Kirchentag, Technik

Kirchentags-App

Im Juni ist wieder Kirchentag. Wieder in Stuttgart, so wie damals, als ich zum ersten Mal einen Kirchentag besuchte, 1999 in der Woche vorm mündlichen Abi (Religion – ich bekam 8 Punkte). Dieses Jahr liegt er genau nach dem Schulpraktikum und vor dem Gemeindepraktikum. Das heißt, obwohl ich nicht mehr studiere, sondern im Vikariat bin, kann ich ohne Problem zum Kirchentag fahren – vielleicht zum letzten Mal als Privatperson ohne Verantwortung für irgendwelche Jugendgruppen. Und wenn man dann noch den Streß im Schulpraktikum berücksichtigt – ich tu mir ziemlich schwer und bald ist Prüfung – dann freu ich mich gleich doppelt drauf.

Letztes Mal gab es ja schon eine Kirchentags-App, mit der man das Programm durchsuchen konnte, einen Plan machen etc. Auf jeden Fall etwas, das ich mir ansehen wollte. Nur letztes Mal war es an mir vorbei gegangen, nur konnte ich im Nachhinein sehen, daß die App nur über google playstore bzw. Apple Store zu beziehen war. Aus diesem Grund hatte ich den Kirchentag angeschrieben und darauf hingewiesen, daß das alle diejenigen ausschließt, die kein entsprechendes Konto haben wollten und angeregt, die App auf der Kirchentagsseite zum Download anzubieten.

Macht doch Sinn, oder? Ich bekam auch eine Rückmeldung, daß man sich das überlegen würde. Jetzt seh ich die letzten Tage immer wieder auf die Kirchentags-Seite, um zu sehen, wann die App rauskommt, und ob sie auch ohne Apple- oder gogle Konto zu beziehen sind.

Heute sah ich zum ersten Mal die Downloadlinks. Einer in den google playstore, einer in den Apple Store. Früher, so meine ich mich zu erinnern, konnte man die Dateien bei google ja zumindest mit dem PC ohne Konto runterladen. Dem ist nicht mehr so.

Kurz gesagt: Ich bin enttäuscht.

Gut, ich komme mit dem Programm in Printform klar, und ich weiß nicht, ob ich mich mit der App würde anfreunden können – ich hab sie ja noch gar nicht testen können!

Ganz ehrlich frage ich mich, was die Beweggründe dahinter sind, die App nur denjenigen zur Verfügung zu stellen, die ihre Privatsphäre an US Konzerne verkaufen. Der Kirchentag kann selbst ja kein Interesse daran haben, die Privatsphäre seiner Besucher zu verletzen, ob direkt oder indirekt.

Ich vermute, die App wurde in Auftrag gegeben. Was spricht dagegen, nachdem die Entwicklerfirma bezahlt wurde, den Quellcode vielleicht sogar zu veröffentlichen? Die Community würde vielleicht noch ganz neue Features einbauen, an die die Kirchentagsverantwortlichen gar nicht denken. Beim nächsten Kirchentag könnte man ja, wenn man sich nicht sicher ist, ob der Code vielleicht durch die Veränderungen irgendwie verschlechtert wurde, wieder eine Firma beauftragen, die da mal drübersieht, für die offizielle Version. Alles denkbar, aber was machen sie? Closed Source und nur zugänglich mit Zugangskonten für die großen Stores.

Dabei ist der Kirchentag eigentlich sehr sensibel, wenn es um Verantwortung und die Folgen des eigenen Handelns geht: Fair Trade Verpflegung, Zertifizierung der CO2-Neuralität, Barrierefreiheit für Menschen mit Handicap… alles Standard.

Vielleicht sind die zuständigen Leute einfach zu alt. Vielleicht muß man sie einfach nur nachhaltig auf die Problematik hinweisen. Ich hab nochmal ne Mail geschrieben, mal sehen ob was passiert. Vielleicht wollt Ihr ja auch ne Mail schreiben?

Kirchentag

Der Kirchentag – persönliche Nachgedanken von Benny

Nun ist er also um, der Kirchentag. Und nachdem ich gestern erst mal Erholung brauchte (ich hab mich in Hamburg ziemlich übel erkältet), wollte ich noch ein paar Gedankenanstöße festhalten, die ich vom Kirchentag mitgenommen habe.

