Verbreit‘ es nicht Challenge

Gedaechtniskirche

Die Kirche sieht nicht so aus, weil ein LKW letzten Montag in den Weihnachtsmarkt gefahren ist. Ihr Aussehen ist das letztendliche Resultat rechter Hetze.

Nachdem letzten Montag ein LKW in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin gefahren ist, habe ich etwas seltsames wahrgenommen:

Die Menschen beschlossen, keine Gerüchte oder Spekulationen zu twittern – es war ungewöhnlich ruhig in mienr Timeline.

Das heißt, natürlich war nicht jeder ruhig. Rechtspopulisten, oder richtiger: Nazis, haben sehr schnell dabei Behauptungen aufzustellen, wer der Täter sei und welche Motive er gehabt habe. Ich las auch einige englischsprachige Tweets, die aber mehrheitlich im Rahmen der Vernunft spekulierten. Was ich auch gelesen habe ist, dass es wohl Menschen gibt die meinen, die Gedächtniskirche (Bild oben) sähe wegen des Anschlages so aus – tut sie nicht.

Diese Erfahrung hat mich beeindruckt. Ich frage mich, was wäre, wenn wir nicht von dem Dreck, mit dem die Rechten in den sozialen Medien provozieren wollen, weiterverbreiten? Was, wenn wir beschließen, nicht ihre Verstärker zu sein? Ich kämpfe da mit mir selbst, ich laß mich leicht provozieren und tendiere dazu, das Provokante zu teilen und meine Meinung dazu zu kommentieren. Ich teile den Dreck quasi weiter, um der Welt zu zeigen, welchen Dreck die Provokateure von sich geben, und so spiele ich ihr Spiel mit.

„Das Spiel mitspielen“ ist verbreitet dieser Tage, auch unter den Rechten: Sie spielen das Spiel der Dschihadisten, doch nicht nur das, sie spielen im gleichen Team.

Natürlich wollen Dschihadisten und Rechte uns glauben machen, das Spiel wäre „wir“ gegen „die“, „Orient“ gegen „Okzident“, „Muslime“ gegen „Christen“. Ich denke, das stimmt nicht. Das Spiel ist Haß gegen Liebe, Chaos gegen Frieden. Beide, Dschihadisten und Rechte, gehören zu dem Team, das die Gesellschaft in zwei Blöcke spalten will: „die“ und „wir“. Und sicher: „Wir“ sind die Guten, die sich mit aller Gewalt gegen die Bösen zur Wehr setzen müssen, gegen „die“.

Ich denke, unser Job ist es, als Angehörige des anderen Teams, des Teams der Liebe, des Friedens und der einigen Gesellschaft, die Gesellschaft zu heilen, alles zu tun, um die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.

Da das Spalten zum Beispiel durch sogenannte „fake news“ (oder laßt es uns als das bezeichnen, was es ist: Lügen und Propaganda) betrieben wird, würde das Nichtverbreiten der Propaganda – wie sehr wir uns auch darüber ärgern – die Spaltung erschweren. Oder einfach Medien nicht konsumieren, die diese Propaganda verbreiten. In letzter Zeit sollen Rechte ja immer wieder in Talkshows eingeladen worden sein. Wieso also nicht aufhören, die Talkshows zu sehen, dann müssen sie ihren Dreck woanders verbreiten.

Denn die Medien funktionieren nach den Regeln des Marktes: Was sich verkaufen läßt, wird produziert. Laßt uns einfach aufhören, zu kaufen.

Daher fordere ich Dich heraus, die Propaganda dieser Menschenhasser nicht zu teilen, zu retweeten oder zu konsumieren. Ihre Propaganda ist nichts, das irgendwer kennen müßte. Es ist nichts, worüber wir reden müßten. Laßt uns ihnen nicht mehr helfen.

