Hoaxmap

Screenshot von hoaxmap.org

Screenshot von hoaxmap.org

Im Moment ist viel los, deshalb erscheint hier umso weniger. Das wollte ich Euch allerdings nicht vorenthalten:

Heute stieß ich auf die Hoaxmap. Da werden Gerüchte über Flüchtlinge auf einer Karte eingetragen zusammen mit einem Link zur Widerlegung des Gerüchts. In unserer von (schießwütigen?) rechten Populisten aufgeheitzten Gesellschaft ein nicht unnötiges Werkzeug gegen die Überhitzung. Die Karte stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit (wie auch?), aber alleine was das auftaucht ist erschreckend.

Hier ist der Link:

http://hoaxmap.org/index.html

 

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38 Kommentare zu Hoaxmap

  1. Pingback: Hoaxmap | Christliche Blogger Community

  2. Westenberger sagt:

    Das hab ich denen geschrieben, bin mal auf eine Antwort gespannt:

    Hallo,
    es ist ja schön schön,das ihr euch die Arbeit macht, aber um diese Karte aussagekräftiger zu gestalten, sollte man doch auch markieren, wo von eueren „Freunden“ Straftaten begangen wurden, damit es aber nicht zu viel wird, reicht es ja aus, als Parameter nur Eigentumsdelikte und Körperverletzung zu nehmen……
    Aber das wäre wohl nicht in euerem Sinn, oder? Ihr müsst doch auch traurig gewesen sein, das das mit der Handgranate in Villingen-Schwenningen osteuropäische Migranten waren und keine Deutschen!
    Anstatt solch einen Schwachsinn zu erzeugen, solltet ihr doch lieber was sinnvolles tun, eventuell in einem Flüchtlingslager in der Türkei!
    Mit freundlichen Grüßen
    M.W.

    Von meinem iPad gesendet

  3. De Benny De Benny sagt:

    Ich würde an deren Stelle auf so was gar nicht antworten. Wenn Du eine Karte mit Straftaten erstellen willst, hast Du genau die gleichen Möglichkeiten dazu wie die Leute von Hoaxmap mit ihrer Karte.

  4. Christina sagt:

    Hey Benny,

    für dich zum Nachdenken hier ein Ausschnitt aus einer Predigt von Pastor Tscharntke vom 14. 2. 2016. Habe mir extra nur für dich die Mühe gemacht, das von Ton in Textform zu bringen, da du ja mit Anhören immer Probleme hast. Es ist der Beginn einer Predigtreihe zum Kolosserbrief. 🙂

    Kolosser 1, 1-8 :Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, den heiligen und gläubigen Brüdern in Christus zu Kolossä: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater!Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten, da wir von eurem Glauben in Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt…..

    Und um diese LIEBE zu den HEILIGEN (damit sind alle an Christus Gläubigen gemeint und nicht irgendwelche katholischen Heiligen, aber das weißt du ja sicher 😉 ) geht es u. a. in der Predigt.

    Meine Textmitschrift beginnt etwa ab Minute 20 und geht etwa bis Minute 30. Das nur zur Info. Den Link zur ganzen Predigt findest du am Ende des Textes. Leider kann ich Hervorhebungen nur „fett“ oder evtl. „kursiv“ gestalten, das „unterstreichen“ wird bei dir leider nicht angezeigt. Schade. 🙁 Das habe ich letztens schon mal feststellen müssen. Und los gehts:

    Und so freut sich Paulus an den Kolossern. Obwohl er sie wahrscheinlich nie gesehen hat, im Herrn Jesus ist er doch mit ihnen verbunden. Seine Sache ist ihre Sache und ihre Sache ist seine Sache. Denn es ist die Sache des Herrn Jesus. Und der Glaube ist das Fundament. Er stellt die Beziehung zu Jesus her. Und aus dieser Beziehung wächst dann alles weitere. Und dann nennt Paulus als nächstes die Liebe zu allen Heiligen. Vers 4 b: „….von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt…“

    Diese Liebe ist das Kennzeichen der Gemeinde. Sie ist das Kennzeichen echter Jesusnachfolge – die Liebe zu den Brüdern und Schwestern im Herrn. Sie geht weit über allgemeine Nächstenliebe hinaus. Das ist eine Tatsache und ein Gebot Gottes, das gerade in diesen Tagen von allerhöchster Bedeutung ist. Ich darf noch ausführen warum: Gottes Wort sagt dazu in Galater 6, 10: „Lasst uns also nun, die wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, AM MEISTEN ABER gegenüber den Hausgenossen des Glaubens.“ Die Liebe unter den Geschwistern genießt allergrößte Priorität.

    Ich betone das, liebe Geschwister, in diesen Tagen erleben wir das Gegenteil. Unsere Kirchen und Freikirchen schweigen weithin zur Not unserer verfolgten Glaubensgeschwister. Erzbischöfe aus dem Nahen Osten werfen ihren Amtskollegen im Westen vor: „Warum macht ihr den Mund nicht auf? Warum schweigt ihr?“ Im Nahen Osten, in Syrien, im Irak ist 2000 Jahre alte Kirchenchristenheit am ausgerottet werden. Und ihr schweigt. Und noch schlimmer, ihr bejubelt und verharmlost den Islam.

    Auch unsere eigene Bundesleitung stimmt in dieses unsinnige und unbiblische verantwortungslose Geschwätz mit ein und verharmlost den Islam. Und sie schweigen zur Verfolgung der Christen in den Flüchtlingsunterkünften im Nahen Osten. Sie leben dort nicht in Sicherheit. In Lagern der Vereinten Nationen leben sie nicht in Sicherheit. Da schleichen sich Nachts IS-Kommandos hinein und stechen sie im Schlaf ab, schlitzen ihnen die Kehle auf. Auch in der Türkei. Sie müssen auch in der Türkei ihren christlichen Glauben, wenn sie überleben wollen, oft oder zumeist verbergen, sonst stehen sie stündlich und täglich in Lebensgefahr. Und auf der Flucht hierher.

    Und was noch schlimmer ist und das allerschlimmste: Und wenn sie hier in Deutschland angekommen sind, allen Unbillen, allen Gefahren zum Trotz, dann werden sie in deutschen Zuwanderunterkünften weiter verfolgt. Und unsere Kirchen und Freikirchen schweigen.

    Und dann gibt es auch im evangelikalen Bereich Leute, die sagen: Aber wir müssen sie doch ALLE lieben! Ja, wir müssen sie ALLE lieben, aber das heißt nicht, dass wir sie ALLE hier haben müssen. Ganz gewiß nicht. Und wißt ihr, ich frage mich manchmal, es ist zum Schreien, zum Heulen, welche Verblendung haben wir heute weitgehend in christlichen, auch in freikirchlich-evangelikalen Kreisen? Sie sagen: „Wir müssen sie ALLE lieben.“ Ja – und wer liebt die verfolgten Christen???

    Wer die Verfolger nach Deutschland holt und in den deutschen Zuwanderunterkünften hat Polizeigewerkschaftschef Rainer Wendt schon vor Monaten gesagt, versuchen die Muslime, wo es geht, die Scharia – islamisches Recht – aufzurichten. Wer die Verfolger der Gemeinde nach Deutschland holt, der liebt nicht seine Geschwister, der haßt sie. Vielleicht nicht mit seinen fromm klingenden Worten, aber mit seinen Taten. Denn, wenn er die Geschwister liebt, dann schützt er sie. Und dann erhebt er die Stimme (wo ist eigentlich deine Stimme bezüglich der Christenverfolgung Benny, hier auf dem Blog findet man sie jedenfalls nicht.) und sagt: Ja, laßt die verfolgten Geschwister nach Deutschland kommen, aber haltet die Verfolger draußen aus Europa, denn sie zerstören und verfolgen die Gemeinde.

    Liebe Geschwister, solche Plakate, hängen heute in Deutschland, im Herbst, an der Hildamer Autobahnbrücke, über der A 46: „Eure Kinder werden zu Allah beten oder sterben.“ Und im Dezember klebt ein Zettel mit eben derselben Botschaft an Ampeln in Kiel, in ganz verschiedenen Stadtteilen. „Eure Kinder werden zu Allah beten oder sterben.“ Und unsere Kirchen, auch unser Bund, verharmlosen den Islam.

    Paulus sagt und redet von der LIEBE zu allen HEILIGEN. Und wie geht es heute zu mit dieser Liebe? Liebe Geschwister, auf dem Rücken der Schwächsten werden menschenverachtende Multikulti-Experimente der Linken ausgetragen. Und hat man es endlich erreicht, dass ein paar aus diesen Verfolgungssituationen heraus kommen, Asyl vom Asyl bekommen – das ist Perversion liebe Geschwister. In Stuttgart, 30 namentlich genannte, sind jetzt raus aus dem Asyl, in ein extra Asyl. Weil Asyl in Deutschland schlimmer sein kann, als Christenverfolgung in Syrien und im Irak. Da sind wir hin gekommen. Und was machen unsere Kirchenoberen? Angela Merkel steht da und sagt: „Ich tue, was Moral und Anstand gebieten.“ Nein, sie tut das Gegenteil davon. Und unsere Kirchenoberen, auch in Freikirchen, stehen dabei und klatschen Beifall und sagen: „Angela Merkel, gut hat sie es gemacht.“

    Ich sage es jetzt mal scharf und zugespitzt, aber in mancher Zuwandererunterkunft, könnte und dürfte es möglicherweise genauso Wirklichkeit sein: Da wird eine Frau unter 100 sexhungrige Männer geworfen und dann wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ Da wird ein Christ unter 100 haßerfüllte Muslime geworfen und ihm wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ „Ihr müßt Integration lernen.“ Und nachdem die Frau zehn mal vergewaltigt wurde und der Christ fünf mal krankenhausreif geschlagen – und das möglichst auch noch unter Mitwirkung von häufig muslimischen Sicherheitskräften, bei denen er Schutz und Hilfe gesucht hatte – dann sagt man: „Oh, das tut uns leid, hat mit der Integration noch nicht so geklappt. Müßt ihr weiter üben.“

    Liebe Geschwister, menschenverachtender geht es kaum. Und die Frauen, das habe ich neulich erst gelesen, unglaublich, die können ihre Zimmer nicht abschließen. Da leben ein paar Frauen unter hunderten von Männern und die können ihre Tür nicht abschließen. Die schlafen nachts deshalb häufig oder sogar in der Regel mit 4-5 Hosen übereinander um im Schlaf möglichst nicht ohne weiteres mißbraucht werden zu können. Auf die Toiletten können sie nachts sowieso nicht, denn da lungern und warten die potentiellen Vergewaltiger auf ihre potentiellen Opfer. (falls du das nicht glaubst Benny, ich habe das selbst aus dem Munde des Polizeigewerkschaftschefs gehört. Und der muß es ja wissen.) Das ist Asyl a la Angela Merkel in Deutschland 2015/2016.