Das vielleicht für die Zukunft interessanteste, was ich auf dem Kirchentag gelernt habe, ist die Existenz der sogenannten 66er Ausbildung. Es gibt da wohl einen Paragraphen 66 im Berufsbildungsgesetz, der den Rahmen für die Ausbildung von Menschen mit Behinderung regelt. Und dabei geht es offenbar nicht nur um körperliche Behinderungen. Für die Inklusion ist das ein guter Ansatzpunkt. Aber da muß seitens der „Schwerstmehrfachormalen“ auch umgelernt werden. Nicht jede geistige Behinderung muß in die Behindertenwerkstatt führen, man muß einfach mal darauf achten, was die Menschen können, statt sich darauf zu konzentrieren, was sie, verglichen mit der Norm, nicht können. Bei einer Veranstaltung berichtete ein gut ausgebildeter junger Mann, der vor kurzem erbindet war, von seinen Problemen mit dem Arbeitsamt. Aufgrund seiner Blindheit bot man ihm fast nichts an. Er hat studiert, er kann mit Texten umgehen, aber allein die Tatsache, daß er sie an einem Computer nicht über den Monitor, sondern über den Screenreader rezipiert, sorgte wohl dafür, daß ihm entsprechende Jobs gar nicht angeboten wurden. Komischerweise wurde er aber immer wieder nach seinem Führerschein gefragt, und ob dieser Anhänger mit einschließe (den Führerschein hatte er von vorher, inklusive Anhänger, weil alter 3er Führerschein, aber daß sein fehlendes Augenlicht ihm Autofahren nicht mehr ermöglichte, wurde ebenfalls weitgehend ignoriert).

Trotzdem. Diese 66er Ausbildung sollte bekannter werden. Zur Zeit werden noch zu viele Hürden, vielleicht auch aus Unkenntnis aufgeworfen. Ein Politiker saß auf dem Podium (seinen Namen hab ich vergessen, ein Hinterbänker aus dem Bundestag), der einen behinderten Sohn hat. Dieser hatte nun die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu machen, also einer „richtigen“ Arbeit nachzukommen, und nicht auf die Behindertenwerkstätten angewiesen zu sein. Das Problem war, obwohl der Arbeitgeber dem zugestimmt hatte, mußten noch diverse amtliche Stellen dem Ganzen zustimmen, so um die 5. Wenn eine Stelle nein sagt, wieso auch immer, war es das. Diese Stellen hatten nun alle zugestimmt. Und dann fiel der Berufsschule ein, daß sie kein barrierefreies Gebäude hat. Geht also doch nicht.

Und hier stand ein Politiker im Hintergund, der durchaus mehr Einfluß haben dürfte, als „normale“ Menschen (was „normal“ allesbedeuten kann!). Wie sieht es in anderen Fällen aus?

Der gleiche Politiker sprach auch davon, daß man eingentlich darangehen müßte, die Förderschulen abzuschaffen (wenn auch nicht ganz), um die Inklusion voranzubringen, weil sie einfach die Trennung er Gesellschaft zementieren. Aber wie es aussieht haben die Betreiber hier auch ein Interesse daran, ihre Pfründe zu sichern, und betreiben Lobbyarbeit hin zu einer Bewahrung des status quo, so schädlich er auch ist. So werden inzwischen wohl vermehrt lernbehinderte Jugendliche als geistig behindert eingestuft, weil sie dann die Chance haben, in eine Behindertenwerkstatt zu kommen und nicht von Hartz IV leben zu müssen, nachdem sie die Förderschule verlassen. Wer stellt schon einen Förderschüler ein? Auf dem Kirchentag wurden einige vorgestellt, die das tun. Aber man muß sie suchen.

