft erfahren etc, können durchaus bestehen und wenn diese Technik gefunden werden sollte, müßte auch eine Diskussion in Gang kommen, unter welchen Umständen das gut ist, bzw. wo die Gefahren liegen und wie man damit umgehen kann.

Also, seid nicht scheu und kommentiert fleißig. Gute Nacht.

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Lk 15, 1-7:

1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.

2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und ißt mit ihnen.

3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:

4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste läßt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet?

5 Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude.

6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.

7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Buße anzunehmen ist ein schwieriges Thema. Jetzt weniger bei Gott als in der Gesellschaft. Kann man jemandem trauen, der behauptet, sich geändert zu haben? Soll man sich auf ihn verlassen? Will er vielleicht das Vertrauen erschleichen, um dann noch größeren Schaden anzurichten?

Nachdem mit Bodo Thiesen und dem Interview von Andi Popp in der Jungen Freiheit die Piratenpartei in das rechte Spektrm gerückt wurde, geht die Hexenjagd weiter:

In Niedersachsen gibt es ein Piratenmitglied, das bis vor 5 Jahren noch aktiv in rechtsextremen Kreisen war. Grund genug für einen weiteren Artikel, der vor einem Rechtsruck bei den Piraten warnt, wenn nicht gar einen solchen unterstellt.

Gewisse Kreise haben scheinbar ein Interesse daran, die Piraten, die andere Ziele als sie verfolgen, ebendiese durch die Nazikeule mundtot zu machen. Dabei offenbart sich für mich nicht, daß die Piraten rechtsextrem wären, sondern eben der Extremismus der Kritiker.

Ein Stück weit kenne ich das. Nach dem Abi stand für mich damals die Frage auf der Tagesordnung: Bund oder Zivi. Ich hatte mich mit dem Konzept der Bundeswehr und ach des GG etwas vertraut gemacht. Grundidee ist der Bürger in Uniform. Dadurch, daß die Bundeswehr einen Querschnitt durch die Gesellschaft darstellt, sollen extreme Kreise dort nicht zu viel Macht erhalten. Das wäre gefährlich, weil die hätten die Waffen und wüßten, wie man sie benutzt.

Nun sagt ach unser Grundgesetz, daß zum Wehrdienst herangezogen werden kann, wer keine Gewissensgründe vorbringen kann, die ihm den Dienst unmöglich machen.

Ich überlegte also: Ich hatte keine Gewissensbisse bei dem Gedanken, mein Leben oder das meiner Freunde oder Familie dadrch zu retten, daß ich den Angreifer erschieße. Heute denke ich etwas anders darüber, doch damals war mir klar: Gewissensgründe hast Du nicht.

Ende der 90er waren ach Videos aufgetaucht, die dokumentierten, daß es rechte Tendenzen in der Bundeswehr gab. Ich weiß noch, daß ich in der Grndasbildung als Reaktion darauf dazu gedrillt wurde, beim melden immer nur den linken Arm zu heben.

Jedenfalls war für mich klar, wenn die Bundeswehr nicht rechtslastig werden soll, müssen auch links eingestellte Bürger da rein, eben um den Bevölkerungsdurchschnitt so weit wie möglich zu gewährleisten. Also verweigerte ich nicht.

Dies wurde mir dann später äußerst negativ ausgelegt, als ich mit der Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba für ein halbes Jahr nach Kuba wollte, um das Land kennen zu lernen, mein Spanisch zu verbessern und einfach mal zu sehen, wie das Leben dort so ist. Aus der Sache wurde nichts. Mir wurde zu verstehen gegeben, daß die politischen Ansichten nicht zusammenpassen würden. Dabei hat man mich gar nicht zu meinen Ansichten gefragt, jedenfalls nicht offen. Jedenfalls schien man zu dem Schluß gekommen zu sein, daß jemand, der seinen Wehrdienst geleistet hat zumindest so weit rechts steht, daß er nicht nach Kuba paßt. Heute seh ich das Ganze auch etwas mit anderen Augen, ich war damals noch sehr naiv gegenüber dem linken Rand, inzwischen sehe ich, daß die Linksextremen keinen Deut besser sind als die Nazis. Naja, man muß alles erst lernen.

Doch zum Lernen ist es auch nötig, Fehler machen zu dürfen, denn am Meisten lernt man aus Fehlern. Der Pirat aus Niedersachsen, der im rechtsradikalen Raum wohl ziemlich bekannt war, sagt offen, daß er sich distanziert hat von seinen damaligen Einstellungen. Von linker Seite wird er trotzdem als potentieller Nazi gesehen, mit dem man keinen Kontakt haben darf, weil solche Menschen schlechter Umgang sind.

Da lob ich mir den christlichen Glauben, der die Vergebung lehrt. Sicher, man kann nie sicher sein, daß jemand nicht doch noch rückfällig wird. Aber es gibt auch keine Sicherheit, daß vertraute Bekannte auf einmal sich in eine Richtung entwickeln, die einen nur noch zum Kopfschütteln bringt. Gott eröffnet dem Menschen mit der Buße die Möglichkeit zur Umkehr, eines Neuanfangs, ohne zurücksehen zu müssen. Ähnliches tut die Piratenpartei auf weltlicher Ebene mit der Unschuldsvermutung.