    Und es sind vorwiegend unsere Glaubensgeschwister. Deshalb sage ich es an dieser Stelle: Paulus redet von der Liebe zu allen Heiligen. Wo wirkliche Liebe da ist, da kann sie zu diesen Mißständen und zu dieser Verfolgung und Bedrohung unserer Glaubensgeschwister mitten in unserem deutschen Land, nicht schweigen. Wer dazu schweigt, der liebt nicht. Und ich sage immer wieder: Jeder, der bei diesem menschenverachtenden Wahnsinn mitmacht – jeder, von Angela Merkel angefangen bis über die übrigen Politiker, die Medien, die Kirchen und Freikirchen, bis hinunter zu den Landräten und Bürgermeistern und den freiwilligen Helfern vor Ort – jeder, der an diesem menschenverachtenden Wahnsinn mitmacht und mithilft, trägt seinen persönlichen Teil an jeder Vergewaltigung, an jedem sexuellen Übergriff, an jeder Gewalttat, an jedem Verbrechen, das infolge dieses menschenverachtenden Wahnsinns geschieht. Denn es ist ein einheitliches Ereignis. Wir können nicht Facetten davon rauspacken. Es ist ein einheitliches Ereignis, das mit all seinen Facetten bösartig ist bis ins Mark.

    http://www.efk-riedlingen.de/predigtarchiv/index.php#title436545a5851122c02

  5. Christina sagt:

    Habe das vergessen oben im Text noch „fett“ als wichtig zu markieren. Möchte es deshalb noch nachholen, damit es in dem vielen Text nicht untergeht:

    Galater 6, 10: „Lasst uns also nun, die wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, AM MEISTEN ABER gegenüber den Hausgenossen des Glaubens.“

  6. Nordlicht sagt:

    Der Prediger sagt teilweise nicht die Wahrheit. Die EKD schweigt nicht „weithin“ zu der Lage der Christen in Syrien. Das lässt sich verhältnismäßig einfach widerlegen

    http://www.ekd.de/service/suche.php?q=Christen+in+Syrien&cmd=EKD-Suche

    Und auch auf evangelisch.de wird man sowohl allgemein zum Thema Flüchtlinge als auch Christenverfolgung fündig

    http://www.evangelisch.de/suche?volltext=Christenverfolgung

    Gibt man „Christen in Syrien“ ein, tauchen auch dort Texte auf, in denen die Problematik von Christen in Syrien genannt wird, wenn auch nicht in allen.

     

    Hinsichtlich des vom Prediger angeführten Plakats über der Autobahn: Er verschweigt, dass man die Täter noch nicht kennt, sondern noch ermittelt wird (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/hilden/allah-transparent-ueber-a-46-in-hilden-staatsschutz-ermittelt-aid-1.5531394 ) nutzt die Plakate aber, um Ängste zu schüren. Das ist finsterste Dämagogie. Der Gipfel des Ganzen ist seine Aussage die „scharf und zugespitzt“ ist. Eine Unterstellung jagt die nächste, verbrämt mit Konjunktiven – wie widerwärtig ist das denn bitte!

    In dieser Predigt wird Hetze der übelsten Sorte verbrämt unter dem Mantel der Sorge um „Mitchristen“ getrieben. So, wie der Prediger hier agiert, ist er ein Hetzprediger. Für Hetzpredigten sollte auf unserem Blog meiner Meinung nach kein Platz sein.

  7. Nordlicht sagt:

    Muss mich korrigieren: es ist nicht Demagogie (das Wort gibt es laut Duden nicht), sondern einfach nur zutiefst demagogisch

  8. De Benny De Benny sagt:

    In dieser Predigt wird Hetze der übelsten Sorte verbrämt unter dem Mantel der Sorge um „Mitchristen“ getrieben.

    Demkann ich nur zustimmen.Soist er, der Tscharndtke, ersetzt das Evangelium durch seinene Haß auf alles, was anders ist und schertalle Muslime über einen Kamm. Er will und kann nicht sehen, daß die groeße Mehrheit wie auch bei den Christen friedlich ist. Würde er es anerkennen, würde er nichts mehr zu sagen haben, weil alles, was er sagt, ist Hetze und nicht Evangelium, wie ich es von einem Prediger erwarte.Aber das habe ich Christina alles schon bei einer anderenGelegenheit auseinandergesetzt.

    So, wie der Prediger hier agiert, ist er ein Hetzprediger. Für Hetzpredigten sollte auf unserem Blog meiner Meinung nach kein Platz sein.

    So lange es keinen Rechtsbruch gibt, bin ich dafür, nichts zu löschen. Christina legt hier Zeugnis ab über einen zutiefst unchristlichen Prediger, indem sie einen Teil seiner „Predigt“ verschriftlicht. Ich freue mich, daß das hier steht und von jedem gesehen werden kann, der Haß offenbar wird, der hieraus spricht. Klar, haters gonna hate.Aber diejenigen, die für dieBotschaft der Liebe (= das Evangelium) verloren sind, werden wir mit unserem Blog eh nicht erreichen können. Alle anderen können sehen, wie hier jemand, der vorgibt, Gottes Wort zu predigen, nur seinen eigenen Haß und seine Vorurteile unters Volk bringt. Offenbar wendet sich schon sein Verband von seinen Aussagen ab, wenn ich den Ausschnitt der „Predigt“ richtig verstehe. Mir scheint, wir leben in einer Zeit, in der die Geister geschieden werden.Eine breite Mehrheit des Christentums von EKD über die Kirche von Rom mit Bischofskonferenz bis zum Papst und bis zur Mehrheit der Freikirchen und landeskirchlichen Gemeinschaften: Alle sagen klipp und klar, was angesichts der Flüchtlingskrise christlich ist. Und die anderen versuchen ihren Haß mit dem Christentum zu kaschieren, zu rechtfertigen, wie weiland die Verfechter der Sklaverei, der Todesstrafe, der Kolonisation weiter Erdteile etc etc etc.

    Und was haben sie als „Argument“? Angeblich würden wir den Islam verharmlosen und unsere Geschwister vergessen.

    Nun ist das natürlich Quatsch. Wir wollen ja, daß unsere Geschwister aufgenommen werden. Wir wollen nicht, daß sie auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken müssen, wir wollen, daß Verfolgte leichter nach Deutschland und in andere christliche Länder kommen können. Die Unchristen wollen das nicht mit Verweis darauf, daß es neben den Christen auch muslimische Flüchtlinge gibt. Trotzdem sind fast ein Viertel der hierher kommenden Flüchtlinge Christen! Und die anderen sind bei weitem nicht alle Muslime!

    Wenn wir es schaffen, die Flüchtlinge alle aufzunehmen un die Asylanträge schnell zu bearbeiten, dann reduziert sich die Zeit, die man in der Erstaufnahmeeinrichtung verbrigen muß, was letztlich auch die christlichen Geschwister schützt. Hat schon einmal einer der Unchristen a la Tscharndtke, Pegida und AfD gefordert, daß man sich mehr FÜR die Flüchtlinge anstrengen muß, damit die in eigene Wohnungen kommen und die Christen unter ihnen eben nicht mehr bedroht werden? Soweit ich weiß, nein. Man fodert, die Grenzen zu sichern, zu schießen, man nennt diejenigen, die sich für die Schwachen aussprechen Heuchler. Und sorgt so dafür, daß es den Christen auf der Flucht schlimmer geht. Denn Zäune halten alle auf, Christen sind aber auf der Flucht größeren Gefahren ausgesetzt: Eben wegen des zusätzlichen Drucks von Seiten einiger Muslime.

    Christina fragt oben, was wir auf dem Blog zur Christenverfolgung schreiben.Nun, was sollen wir denn schreiben?Ist es etwas Neues, daß Christen verfolgt werden? Wer das meint, sollte einmal in die Bibel schauen. Jesus hat es prophezeit und Stephanus hat es erlebt. Christen wurden immer von Unchristen verfolgt, hierzulande zuletzt am Stärksten von den Unchristen im Dritten Reich, zu denen auch die Anhänger der sogenannten „Deutschen Christen“ gehörten, die ebenfalls ihre unchristlichen Haßbotschaften mit den Christentum zu kaschieren versuchten.

    Was kann man also tun gegen Christenverfolgung, hier in Europa? Erstmal beten. Wer sagt, daß wir das nicht tun. Und weiter? Kann ich die Schlächter von Daesh stoppen? Nicht direkt. Kann ich sie mit Blogartikeln stoppen? Auch nicht, die lesen meinen Blog nicht, und wenn doch, dann sind sie ebensowenig für Argumenten zugänglich wie Christina. Fundamentalisten eben.

    Was auch immer ich schreibe, ich werde an der Christenverfolgung nichts ändern. Ich kann aber daran erinnern, daß Jesus gefordert hat, die andere Wange hinzuhalten, wenn jemand zumSchwert greift, um Ohren oder mehr abzuhauen.

    Es ist nicht so, daßmich das Schicksal der Geschwister nicht bedrücken würde. Aber ich kann ihr Schicksal  nicht bessern, indem ich meinen Herrn und Heiland verrate und wie Tscharndtke gegen „den“ Islam und „die“ Muslime hetze. Das hilft den Geschwistern nicht, das schadet ihnen eher noch, denn es dreht die Gewaltspirale weiter. Christentum aber bedeutet, die Gewaltspirale durch eigenes Leid zu durchbrechen, wie Christus es vorgelebt hat. Klar, die Unchristen, die sich auf Christus berufen, tun das, indem sie Passiound Kreuz reduzieren auf ein übernatürliches Heidenritual, nachdem ein Gott Blut geopfert werden muß, um ihn zu besänftigen. Dabei verkennen sie, daß es nicht Gott war, der Jesus ans Kreuz schlug, sonderndaß es die Menschen waren, die auf Haß und Gewalt setzten.

