345%der Wähler wissen noch nicht, wen sie wählenwerden

… oder so ähnlich. Jedenfalls sind es viele. Wer noch unschlüssig ist und mit dem Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zu keinem Ergebnis gekommen ist, hat vielleicht Interesse daran, den Sozial-O-Mat der Diakonie Deutschland zu befragen.

Bin grad drauf gestoßen. Der hat nochmal ne andere Fokussierung der Fragen, beschränkt sich auf bestimmte sozialpolitische Fragestellungen und hat auch nicht alle antretenden Parteien aufgenommen.

Der Sozial-O-Mat erweckt bei mir ein wenig den Anschein, nicht nur neutral informieren zu wollen, sondern aus einer bestimmten Position heraus darzulegen, welche Wahlentscheidung welche Konsequenz haben könnte:

In unseren Beratungsstellen vor Ort erleben wir täglich, welche Konsequenzen politische Entscheidungen auf Menschen haben. Deswegen ist es uns wichtig, dass jedem bewusst ist, welche Auswirkungen seine Wahlentscheidung hat.

Ich finde das durchaus berechtigt, die Diakonie ist wie wir alle Tel der Gesellschaft und kann und soll sich daher auch bei der politischen Meinungsbildung einbringen. Sie tut dies transparent, indem sie in den FAQ darauf hinweist.

Vielleicht entwickeln sich diese O-Maten zu einer Form der politischen Debatte in Zukunft. Um das voranzubringen bräuchte man wohl eine Open Source Software oder eine entsprechende Internet-Plattform…

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2 Kommentare zu 345%der Wähler wissen noch nicht, wen sie wählenwerden

  1. Thomas Jakob sagt:

    Ich habe noch nie so viele <Wort>-o-maten gesehen wie in diesem Jahr. Diesen Sozial-o-maten, einen Science-o-maten, ein Exemplar der Grünen, eine Nonsens-Version des Postillion und andere. Das einzige, was außer dem Original noch gut war, war ein Kandidatencheck, wo man nach Eingabe der Postleitzahl die Positionen seiner Direktkandidaten zu 22 Fragen erfuhr, zusätzlich Daumen-hoch, Daumen-runter oder Neutral anklicken konnte und anschließend eine Analyse der Überdeckung bekam.

    Die anderen waren mir zu einseitig oder sogar blanke Manipulation. Selbst wenn es vielleicht einem guten Zweck dient, halte ich davon nichts. Man muss gute Ziele auf anständige Art und Weise verfolgen.

  2. De Benny De Benny sagt:

    Man muss gute Ziele auf anständige Art und Weise verfolgen.

    Ich bin jetzt nur auf den Sozial-O-Mat gestoßen. Wie gesagt halte ich ihn nicht für neutral. Das ist aber transparent – jedenfalls mir. Insofern würde ich nicht von unanständiger Art und Weise reden.

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