Die etablierten Kräfte in der Gesellschaft scheinen jedoch von der Angst gelähmt, ja nicht dem Falschen zu vertrauen, so daß sie gar nicht die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß sich ein Mensch ändern kann. Damit spalten sie die Gesellschaft und damit wird ein Zusammenleben auf lange Sicht hin immer schwerer. Das bezieht sich nicht nur auf ehemalige Nazis, sondern auf alle extremen Einstellungen. Die Gesellschaft läßt oft eine Rückkehr nicht zu, und fragmentiert sich somit. Die Piratenpartei scheint, neben der Kirche, die das Prinzip der Vergebung aber nicht so stark macht wie sie eigentlich könnte, begriffen zu haben wie man Menschen einen Neuanfang bietet. Hoffentlich bleibt es so und sie paßt sich nicht so schnell dem gesellschaftlichen Druck der Angst an. Das würde vielen Menschen die Rückkehr in die Mitte der Gesellschaft ermöglichen.

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Wie christlich ist die Union?

Heute ist Bundestagswahl, und daher will ich den Zeitpunkt nutzen, mal über ein Thema zu schreiben, das mich schon ne Weile beschäftigt: Wie christlich ist die Union.

Heute werde ich wohl nicht mehr all zu viele Leute erreichen, wenn überhaupt, und die nächste Wahl ist nie so weit weg wie am Wahltag, also ist heute wohl der Tag, um am unaufgeregtesten diese Frage stellen zu können. Es geht um nichts.

Es wird ja immer wieder davon gesprochen, daß die Union sich am christlichen Menschenbild orientiere nd daher das C zu Recht im Namen trage. Ich weiß jetzt nicht genau, wo definiert ist, was die Union unter einem christlichen Menschenbild versteht. Eine schnelle google Suche hat mich hierher gebracht:

Ministerin Kramp-Karrenbauer sagte, das Verständnis des Menschen als ein Ebenbild Gottes sei der Grundsatz christlich-demokratischer Politik. Der Mensch habe in jeder Situation seine eigene Würde, die ihm nicht zu nehmen sei; daraus folge, dass jede Politik die Maxime habe, mit dieser Würde umzugehen.

Ist ja schon einmal etwas um anzufangen. Allerdings ist mir das etwas einseitig, und vielleicht wird das in der nion wirklich so begrenzt gesehen, was mit ein Grund für die Punkte sein könnte, die ich zu kritisieren habe.

Meiner Meinung nach steht der Gottesebenbildlichkeit und der Würde des Menschen als Kind Gottes gegenüber, daß alle Menschen Sünder sind.

1. Mose 8,21:

Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.

Hiob 14,4:

Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer!

Psalm 14,3:

Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht „einer.“

Psalm 5,10:

Denn in ihrem Munde ist nichts Verlässliches; ihr Inneres ist Bosheit. Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen heucheln sie.

Psalm 10, 7-11:

Sein Mund ist voll Fluchens, voll Lug und Trug; seine Zunge richtet Mühsal und Unheil an. Er sitzt und lauert in den Höfen,  er mordet die Unschuldigen heimlich, seine Augen spähen nach den Armen. Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im Dickicht,  er lauert, dass er den Elenden fange; er fängt ihn und zieht ihn in sein Netz. Er duckt sich, kauert nieder, und durch seine Gewalt fallen die Unglücklichen. Er spricht in seinem Herzen: »Gott hat’s vergessen, er hat sein Antlitz verborgen, er wird’s nimmermehr sehen.«

Psalm 140,4:

Sie haben scharfe Zungen wie Schlangen, Otterngift ist unter ihren Lippen.

Jesaja 59, 1-8:

Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, sodass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Verschuldung; eure Lippen reden Falsches, eure Zunge spricht Bosheit. Es ist niemand, der eine gerechte Sache vorbringt, und niemand, der redlich richtet. Man vertraut auf Nichtiges und redet Trug; mit Unheil sind sie schwanger und gebären Verderben. Sie brüten Natterneier und weben Spinnweben. Isst man von ihren Eiern, so muss man sterben, zertritt man sie aber, so fährt eine Schlange heraus. Ihre Gewebe taugen nicht zu Kleidern, und ihr Gespinst taugt nicht zur Decke. Ihre Werke sind Unheilswerke, an ihren Händen ist Frevel. Ihre Füße laufen zum Bösen, und sie sind schnell dabei, unschuldig Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Unheilsgedanken, auf ihren Wegen wohnt Verderben und Schaden. Sie kennen den Weg des Friedens nicht, und Unrecht ist auf ihren Pfaden. Sie gehen auf krummen Wegen; wer auf ihnen geht, der hat keinen Frieden.