Früher gab es mal den Spruch: „Don’t feed the trolls – füttert nicht die Trolle.“ Er gehörte in die Newsgroups, wo immer mal wieder Menschen Spaß daran zu haben schienen, durch Provokationen die Debatten zu zerstören. Die Regel war, nicht mit diesen „Trollen“ zu reden, damit sie die Lust verlieren und aufgeben.

Meine Challenge ist ähnlich, aber nicht identisch. Verbreitet nicht ihre Lügen und ihre Propaganda, spricht nicht darüber, was die schon wieder getan oder gesagt haben, aber benutzt die sozialen Medien, um mit ihnen zu sprechen. Erschüttert ihre Weltanschauung, geht in die Debatten, zeigt ihnen jedes Mal auf, wenn sie sich auf Vorurteile berufen, damit sie begreifen, daß die Leute sehen, daß sie lügen und es öffentlich machen. Letztendlich wollen wir die Gesellschaft ja heilen, nicht spalten. Das bedeutet, daß wir hinterher mit ihnen eine Gesellschaft bilden werden müssen. Macht den ersten Schritt – sie werden es nicht tun.

Ich weiß, das kann frustrierend sein, aber ich bin sicher es ist die Mühe wert. Was können wir sonst tun, um das Haß-Team zu besiegen? Wenn wir die Methoden von Haß und Abgrenzung übernehmen, gewinnen sie.

 

 

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15 Kommentare zu Verbreit‘ es nicht Challenge

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  2. Christina sagt:

    Cooles Lied, wollt ich dir mal zukommen lassen:  https://www.youtube.com/watch?v=2RY5UeOfOic

    🙂

  3. Christina sagt:

    Lesenswert. Du brauchst dazu keinen Ton, das Video ist mit dem Text unterlegt: https://www.youtube.com/watch?v=aPMRrNpSphg

  4. De Benny De Benny sagt:

    Im ersten Lied geht es um die Christen im römischen Reich, denen man nachsagte, sie würden Kinder schlachten und ihr Blut trinken?

    Im zweiten Video spricht eine angebliche Ex-Muslima über den Islam und bedient das Vorurteil zu al-Taqiyya, nach dem Muslime angeblich lügen dürften (während der angebliche Christ Trump es nicht dürfte und doch tut, siehe https://twitter.com/realDonaldCntxt, von Fox News oder RT sprechen wir mal nicht).

    Dabei handelt es sich um eine Lüge ähnlich der antisemitischen Verschwörungstheorien. Ich finde es immer wieder bestürtzend, wenn Christen sich dafür hergeben, so etwas zu verbreiten. Wir haben bei der Hitlerei genug Schuld auf uns geladen, als wir unsere jüdischen Geschwister preisgaben, wieso wollen einige die gleichen Fehler immer wieder wiederholen?

  5. Christina sagt:

    Im zweiten Video spricht eine angebliche Ex-Muslima über den Islam und bedient das Vorurteil zu al-Taqiyya, nach dem Muslime angeblich lügen dürften.

    Dabei handelt es sich um eine Lüge.

     

    Ach ja? Vorurteil? Lüge? Ich zitiere mal:

    Sure 3, Vers 28: „Nicht sollen sich die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen, unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet von Gott in nichts Hilfe – außer ihr fürchtet euch vor ihnen. Beschützen aber wird euch Allah selber, und zu Allah geht die Heimkehr.“

    Klingt erstmal noch relativ harmlos. Doch gibt es zu diesem Vers ein paar Ausführungen, die für die gesamte muslimische Welt Gültigkeit haben.