Wenn es uns als Gesellschat gelingt, die Inklusion umzusetzen, dann kommt es vielleicht auch dazu, daß Behinderungen nicht mehr als so schlimm wahrgenommen werden, wie wir Schwerstmehrfachnormale es heute meist noch tun. Nur wei ich mir ein Leben ohne Augenlicht nicht vorstellen kann, heißt es nicht, daß der Blinde unter seiner Blindheit mehr leidet als ich unter meinem Asthma. Der kann im Zweifel viele Dinge tun, die ich nicht tun kann. Ich erinnere mich an eine Unterhaltug mit einer Freundin, die an Neurodermitis leidet: Sie meinte, meine Kurzatmigkeit, das wäre für sie die Hölle, wie ich das denn aushalten könne. Für mich ist das aber kein größeres Problem, da macht man halt mal langsam und atmet tiefer und langsamer, bis es besser wird. Ist normal so, auch wenn’s manchmal nervt. Ich meinte im gleichen Gespräch, die Neurodermitis, dieses ständige Jucken auf der Haut, dieses nässende Gefühl, ständig eincremen müssen, das wäre für mich die Hölle. Das sah sie wiederum nicht so. Ich weiß nicht, vielleicht fänd ich es auch nicht so schlimm, wäre ich in der Situation. Trotzdem: Aus meiner persönlichen Warte sieht es immer noch aus wie die Hölle.

Ich vermute, daß behinderte Menschen ihre Behinderungen ebenfalls ihre Behinderungen nicht so negativ erleben, wie wir uns das vorstellen. Wenn wir einander besser kennenlernten, etwa weil wir gemeinsam zur Schule gehen, ist Behinderung vielleicht nicht mehr ganz so beängstigend. Und man treibt vielleicht auch seltener ab. Es käme wohl kaum jemand auf die Idee, Asthmatiker oder zukünftige Brillenträger abzutreiben, könnte man es schon im Mutterleib feststellen.

Bei der gleichen Veranstaltung zur Inklusion wurde ich auch auf Barner 16 aufmerksam. Auf youtube beschrieben sie sich so:

barner 16 erklärt die Welt ist eine neue Videoreihe der barner 16, ein inklusives Netzwerk professioneller Kulturproduktionen von Künstlern mit und ohne Handicaps.

Eine kleine Kostprobe.

Bei der Bibelarbeit von Andrew Jones, dem „Long Tall Kiwi“, ging es unter anderem um Gärtnern. Und dabei wies Andrew auf die Urban Farming Guys hin. Auch hier ne Kostprobe.

Überhaupt treffe ich in letzter Zeit und dann verstärkt auf dem Kirchentag immer wieder auf Tipps, wie man Dinge selbst herstellt, oder zumindest auf Hinweise zu Gruppen oder Firmen, die lokal herstellen unter sozial verträglichen Bedingungen. So wurde zum Beispiel bei einer Veranstaltung Werbung für freie Software gemacht, auch wenn die Leute auf der Bühne dort augenscheinlich nicht zu tief in der Szene steckten. Es wurde als gut anerkannt und gewürdigt, zusammen mit dem Menschen, der eine Maschine zum Selberbauen von Möbeln entwickelt hat und die Pläne für non-profit Zwecke gerne weitergibt und dem Schuhersteller aus Österreich, der es schafft nur in Österreich zu produzieren und trotzdem gute, reparierbare Lederschuhe herstellt für 150€ das Paar. Im Gegensatz zu den Global Playern macht er keine Werbung und zahlt sich selbst auch nur 1000€ im Monat aus. Aber er sagt: Das reicht ihm. Den Namen hab ich vergessen, aber all diese Projekte findet man auch bei futurzwei.org. Nachteil dort ist, daß nur Schwörer alles gezeigt kriegen: Man muß versprechen, die Ideen nicht nur zu konsumieren, sondern auch weiterzuerzählen. Hab ich hiermit erledigt 😉

Die Seite hat auch viele andere interessante Inhalte, wie die „Nachrichten aus der Zukunft“ (oder Vergangenheit?) Ganz lustig, wie Sarazin Klage erhebt, weil sein Körper überfremdet ist von Millionnen körperfremder Mikroorgamismen und es als blauäugig und weltfremd bezeichnet wenn gesagt wird, daß man ohne diese Mikroorganismen gar nicht leben kann…