    Tscharndtke und die anderen Unchristen seiner Art wollen die Gewaltspirale gar nicht durchbrechen, sie wollen sie anheizen, wollen Gräben reißen in der Gesellschaft, wollen andere besiegen und mißbrauchen die bedrängten Geschwister für ihre Zwecke. Ich finde das widerwärtig. Und damit alle Welt diese Widerwärtigkeit sieht, damit alle Welt sieht, daß Leute wie Tscharndtke nicht das Evangelium verbreiten, sondern es mit allen Mitteln bekämpfen, daß sie alle gute Ordnung Gottes durcheinanderwerfen (gr. diabolo), um ihre eigene Ordnung von Haß und Gewalt, die andere ausgrenzt, aufzurichten, deshalb lasse ich den Text stehen.

    Sie sind der Meinung sie gehörten zu Gottes Volk und sie handelten in seinem Willen. Gott hat mehr als einmal bewiesen, daß Er sich von Lippenbekenntnissen nicht beeindrucken läßt, daß Er diejenigen, die an Ihn glauben keineswegs höher schätzt als seine anderen Kinder, sondern daß Er IMMER (!) bei den Schwachen und Unterdrückten ist, und daß Er letztendlich Gesellschaften,und bezeichnen sie sich auch für noch so gottgefällig, der Zerstörung preisgibt, wenn sie nur noch oberflächlich fromm sind, aber im tiefsten Inneren Gottlos, so wie Nord- und Südreich in der Bibel, die von Assyrern und Babyloniern zerstört wurden.

    Kehrt um, möchte man den Unchristen zurufen, vielleicht ist noch Zeit. Meine Befürchtung ist allerdings, daß es keine Umkehr geben wird. Wir sind nicht Ninive, die Unchristen finden immer stärker Gehör und schwadronieren vom Schießen auf Frauen (das mit den Kindern wurde ja zurückgenommen) an der Grenze. Man schwadroniert von angeblichen Straftaten der Schutzsuchenden und nimmt die stark gestiegenen Straftaten gegen eben jene Schutzsuchenden einfach nicht wahr.

    Wenn Ihr den christlichen Geschwistern helfen wollt, dann helft den Flüchtlingen, denn sie sind zu einem nicht geringen Teil Christen.

    Ich hatte letzte Woche einen Kurs im Predigerseminar, bei dem es auch um Flüchtlinge ging, die hier den Glauben an Jesus Christus angenommen haben und die Taufe begehren. Die Unchristen schwadronieren aber schon die ganze Zeit, daß die Abschiebehindernisse reduziert werden sollen. Ich weiß von Geschwistern, die den Gerichten ihren Glauben auf groteske Weisenbeweisen müssen, weil man ihnen nicht glaubt, daß sie den Glauben an Jesus Christus angenommen haben. Ginge es den Unchristen wirklich um die Verfolgten, dann würden sie sich dafür einsetzen, daß jeder, der sich hier taufen läßt, auch als Christ anerkannt wird und nicht inden Irak, nach Afghanistan oder andere Länder abgeschoben wird, wo auf Konvertiten der Tod wartet. Wo hat Tscharndtke hier etwas gesagt? Das sind Dinge, die wir tatsächlich hier tun können, um den Verfolgten zu helfen. Aber da müßte Tscharndtke ja wirklich etwas tun, das Konsequenzen hätte.Da könnte er ja nicht gleichzeitig auf den Islam schimpfen – denn darum geht es ihm ja eigentlich: Haß zu schüren.

    Wer sich wirklich für die verfolgten Geschwister einsetzen will, der tue die szuerst und vor allem hier, wo er wirklich was erreichen kann. Denn keiner von uns ist in der Lage, die saudischen Gesetze zu ändern. Wir können aber sehr viel tun, die Gesetze in Deutschland zu ändern. Diese Verantwortung haben wir vor Gott. Gehen wir’s an!

  9. De Benny De Benny sagt:

    Auf die Toiletten können sie nachts sowieso nicht, denn da lungern und warten die potentiellen Vergewaltiger auf ihre potentiellen Opfer. (falls du das nicht glaubst Benny, ich habe das selbst aus dem Munde des Polizeigewerkschaftschefs gehört. Und der muß es ja wissen.)

    Wenndie Polizei es nicht schafft, Recht und Ordnung – auch im Flüchtlingsheim – aufrecht zu erhalten, dann erledigt sie ihren Job nicht. Du meinsst also, der Polizei Gewerkschaftschef sagt, seine Schützlinge würden ihre Arbeit nicht erledigen. Das wäre ein starkes Stück. Umso mehr muß man dafürsorgen, daß eben nicht „die Muslime“ bezichtigt werden, sondern in erster Linie die Polizei, die wie Du sagst nach den Worten ihres Gewerkschaftschefs ihre Arbeit nicht macht. Und wenn die Sicherheitsfirmen ihre Arbeit ebenfalls nicht erledigen, dann muß sich da auch etas ändern. Ist übrigens völlig unabhängig  vonReligion oder Herkunft: Wenn die öffentliche Sicherheit nicht gewährleistet wird, können auch deutsche Täter zuschlagen. Wenn man Kosten sparen will, indem man die Türen unabschließbar macht, dann muß Druck aufgebaut werden, daß die Flüchtlongsheime anständig eingerichtet werden.

    das infolge dieses menschenverachtenden Wahnsinns geschieht

    Der „Wahnsinn“ besteht vor allem darin, daß manche ihre ganze Krafteinsetzen, um ein Stopp des Flüchtlingsstromes zu fordern, statt mit anzupacken, Lösungen umzusetzen. Die Menshen werden kommen, so oder so. Grenzen kann man nicht dicht machen. Jeder Tscharndtke, jede von Storch, jede Petry macht den „Wahnsinn“ schlimmer. Jeder, der mit anpackt als Flüchtlingshelfer, um die Menschen zu integrieren, macht es besser. Die paar Straftäter, dei es überall gibt, müssen gefunden und insGefängnis gesteckt werden, je schneller desto besser. Die Gutwilligen aber müssen schnell unterstützt und integriert werden, wenn wir das wegen der Unchristen verpassen, wird es wirklich schlimm. Und wie gesagt: Kommen werden die Flüchtlinge so oder so, dafür sorgen Assad, Baghdadi, Putinund Erdogan und wie sie alle heißen schon.

    Ich möchte Dir zurufen: Laß Dich nicht vom Bösen überwinden. Aber ich befürchte, es ist schon zu spät. Die Frage ist nicht, wie wir uns zum Islam äußern, die Frage ist, ob wir Liebe üben. Wir üben keine Liebe – auch nicht an den verfolgten Geschwistern, wenn wir den Haß auf den Islam schüren. Aber das verstehen die Unchristen nicht, denn sie haben sich dem Haß verschrieben und sind seine Kinder.

  10. Christina sagt:

    @ Benny:

    Wenndie Polizei es nicht schafft, Recht und Ordnung – auch im Flüchtlingsheim – aufrecht zu erhalten, dann erledigt sie ihren Job nicht. Du meinsst also, der Polizei Gewerkschaftschef sagt, seine Schützlinge würden ihre Arbeit nicht erledigen. Das wäre ein starkes Stück. Umso mehr muß man dafürsorgen, daß eben nicht „die Muslime“ bezichtigt werden, sondern in erster Linie die Polizei, die wie Du sagst nach den Worten ihres Gewerkschaftschefs ihre Arbeit nicht macht.

    Oh man, ich fass es nicht, wie tief kann man eigentlich in seinem Rechtsverständnis  sinken? Du meinst also, wenn jemand eine Bank ausraubt, dann ist nicht der Bankräuber schuld, sondern die Polizei, die nicht richtig aufgepaßt hat? Und wenn jemand vergewaltigt wird, kann man nicht dem Vergewaltiger die Schuld zuweisen, sondern der Polizei. Jetzt klappt mir doch der Unterkiefer weg. Bin einfach nur noch sprachlos. Als Kinder haben wir in solchem Fall zum Gegenüber immer gesagt: Fass dir mal an den Kopf und sage drei mal „Kürbis gedeihe“. 😉

    Und von „Haß“ auf Flüchtlinge kann ich weder bei Frau Petri und erst recht nicht bei Pastor Tscharntke irgendetwas finden. Und ich habe die Aussagen von Frau Petri schon in vielen Talksendungen verfolgt. Du auch? Nur weil du das Wort „Haß“ so oft gebrauchst wird deine Aussage dadurch nicht automatisch wahrer. Und du mußt nicht immer alles glauben, was die Medien schreiben. Höre dir lieber mal selbst das Interview mit der angeblichen „Schießwut“ an. Und zwar im Zusammenhang. Da ergibt sich dann nämlich ein etwas anderes Bild. Ich hab’s z. B. getan. Darum falle ich auch nicht mehr auf alles rein, was irgendwer dazu von sich gibt.  😉

  11. Christina sagt:

    @ Nordlicht:

    Hinsichtlich des vom Prediger angeführten Plakats über der Autobahn: Er verschweigt, dass man die Täter noch nicht kennt, sondern noch ermittelt wird

    Tja, was glaubst du denn, wer das gewesen sein könnte? Buddhisten? Atheisten? Christen? Hinduisten? Rate mal? Vielleicht kommst du ja drauf. 😉

    Der Prediger sagt teilweise nicht die Wahrheit. Die EKD schweigt nicht „weithin“ zu der Lage der Christen in Syrien.

    Doch das tut sie. Ich sehe, wie schon gesagt, sehr viele politische Talksendungen im Fernsehen (auch zum Thema Flüchtlinge) in denen sich auch sehr oft kirchliche Vertreter befinden. Nur ein einziges Mal hat sich dort ein Pfarrer der Ev. Kirche zur Christenverfolgung geäußert. Nicht zur weltweiten – dazu habe ich noch NIEMALS jemanden seinen Mund aufmachen gehört. Aber zu der Verfolgung von Christen in den Flüchtlingsheimen hat sich dieser Pfarrer aus Berlin geäußert, weil diese in seiner Kirche Asyl gesucht haben. Asyl vom Asyl sozusagen. Sie sind aus dem Flüchtlingsheim geflohen und haben sich nicht mehr zurück getraut. Aber dieser Pfarrer würde dir wahrscheinlich genauso gegen den Strich gehen, denn die Muslime kamen in seinen Ausführungen auch nicht allzu gut weg. 😉

    Ach, man könnte dazu noch ’ne Menge schreiben, aber ich lasse das jetzt mal. Ich denke inzwischen, bei euch ist leider Hopfen und Malz verloren.

  12. Christina sagt:

    Der „Wahnsinn“ besteht vor allem darin, daß manche ihre ganze Krafteinsetzen, um ein Stopp des Flüchtlingsstromes zu fordern, statt mit anzupacken, Lösungen umzusetzen.