Römerbrief 3,23:

sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,

Man sieht also, daß zumindest der Bibel das Sündersein des Menschen nicht fremd ist. Insofern sollte man, denke ich, wenn man von einem „christlichen“ Menschenbild redet, nicht nur die schönen Teile, Gottesebenbildlichkeit und Menschenwürde nennen, sondern ach den negativen Teil. Das wäre ehrlich. Wobei ich wie gesagt noch keine Definition seitens der Union gefunden habe. Vielleicht gibt es die ja und sie bedenken das Sündersein entsprechend. Was mir aber auffällt ist, daß die tatsächliche Politik der CDU/CSU dies nicht beachtet, zumindest nicht immer. Als Beispiel möchte ich den derzeitigen Bundesinnenminister mit einigen seiner Ideen nehmen, doch zuerst zu etwas Grundsätzlichem:

Der freie Rechtsstaat westlicher Prägung baut auf der Gewaltenteilung auf. Dies steht im Zusammenhang mit dem christlichen Menschenbild in der Art, daß unter der Prämisse des Sünderseins Macht an einer Stelle konzentriert Tür und Tor öffnet dafür, daß das Volk (oder neudeutsch. die Bevölkerung) unter den Verfehlungen eines Menschen oder einer kleinen homogenen Grppe leidet. Wo Macht kontrolliert und beschnitten ist, können die Verfehlungen eines oder weniger Sünder nicht alle in Mitleidenschaft ziehen. Deshalb ist eine Aushöhlung der Gewaltenteilung aus christlicher Sicht nach meinem Dafürhalten schon scharf zu kritisieren. Nun zu Schäuble:

Da wäre zuerst einmal das Papier, das vor kurzem aus seinem Ministerium geleakt wurde. Auch wenn es nicht auf Schäuble direkt zurückgeht zeigt es doch an, in welche Richtung gedacht wird. Und zwar in Richtung Kontrolle. Und zwar Kontrolle des Staates über die Bürger. Damit etabliert man das, was man in der Informatik einen single point of failure nennt: Einen einzigen Punkt, an dem das ganze System ausgehebelt werden kann. In der Informatik gilt dies als schlechte Architektur, und auch in der Politik ist der Gedanke eigentlich unerträglich, daß nur der entsprechende Minister ein bißchen undemokratisch drauf sein muß, um sich große Gefahren einzuhandeln. Ich möchte Herrn Schäuble nichts unterstellen, aber bis heute abend ist noch vollkommen offen, ob nicht aufgrund der Wirtschaftskrise radikalere Kräfte an die Macht kommen. Oder wenn nicht jetzt, dann vielleicht bei den nächsten Wahlen. Dies ist aber alles erst mal nur Politik.

Den Bereich der Religion, in dem die Union mit dem C fischt wird aber berührt, wenn suggeriert wird, man könne, durch welche Maßnahmen auch immer, mehr Sicherheit schaffen. Sicherlich gibt es Maßnahmen, die mehr Sicherheit schaffen, aber wir können als fehlbare Menschen nie 100% Sicherheit schaffen. Und solange man nicht 100% erreicht hat, ist ein Mehr immer möglich, und es scheint mir so zu sein, als ob genau das das erklärte Ziel ist: Immer mehr Sicherheit, immer mehr Kontrolle.

Bei der ganzen Hatz der Sicherheit hinterher, angesichts jugendlicher S-Bahn Schläger und Amokläufer, fundamentalistischer Terroristen und Flugzeugentführer, verlieren wir aber etwas, nämlich Kontrolle über die Regierung, und auch Freiheit. Jemand, der sich des christlichen Menschenbildes als des Menschen als einem Sünder bewußt ist, der kann eigentlich nicht dafür sorgen, daß die Bürger einigen wenigen Menschen ausgeliefert sind, im Guten wie im Bösen.

Man könnte es auch anders formulieren, nämlich daß hier versucht wird, Gott nachzubilden. Die Regierung soll um der Sicherheit Willen immer mehr Macht erhalten, und weil es eine gute Regierung ist, soll sie annähernd die Macht erhalten, die auch der gute Gott hat: Alles wissen, alles können.

Es stimmt schon: Gott sieht alles, ist also der ultimative Big Brother. Nur hat Gott einen Vorteil gegenüber der Regierung: Er ist vertrauenswürdig. Er benutzt die Dinge die Er über uns weiß nicht gegen uns. Bei der Regierung kann ich davon nicht ausgehen, es handelt sich nun einmal um Menschen, wie gut ihre Absichten auch sein mögen.

Und wenn die Regierung nun wie Gott über Leben und Tod entscheiden will, indem sie Flugzeuge die mutmaßlich von Terroristen entführt wurden, zum Abschuß freigibt, oder wenn sie ein Überwachungssystem etabliert, das gegen uns genutzt werden kann, je nachdem, wer grad am Hebel sitzt, wenn sie weiterhin die Gewaltenteilung aushöhlt, indem Polizeibehörden ohne Kontrolle Listen von mutmaßlich illegalen Homepages erstellen und diese ohne richterliche Kontrolle gesperrt werden, wenn die Macht der Staatsgewalt drch Bundeswehr im Innern und Aufhebung der Grenzen zwischen Polizei und Geheimdienst aufhebt, dann sieht das für mich gewaltig danach aus, als ob jemand das Gottvertrauen verloren hat und es dadurch zu einem Ungleichgewicht zwischen Sicherheits- und Freiheitsinteressen kommt. Da soll ein anderer Gott konstruiert werden, der dann vertrauenswürdiger ist als der Gott, dem man nicht mehr vertraut. Dieser neue Gott heißt Staat, und er ist ein Abgott.