Natürlich gibt es auch immer viele Möglichkeiten, beim Kirchentag zu diskutieren. So laufen immer wieder Leute mit Schildern rum. Darauf steht dann „Jesus rettet“ oder „Wer nicht glaubt kommt in die Hölle“ oder Ähnliches. Diesmal hab ich bei drei Gelegenheiten ein bißchen diskutiert. Da war der ältere Herr mit dem Fahrrad am Samstag. Am Rathausplatz stand er da mit seinem Fahrrad und den Schildern drauf. Diskutieren war nicht wirklich möglich, da er sich in endlosen Monologen erging. Manches fand ich auch gar nicht so verkehrt, aber diese elende Satisfaktionslehre… Wie dem auch sei: Für ihn schienen die negativen Seiten der Satisfaktionslehre, diese Sündenangst und all das, was einem die Sicherheit der Errettung doch noch nehmen könnte, nicht zuzutreffen. Er war tatsächlich voll der Freude (oder er hat gut geschauspielrt), nur ein bißchen arg stur. Da er nach eigenen Worten an Krebs erkrankt ist hoffe ich, daß er diese Freude beibehalten kann, trotz Satisfaktionslehre.

Das zweite Beispiel war gleich am Mittwochabend in der Nähe der Binnenalster. Ein paar Fundamentalisten mit Schildern diskutierten mit Jugendlichen. Ich kam nicht dazu, meine eigenen Einwände und Fragen vorzutragen, da erscheinen auch schon ein paar junge Muslime. Die hatten Anfangs ganz interessante Sprachen, aber bald ging es nur noch darum, ob nun Christentum oder Islam die echte Religion ist. Es war schon lustig, danebenzustehen und zuzuhören, wobei ich auch manchmal ins Gespräch eingriff, um die christlichen Fundis in Schutz zu nehmen, wenn die Muslime gar zu argen Unsinn erzählten (Jesus kein Gott, so ein Quatsch…). Übrigens, nochmal zu Andrew Jones. Der hatte in seiner Bibelarbeit den Text der Speisung der 5000 nach der Version von Johannes 6. Muslimische Missionare wollen ja öfters mal Mohammed in die Bibel bringen, indem sie auf das Johannesevangelium rekurrieren. In Johannes 1, 19-21 wird der Täufer nacheinander gefragt, ob er der Christus, Elia oder „der Prophet“ sei. Muslime schließen daraus, daß es neben dem Christus noch einen Propheten geben müsse, und beziehen das auf 5. Mose 18,15, wo von einem Propheten wie Moses geredet wird. Dieser Prophet müsse also von Christus verschieden und wie Moses sein, natürlich deuten die Muslime das auf Mohammed. In Joh 6,14 steht aber nun:

Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll.

Sorry, liebe Muslime.

Und noch eine kurze Diskussion hatte ich. Wir gingen gerade am Elbufer entlang, als mir wieder mal (bei Kirchentagen passiert das dauernd) eine Broschüre entgegengestreckt wurde. Es ging um den Humanistentag. Der humanistische Werber wies insbesondere auf die beigefügte Literaturliste hin: Artikel in Wochenzeitschriften aus den letzten Jahrzehnten, die in irgend einer Weise gegen Kirche oder Bibel oder Glaube oder ale drei sprechen sollten. Auf den Hinweis, daß ich dieser Liste nicht bedürfte, da ich Theologie studiere und mir die Quellen eher zugänglich sind als diese Tertiärliteratur, wies er mich erst einmal darauf hin: Er sei der viel größere Experte in diesen Dingen. Aha. Dagegen kommt man natürlich nicht an. Er fuhr fort, mir irgendwelche Zitate aus dem katholischen Katechismus (ja genau, evangelischer Kirchentag, aber welcher vernunftbegabte, wissenschaftlich denkende Nichtreligiot versteht da schon den Unterschied?) an den Kopf zu werfen und zu behaupten, daß der 2. Petrusbrief die Sklaverei und den Antisemitismus rechtfertigen würde. Mein Hinweis, daß er da aber etwas gewaltig verdrehe quittierte er wie eine beleidigte Leberwurst: Er winkte ab, drehte sich um und ging seines Weges. Wieso ist es immer so schwer, mit Leuten, die nur die Vernunft gelten lassen, vernünftig zu sprechen…?