    Ich erinnere hiermit mal an die Botschaft eines syrischen Flüchtlingsjungen:

    https://www.youtube.com/watch?v=p8R-PkJasOo

  13. Nordlicht sagt:

    @Benny:Ich denke,den Kram,den sie die gegenüber von sich gegeben hat,wirst du vermutlich zur gegebenen Zeit selbst zerpflücken,bin schon gespannt 😀

    @Christina:Ich begebe mich nicht auf das Niveau des Hasspredigers hinab und stelle direkt oder indirekt irgendwelche Mutmaßungen über die Täter an.

    Und hinsichtlich der Talkshows:hier muss ich doch mal auf einen deiner Sprüche in deiner Antwort auf Benny zurückkommen.Es ist schon fast Situationskomik,einerseits aufzufordern,nicht alles zu glauben,was in den Medien gesagt wird und kurz danach zur Begründung der Meinung auf ein dermaßen substanzloses,da schwer überprüfbares Medium wie Talkshows zu verweisen.Aber ein Gutes hatte das ja.Ich könnte endlich mal herzhaft über etwas in deinen Beiträgen herzhaft lachen.

    Ach ja, und wenn bei Benny und mir Hopfen&Malz verloren ist,darf ich dann hoffen,von dir in Zukunft nichts mehr oder wenn,dann keine latent fremdenfeindlichen Beiträge mehr zu lesen?Wäre ja sehr zu begrüßen.

     

  14. De Benny De Benny sagt:

    Du meinst also, wenn jemand eine Bank ausraubt, dann ist nicht der Bankräuber schuld, sondern die Polizei, die nicht richtig aufgepaßt hat?

    Neben dem Bankräuber sind auch diejenigen Schuld, die den Bankraub ermöglichen oder begünstigen. Wenn der Gewerkschaftschef der Polizei weiß, daß in Flüchtlingsheimen vergewlatigt wird und die Polizei nichts dagegen tut, indem sie etwa für Sicherheit sorgt – was ihr Job ist, dann trägt die Polizei eine Mitschuld.

    Du tust aber so, als wären die Flüchtlinge oder „der“ Islam Schuld. Die Mehrheit der Flüchtlinge sind keine Vergewaltiger, das gilt auch für die Mehrheit der Muslime. Das begreifst Du nicht, und wenn man Dich darauf stößt meinst Du, man hätte ein verqueres Rechtsverständnis. Mein Rechtsverständnis ist, daß die Polizei in unserem Land für die öffentliche Sicherheit (auch die der Flüchtlinge) zu sorgen hat. Wie siehst Du das?

    Und wenn jemand vergewaltigt wird, kann man nicht dem Vergewaltiger die Schuld zuweisen, sondern der Polizei.

    Wenn die Polizei um ein Sicherheitsproblem weiß und nichts tut, um dem abzuhelfen, dann tut sie ihren Job nicht – unabhängig von der Verantwortung der Straftäter für ihre Taten. Aber Straftäter gibt es immer und überall, deshalb muß ja gerade die Polizei auch immer und überall ihren Job tun. Schlimm wird es, wenn sie das nicht tut, wie offenbar in den Flüchtlingsheimen, wo es nach Deinen Worten zu Vergewaltigungen kommt und die Scharia versucht wird einzuführen. Das verhindert man nicht durchHetze gegen Muslime, das verhindert man dadurch, daß die Polizei das unterbindet.

    Und von „Haß“ auf Flüchtlinge kann ich weder bei Frau Petri und erst recht nicht bei Pastor Tscharntke irgendetwas finden. Und ich habe die Aussagen von Frau Petri schon in vielen Talksendungen verfolgt. Du auch?

    Frau Petry hat im Interview mit dem Mannheimer Morgen gefordert, daß Grenzzäune errichtet werden und auf Flüchtlinge, die den Grenzzaun überklettern geschossen werden soll. Sie hat sogar behauptet, daß dies im Gesetz stehe. Frau von Storch, ebenfalls AfD hat kurz danach präzisiert, daß auch auf Frauen und Kinder geschossen werden soll, wobei sie später hinsichtlich der Kinder zurückruderte. Daß das alles natürlich überhaupt nicht im Einklang mit unseren Gesetzen steht, hat der Deutschlandfunk breit dargelegt.

    Man kann natürlich behaupten, diese menschenverachtenden Äußerungen hättennichts mitHaß, sondern nur mit kaltem Kalkül zu tun. Immerhin werden so Wählerstimmen am rechten Rand gewonnen. Allerdings muß man sich dann auch fragen lassen, ob nicht doch auch ein ungeheurer Menschenhaß dahinter steht, wenn man so skrupellos hetzt und zurGewalt aufruft…

    Was Tscharndtke angeht, so hetzt er auch, wie schon öfers dargelegt, immer wieder. Und auch hier kann ich nur Haß dahinter erkennen, was sonst? Ob es um die hunderte von Flüchtlingen im Reihenhaus geht in der Predigt, über die wir letztes Mal geredet haben, oder um die Vermutung, Frauen würden „sexhungrigen“ Männern vorgeworfen. Was it das außer Hetze und Haß? Er bedient Vorurteile auf niedrigstem Niveau. WennDu da keinen Haß ausmachen kannst, dann kann ich Dir auchnicht mehr helfen. Vielleicht solltest Du versuchen, Deinen „Kürbis“ zu beschwören…

    Und du mußt nicht immer alles glauben, was die Medien schreiben. Höre dir lieber mal selbst das Interview mit der angeblichen „Schießwut“ an.

    Soweitich weiß erschien dieses Interview lediglich in Druckform. Und zwar wurde diese von Frau Petry autorisiert, sie hat das Interview also selbst genau so erscheinen lassen, Und da steht nun einmal drin, daß Flüchtlinge notfalls mit Waffengewalt gehindert werden sollen,Grenzzäune zu überqueren. Um Frau Merkel zu zitieren: Wir hatten in Europa auch einmal eine Zeit vor Schengen, da waren die Grenzen noch besser bewacht. Die Frage ist nur, ob wir da wieder hin wollen. Ich ganz sicher nicht!

    Und zwar im Zusammenhang. Da ergibt sich dann nämlich ein etwas anderes Bild.

    Na dannführe das doch einfach einmal aus. Hast Du einen Videolink? Kannst Du darlegen, wie anders Frau Petry das gemeint haben könnte?

    Tja, was glaubst du denn, wer das gewesen sein könnte? Buddhisten? Atheisten? Christen? Hinduisten? Rate mal? Vielleicht kommst du ja drauf.

    Daß es solche Plakate gibt, ist schlimm genug. Daß man sie nun hernimmt als Entschuldigung für Verdächtigungen gegen alle Anhänger einer Religion oder gegen alle Flüchtlinge egal welcher Religion, das ist es, was ich unerträglich finde.

    Tscharndtke hat gesagt:

    Liebe Geschwister, solche Plakate, hängen heute in Deutschland, im Herbst, an der Hildamer Autobahnbrücke, über der A 46: „Eure Kinder werden zu Allah beten oder sterben.“ Und im Dezember klebt ein Zettel mit eben derselben Botschaft an Ampeln in Kiel, in ganz verschiedenen Stadtteilen. „Eure Kinder werden zu Allah beten oder sterben.“ Und unsere Kirchen, auch unser Bund, verharmlosen den Islam.

    Es ist eben NICHT „der“ Islam, der solche Plakate aufhängt, es sind wenn überhaupt einzelne, wenige Muslime. Und ja, es kann sein, daß unsere Kinder mit dem Tod bedroht werden,wenn sie nicht konvertieren, aber dann doch eher, weil wir es nicht geschafft haben, die Muslime, die hierher kommen, zu integireren, sondern weil wir ihnen selbst nur Haß und Ablehnung entgegengebracht haben, weil wir ihren Verfolgern Waffen lieferten und sie nun im Mittelmeer ersaufen lassen. Sowas dreht die Haßspirale weiter und irgendwann kommt es in intensivierter Form zu uns zurück. So läuft das mit Haß und Gewalt. Sie sind destruktiv, nicht konstruktiv. Sie sorgen für Unordnung, bringen Gottes Ordnung in der Welt durcheinander. Die Liebe ist stärker, aber der Weg des Hasses ist leicher zu gehen, deshalb gehen ihn so viele. Und der Teufel reibt sich die Hände, daß so viele auf seine Versuchungen reinfallen und für ein bißchen Macht und Geld vor ihm niederfallen.

    Du fragst, ob es Buddhisten oder Atheisten waren, die diese Plakate aufhängen. Nun, ich kann mir auch gutvorstellen, daß es „besorgte Bürger“ waren, die in ihrer Satansanbetung versuchen, selbst an den Drücker zu kommen, um noch mehr Haß zu verbreiten. Ich hatte früher die Hoffnung, daß Deutschland aus dem 3. Reich etwas gelernt hätte. Jetzt sehe ich: Das ist nicht der Fall, zumindest bei der lauten Minderheit um die Unchristen. Ich kann nur jeden Christen dazu aufrufen, sich von den Anschlägen des Satans nicht beirren zu lassen, auch wenn sie in Gestalt von „Predigten“ angeblicher „Pfarrer“ wie Tscharndtke daher kommen. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!

    Doch das tut sie. Ich sehe, wie schon gesagt, sehr viele politische Talksendungen im Fernsehen (auch zum Thema Flüchtlinge) in denen sich auch sehr oft kirchliche Vertreter befinden. Nur ein einziges Mal hat sich dort ein Pfarrer der Ev. Kirche zur Christenverfolgung geäußert.

    Wenn das Thema ein anderes ist, wundert das nicht, oder? Wieso sollte ein Pfarrer über Christenverfolgung reden, wenn es zum Beispiel um Kindergartenstreiks geht? Wenn das Thema der Talkshows Christenverfolgung lautet, wird darüber auch geredet werden, gerade und auch von Pfarrern. Daß die Kirche hier nicht ruhig ist zeigt alleine schon Nordlicht’s Link. Man muß halt auch erst einmal hören, was die EKD und ihre Gliedkirchen und deren Gemeinden so sagen. Wann warst Du letztes Mal in einem ihrer Gottesdienste? Wann das letzte Mal in einem Kreis oder Gruppentreffen einer landeskirchlichen Gemeinde? Du käust hier einfach Vorurteile wieder, die absolut unhaltbar sind. Wie sonst ja auch.

    Asyl vom Asyl sozusagen. Sie sind aus dem Flüchtlingsheim geflohen und haben sich nicht mehr zurück getraut.