    Eine Ausführung zu diesem Koran-Vers aus der berühmten Exegese (Tafsir) von al-Tabari (†923), welche die standardisierte und autoritative Referenz für die gesamte muslimische Welt darstellt:

    „Wenn ihr (Muslime) unter der Autorität der Ungläubigen steht und ihr Angst um euch habt, so verhaltet euch ihnen gegenüber mit eurer Zunge loyal währenddessen ihr innere Feindschaft pflegen sollt. … Allah hat den Gläubigen verboten, daß sie anstatt mit ihren Glaubensgenossen mit den Ungläubigen auf vertrauten Fuße stehen und freundschaftliche Beziehungen pflegen – ausgenommen wenn letztere ihnen an Autorität überlegen sind. In einem solchen Fall laßt die Gläubigen freundlich gegenüber den Ungläubigen erscheinen.“

    Ebenfalls zu Sure 3, Vers 28 schreibt Ibn Kathir (†1373), al Tabaris rangnächster Gelehrter, folgendes:

    „Wer immer zu gegebener Zeit und an beliebigem Ort das Böse der Ungläubigen fürchtet, darf sich durch äußere Verstellung schützen.“ Um diese Aussage zu untermauern, zitierte er Abu Darda, einen engen Gefährten Mohammeds: „Laß uns ins Gesicht mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie verfluchen.“

  6. De Benny De Benny sagt:

    Die sonst so häufigen Links hast Du diesmal nicht? Was ist los? Du hast Dir die Texte doch nicht selbst ausgedacht?

    Du wahrscheinlich nicht, aber wohl die, von denen Du es hast? Ich hab die Zitate mal durch ne Suchmaschine gejagt. Die kommen sehr oft auf „islamkritischen“ (also Hetz-) Seiten vor, stets ohne Quellenangabe.

    Ob die betreffenden Gelehrten das irgendwo geäußert haben ist also nicht nachvollziehbar. Man kann es glauben oder nicht.

    Es gibt mehrere Möglichkeiten:

    1. Sie haben es gesagt und die „Islamkritiker“ haben Recht. Dann frage ich mich, wieso es so schwierig ist, eine anständige Quellenangabe zu zu finden.
    2. Sie haben es gesagt, aber im Kontext wird klar, daß es ganz anders gemeint war. Das würde erklären, wieso die Quellenangabe nicht dazugesetzt wurde: Die Wahrheit, daß es um etwas anderes geht, soll verschleiert werden.
    3. Sie haben etwas Ähnliches gesagt, das tendenziös übersetzt wurde, damit es den intendierten Sinn bekommt. Auch in diesem Falle wäre nachvollziehbar, warum die Quellen nicht angegeben werden: Eben zur Verschleierung dessen, daß die Bosheit nicht bei „den Muslimen“ liegt, sondern bei den „Islamkritikern“.
    4. Sie haben das nicht gesagt und es sind alles Erfindungen der „Islamkritiker“. Auch in dem Fall ist klar, wieso die Quelle nicht angegeben wird: Es gibt schlicht keine. Es ist wie mit dem Diktum Abraham Lincolns, nachdem bei Zitaten aus dem Internet das Problem besteht, daß man nicht immer darauf setzen kann, daß sie akkurat sind.

    Wir befinden uns mit den von Dir vorgebrachten Zitaten im Bereich der absoluten Spekulation, daher sei mir bitte nicht böse, wenn ich nicht mitspekuliere.

    Dir kann ich freilich keinen Vorwurf daraus machen, daß Du die Zitate einfach so übernimmst. Das kritische Prüfen anhand der Quelle wäre ja das Vorgehen des historisch-kritischen Methode. Da Deine „Methode“ offenbar darin besteht, Dir das zusammen zu suchen, was Dir gefällt, kommen wir hier nicht weiter, denn ich werde mich auf Deine „Methode“ der Willkür nicht einlassen und Du hast schon mehrfach betont, daß Du die HKM ablehnst. Da kann ich von Dir freilich keine Quellenangaben verlangen… 😉

  7. Christina sagt:

    Schon klar, dass du so antwortest. Weil halt nicht sein kann, was nicht sein darf. 😉

    Und warum prüftst du nun nicht die Quelle? Keine Bibliothek in der Nähe? Oder hast du etwa Angst vor dem Ergebnis?  😉

  8. Christina sagt:

    Für dich. So beurteilt ein ehemaliger Moslem Deutschlands (und auch deine) Naivität. Gönne dir mal die 2 Minuten: https://www.youtube.com/watch?v=wkahLI1GPtM

    Für mehr findest du hier das gesamte Interview: https://www.youtube.com/watch?v=ao87-slRpjY

  9. De Benny De Benny sagt:

    Und warum prüftst du nun nicht die Quelle?