Manche Sachen haben mich auch geärgert. Daß die App nur über den google app store zu beziehen ist zum Beispiel. Ich hab kein google Konto und ich plane auch nicht, mir eins zuzulegen. Und irgendwie kam es mir so vor, als ob die Teilnehmer immer weniger in die Diskussionen einbezogen würden (vielleicht war ich auch in den falschen Veranstaltungen) und irgendwie lagen die interessanten Themen alle parallel. Ich hatte irgendwie auf der einen Seite viel Freizeit, auf der anderen Seite aber auch viel verpasst wegen interessanterer Parallelveranstaltungen. Ist aber nur ne subjektive Sache.

Alles in allem 5 schöne, wenn auch anstrengende Tage. Was ich hoffe ist, daß in Stuttgart dann auch endlich mal die Piraten bei einem Kirchentag anzutreffen sind. Parteien trifft man dort von CSU bis KPD so ziemlich alle. Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, als verspielen die Piraten aufgrund der dort stark anzutreffenden antikirchlichen Reflexe (der Kirchentag hat mit der Kirche übrigens recht wenig zu tun, organisatorisch) wunderbare Vernetzungsmöglichkeiten. Die Grünen hatten und haben in Teilen immer noch große Vorbehalte gegen die Kirchen, trozdem waren sie über die Friedensbewegung auch stark mit der Kirche verbandelt, auch wenn es andernorts Differenzen gab. Gleiches gilt für die Gewerkschaften. Ver.di hat mit den Kirchen nen langjährigen Rechtsstreit wegen dem dritten Weg, trotzdem tritt Bsirske auf jedem Kirchentag auf und beim Sonntagsschutz zieht man an einem Strang. Es wird Zeit, daß die Piraten es schaffen, die Mauern in ihren Köpfen zu überwinden. Vielleicht trifft man sie ja dann endlich in Stuttgart auf dem Markt der Möglichkeiten. Ich hoffte ja schon in Bremen darauf, und bisher: Nix. Trotz den Christen in der Piratenpartei…

So, das war es jetzt aber.

Kirchentag

Sendungen zum Kirchentag

Bald ist es wieder soweit, und es ist Kirchentag. Dieses Jahr in Hamburg. Mittwoch strömen wieder Zehntausende Menschen in eine deutsche Großstadt, um ihren Glauben zu feiern, zu diskutieren, zu beten, Musik zu hören, Theater zu sehen… nein, eine abschließende Liste erstellen geht da wohl nicht.

Auch ich werde wieder dabei sein, und meine Oma wird das Ganze wieder vorm Fernseher verfolgen. Mit über 80 ist das dann doch zu viel Trubel, meint sie. Ist wohl leider so, also wollte ich ihr im Netz raussuchen, welcher Sender was überträgt. Auf der Kirchentagsseite findet man, nach Sendern geordnet, Hinweise darauf (rechts unter „Geplante Sendungen zum Kirchentag).

Diese Auflistung hat IMHO zwei Nachteile: Erstens ist sie nicht nach Zeiten, sondern nach Sendern sortiert, und zweitens ist Radio und Fernsehen gemischt. Für alle diejenigen, die das auch als Manko empfinden, folgt hier eine Liste, die nach Rundfunkart und Zeiten sortiert ist. Stand ist Freitag, der 26.4., wie auf der Kirchentagsseite angegeben:

Fernsehen

Montag, 29.4.

9:45 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

18:18 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

23:30 Das Erste (ARD)
Wieviel Kirche braucht das Land? (Wh. 30.4. um 3:20)

Dienstag, 30.4.

3:20 Das Erste (ARD)
Wieviel Kirche braucht das Land (Wh. vom 29.4., 23:30)

18:00 NDR Fernsehen (Regionalprogramm Hamburg?)
Live aus der Stadt mit der SNG

18:30 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

Mittwoch, 1.5.

13:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

16:45 Phoenix (bis 18:30)
Phoenix vor Ort: Reportagen, Gespräche, Eröffnungsgottesdienst, Grußworte BP Gauck, Erzbischof Thissen, Bürgermeister Scholz

17:00 Das Erste (ARD) (bis 18:00)
Übertragung des Eröffnungsgottesdienstes am Strandkai

18:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

19:30 NDR Fernsehen (Regionalprogramm Hamburg?)
Live mit der SNG: Abend der Begegnung

20:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

Donnerstag, 2.5.

0:05 NDR Fernsehen
Wer’s glaubt – Junge Reporter unterwegs auf dem Kirchentag

0:35 ZDF (bis 0:50)
Kiez und Kirche – Eröffnungsbericht zum 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg

10:45 Phoenix (bis 13:00)
Phoenix vor Ort: Reportagen, Gespräche, „Eine starke Gesellschaft – was braucht sie“ mit BP Gauck

13:00 ZDF
Eine starke Gesellschaft – Diskussionsveranstaltung mit Bundespräsident Joachim Gauck vom 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg

13:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

18:00 NDR Fernsehen (Regionalprogramm Hamburg?)
Live aus der Stadt mit der SNG

18:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

19:30 NDR Fernsehen (Regionalprogramm Hamburg?)
Live aus der Stadt mit der SNG

20:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

20:15 Bibel TV
Eröffnungsgottesdienst in der Hamburger Hafencity auf der Bühne am Strandkai am 1.5., 17 Uhr, mit Predigt der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs

23:00 Phoenix
Phoenix der Tag: unter anderem mit 15 Minuten Zusammenfassung „Der Kirchentag“

Freitag, 3.5.

0:30 NDR Fernsehen
Wer’s glaubt – Junge Reporter unterwegs auf dem Kirchentag

11:00 Phoenix (bis 13:00)
Phoenix vor Ort: Reportagen, Gespräche, „Und siehe, es war sehr gut – die Schöpfung in einer globalisierten Welt“ mit BK Angela Merkel

13:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

18:00 NDR Fernsehen (Hamburger Regionalprogramm?)
Live aus der Stadt mit der SNG

18:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

19:30 NDR Fernsehen (Regionalprogramm Hamburg?)
Live aus der Stadt mit der SNG

20:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

23:00 Phoenix
Phoenix der Tag: unter anderem mit 15 Minuten Zusammenfassung „Der Kirchentag“

Samstag, 4.5.

1:00 NDR Fernsehen
Wer’s glaubt – Junge Reporter unterwegs auf dem Kirchentag

13:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

14:00 Phoenix (bis 15:15)
„Das war der Kirchentag“ – Highlights, Gespräche und Reportagen

19:30 NDR Fernsehen (Regionalprogramm Hamburg?)
Live aus der Stadt mit der SNG

20:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

23:40 Das Erste (ARD)
Das Wort zum Sonntag

Sonntag, 5.5.

0:40 NDR Fernsehen
Wer’s glaubt – Junge Reporter unterwegs auf dem Kirchentag

9:00 ZDF
sonntags – TV fürs Leben

10:00 Das Erste (ARD) (bis 11:30)
Schlußgottesdienst

13:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

17:30 Das Erste (ARD)
ARD Reportage zum Abschluß – Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und Trends

18:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

19:30 NDR Fernsehen (Regionalprogramm Hamburg?)
Live aus der Stadt mit der SNG

20:00 Bibel TV
Das Magazin – Kirchentag 2013

20:15 Bibel TV
Schlußgottesdienst im Hamburger Stadtpark mit Predigt von Bischof Nicholas Baines, Bradford/Großbritannien

Montag, 6.5.

18:15 NDR Fernsehen
Nordreportage: Oh Gott – sie kommen

Montag, 20.5.

0:00 NDR Fernsehen
Wer’s glaubt – Junge Reporter unterwegs auf dem Kirchentag

0:20 ZDF
Wie viel ist genug? – Rückblick auf den 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg

20:15 ERF 1
Finalshow des christlichen Musikwettbewerbs SongTalent 2013, aufgenommen am 2. Mai in Hamburg (das ist wohl der Kirchentagsbezug).

Radio

Samstag, 27.4.