    Das ist es ja, was ich auch kritisiere: Die Polizei macht ihren Job nicht. Da muß das Land Berlin eingreifen, da muß der Innensenator dafür sorgen, daß es in den Heimen sicher ist. Das ist sein Job. Aber der braucht ja die Polizei, um Abgeordnete daran zu hindern, Akten einzusehen, deren Einsicht sie gerichtlich erstritten haben…

    Aber dieser Pfarrer würde dir wahrscheinlich genauso gegen den Strich gehen, denn die Muslime kamen in seinen Ausführungen auch nicht allzu gut weg.

    Dassiehst Du richtig.Ich hab was gegen Hetzer und Verallgemeinerungen, die Vorurteile schüren oder bestätigen sollen. Aber das weißt Du ja.

    Ich erinnere hiermit mal an die Botschaft eines syrischen Flüchtlingsjungen:

    Wenn das mal alles so einfach wär. Wie willst Du den Krieg denn stoppen? Da sind so viele Groß- und Mittelmächte involviert, den Konflikt kann man nicht „einfach“ stoppen. Viele Flüchtlinge kommen ja auch aus Afghanistan. Da hat man es über 10 Jahre versucht, etwas zu verbessern, und was ist derErfolg? Eben.

    Natürlich muß man auch da etwas tun, aber das dauert Jahrzehnte, diesen Konflikt zu lösen, wenn es überhaupt klappt. Und bis dahin müssen wir mit den Flüchtlingen umgehen. Hätten wir früher angefangen, hätten wir die Ursachen des Konfliktes besser bearbeitet, dann wäre es heute leichter. Wir haben die Chancen damals verspielt, jetzt müssen wir mit den Konsequenzen leben. Nur wenn wir heute nichts machen, dann wird es noch schlimmer werden.Deshalb halte ich diese ganze Hetze der Unchristen ja für so gefährlich. Wenn die sich durchsetzen, dann passiert nichts, udn es wird immer schlimmer, bis auch bei uns kein Stein mehr auf dem anderen steht. Und daran ist dann kein Islam schuld,sondernnur wir selbst.

    So wie die Babylonier nicht schuld waren am Fall von Jerusalem, sondern die Judäer selbst mit ihrer Gottlosigkeit. Es gibt nichts Neues unter der Sonne, und wir wiederholen unsere alten Fehler immer wieder, statt einfach Liebe walten zu lassen, uns selbst zu entäußern und den Notleidenden beizustehen, egal, welche Hautfarbe oder Religion sie haben. Jesus heilte auch die Syrophönizierin, und die war weder Jüdin noch Christin.

    Es ist schon fast Situationskomik,einerseits aufzufordern,nicht alles zu glauben,was in den Medien gesagt wird und kurz danach zur Begründung der Meinung auf ein dermaßen substanzloses,da schwer überprüfbares Medium wie Talkshows zu verweisen.

    Da muß ich Christina in Schutz nehmen Sie sagte, ich soll nicht darauf vertrauen, was indenMedien GESCHRIEBEN wird. Videoaufnahmen sind okay. Das würde dann auch ihre Vorliebe für Youtube erklären. Das Schlimme ist, daß die Stimmen der Vernunft und die Stimmen des Glaubens überhört werden. Aber gottlose „Predigten“ haben ein Riesenpublikum, egal ob mit christlichen Vorzeichen wie bei Tscharndtke oder mit islamischem Vorzeichen wie bei Pierre Vogel oder den Daesh Spinnern.Keiner ist gewillt, auf Gott zu hören und Liebe zu üben, jeder hat nur Angst um sich selbst und ist eher bereit, andere auszugrenzen, als dazu, das Kreuz auf sich zu nehmen. Wir werden Gottes Gericht nicht entkommen, wenn wir so weitermachen.

  15. Nordlicht sagt:

    @Benny:Naja,aber dem einen raten,einem Medium,gleich in welcher Form, nicht immer zu glauben&gleichzeitig Fernsehen&Youtube in einem Maß wie Christina ist und bleibt lächerlich

  16. Christina sagt:

    @ Nordlicht:

    Es ist schon fast Situationskomik,einerseits aufzufordern,nicht alles zu glauben,was in den Medien gesagt wird und kurz danach zur Begründung der Meinung auf ein dermaßen substanzloses,da schwer überprüfbares Medium wie Talkshows zu verweisen.

    Meinst du nicht, es macht einen Unterschied, ob ein Journalist darüber schreibt, wer was wo gesagt hat, möglichst noch aus dem Zusammenhang gerissen. Oder ob man die Worte die Person selbst hat sprechen gehört (wie eben in einer Talkshow 😉 ).

  17. Christina sagt:

    @ Benny:

    Wieso sollte ein Pfarrer über Christenverfolgung reden, wenn es zum Beispiel um Kindergartenstreiks geht?

    Kindergartenstreiks? Für wie blöd hältst du mich eigentlich? Es gab genügend Themen in den Talkdiskussionen, die förmlich danach geschrien haben, jetzt auch mal den Mund bezüglich der Christenverfolgung in den vornehmlich islamischen Ländern aufzumachen. Aber von den Obersten der Ev. Kirche wartete man da vergeblich drauf.  *Sarkasmus an* Na ja, die brauchen sicherlich auch ihre ganze Kraft, um den Islam weiterhin genügend hoffieren zu können. Und Kräfte stehen ja bekanntlich jedem Menschen nur begrenzt zur Verfügung. Da kann man dann wohl nichts Anderes erwarten. *Sarkasmus aus*

  18. Christina sagt:

    PS: Damit du meinen Sarkasmus auch richtig verstehst, will ich noch anfügen, dass in besagten Talksendungen von den erwähnten Kirchenoberen der Islam immer dermaßen hoffiert wird, dass einem alleine vom Zuhören schon übel wird.

  19. Christina sagt:

    @ Nordlicht:

    Nee, eines muß ich noch los werden:

    Der Gipfel des Ganzen ist seine Aussage die „scharf und zugespitzt“ ist. Eine Unterstellung jagt die nächste, verbrämt mit Konjunktiven – wie widerwärtig ist das denn bitte!

    Du bist anscheinend nicht sehr daran interessiert, dich über die Zustände in Flüchtlingsheimen zu informieren. Und damit meine ich keine Gerüchte, sondern die Aussagen von Fachleuten. Na, da kann man nichts machen. Die Aussage von Tscharntke ist keine „Unterstellung“, auch wenn sie ein bißchen sarkastisch und zugespitzt formuliert ist. Sie ist von der Realität leider nicht so weit entfernt. Ich werde dir jetzt bestimmt nicht die Beispiele dazu raussuchen, das kannst du bitteschön alleine machen. Aber allein die Tatsache, dass Menschen (vornehmlich Christen) aus den Flüchtlingsheimen regelrecht fliehen müssen und oft, obwohl ihr Problem bekannt ist, keinerlei Hilfe von Behörden erhalten, sondern alles heruntergespielt wird, als ob es sich dabei nur um ein paar Rangeleien wegen der Enge der Unterkünfte handeln würde oder was sie sonst noch für Entschuldigungen dafür finden, müßte dir eigentlich schon zu denken geben. Und dass die Vergewaltigung von Frauen und Kindern  in den Flüchtlingsheimen an der Tagesordnung ist, ist ja nun auch schon lange kein Geheimnis mehr. Dafür hat der Polizeigewerkschaftschef Rainer Wendt gesorgt. Und dass Sicherheitskräfte beim sexuellen Mißbrauch kräftig mitmachen, stand erst vorgestern – welch ein Wunder – im Berliner Kurier, den ich mir Freitags immer mal leiste, wegen des Wochen-Fernsehprogramms, dass es dazu als Beilage gibt.

  20. Christina sagt:

    Weil ich gerade auf einen anderen Blog rübergeklickt habe, sprang mich folgendes Video regelrecht an. Hatte ich früher schon mal gesehen, war aber in Vergessenheit geraten. Seit der Silvesternacht und seitdem die AfD in den Umfragen zweistellige Zahlen erreicht, hat sich die Medienberichterstattung schon ein bißchen gewandelt, ist zumindest nicht nur mein Eindruck.

    @ Nordlicht:

    Bitte mal anschauen: http://www.tagesschau.de/inland/bedraengte-christen-101.html

    Da frage ich mich doch, warum suchen diese Menschen, die Christen so sehr hassen, eigentlich in einen zumindest dem Namen nach „christlichen Land“ Asyl? Gibt doch genügend muslimische, sogar reiche Länder, z,. B. Saudi-Arabien. Ab dorthin. Meine Meinung.

     

     

  21. Christina sagt:

    @ Benny:

    Der Pfarrer in dem Video von tagesschau.de ist übrigens derselbe, von dem ich in einem früheren Kommentar schrieb, dass ich ihn mal in einer Talksendung life erlebt habe. Ein sehr sympathischer und realitätsnaher Mensch nach meinem Eindruck, den ich von ihm während der damaligen Sendung gewonnen hatte. Derselbe Pfarrer übrigens, den du für einen „Hetzer“ hältst.

    Zitat Benny:

    Dassiehst Du richtig.Ich hab was gegen Hetzer und Verallgemeinerungen, die Vorurteile schüren oder bestätigen sollen. Aber das weißt Du ja.

    Doch er ist genausowenig ein „Hetzer“, wie es Herr Tscharntke ist.

  22. De Benny De Benny sagt:

    Meinst du nicht, es macht einen Unterschied, ob ein Journalist darüber schreibt, wer was wo gesagt hat, möglichst noch aus dem Zusammenhang gerissen. Oder ob man die Worte die Person selbst hat sprechen gehört

    Sind zwei verschiedene Medien. Wenn eine Zeitung schreibt, Petry will auf Flüchtlinge, die Zäune überklettern schießen lassen und Petry hat das Interview auch noch autorisiert, dann sehe ich keinen Grund, daran zu zweifeln. Was sie im Fernsehen sagt und ob sich das mit dem in der Zeitung deckt, ist etwas anderes. Und von Storch hat es ja selbst ins Netz geschrieben, da besteht kein Zweifel, deshalb versucht sie sich ja auch rauszureden damit, daß sie auf der Maus ausgerutscht sei (dazu muß sie es trotzdem erst einmal eingegeben haben, sprich, sie hatte zumindest den Gedanken, das so zu schreiben).

    Es gab genügend Themen in den Talkdiskussionen, die förmlich danach geschrien haben, jetzt auch mal den Mund bezüglich der Christenverfolgung in den vornehmlich islamischen Ländern aufzumachen.