    Welche Quelle? Du hast keine nachprüfbare Quellenangabe gemacht.

    Keine Bibliothek in der Nähe?

    Selbst wenn hier ne Bibliothek wäre, die um die Uhrzeit offen hat: Wie soll ich etwas prüfen, was Du nicht bringst. Bring ne Quellenangabe, die mir ermöglicht, die entsprechenden Aussagen zu prüfen, und ich werde sehen, was ich machen kann.

    So beurteilt ein ehemaliger Moslem

    Ich habe den Namen des Mannes gegoogelt und beschlossen, mir das nicht anzusehen. Wäre Deutschland nicht so „naiv“ gewesen, hätte man ihn bzw seine Familie wohl auch nicht „reingelassen“, was wohl dazu geführt hätte, daß er nicht konvertiert wäre. Denk mal drüber nach. 😉

  10. Christina sagt:

    Ich habe den Namen des Mannes gegoogelt und beschlossen, mir das nicht anzusehen.

    Ja, steck deinen Kopf ruhig in den Sand. Macht der Vogel Strauß ja auch so. ^^

     

    Welche Quelle? Du hast keine nachprüfbare Quellenangabe gemacht.

    Na aber, die Quelle war doch angegeben, mach mal die Augen auf ^^:

    Eine Ausführung zu diesem Koran-Vers aus der berühmten Exegese (Tafsir) von al-Tabari (†923), welche die standardisierte und autoritative Referenz für die gesamte muslimische Welt darstellt:

     

    Ebenfalls zu Sure 3, Vers 28 schreibt Ibn Kathir (†1373), al Tabaris rangnächster Gelehrter, folgendes:

     

    Nun brauchst du nur noch in den entsprechenden Tafsirs der angeführten Personen nachzuschauen. Ich habe leider keine Möglichkeit an sowas ranzukommen, sonst würde auch ich mal dort nachschauen, obwohl ich keinen Zweifel daran habe, dass das da so steht. Aber für dich würde ich das machen, um auch den allerletzten Zweifel daran bei dir auszuräumen.

    Aber weißt du, was ich glaube? Wenn sich die obigen Aussagen durch die nachgeschlagenen Quellen als so wahr herausstellen würden, dass selbst du es nicht mehr leugnen kannst, dann würdest du dir was anderes dazu ausdenken und zurecht legen, nur damit nicht wahr ist, was nicht wahr sein darf.

  11. Christina sagt:

    Auf jeden Fall gibt es den Kommentar zu Al-Tabari:

    http://www.ebay.de/itm/Tafsir-Al-Tabari-al-musamma-Jami-al-bayan-fi-tawil-al-Quran-Koran-Auslegung-/282060645746

    Brauchst also nur noch eine Bibliothek finden, die den hat. ^^ Obwohl, überlege mal recht, warum sollte irgendwer den Inhalt des Kommentars falsch widergeben, wenn jeder x-Beliebige Muslim dies sofort als Fake entlarven könnte? Was seltsamerweise niemand tut. Muss ja einen Grund haben. ^^ Aber versichere dich ruhig selbst über den Wahrheitsgehalt.