Und spätestens da wird offensichtlich, wie dieses Konzept eigentlich im Widerspruch zum C steht. Sicherlich gibt es auch Fehlentwicklung in die andere Richtung, indem man so viel vertrat, daß man selbst keine Verantwortung mehr übernimmt. Wenn es einmal so weit kommen sollte, wer weiß, dann schreib ich dazu mal nen Text. Bisher sehe ich diese Gefahr aber noch nicht einmal im Ansatz.

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Ich glaube an den dreieinen Gott, Vater, Sohn und Heiligen Geist

Tu ich wirklich. Und weil die Trinität öfters mal als unsinnig oder unverständlich bezeichnet wird, möcht ich gern zwei Worte dazu verlieren, wie ich mir das so vorstelle. Ihr könnt ja dann kommentieren, was Ihr davon haltet.

Wenn ich mir Gott als Software vorstelle, die die Welt regelt und alles kontrolliert, dann ist der „Vater“ quasi der Programmkern mit der Programmlogik.

Der Sohn, also Jesus ist sowas wie das Interface zum Programmkern. Keine GUI, wie wir das heute so kennen, eher sowas wie ne HUI, humanic user interface. Denn Jesus war ja Mensch, lief aber nach Gottes Programmcode mit allen Beschränkungen, die ein Mensch so hat.

Der Heilige Geist wird dann schon schwerer vorstellbar, vielleicht so etwas wie ein Remote Procedure Call. Wenn der Heilige Geist wirkt, dann wirkt Er in uns als Teil Gottes. Es passiert also etwas eigentlich Fremdes, etwas von der göttlichen Programmlogik in uns.

Wir sind ja sozusagen virenkontaminiert. Wir laufen nicht immer nach der göttlichen Programmlogik, sondern führen immer wieder Schadcode aus, den wir nicht so ganz loswerden können, auch wenn wir wollen. Besonders Windowsnutzer die sich schon mal nen Virus eingefangen hatten dürften wissen, daß man den ohne saubere Bootdiskette und Virenprogramm den Virus nicht mehr loswird. man muß rebooten. Nur: Wie rebootet man einen Menschen? Geht nicht! Allein der Gedanke, einen Menschen mal kurz auszuschalten lässt doch eher lebensfeindliche Assoziationen in meinem Kopf entstehen. Außerdem: Selbst wenn wir den Reboot hinbekämen haben wir immer noch keine saubere Bootdisk und kein aktuelles Virenprogramm und nein, ich werd jetzt nicht sagen das finden wir alles wenn wir nur an Gott glauben oder irgend so ne evangelikale Nummer.

Aber so ganz ohne Kirchenspruch geht es dann doch nicht: Das Interface Christus hat ne Funktion implementiert, die es vorher als Hack schon gab und gut funktionierte, die Er aber nochmal genormt hat, das Gebet. Dadurch haben wir einen Zugriff auf Gott und können das melden, was uns bedrückt. Gott sieht zwar alles und weiß alles, trotzdem laufen bei uns oft Dinge auf, die wir nicht loswerden, und bevor der Sorgenstack unseren ganzen Speicher belegt und wir immer mehr Energie für’s pagen benötigen m überhaupt noch etwas getan zu kriegen, können wir den ganzen Stack per Gebet zu Gott pushen.

Der Remote Procedure Call kann uns dann auch schonmal kurz vor knapp dazu bringen, die Funktion Gebet aufzurufen. Aber beide, Remote Procedure Call und die Funktion Gebet brauchen einen Zugriff auf uns, wenn wir unsere Restrictions so setzen, daß Gott keinen Zugriff hat um unseren Stack zu löschen oder uns sonst zu helfen, kann das Ganze schlecht funktionieren. Manchmal klappt es doch, wie das ins System passt bin ich mir noch nicht ganz sicher. Vielleicht liegt es daran, daß der Virus unsere Restrictions derart geändert hat, daß nicht nur andere Angreifer eindringen können in unser System, sondern eben auch Gott, und der handelt dann. Per RPC, also durch den Heiligen Geist.

Es ist also im Endeffekt in keiner Weise von uns abhängig, ob uns geholfen wird. Wir können es uns aber schwer machen.

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Von Grenzen und Freiheit

Heute hatte ich ne Vorlesung über Tierethik, und der Inhalt war interessant, nicht nur für Tierfreunde. Die neue Idee darin war, obwohl sie so neu gar nicht ist, aber mir wurde es nochmal richtig bewußt, daß Konzept der Selbstbegrenzung. Aber von vorne:

Es ging um die Kritik am Umgang mit Tieren. In der Geschichte, so die These vieler Tierschützer vor allem zur Anfangszeit der Bewegung, waren alle Konzepte zu Tieren und deren Rechten anthropozentrisch ausgelegt. Das Tier hatte dem Menschen zu nützen. Indem es den Acker pflügte, Milch und Eier gab, oder sein Leben, für ein Schnitzel.