    Da ich diese Polittalksendungen icht sehe, kann ich dazu wenig sagen. Ich kann mir aber nicht denken, daß ein Pfarrer einfach stumm bleibt, wenn er auf Christenverfolgung angesprochen wird. Nebenbei ist der heutige Sonntag Reminiscere in der EKD der Sonntag, an dem der verfolgten Geschwister gedacht wird. Bei uns mit einer ziemlich deutlichen Predigt, in der der Pfarrer auch an die Gefahr erinnerte, daß sich, wenn wir die verfolgten Geschwister nicht ins Gedächtnis rufen, Leute wie Petry,also nach meiner obigen Terminologie die Unchristen, dies tun. Nicht, weil ihnen an den Verfolgten in irgend einer Weise gelegen sei, sondern weil sie ihre Islamophobie darüber unters Volk bringen wollen.

    Aber von den Obersten der Ev. Kirche wartete man da vergeblich drauf.

    Wie gesagt, die EKD hat den heutigen Sonntag zum Tag des Gedenkens an die verfolgten Geschwister erklärt – und das schon vor Jahren. Hier findest Du Infos:

    http://www.ekd.de/themen/material/reminiszere2016/index.html

    und hier zu den Jahren zuvor:

    http://www.ekd.de/international/menschenrechte/fuerbitte.html

    Nur weil die EKD nicht vorzugsweise auf youtube oder Facebook publiziert, sondern auf ihrer eigenen Seite, heißt das nicht, daß sie nichts tun. Aber das ist ja schon wieder Text, das geht natürlich nicht so leicht rein wie 2 Stunden Videos und Audiobeiträge 😉

    Na ja, die brauchen sicherlich auch ihre ganze Kraft, um den Islam weiterhin genügend hoffieren zu können. Und Kräfte stehen ja bekanntlich jedem Menschen nur begrenzt zur Verfügung. Da kann man dann wohl nichts Anderes erwarten.

    Wo bitte hofiert die EKD den Islam? Zivilisierter Austausch ist kein Hofieren. Dasbraucht bei zivilisierten Menschen auch nicht die ganze Kraft, bei Tscharndtke weiß ich das allerdings nicht… Aber die EKD hat sich ja durchaus zur Christenverfolgung geäußert und tut es auch weiterhin, wie ich Dir vorgeführt habe.

    on den erwähnten Kirchenoberen der Islam immer dermaßen hoffiert wird, dass einem alleine vom Zuhören schon übel wird.

    Wie sieht so ein „Hofieren“ Deiner Meinung nach aus?

    Na, da kann man nichts machen. Die Aussage von Tscharntke ist keine „Unterstellung“, auch wenn sie ein bißchen sarkastisch und zugespitzt formuliert ist. Sie ist von der Realität leider nicht so weit entfernt.

    Ob weit entfernt oder nicht: Wenn es der Realität nicht entspricht, ist es eine Unterstellung. Aber bitte, Du kannst Tscharndtkes Ehre ja retten, indem Du einen Fall auftreibst, wo folgendes von Tscharndtke geschildertes Szenario passiert ist:

    Da wird eine Frau unter 100 sexhungrige Männer geworfen und dann wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ Da wird ein Christ unter 100 haßerfüllte Muslime geworfen und ihm wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ „Ihr müßt Integration lernen.“ Und nachdem die Frau zehn mal vergewaltigt wurde und der Christ fünf mal krankenhausreif geschlagen – und das möglichst auch noch unter Mitwirkung von häufig muslimischen Sicherheitskräften, bei denen er Schutz und Hilfe gesucht hatte – dann sagt man: „Oh, das tut uns leid, hat mit der Integration noch nicht so geklappt. Müßt ihr weiter üben.“

    Das wirst Du nicht finden, und Tscharndtke formuliert trotzt aller Suggestion dann auch lieber im Konjunktiv. Das ist es ja, was Nordlicht so anekelt – und ich muß ihm da Recht geben. Tscharndtke scheint sich ja regelrecht aufzugeilen an dem Leid, das er da schildert, als ob er sich freuen würde, wenn es endlich so weit käme, weil dann könnte er ja sagen, er wußte es schon immer… Eklig sowas! Ganz miese Hetze! Und sowas von überhaupt nicht christlich!

    Aber allein die Tatsache, dass Menschen (vornehmlich Christen) aus den Flüchtlingsheimen regelrecht fliehen müssen und oft, obwohl ihr Problem bekannt ist, keinerlei Hilfe von Behörden erhalten, sondern alles heruntergespielt wird, als ob es sich dabei nur um ein paar Rangeleien wegen der Enge der Unterkünfte handeln würde oder was sie sonst noch für Entschuldigungen dafür finden, müßte dir eigentlich schon zu denken geben.

    Klar, und ich hab ja oben schon geschrieben: Wir brauchen dringend mehr Polizei, die den öffentlichen Frieden in den Unterkünften sichert. Wenn man einfach nur die Christen rausholt, was ist dann mit den gemäßigten Muslimen? Die sind dann die nächsten. Man darf den paar radikalen Islamisten keinen Meter Raum geben – da gilt das gleiche wie für Pegida, AfD und Tscharndtke.

    Und dass die Vergewaltigung von Frauen und Kindern  in den Flüchtlingsheimen an der Tagesordnung ist, ist ja nun auch schon lange kein Geheimnis mehr.

    Stimmt. Noch so ein Fall vom Versagen derjenigen, die für die öffentliche Sicherheit zuständig sind. Aber meinst Du, es gibt weniger Vergewaltigungen, wenn man die Flüchtlinge nicht nach Deutschland rein läßt? Dann vergewaltigen die Täter halt woanders. Aus den Augen, aus dem Sinn, oder wie? Find ich heuchlerisch.

    Und dass Sicherheitskräfte beim sexuellen Mißbrauch kräftig mitmachen, stand erst vorgestern – welch ein Wunder – im Berliner Kurier

    Noch mehr Versagen der Sicherheitskräfte. Wie auch in Clausnitz, wo die Flüchtlinge nun belangt werden und der Nazimob friedlich seiner Wege ziehen kann…

    Da frage ich mich doch, warum suchen diese Menschen, die Christen so sehr hassen, eigentlich in einen zumindest dem Namen nach „christlichen Land“ Asyl? Gibt doch genügend muslimische, sogar reiche Länder, z,. B. Saudi-Arabien. Ab dorthin. Meine Meinung.

    Das fragen sich auch zunehmend mehr Muslime, wieso sie von ihren Brüdern im Glauben nicht aufgenommen werden. Ist ein Punkt für das Christentum, aber Leute wie Tscharndtke konterkarieren das. Dort, wo Muslime hierzulande Haß erfahren, werden sie vom Christentum nicht überzeugt werden. Tolles Zeugnis, das Tscharndtke & friends da geben für ihren Glauben und ihren Herrn…

    Doch er ist genausowenig ein „Hetzer“, wie es Herr Tscharntke ist.

    Tscharndtke hetzt, also ist er ein Hetzer. Ich würde Dir zustimmen wenn Du gesagthättest, er ist kein Prediger, weil ne Predigt hab ich von dem noch nicht gesehen. Nur Hetzreden.

  23. Christina sagt:

    @ Benny:

    Wenn eine Zeitung schreibt, Petry will auf Flüchtlinge, die Zäune überklettern schießen lassen und Petry hat das Interview auch noch autorisiert, dann sehe ich keinen Grund, daran zu zweifeln.

    Man kann ein Interview auch autorisieren ohne es gründlich gelesen zu haben, weil man der Meinung ist, wird schon stimmen. Das ist natürlich leichtsinnig, ist in diesem Falle aber wohl so passiert, wenn ich dem Politikwissenschaftler Patzelt in der „Münchener Runde“ vom 2. 2. 16 Glauben schenken darf. Ab Minute 4:45 https://www.youtube.com/watch?v=1XeHipCaND8
    Vergessen darf man dabei auch nicht, dass Frau Petri noch ziemlich politisch unerfahren ist und sich wahrscheinlich noch nicht so aalglatt ausdrücken kann, wie manch anderer schon jahrelang etablierter Politiker. Ich habe ähnliche Aussage von Frau Petri jedenfalls im Talk gesehen und gehört und bei mir kam ihre Aussage im Zusammenhang betrachtet nicht so rüber, als wenn sie nun Flüchtlinge an der Grenze erschießen möchte. 😉

    Ich sehe das da ähnlich wie dieser Politikwissenschaftler. Klug von ihr war es trotzdem nicht, aber man sollte es nun auch nicht überbewerten. Ist aber schon klar, dass die Medien sich jetzt darauf stürzen. Dabei hat der Grünen-Politiker Boris Palmer Ähnliches geäußert: https://www.youtube.com/watch?v=sMukP19R2sc
    Warum findet auf ihn jetzt keine Hetzjagd statt? Wie du siehst, ich lasse mich nicht gerne für dumm verkaufen. Wenn schon, dann gleiches Recht für alle. 😉

    Zu Frau von Storch: Auch bei ihr war ich im Talk bei ihrer Aussage anwesend. Also nicht life, nur am TV versteht sich. Ihre Aussagen fand ich teilweise etwas absurd, fast lächerlich, z. B. was Angela Merkel angeht. Aber Flüchtlinge abknallen will sie sicherlich auch nicht. Wer das natürlich gerne so hören möchte, der interpretiert das in ihre Aussagen hinein. Das kann man machen. Man kann die Aussagen aber auch völlig anders verstehen. Die Beurteilung von Aussagen ist sicher immer ein bißchen subjektiv.

    Nur weil die EKD nicht vorzugsweise auf youtube oder Facebook publiziert, sondern auf ihrer eigenen Seite, heißt das nicht, daß sie nichts tun.

    Um auf Nordlicht’s Links zurückzukommen. Die EKD publiziert sich dort (und das auch sehr dürftig) wo es niemand hört und niemand liest. Dort wo sie in der Öffentlichkeit (TV, Weltliche Presse) etwas dazu sagen könnte, hüllt sie sich in Schweigen. Obwohl sich ihr genügend Anlässe bieten, bei Themen, wo das wirklich hinpaßt und eigentlich auch hingehört. Das fällt übrigens nicht nur mir auf, sondern auch anderen Leuten.

    Wenn es aber um die Rechte der Muslime und die  Hoffierung des Islam geht, ist sie in TV und weltlicher Presse nicht auf den Mund gefallen.