  12. Christina sagt:

    Und noch was. Ich nehme an, der Name Sabatina James wird dir was sagen? Ich zitiere sie mal aus folgendem Interview: http://der.kritisator.de/2012/islamaussteigerin-sabatina-james-redet-klartext-auf-br-2/

    James warnt davor, den Islam zu unterschätzen. Einem jeden Moslem sei es Pflicht, sich zu verstellen und solange lieb Kind zu machen, wie es notwendig ist. Die sog. Taqiyya. Es gäbe keine Tradition die es von uns zu schützen gelte, sondern bloß den Islam. Es gäbe immer zwei Gesichter des Islams. Das Gesicht wenn in der Minderheit, und jenes, wenn Moslems in der Mehrheit sind. James:

    „Zeige mir ein einziges Land wo der Islam an der Macht ist und die Mehrheit bildet, wo Juden, Christen und andere die gleichen Rechte haben. Es gibt keins.“

     

    Aber vielleicht kannst du mir ja eines nennen? ^^

  13. De Benny De Benny sagt:

    Och nö, jetzt ist der ellenlange Kommentar, den ich Dir schrieb, nicht angekommen…

    Also nochmal in kurz: Ich kauf mir nicht ein Buch für 169 Euro, lern Arabisch und such die 15 Bände durch, um Deine Aussage zu bestätigen (wenn möglich). Das wäre Deine Aufgabe. Du scheinst aber lieber ungeprüfte Behauptungen weiter zu verbreiten. Kannst Du, aber ich muß Dich da nicht ernst nehmen.

    Aber vielleicht kannst du mir ja eines nennen? ^^

    Viele Verfassungen schreiben genau das vor, auch in islamischen Ländern. und in der Realität sieht es dann anders auch, wie auch bei uns oder in Amerika. Sprich doch mal mit nem Juden oder Muslim hierzulande, wie oft sie angefeindet werden, und dann vergleiche es mit den Christen in Bosnien oder Albanien, meinetwegen auch dem Kosovo.

    In der Minderheit machen sich alle „lieb Kind“. In der Mehrheit stehen die Gräultaten der Christen denen der Muslime in nichts nach, man denke nur an die „Hexenkinder“ und wie afrikanische Pfingstgemeinden mit ihnen umgehen…

  14. Christina sagt:

    Also nochmal in kurz: Ich kauf mir nicht ein Buch für 169 Euro, lern Arabisch und such die 15 Bände durch, um Deine Aussage zu bestätigen (wenn möglich)

    Hab‘ nicht gesagt, dass du dir die Bände kaufen sollst. Hab‘ nur drauf hingewiesen, dass es die gibt – vielleicht auch in Bibliotheken, wäre ja möglich. Du bräuchtest auch nicht alle Bände durchzusuchen, sondern nur bei Sure 3, 28 nachzuschauen. Das ist nämlich ein Kommentar zum Koran, der nach Suren und Versen strukturiert ist, wie das bei Kommentaren so üblich ist. Also ist entsprechender Vers ziemlich schnell zu finden. Vielleicht ist der Kommentar sogar ins Deutsche übersetzt. Vermute ich sogar.

    Aber wegen mir, brauchst du da sowieso nicht nachzuschauen. Ich habe ja keinen Zweifel daran, dass es so dort steht. Und deshalb auch kein Bedürfnis dort nachzuschauen. ^^

    Und bei dir würde es an deiner Meinung eh nichts ändern, ob das da nun stünde oder nicht. Habe ich doch Recht, nicht wahr? ^^

  15. De Benny De Benny sagt:

    Hab‘ nur drauf hingewiesen, dass es die gibt – vielleicht auch in Bibliotheken, wäre ja möglich.

    Dann geh doch in die Bibliotheken, such das raus und gibt mir ne anständige Stellenangabe mit Titel, Autor/Herausgeber, Verlag, Ort, Jahr, Auflage, Seitenzahl. Dann kann ich das finden und dann hast Du die aller grundsätzlöichsten Voraussetzungen erfüllt, daß wir überhaupt reden können.

    Dann werde ich sehen, ob ich eine Möglichkeit habe, an das entsprechende Buch zu kommen, ohne zu viel Geld oder Zeit investieren zu müssen.

    Bevor Du das nicht alles gecheckt hast, ist es eigentlich kaum verständlich, daß Du diese Aussagen verbreitest. Du weißt es ja gar nicht, tust aber so, als wären es Fakten. Wie soll man das ernst nehmen?