In der Folge wurde diese Haltung kritisiert und versucht, nicht nur die Interessen der Menschen zu beachten, sondern eben auch die Interessen der Tiere, zuerst einmal derjenigen, die Empfinden haben. So kam man zum Pathozentrismus, der seinerseits wieder kritisiert wurde und durch einen Biozentrismus, der also alles was lebt umfasst, der seinerseits dann durch einen Physiozentrismus kritisiert wurde, der sich auch zu den Rechten der Steine Gedanken machte.

Es mag lächerlich wirken, wenn man bei den Steinen angekommen ist und ihnen Rechte zusprechen will, aber die Entwicklung ist nur folgerichtig, denn alle Grenzen, die man ziehen könnte, wären willkürlich gewählt und sind somit leicht kritisierbar. umgekehrt wäre es wohl auch denkbar, von den Steinen über die Amöben und sog. „niedrigeren Lebensformen“ zu Primaten, dann Menschen oder vielleicht gar nur Menschen mit bestimmter Gesundheit oder Leistungsfähigkeit übrig zu lassen. Auch in diese Richtung sind alle Grenzen erst einmal willkürlich. Natürlich werden mit weiteren Ausschließen von bestimmten Gruppen als Rechteinhaber immer zynischer und unmenschlicher.

In der Vorlesung hat der Dozent jedenfalls darauf hingewiesen, daß das Verlassen einer anthropozentrischen Position ein Selbstbetrug ist, denn wir sind Menschen, wir sind diejenigen, die festlegen, was mit Tieren gemacht werden darf und was nicht. Die Tiere können sich keine Rechte erkämpfen, sie sind uns ausgeliefert, sie können nicht für sich sprechen, und jedes Recht das sie haben, können sie nur durch die Gnade der Menschen erlangen.

Der Mensch kann sich aber nicht in das Tier hinein versetzen, weil er kein Tier ist. Er kann nur anthropozentrisch denken. Doch muß dies nicht bedeuten, egoistisch zu sein. Die Tiere erhalten ihre Rechte dadurch, daß die Menschen sich selbst begrenzen. Zum Beispiel in der Medizin. Wenn der Mensch sich begrenzt, nicht für jedes Forschungsziel Tierversuche zuzulassen, hat er einen Nachteil: Er kann nicht so frei forschen, wie ohne diese Begrenzung, und er kommt vielleicht nicht so schnell zu neuen Medikamenten. Das kann unter Umständen Menschenleben kosten. Hier beschränkt sich der Mensch, bzw die Menschen, denn die potentiellen Toten sind Teil der menschlichen Gemeinschaft.

Das Recht der Tiere resultiert also in Nachteilen, also Grenzen für den Menschen. So ist die Selbstbegrenzung die Voraussetzung für Rechte und damit für Freiheit, denn die Freiheit wird durch Rechte garantiert.

Unsere Freiheiten als Bürger begrenzen zum Beispiel die Regierung. Bestimmte Dinge, die das Leben den Regierenden einfacher machen würden, sind verboten. So kommt mit abnehmender Begrenzung der Regierung eine abnehmende Freiheit der Bürger einher. In China zum Beispiel hat die Regierung viele Möglichkeiten, ihre Macht zu sichern. Dazu gehört es auch, daß Dissidenten in Gefängnissen verschwinden, ohne rechtsstaatliche Prozesse. Die Freiheit der Bürger, etwa zu sagen was sie denken, wird dadurch empfindlich eingeschränkt.

Im Moment erleben wir in Deutschland, wie es in Richtung einer Entgrenzung des Staates kommt. Im Namen der Sicherheit der Bürger, werden Grenzen für den Staat aufgehoben, die bis vor kurzem noch galten. Weiteres wird angedacht, so will Innenminister Schäuble das Grundgesetz ändern, um zum Beispiel entführte Flugzeuge durch die Luftwaffe abschießen zu lassen. Die Freiheit der Passagiere zu leben wird also begrenzt durch die Entgrenzung des Sicherheitsverlangens derer, die vielleicht außerhalb des Flugzeuges Opfer der Entführer werden könnten, wie dies 2001 in Nordamerika geschah. Daß eine Flugzeugentführung nicht mit weiteren Opfern außerhalb einhergehen muß konnte man damals schon an der in Pennsylvania abgestürzten Maschine erkennen, die eigentlich das Capitol treffen sollte.

Ich denke, es ist niemals verkehrt, sich Gedanken zu machen, welche Grenzen wir uns setzen wollen, um anderen Freiheit zu erlauben. Ich schreibe „wir“, weil auch die Regierung unsere Regierung ist, wir sie wählen und sie unsere Interessen wahrnehmen soll. Also sind wir auch diejenigen, die die Grenzen der Regierung festlegen. Wir begrenzen uns damit selbst, weil unsere Stellvertreter mit entsprechend weniger Befugnissen ausgestattet sind. Wir sind jedoch auch selbst mit diejenigen, die davon profitieren, denn die Regierung vertritt uns nicht nur nach außen, sondern regelt unser Zusammenleben auch im Inneren. Somit korrespondiert jede Selbstbeschränkung der Regierung mit mehr Freiheit für uns als Individuen.