    Du kannst Tscharndtkes Ehre ja retten, indem Du einen Fall auftreibst, wo folgendes von Tscharndtke geschildertes Szenario passiert ist:
    Da wird eine Frau unter 100 sexhungrige Männer geworfen und dann wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ Da wird ein Christ unter 100 haßerfüllte Muslime geworfen und ihm wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ „Ihr müßt Integration lernen.“ Und nachdem die Frau zehn mal vergewaltigt wurde und der Christ fünf mal krankenhausreif geschlagen – und das möglichst auch noch unter Mitwirkung von häufig muslimischen Sicherheitskräften, bei denen er Schutz und Hilfe gesucht hatte – dann sagt man: „Oh, das tut uns leid, hat mit der Integration noch nicht so geklappt. Müßt ihr weiter üben.“
    Das wirst Du nicht finden, und Tscharndtke formuliert trotzt aller Suggestion dann auch lieber im Konjunktiv.

    Hab ich doch schon gefunden. Du mußt nur mal meinen Link von „tagesschau de.“ anschauen, aber das ist dir ja zu viel, du redest viel lieber auf blauen Dunst hin.

    Ich würde Dir zustimmen wenn Du gesagthättest, er ist kein Prediger, weil ne Predigt hab ich von dem noch nicht gesehen. Nur Hetzreden.

    Du bist wirklich lustig. 🙂 Ich sag‘ ja, Reden auf blauen Dunst hin. Ich weiß, dass du die Internetseite von Tscharntkes Gemeinde kennst. Ich habe dir ja selbst mal den Link dazu geschickt betreffs der „berühmten Predigten zur Flüchtlingsproblematik“. Also nun zu behaupten, du hast von ihm noch keine Predigten gesehen ist wirklich gaga. Warum hörst du dir nicht einfach mal ein paar Predigten dort an? Es geht ja nicht jeden Sonntag um Flüchtlinge. Vielleicht lernst du ja sogar was daraus. Doch Vorsicht, Tscharntke ist bibeltreu. 😉

  24. Christina sagt:

    @ Benny:

    Mist, ich habe vergessen, dass ein Kommentar mit mehr als 1 Link, erst moderiert werden muß, sonst hätte ich meinen letzten Kommentar geteilt. Na egal. Ich hänge jetzt trotzdem noch mal was an, weil es mir doch noch erwähnenswert erscheint. Du schreibst:

    Man darf den paar radikalen Islamisten keinen Meter Raum geben –

    Den paar? Immer diese Verniedlichungen von dir! 250 Personen – wie in diesem Heim (mal als Beispiel, bestimmt kein Einzelfall) – sind für mich nicht NUR ein paar: http://www.welt.de/politik/deutschland/article132791478/Kopten-Familie-flieht-vor-muslimischen-Angreifern.html

     

  25. Christina sagt:

    Habe gerade gemerkt, dass sich da in meinem vorletzten Kommentar ein Fehler eingeschlichen hat, was die Zeitangabe bei einem Link betrifft. Denke mir, ich schicke das Ganze jetzt einfach noch mal ab und teile den Kommentar dabei gleich (wegen der Links), dann kannst du dir das moderieren bei dem vorangegangenen Kommentar schenken und ihn einfach löschen. Danke. 🙂

     

    @ Benny:

    Wenn eine Zeitung schreibt, Petry will auf Flüchtlinge, die Zäune überklettern schießen lassen und Petry hat das Interview auch noch autorisiert, dann sehe ich keinen Grund, daran zu zweifeln.

    Man kann ein Interview auch autorisieren ohne es gründlich gelesen zu haben, weil man der Meinung ist, wird schon stimmen. Das ist natürlich ziemlich leichtsinnig, ist in diesem Falle aber wohl möglicherweise so passiert, wenn ich den Politikwissenschaftler Patzelt in der „Münchener Runde“ vom 2. 2. 16 richtig verstehe. Ab Minute 5:45 – ca. 8:00 gibt er ein paar Einblicke in die Denke von Frau Petri, der ich durchaus – auch nach meinem persönlichen Eindruck von ihr – so zustimmen würde:  https://www.youtube.com/watch?v=1XeHipCaND8
    Vergessen darf man bei allem auch nicht, dass Frau Petri noch ziemlich politisch unerfahren ist und sich wahrscheinlich noch nicht so aalglatt ausdrücken kann, wie manch anderer schon jahrelang etablierter Politiker. Ich habe ähnliche Aussage von Frau Petri jedenfalls im Talk gesehen und gehört und bei mir kam ihre Aussage im Zusammenhang betrachtet nicht so rüber, als wenn sie nun Flüchtlinge an der Grenze erschießen möchte. 😉

  26. Christina sagt:

    FORTSETZUNG:

    Klug von Frau Petri war es trotzdem nicht, aber man sollte es nun auch nicht überbewerten. Ist aber schon klar, dass die Medien sich jetzt darauf stürzen. Dabei hat der Grünen-Politiker Boris Palmer Ähnliches geäußert: https://www.youtube.com/watch?v=sMukP19R2sc
    Warum findet auf ihn jetzt keine Hetzjagd statt? Wenn schon, dann gleiches Recht für alle. 😉

    Zu Frau von Storch: Auch bei ihr war ich im Talk bei ihrer Aussage anwesend. Also nicht life, nur am TV versteht sich. Ihre Aussagen fand ich teilweise etwas absurd, fast lächerlich, z. B. was Angela Merkel angeht. Aber Flüchtlinge abknallen will sie sicherlich auch nicht. Wer das natürlich gerne so hören möchte, der interpretiert das in ihre Aussagen hinein. Das kann man machen. Man kann die Aussagen aber auch völlig anders verstehen. Die Beurteilung von Aussagen ist sicher immer ein bißchen subjektiv.

    Nur weil die EKD nicht vorzugsweise auf youtube oder Facebook publiziert, sondern auf ihrer eigenen Seite, heißt das nicht, daß sie nichts tun.

    Um auf Nordlicht’s Links zurückzukommen. Die EKD publiziert sich dort (und das auch sehr dürftig) wo es niemand hört und niemand liest. Dort wo sie in der Öffentlichkeit (TV, Weltliche Presse) etwas dazu sagen könnte, hüllt sie sich in Schweigen. Obwohl sich ihr genügend Anlässe bieten, bei Themen, wo das wirklich hinpaßt und eigentlich auch hingehört. Das fällt übrigens nicht nur mir auf, sondern auch anderen Leuten.

    Wenn es aber um die Rechte der Muslime und die  Hoffierung des Islam geht, ist sie in TV und weltlicher Presse nicht auf den Mund gefallen.

    Du kannst Tscharndtkes Ehre ja retten, indem Du einen Fall auftreibst, wo folgendes von Tscharndtke geschildertes Szenario passiert ist:
    Da wird eine Frau unter 100 sexhungrige Männer geworfen und dann wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ Da wird ein Christ unter 100 haßerfüllte Muslime geworfen und ihm wird gesagt: „Vertragt euch!“ „Integriert euch!“ „Ihr müßt Integration lernen.“ Und nachdem die Frau zehn mal vergewaltigt wurde und der Christ fünf mal krankenhausreif geschlagen – und das möglichst auch noch unter Mitwirkung von häufig muslimischen Sicherheitskräften, bei denen er Schutz und Hilfe gesucht hatte – dann sagt man: „Oh, das tut uns leid, hat mit der Integration noch nicht so geklappt. Müßt ihr weiter üben.“
    Das wirst Du nicht finden, und Tscharndtke formuliert trotzt aller Suggestion dann auch lieber im Konjunktiv.

    Hab ich das nicht in etwa schon gefunden. Du mußt nur mal meinen Link von „tagesschau de.“ anschauen, aber das ist dir ja zu viel, du redest viel lieber auf blauen Dunst hin. 😉 Lies mal zwischen den Aussagen und Zeilen dort. Wenn ich als Behörde und Verantwortliche die Vorkommnisse nicht ernst nehme und Leute einfach weiterhin in diesen Umständen belasse und alles verharmlose, dann sage ich indirekt doch nichts anderes als „Vertragt euch.“  „Integriert euch.“  „Müßt ihr halt noch ein bißchen weiter üben.“ Seht zu, wie ihr zurecht kommt. Auch wenn ich es nicht direkt so ausspreche, kommt es doch auf dasselbe hinaus.

    Ich würde Dir zustimmen wenn Du gesagthättest, er ist kein Prediger, weil ne Predigt hab ich von dem noch nicht gesehen. Nur Hetzreden.

    Du bist wirklich lustig. 🙂  Ich sag‘ ja, Reden auf blauen Dunst hin. Ich weiß, dass du die Internetseite von Tscharntkes Gemeinde kennst. Ich habe dir ja selbst mal den Link dazu geschickt betreffs der „berühmten Predigten zur Flüchtlingsproblematik“. Also nun zu behaupten, du hast von ihm noch keine Predigten gesehen ist wirklich gaga. Warum hörst du dir nicht einfach mal ein paar Predigten dort an? Es geht ja nicht jeden Sonntag um Flüchtlinge. Vielleicht kannst du daraus sogar was lernen. Aber Vorsicht, Tscharntke ist bibeltreu. 😉

  27. Nordlicht sagt:

    @Christina: Nein, die EKD publiziert sich nicht. Sie publiziert höchstens ihre Ansichten zu bestimmten Themen. Zum Thema „wo es niemand hört und niemand liest“: Meinst du ernsthaft, die EKD würde eine Seite betreiben, die niemand hört und liest? Wo hast du denn die Zahlen her? Oder ist das wieder haltloses Gerede ohne Substanz von dir?

    Und Benny redet im Gegensatz zu dir ganz sicher nicht auf blauen Dunst hin. Damit, dass er noch keine Predigt von dem von dir angeführten Demagogen gesehen hat, meint er lediglich, dass das, was dieser von sich gibt, nicht seinen Maßstäben hinsichtlich einer Predigt genügt und deshalb keine ist, sondern einfach nur widerwärtige Hetze.

  28. Christina sagt:

    Heute stieß ich auf die Hoaxmap. Da werden Gerüchte über Flüchtlinge auf einer Karte eingetragen zusammen mit einem Link zur Widerlegung des Gerüchts. In unserer von (schießwütigen?) rechten Populisten aufgeheitzten Gesellschaft ein nicht unnötiges Werkzeug gegen die Überhitzung. Die Karte stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit (wie auch?), aber alleine was das auftaucht ist erschreckend.