18:45 Antenne Thüringen
Übernachten im Baumhaus – Die Hamburger Bettenkampagne Koje frei

18:50 Landeswelle Thüringen
N.N.

Sonntag 28.4.

6:00 Radio Harmony (bis 9:00)
Himmlisch

6:00 Radio FFH (bis 9:00)
Kreuz und Quer

8:40 NDR Kultur (bis 9:00)
Glaubenssachen: „Gipfeltreffen der Weltverbesserer“ Der evangelische Kirchentag in Hamburg – Von Margot Käßmann

17:05 NDR Info
„Lebenswelten“ Event oder Zeitansage? Der deutsche evangelische Kirchentag in Hamburg

Montag, 29.4.

4:58 Radio SAW
Sachsen-Anhalter auf dem Kirchentag – Musicalprojekt

Dienstag, 30.4.

4:58 Radio SAW
Sachsen-Anhalter auf dem Kirchentag – Pfadfinder

~ 18:40 Radio ffn
Vorberichterstattung

~ 18:40 Hit-Radio Antenne
Vorberichterstattung

Mittwoch, 1.5.

4:58 Radio SAW
Sachsen-Anhalter auf dem Kirchentag – Clown Leo

13:00 NDR Kultur (bis 14:00)
„Klassik à la carte“ zum Kirchentag – Ellen Ueberschär Generalsekretärin des Kirchentages zusammen mit Bischöfin Kirsten Fehrs im Gespräch mit Beate Scheibe

16:05 NDR Info (bis 17:00)
Fanny Dethloff – Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauftr. der Nordkirche in Hamburg im Gespräch mit Michael Hollenbach

18:30 NDR 90,3
Konzert am „Abend der Begegnung“ auf dem Rathausmarkt mit Papermoon und Jonny Logan

20:00 ERF Plus
„Glaube und Denken“ zum Kirchentagsthema „Soviel du brauchst“ – Was braucht der Mensch wirklich zum Leben? Was ist Luxus? Gedanken zum Motto des Kirchentags

Donnerstag, 2.5.

4:58 Radio SAW
Kirchentag aktuell 1

9:35 Deutschlandfunk (bis 10:00)
Live Sondersendung vom Kirchentag

17:05 SWR 2
SWR 2 Forum

18:05 Bayern 2 (bis 19:00)
Live vom Evangelischen Kirchentag

~ 18:40 Hit-Radio Antenne
Ein christlicher Pfadfinder aus Niedersachsen auf dem Kirchentag

~ 18:40 Radio ffn
Highlights des Kirchentags

20:00 ERF Pop
Liveübertragung der Finalshow des christlichen Musikwettbewerb SongTalent 2013

Freitag, 3.5.

4:58 Radio SAW
Kirchentag aktuell 2

9:35 Deutschlandfunk (bis 10:00)
Live Sondersendung vom Kirchentag

~18:40 Hit-Radio Antenne
Highlights des Kirchentags

~ 18:40 Radio ffn
Ein christlicher Pfadfinder aus Niedersachsen auf dem Kirchentag

Samstag, 4.5.

17:04 Kulturradio (bis 18:00)
Das Magazin live vom Kirchentag in Hamburg

17:05 MDR Figaro (bis 18:00)
Sinn- und Glaubensfragen

19:30 NDR Kultur
„… das ich außer Gott nur Dir gehöre“ – Die Briefe von Freya und Helmuth James von Moltke gelesen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel – Öffentliche Veranstaltung im Rolf Liebermann Studio des NDR (Wh. am 5.5. um 20:05)

Sonntag, 5.5.