Man kann aber auch hier umgekehrt sagen: Jede Entgrenzung unserer Freiheit begrenzt die Freiheit und damit die Möglichkeiten der Regierung, in unserem Sinne zu handeln. Wenn unsere Freiheit total gesetzt wird, hat die Regierung keine Freiheit mehr, das Zusammenleben zu regeln, und das wirkt sich dann auf die Freiheit der Schwachen in der Gesellschaft aus, die ihre Freiheiten gegen die entgrenzten Freiheiten der Stärkeren nicht mehr durchsetzen können. Ich könnte jetzt auf die Bankenkrise eingehen, aber die Marschrichtung sollte hier klar sein und deshalb lasse ich dies jetzt.

Ein anderer Punkt ist mir jedoch wichtig: Es geht um die Piratenpartei. In den letzten Wochen und Monaten hat man ja viel gehört von ihnen, und ja, auch ich gehöre zu den Unterstützern dieser Partei und habe schon gewählt, per Brief. Gehört bzw gelesen habe ich gerade in den letzten Tagen immer wieder, daß es sich um eine Bewegung handelt, die die Freiheit will und dabei nicht ideologisch ist.

Nun ist mein Kritikpunkt, oder besser meine Anfrage folgende: Wo wird die Begrenzung gesetzt? Absolute Freiheit kann es nach dem oben gesagten nicht geben, da jede Freiheit immer wieder andere Freiheiten einschränkt. Nach den Wahlen am Sonntag wird es Zeit geben, diese Frage zu stellen und sie zu bearbeiten:

Welche Freiheit wollen wir? Wo ist die Grenze für den Staat? Wo ist die Grenze für den Bürger? Mit einer Beantwortung dieser Frage hätte man auch eine „Ideologie“ geschaffen, von der ausgehend man andere Politikfelder bearbeiten kann, ohne sich in größere Widersprüchlichkeiten zu verrennen. Ob man diese „Ideologie“ nun links, rechts, oben, unten, hinten oder vorn nennt ist dabei nachrangig (außer vielleicht für Jungle World und ähnliche Presseerzeugnisse, wo jeder der nicht links ist damit rechnen muß, in die Nähe der Nazis gestellt zu werden; im extrem rechten Spektrum mag es ähnliche Tendenzen mit umgekehrten Vorzeichen geben).

Eine „beste Lösung“ gibt es nur unter bestimmten Prämissen darüber, was man als erstrebenswert hält. Wer einen Gottesstaat für erstrebenswert hält, braucht nicht unbedingt Gewaltenteilung, eine weltliche Diktatur tut gut daran, sich von Religionsinstitutionen zu lösen um damit nicht eine Gegenstruktur zu ermöglichen. Genauso gibt es in der Demokratie mehrere denkbare Wege.

Also liebe Piraten. Viel Erfolg am Sonntag und alles Gute beim Kurssetzen. Und immer ne Hand breit Wasser unter’m Kiel 😉

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Gestorben für uns am Kreuz

Über manche Dinge muß man sich immer mal wieder klar werden. Ein Dauerbrenner ist der Tod Jesu am Kreuz. Irgendwie ist schon klar, also ich sprech jetzt von einem dem Glauben zugewandten Menschen ;), daß Jesus für uns am Krez starb. Aber wie genau paßt das nochmal zusammen?

Es starb für unsere Sünde, heißt es, aber da kommt gleich die Rückfrage: Hat Gott es nötig, seinen Sohn zu töten, um die Sünde aus der Welt zu schaffen, kann Er uns nicht so vergeben?

Naja, mag man denken: Jesus ist ja der Sohn, also eine der drei Personen Gottes (auch ein nettes Thema für nen Blogpost), Gott opfert also nicht jemand anderes, sondern sich selbst.

Gut, weniger schlimm wenn Er nicht andere hinrichten läßt, aber wozu überhaupt die ganze Aktion? Wozu muß überhaupt jemand sterben, damit Gott und Mensch „wieder gut miteinander“ sein können? Hätte Er das nicht anders einrichten können?

Und in dem Moment fällt mir die Höllenfahrt Christi ein. Gut, es ist eine umstrittene Tradition, aber die Idee dahinter erklärt ganz gut, was mich am Kreuz so stört.

Wieso ist Christus eigentlich wieder auferstanden? Wieso ist Er nicht liegen geblieben, wie es doch sein müßte, wenn Er wirklich nur ein Lösegeld war, wenn Er starb damit wir nicht sterben müssen, also grad ein „Gefangenenaustausch“ stattfand? Wäre dieses Austauschspiel schlüssig, wäre Christus an Ostern liegen geblieben, damit wir nicht doch noch verdammt werden müssen. Tat Er aber nicht. Naja, zumindest nicht für diejenigen, die glauben.

Was war das mit dieser Höllenfahrt? Die Idee kurz umrissen:

Der Teufel will schon immer Gott besiegen, ist hinter Seinem Job her, möchte Ihn wegschaffen, damit er selbst nun die Welt beherrschen kann. Er hat in der Welt viel Macht, und beherrscht auch die Unterwelt, wo die Toten hinkommen.

