Duisburg

Lieber Franz Josef Wagner,

eins kann ich Dir versprechen: Wir SPD Mitglieder wollen nicht über das Schicksal von 82 Millionen bestimmen, nur über das Schicksal unserer Partei.

Sie mag etwa so viele Mitglieder haben wie Duisburg Einwohner, aber ich glaube, wir wachsen im Moment schneller.

Die Duisburger bestimmen über das Schicksal ihrer Stadt, und daran ist nichts verkehrt. So ist es in einer Demokratie.

Und wie in Duisburg ist es auch bei uns. Wir bestimmen über unser Schicksal selbst.

Du hast Recht, wir sind nicht das Volk. Das Volk hat am 26 September den Bundestag gewählt, und unsere Abstimmung wird – egal wie sie ausgeht – an der Zusammensetzung des Bundestages nicht das Geringste ändern.

Deine Stimme vom September wird nicht ungültig.

Die Abgeordneten des Bundestages werden auch nach der Mitgliederbefragung die Gleichen sein.

Du sprichst unsere Träume an. Wir träumen von Gerechtigkeit. Der Traum ist wohl so alt wie die Menschheit. Eine Utopie?

Vor 300 Jahren waren die Menschenrechte eine Utopie.

Vor 200 Jahren waren Arbeiterrechte eine Utopie.

Vor 100 Jahren war ein friedlich geeintes Europa eine Utopie.

Laß uns gemeinsam träumen und entdecken, was morgen eine Utopie gewesen sein wird!

Glück auf!

Ihr Benjamin Koppe

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Ein Kommentar zu Duisburg

  1. Thomas Jakob sagt:

    Wenn es gut geht, d. h. die SPD-Mitglieder mehrheitlich zustimmen, war dieses Verfahren ein guter Schachzug für die SPD, in den Koalitionsverhandlungen mehr herauszuholen.

    Wenn es schief geht, wird Deutschland eine labile Regierung haben, weil zwei Parteien, die FDP und die SPD, mehr Wert darauf legen, ihre eigenen Befindlichkeiten zu pflegen, als Verantwortung zu übernehmen.

    Früher hätte ich im Brustton der Überzeugung gesagt, dass bei solchen Abstimmungen die Menschen schon klug genug sind, ihre Interessen zu erkennen und dementsprechend abzustimmen.

    Seit dem Ausgang des Brexit-Votums bin ich da überhaupt nicht mehr sicher. Wie Cameron hat auch Schulz die Abstimmung als politischen Hebel verwendet. Ich hoffe, dass es bei ihm nicht ebenfalls daneben geht.

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