6:00 Radio ffn (bis 10:00)
Sonntagsmagazin mit sechs Beiträgen pro Stunde vom Kirchentag

6:00 Radio Harmony (bis 9:00)
Himmlisch

6:00 Radio FFH (bis 9:00)
Kreuz und Quer

6:03 SWR 1
Sonntagmorgen – Diverse Beiträge und Eindrücke/O-Töne vom DEKT in HH

6:05 B5 aktuell (bis 6:30)
Religion und Kirche

6:05 NDR Info (bis 6:30)
„Lebenswelten“ Das Dokument vom Kirchentag

6:15 Antenne Thüringen
Kirchentag 1: Thüringer auf dem Kirchentag

6:45 Antenne Thüringen
Kirchentag 2: Schwerpunktthema

7:05 NDR Info (bis 7:30)
„Blickpunkt: Diesseits“ Magazin vom Kirchentag

7:15 Antenne Thüringen
Nachrichten aus der Ev. Redaktion

7:20 Landeswelle Thüringen
Kirchentag 1: Thüringer auf dem Kirchentag

7:45 Antenne Thüringen
Veranstaltungstipps aus der Ev. Redaktion

7:45 MDR Info
Aus Religion und Gesellschaft (Wh. um 9:45)

7:50 Landeswelle Thüringen
Kirchentag 2: Schwerpunktthema

~ 8:00 Radio SAW (mehrere Beiträge)
Kirchentag aktuell 3 & 4, Himmlischer Hit, News und Abschlußgottesdienst

8:00 Radio NRW und 46 Lokalradios (bis 9:00)
Kirchenmagazin „Himmel und Erde“

8:00 Antenne 1 (bis 9:00)
Sondersendung zum Kirchentag

8:00 Radio Energy (bis 9:00)
Sondersendung zum Kirchentag

8:00 Donau 3 FM
Sondersendung zum Kirchentag

8:15 Antenne Thüringen
Kirchentag 3: Clown Leo aus Halle in Hamburg

8:20 Landeswelle Thüringen
Kirchentag 3: Clown Leo

8:30 Bayern 2 (bis 9:00)
Evangelische Perspektiven

8:30 WDR 3 (bis 9:00)
Lebenszeichen – Feature zum Kirchentag

8:45 Antenne Thüringen
Himmlischer Hit – Kirchentagssong

9:00 Radio 7 (bis 10:00)
Sondersendung zum Kirchentag

9:00 Die Neue 107.7 (bis 10:00)
Sondersendung zum Kirchentag

9:04 Kulturradio (bis 9:30)
Reportage vom Kirchentag

9:20 Landeswelle Thüringen
Himmlischer Hit – Kirchentagssong

9:45 MDR Info
Aus Religion und Gesellschaft (Wh. von 7:45)

10:00 NDR Info
Übertragung Abschlußgottesdienst

11:30 WDR 5 (bis 12:00)
Spezial – Magazin zum Kirchentag

12:05 SWR 2 (bis 12:30)
SWR 2 Glauben – Ambitioniertes Glaubensfest. Der DEKT in HH

14:00 NDR Info
MIKADO Kinderhörspiel aus Anlass des Kirchentages

17:05 NDR Info
„Lebenswelten“ Magazin vom Kirchentag

20:05 NDR Kultur
Sonntagsstudio: „… Das ich außer Gott nur Dir gehöre“ – Aufzeichnung der Moltke-Lesung vom Vortag

20:05 B5 aktuall (bis 20:30)
Religion und Kirche

22:05 WDR 5 (bis 22:30)
Lebenszeichen – Feature zum Kirchentag

Montag, 6.5.

18:45 Antenne Thüringen
Kirchentagsbilanz

18:50 Landeswelle Thüringen
Kirchentagsbilanz

Donnerstag, 9.5.

12:05 SWR 2 (bis 12:30)
SWR 2 Glauben – Zuspruch und Aufmunterung. Dokument vom 34. DEKT

Daneben gibt es auf vielen (den meisten?) Sendern weitere Berichte im Rahmen der von Nachrichten und Magazinen und sonstiger aktueller Berichterstattung.

Manche Angaben konnte ich nicht ganz entziffern, bei manchen fand ich auf den Seiten der Fernseh- und Radioprogramme andere Sendezeiten heraus und hab das entsprechend korrigiert hier übernommen. Wieder andere hatten auf der Kirchentagsseite keine genaue Sendezeiten angegeben, die fehlen hier auch. Falls Ihr Euch also für etwas Spezielles interessiert, seht auf den Senderseiten nach, ob das nun wirklich so ist und wie aktuell das ist. Daher gilt: Alle Angaben ohne Gewähr 😉 Aber vielleicht ist es ja doch jemandem eine Hilfe.