Nun kommt Gott in der Person Jesus daher, geht über die Erde und der Teufel reibt sich die Hände: Schafft er es, Ihn zu töten, hat er Ihn besiegt. Und so kommt es dann auch. Das Böse nimmt seinen Lauf, Jesus kommt ans Kreuz und stirbt. Nun kommt der Moment für den Teufel, die Macht anzutreten, da er Gott zu sich in die Unterwelt, die Hölle geholt hat.

Da gibt es nur ein Problem: Der tote Gott ist stärker als der Teufel! Und wo Gott ist, kann keine Hölle sein. Der Teufel hat nen ähnlichen Fehler wie die Trojaner begangen: Er hat sich den Gegner ins eigene Haus geholt. Damit ist seine Macht gebrochen, denn er hat Gott auch in seinem eigenen Bereich nichts entgegen zu setzen. Wie heißt es in dem Kirchenlied so schön: „Denn unser Heiland hat triumphiert, all seine Feind, gefangen er führt“. Die Feinde sind die Teufel und Dämonen. Ich hab mich gewundert, daß das Lied erst von 1969 ist, ich dachte es wäre viel älter.

Als die Hölle nun gestürmt und die Gefangenen befreit sind, kann Er ja auch wieder auferstehen. Er ist ja kein Pfand, keine Geisel an unserer Statt. Er hat den Tod auf sich genommen, um uns zu retten, vor Tod und Teufel.

Deshalb ist Ostern so ein großes Fest, es wird ein Sieg gefeiert, die Mutter aller Siege könnte man vielleicht sagen. Was ist da schon Weihnachten dagegen?

Mir tut es gut, wenn ich sowas hin und wieder mal durchdenke, und dann auf so befreiende und elektrisierende Antworten stoße. Und da das hier eh keiner liest, kann ich mir auch klarwerden, indem ich hier schreib…

Gottes Segen

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Pure Angst?

Der Herr Schäuble hat die Politik seiner Partei verteidigt. Steht ihm zu.Und dabei sagte er, man müsse nationale Regelungen finden, wo es keine Internationalen gäbe. Er nennt dabei als Beispiele die Finanzmärkte, das Klima und den Weltfrieden. Und weil das da so ist, muß es auch beim Kampf gegen KiPo so sein.

Abgesehen davon, daß ich mich jetzt weder beim Weltfrieden daran erinnern kann, daß die Union sich da besonders hervorgetan hätte in den letzten Jahren (wobei ich sie auch nicht als Kriegstreiber bezeichnen will, das Thema hat sie einfach nicht interessiert), noch bei den Finanzmärkten groß reguliert hat (abgesehen von den Milliardenhilfen für die Banken etc) oder besonders auf das Klima

Ach nee, Klima macht die Union in letzter Zeit. Das sieht sie ach als Argument für die Atomenergie. Es kommt beim Klima aber auch sonst vor, daß die Union links antäuscht und rechts überholt.

Also ist das Ziel, internationale Regelungen für alles zu haben, und wo das nicht geht, eben national z regeln. Bravo Union, ihr habt verstanden, was die Aufgabe der Politik ist.

Aber ist es nicht so, daß wir in Deutschland nationale Gesetze gegen Kindesmißbrauch sowie den Konsum der Dokumentation desselben haben? Das Problem sind nicht die fehlenden nationalen oder internationalen Gesetze, das Problem ist, wie mit Verbrechen umgegangen wird. Laut dem oben schon verlinkten heise Artikel präzisiert Schäuble das Problem so:

Zum BKA-Gesetz sagte Schäuble, wenn die Polizei nicht wisse, wo etwas wann passiere, könne sie „eben erst hinterher kommen“. In bestimmten, eng eingegrenzten Fällen sei daher die Einschränkung von Brief- und Fernmeldegeheimnis gerechtfertigt und daher auch die Online-Durchsuchung.

Das Problem ist also, daß die Polizei nur hinterher kommen kann. Aus dieser Aussage spricht die Angst, von Gangstern umgeben zu sein. Um sicher zu gehen, daß die Polizei nicht hinterher kommt, soll also im Vorfeld jede Eventualität ausgeschlossen werden, indem die Bürger kontrolliert werden.

Also kriegt jeder Bürger im Idealfall einen Beamten zur Seite gestellt, der aufpaßt, daß der Bürger nicht zu viel CO2 ausstößt, den Weltfrieden einhält, nicht schwarz fährt oder Milliarden an Kundengeldern in den Finanzmärkten verzockt.

Da so viele Beamten nicht zu bezahlen sind, soll eben die moderne Technik die Überwachung besorgen, und falls doch mal eingegriffen werden muß, weil tatsächlich einer der überwachten Bürger straffällig wird, kann neben der Polizei auch auf die Manpower der Bundeswehr zurückgegriffen werden, um höchstmögliche Sicherheit zu erreichen, im Zweifel auch durch Einsatz der Luftwaffe gegen das eigene Volk. Sicherheit geht vor.

