Frauen weg vom Herd

Burka with modern accessories

Wollen viele verbieten: Unterdrückung durch Verschleierung.
Bild: von user:Paolo Bottazzi (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

Viele Menschen sprechen sich in diesen Tagen für ein Burkaverbot aus und begründen das mit der Unterdrückung der Frauen durch ihre Männer, die sie zwingen, diese Kleidungsstücke zu tragen.

Gut so. Die Befreiung der unterdrückten Frauen muß vorangebracht werden – mit allen Mitteln.

Burkaverbot, Quotenregelungen, da doch noch mehr zu machen sein!

Deshalb fordern wir von „Die Nacht ist vorgedrungen“ (nämlich die Nacht der Frauenunterdrückung, der Tag der Befreiuung ist nicht mehr fern), die letzten Tabus fallen zu lassen:

Wir Männer verlangen – und das ist immer noch gesellschaftlich etabliert – von unseren Frauen, daß sie putzen, kochen, bügeln, nähen – alles neben Karriere und Kindererziehung natürlich.

Zum Teufel damit! Zum Teufel mit dem Tabu, die Männer könnten nicht selbst putzen, kochen, bügeln und die Kinder erziehen. Wieso sollte ein Mann seinem Baby nicht die Brust geben können? Es kommt zwar keine Milch raus, aber so wird das Kind wenigstens auf die Härte der Welt vorbereitet.

Und zum Teufel mit den Halbherzigkeiten, daß Männer und Frauen sich die Arbeit teilen sollen, von wegen Gleichberechtigung und so.

Pfeiffendeckel: Erstens kommt es doch nicht so, laden die Männer doch wieder alles bei den Frauen ab (und die gesellschaftlichen Vorurteile helfen dabei) und zweitens haben die Frauen diese Arbeiten seit Jahrtausenden schon erledigt, die Männer haben also einiges nachzuholen.

Deshalb fordern wir das Hausarbeitsverbot für Frauen: Kein kochen, kein Bügeln kein Putzen mehr. Keine Kindererziehung, kein Wäsche waschen, nichts.

Albert Edelfelt - Pesijättärien (1893)

Hausarbeit? In Zukunft nur noch Männern gestatten!

Sollen die Männer doch die nächsten tausend Jahre zeigen, wie sehr sich „das bißchen Haushalt“ von alleine macht und mit Kindern und Karriere zusammengeht.

In einem zweiten Schritt könnten dann auch alle typischen Frauenjobs für Frauen verboten werden, womit auch die Industrie gezwungen sein wird, Frauen nur noch in gehobenen Positionen einzustellen und zu beschäftigen. Was spricht dagegen, daß Männer die „niederen“ Arbeiten verrichten?

Air Koryo Tu-204 cabin with LCD screens

In Zukunft dann bitte diese Arbeit durch Männer erledigen lassen und die Damen ins Cockpit. – Schritt zwei.
Bild: Kristoferb at English Wikipedia [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Pregnant profile III

Kreuzschmerzen, Wassereinlagerungen, Schwangerschftsstreifen? In Zukunft für Frauen verboten – Männer schwanger werden lassen!
Bild: By mahalie stackpole from seattle, USA (pregnant profile III) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Mit einem dritten Schritt könnte dann das allerletzte Tabu gebrochen werden. Schon heute ist es theoretisch möglich, daß Männer die Kinder austragen. Da die Schwangerschaft der Hauptgrund für die Benachteiligung und letztendlich auch Unterdrückung der Frauen ist, sollte ihnen im dritten Schritt auch die Schwangerschaft verboten werden. Laßt doch die Männer die Kinder kriegen. KLar ist es gefährlich, aber das war es für Frauen über jahrtausende ebenso. Die Sterblichkeit war nicht immer so niedrig wie heute, also keine Panikmache.

Ich fasse zusammen:

  1. Verbot für Frauen, sich an Hausarbeit und Kindererziehung auch nur ansatzweise zu beteiligen. Frauen weg vom Herd!
  2. Arbeitsverbot für Frauen in typischen Frauenjobs.
  3. Schwangerschftsverbot für Frauen zur endgültigen Beendigung der Unterdrückung durch die Männer.

Wenn diese drei Schritte konsequent durchgezogen werden, wird die Unterdrückung der Frauen ein Ende haben.

Damit dies Wirklichkeit wird, darf natürlich nicht gezögert werden. Deshalb tun Verbote Not. So wie nicht alle Menschen verstehen wollen, daß die Burka Frauen unterdrückt und behauptet wird, die Frauen trügen diese Unterdrückungskutten freiwillig, so werden auch Menschen behaupten, Frauen würden freiwillig putzen, kochen oder sich zumindest den Haushalt teilen, freiwillig als Grundschullehrerin, Pflegerin oder Friseuse arbeiten oder freiwillig Kinder kriegen. Aber im Ernst: Keine Frau macht gerne die Hausarbeit. Keine Frau ist gerne Krankenschwester oder unterrichtet gerne Grundschüler. Keine Frau will schwanger sein.

Sie werden es begreifen, wenn sie erst einmal durch Verbote davon befreit wurden, so wie im Tessin die Musliminnen jetzt alle die Verschleierung ablegen und im Bikini durch die Straßen gehen, seit das Burkaverbot greift. Freiheit muß erkämpft werden, auch gegen die Widerstand der zu Befreienden, wenn die es einfach nciht begreifen wollen.

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Ein Kommentar zu Frauen weg vom Herd

  1. Pingback: Die Burka: Eine Diskussion über ein fast nicht existentes Thema › Henning Uhle

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