    Du bräuchtest auch nicht alle Bände durchzusuchen, sondern nur bei Sure 3, 28 nachzuschauen.

    Bei 15 Bänden können das immer noch mehrere Seiten sein, und das in einer mir fremden Sprache. Witzig.

    Das ist nämlich ein Kommentar zum Koran, der nach Suren und Versen strukturiert ist, wie das bei Kommentaren so üblich ist.

    Das ist bei Bibelkommentaren in der Regel so, ob das bei Korankommentaren so ist, weiß ich nicht. Ich bin evangelischer Theologe, kein islamischer.

    Also ist entsprechender Vers ziemlich schnell zu finden.

    Nachdem ich Stunden oder Tage ne Bibliothek gesucht hab, die das Buch hat und dann wohl mehrere Monate die Sprache gelernt habe. Klar, ganz schnell zu machen…

    Vielleicht ist der Kommentar sogar ins Deutsche übersetzt. Vermute ich sogar.

    Nun, da im von Dir verlinkten eBay Angebot die Sprache mit „Arabisch“ angegeben ist, glaube ich das nicht…

    Bei Amazon konnte ich da auch nichts in deutscher Sprache finden, also sieht es mau aus.

    Die Frage, die sich da gleich stellt ist natürlich: Wenn es keine deutsche Übersetzung gibt, woher kommt der von Dir zitierte Abschnitt? Offenbar kommt der nur auf „islamkritischen“ Seiten vor, dort aber häufig. Also liegt die Vermutung nahe, daß „Islamkritiker“ den Abschnitt übersetzt haben, falls er nicht vollständig aus der Luft gegriffen ist.

    So, und jetzt überleg Dir mal, wie die den wohl übersetzen? Würdest Du von einem antichristlichen Atheisten, der beweisen will, daß das Christentum blutrünstig ist, eine ausgewogene und faire Bibelübersetzung erwarten? Nein? Aber bei den „Islamkritikern“ ist das alles korrekt, weil die haben ja Diene Meinung, die können ja nicht falsch liegen oder tendenziös übersetzen…

    Aber wegen mir, brauchst du da sowieso nicht nachzuschauen. Ich habe ja keinen Zweifel daran, dass es so dort steht.

    Ich schau da auch nicht nach. Das ist Dein Job. Du hast eine Behauptung aufgestellt, ohne einen nachvollziehbaren Beleg vorzuweisen. So lange Du nicht lieferst, gibt es keinen Grund, Deine Islamophobie auch nur im Ansatz ernst zu nehmen, Ist wie bei Penner: Wer nur Behauptungen aufstellt, den kann man nicht ernst nehmen.

    Und bei dir würde es an deiner Meinung eh nichts ändern, ob das da nun stünde oder nicht. Habe ich doch Recht, nicht wahr? ^^

    Meine Meinung ändert es, wenn ich von etwas überzeugt werde. Dazu ist die absolute Grundvoraussetzung, daß Behauptungen über Tatsachen auch belegt werden. Wenn dann die Tatsache belegt ist (in dem Tafsir stehen die entsprechenden Sätze), dann kann man sich ansehen, ob derjenige, der eine Behauptung vorbringt, daraus die richtigen Konsequenzen gezogen hat (Muslime lügen eh alle). Das wäre dann eine offene Diskussion mit möglicherweise weiteren Quellen, die herangezogen werden müßten. Aber Du erfüllst ja nicht mal die Grundvoraussetzung.

    Ich bau das mal analog auf, damit Du verstehst, was Du machst:

    Christiana: Alle Christen sind Mörder und fressen Kinder. Das steht in so nem Buch.
    Benedikt: In welchem Buch, wo krieg ich das?
    Christiana: Such Dir das Buich doch selbst, ich weiß, daß es stimmt, und Dich kann man ja eh nicht umstimmen, weil Du naiv bist.Benedikt: *lacht und geht weiter*

    So wie Du das vorbringst, kann man das nicht ernst nehmen. Sorry.

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