Wolfgang Schäuble ist also scheinbar nicht von der Unschldsvermutung getrieben, sondern von der Angst. Bei der Gesamtschau auf seine Forderungen wird mir immer klarer, daß er die absolute Sicherheit erreichen will, jede Eventualität eingeschlossen. Der Mann scheint kein Vertrauen (mehr?) in die Menschen zu haben, so daß er hinter jeder Ecke einen Terroristen, Pädokriminellen oder zumindest doch Schwarzfahrer sieht.

Bleibt die Frage, woher die Angst kommt? Vom Attentat, das ihn an den Rollstuhl fesselte, oder doch nur vom langjährigen Umgang mit und Aufenthalt unter Politikern, besonders der Union?

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Feindsenderverbot?

Bettina Winsemann hat bei heise einen gten Artikel zum Thema Netzsperren geschrieben, mal über die übliche KiPo Geschichte hinaus.

Ihre Argumentation ist bestechend. Nicht die Tatsache, daß KiPo weltweit geächtet ist, ist der Grnd gegen die Sperren, sondern einfach, daß das Sperren einer Informationsqelle, und sei sie noch so widerlich, im Einklang mit einer freien Demokratie steht.

Was wäre, wenn im Ausland Dinge legal sind, die hierzulande illegal sind? Wie ist es mit den Nazi-Seiten in den USA? Sperren? Wie ist es, bei Telefongesprächen in die USA, mit vermeindlichen Unterstützern der rechten Propaganda? Telefonleitungen kappen, oder das Gespräch sicherheitshalber mithören lassen, um sicherheitshalber den Stecker ziehen zu können, bevor jemand „Sieg Heil“ sagt? Steht am Ende das Ausreiseverbot in Staaten, die eine andere Gesetzeslage als Deutschland haben?

Es mag kleinlich und auch etwas lächerlich wirken, solche Fragen zu stellen. Immerhin tut man doch etwas Gutes, wenn man gegen KiPo, Nazis und Hass im Allgemeinen vorgeht. nd das Anklicken einer amerikanischen Naziseite ist immerhin noch um einiges einfacher als in die USA zu einem Nazikongress zu fliegen. Auch die Kostenseite spielt eine Rolle.

Also Nazipropaganda nur für den, der es sich finanziell und zeitlich leisten kann? Auch keine Alternative.

Wo liegt die Lösung? Wie geht ein freier, demokratischer Staat vor, m die Situation zu verbessern, etwa, wenn es wirklich Staaten gibt, die KiPo zulassen, wie laut von der Leyen etwa Indien?

Da Frau Winsemann die Gründe gegen die Sperren schon sehr gut dargestellt hat, möchte ich einen Lösungsansatz versuchen.

Man kann nämlich etwas tun. nd zwar in zwei Richtungen, nach Innen und Außen.

Einerseits wären da Bilaterale Gespräche mit den jeweiligen Staaten, in denen die Server sitzen. Die Regierung kann anderen Staaten erklären, warum hier in Deutschland die fraglichen Inhalte (ob nun KiPo, Naziparolen oder urheberrechtlich geschützter Content) verboten sind und auf eine Annäherung der Gesetze hinarbeiten. Woz wird Außenpolitik betrieben, wenn man nicht sagen kann, wo der Schuh drückt? In einigen Fällen wird es vielleicht Erfolge geben, so daß die betreffenden Länder die Inhalte von den Servern entfernen lassen und eventell sogar die Täter verfolgen. In der Hinsicht wäre es auch wünschenswert, wenn die Strafverfolgungsbehörden beider Länder in dem Punkt zusammenarbeiten, warum soll das was bei „Terroristen“ möglich ist, nicht auch bei Vergewaltigern funktionieren?

Andererseits wird es immer Länder geben, die ihre Gesetze beibehalten. Das ist bei KiPo noch sehr unwahrscheinlich, aber die Verbeitung von Nazi-Propaganda ist in vielen westlichen Demokratien legal und fällt dort nter die Redefreiheit. Trotzdem werden die USA nicht von Nazis regiert. Wieso eigentlich nicht?

Die Leute dort wissen mit der Propaganda umzugehen. Sie sind insofern informiert, als daß sie auch die Gegenpositionen kennen, und diese für besser halten. Das ändert sich auch nicht durch irgendwelche Idioten, die in braunen Hemden durch die Straßen ziehen.

Anstatt wegzusehen und ungenehme Äßerungen zu unterdrücken, liegt die bessere Lösung im Hinsehen. Warum sind bestimmte Inhalte populär, wie kann die Bevölkerung aufgeklärt werden über die Gefahren? Das würde bedeuten, einmal ins Bildungssystem zu investieren, die Kinder wirklich fit zu machen für die Freiheit, die wir haben.

Daneben kann auch weiterhin Strafbares verfolgt werden. Auch wenn die Gesetze in den USA nicht ziehen, hier tun sie das. Und die Distributoren solcher Inhalte sollten, soweit juristisch möglich, auch in Deutschland belangt werden. Wenn sie nicht hier sind, so ist wenigstens deutlich, welche Gesetze hier gelten und daß es hier nicht jeder nachmachen kann, ob es um Nazipropaganda geht, oder um Kindesmißbrauch.

So denke ich, kann man am ehrlichsten, effektivsten und demokratischsten etwas tun gegen Inhalte, die hier strafbar sind.