    Diese Liste erhebt ebenfalls keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist aber nicht weniger erschreckend: http://www.zukunftskinder.org/?p=52992 Grad eben mehr zufällig drauf gestoßen und dachte mir, das gehört irgendwie mit hier hin, einfach der Wahrhaftigkeit wegen. Wie man sieht, Listen kann nicht nur Hoaxmap erstellen. Womit ich die Falschgerüchte nicht entschuldigen will. Es ist natürlich nicht in Ordnung und zu verurteilen, irgendwelche Dinge zu erfinden. Aber man sollte weder von der einen noch von der anderen Seite vom Pferd fallen. Also die Dinge nicht so einseitig betrachten, wie es Hoaxmap tut. Damit wird dem uninformierten Leser schon so ein bißchen suggeriert, es passiert doch gar nichts, alles nur Gerüchte. Und ganz so verhält es sich ja nun auch wieder nicht.

  29. Christina sagt:

    @ Nordlicht:

    Nein, die EKD publiziert sich nicht. Sie publiziert höchstens ihre Ansichten zu bestimmten Themen.

    Genauso meinte ich es auch. Das Wörtchen „sich“ ist mir versehentlich mit in den Satz gerutscht. Sowas ist dir doch sicher auch schon mal passiert. Kein Grund sich daran aufzuhängen. 😉

    Meinst du ernsthaft, die EKD würde eine Seite betreiben, die niemand hört und liest?

    Das ist natürlich absichtlich von mir etwas zugespitzt formuliert worden. Du weißt aber schon, was ich damit zum Ausdruck bringen will? Wer verirrt sich von den Otto-Normalbürgern schon auf die Internetseite der EKD? Nicht mal ich. Was glaubst du also, wieviel Prozent der Bevölkerung das sind?

    Es geht mir – und das weißt du sehr wohl – um eine andere Art der Öffentlichkeit, die wesentlich mehr Menschen erreicht, also weltliche Presse oder TV-Talksendungen. Und da hatten Vertreter der EKD mehr als einmal die Möglichkeit, Christenverfolgung bei gewissen Themen, bei denen sie anwesend waren, mit ins Spiel zu bringen.

    Wenn es dagegen um irgendwelche Feindlichkeiten gegen Muslime geht, halten sie mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg in weltlicher Presse und TV. Dazu finden sie immer reichlich Worte.

    Übrigens muß ich mich noch korrigieren. Der Berliner Pfarrer, von dem ich schrieb, dass er sich mal in einer Talksendung für christliche Flüchtlinge, die in den Unterkünften von Muslimen verfolgt werden, stark gemacht hat, war gar kein EKD-Pfarrer, wie ich jetzt rausgefunden habe, sondern gehört einer freien Lutherischen Kirche an (SELK). Auch diesen einen einzigen Pluspunkt pro EKD muß ich nun wieder abziehen. Ja, die Bilanz sieht mehr als traurig aus. 🙁

  30. De Benny De Benny sagt:

    Also die Dinge nicht so einseitig betrachten, wie es Hoaxmap tut. Damit wird dem uninformierten Leser schon so ein bißchen suggeriert, es passiert doch gar nichts, alles nur Gerüchte.

    Auf der Hoaxmap wird nicht gesagt, alles seien nur Gerüchte. Die Hoaxmap macht allerdings eine Sache ganz deutlich: Es gibt unzählige Fälle von erfundenen Übergriffen. Das ist an sich schon eine Aussage.

    Es ist nicht nur zu verurteilen, daß da offensichtlich überall in der Rebiblik Leute sind, die Lügen über die Flüchtlinge verbreiten, es ist auch eine Darstellung, wie weit verbreitet rechte Propaganda ist, und daß man sehr vorsichtig sein muß, wenn irgendwer Vorwürfe erhebt. Es besteht in jedem Fall die Gefahr, daß es sich um einen Hoax handelt. Die Aussage der Hoaxmap ist also: Es gibt diese Hoaxes, und es sind nicht wenige.

    Die „Zukunftskinder“ haben eine andere Liste. Deren Aussage ist wohl vor allem, daß es kriminelle Flüchtlinge gibt. Das allerdings ist eine Binsenweisheit, denn Kriminelle finden sich in jeder Gruppe von Menschen. Auch unter Deutschen, auch unter Christen. Auch unter christlichen Deutschen, ja sogar unter christlichen Flüchtingen. Nebenbei mal ne Frage: Wie sollen wir mit einem iranischen Flüchtling umgehen, der hier im Supermarkt gestohlen hat und ein Christ ist (genauer: Konvertit vom Islam), dem also der sichere Tod bei einer Abschiebung bevorsteht?

    Da es sich um eine Binsenweisheit handelt, daß in jeder Gruppe Kriminelle vorkommen, wollen die „Zukunftskinder“ vielleicht auch etwas anderes ausdrücken: Flüchtlinge sind krimineller als Deutsche? Du sprichst von Wahrhaftigkeit. Wie wahrhaftig ist es denn, solche Suggestionen zu betreiben? Oder wenn essich nicht um Suggestion handeln sollte nach Deiner Meinung: Was meinst Du ist der Sinn dieser Liste der „Zukunftskinder“, wenn nicht, daß Flüchtlinge gang ganz schlimm kriminell und eine Gefahr sind. Hast Dugelesen, wie viele sexuelle Übergriffe es in Köln beim Karneval gab? Und das waren mehrheitlich keine Flüchtlinge, das ist ein „deutsches“ Fest. Kriminelle gibt es immer und überall.

    Wer verirrt sich von den Otto-Normalbürgern schon auf die Internetseite der EKD? Nicht mal ich.

    Da kann nun aber die EKD nix für, wenn Du nicht ihre Texte liest, oder? Wo soll die EKD denn noch publizieren? Auf idea? Idea entscheidet selbst, was sie schreiben, und die sind der EKD nicht gerade wohlgesonnen, obwohl sie von dort mit finanziert werden. Was sagt da Deine Wahrhaftigkeit? Idea ist doch ein christlicher Nachrichtendienst, wieso kommen die Texte der EKD da nicht vor. Eine EKD nahe Seite, die das Thema wie Nordlicht schrieb, auch immer wieder aufgreift, ist evangelisch.de. Dahin wirst Du Dich auch kaum verirren, weil das sind ja die Bösen. Aber deshalb entgeht Dir auch, was die EKD so alles schreibt und sagt. Wahrhaftig wäre es daher, erst mal dort nachzusehen, ob nicht doch was zu Christenverfolgung gesagt wird, bevor Du Behauptungen aufstellst.

    Eine weitere Möglichkeit wäre,wie ebenfalls schon gesagt, der normale Gottesdienstbesuch. Wann warst Du zum letzten Mal in einem landeskirchlichen Gottesdienst. Der Gottesdienst gestern in Grünstadt stand ganz im Zeichen der Christenverfolgung. Sowas entgeht Dir natürlich, wenn Du nur zu Leuten wie Tscharndtke gehst, um Dich anlügen zu lassen. Nochmal: Wahrhaftigkeit. Bevor Du anderen Vorhaltungen wegen fehlender Wahrhaftigkeit machst, könntest Du erst mal den Balken im eigenen Auge entfernen…

    Was glaubst du also, wieviel Prozent der Bevölkerung das sind?

    Über die EKD-Homepage, die sonntäglichen Gottesdienste und all die anderen von der EKD genutztenPublikationswege, erreicht sie auf jeden Fall mehr Prozent der Bevölkerung, als über Youtube, Tscharndtke oder idea. Weil die Zahl derer, die bei Youtube nach EKD Verlautbarungen suchen ist gering (deshalb wird es wohl auch nicht bedient), und idea und Tscharndtke haben wegen ihrer Feindbilder gar kein Interesse daran, die EKD neutral oder positiv darzustellen.

    Hier hab ich übrigens nen Artikel aus unserer Kirchenzeitung – schon von 2014 – gefunden zum Thema Christenverfolgung. Und darinwird ein weiterer Artikel verlinkt. Das Thema kommt schon vor, das Problem ist, daß Leute wie Du nicht zuhören.

    also weltliche Presse oder TV-Talksendungen.

    Diese Formate gehören aber nicht der Kirche, also hat die da auch kaum Einfluß. Wenn das Thema dort nicht opportun ist, kommt es nicht vor, oder nur so, wie die das gerne bringen wollen.

    Und da hatten Vertreter der EKD mehr als einmal die Möglichkeit, Christenverfolgung bei gewissen Themen, bei denen sie anwesend waren, mit ins Spiel zu bringen.

    Mankann natürlich beim Thema Kindergarten Christenverfolgung bringen. Oder beim Thema Bahnstreik. Die Frage ist aber: Paßt es wirklich? Nehemn wir zum Beispiel das Thema Mißbrauch. Wenn da ein Pfarrer in der Talkshow sitzt, ist es sicher ganz ganz toll und bringt unglaublich viel, wenn er, mit den Vorwürfen konfrontiert, antwortet: Die Christen sind die am meisten verfolgte Gruppe. Faktisch hat er nicht unrecht, aber falscher  könnte er in der Situation nicht antworten. Da ich aber schon seit Jahren keine Talksendungen mehr gesehen habe, kann ich natürlich nicht ausschließen, daß vielleicht die eine oder andere Chance verpasst wurde. Trotzdem: Das Heft haben die Macher der Sendung in der Hand. Und die schneiden dann entweder das, was ihrer Meinung nach nicht paßt, heraus. Oder sie laden einen zum nächsten wichtigen Thema (es gibt ja nicht nur die Christenverfolgung als Thema) nicht ein, weil sie gesehen haben, daß man vom gestellten Thema abweicht.

    Wer wissen will, wie die EKD zur Christenverfolgung steht, der kann das ganz ohne Talksendungen und Youtube wissen. Wer es nicht wissen will, weil es nicht in sein Weltbild passt, dem kann man es auch nicht nahebringen. Da muß man dann den Staub abklopfen und weitergehen…

    Wenn es dagegen um irgendwelche Feindlichkeiten gegen Muslime geht, halten sie mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg in weltlicher Presse und TV. Dazu finden sie immer reichlich Worte.

    Ist auch gut biblisch: Nächstenliebe und so. Oder hältst Du es für christlich, bei Feindlichkeiten zu schweigen?

    Auch diesen einen einzigen Pluspunkt pro EKD muß ich nun wieder abziehen.

    Da werden sich die Brüder von der SELK aber freuen, daß Du ihnen einen Punkt gegeben hast.

    Immer diese Verniedlichungen von dir! 250 Personen – wie in diesem Heim (mal als Beispiel, bestimmt kein Einzelfall) – sind für mich nicht NUR ein paar

    250 war die Zahl der Araber, nicht derer, die ihm auflauerten, das waren 50, also nur 1/5 davon. Ausgehend von den 750 Bewohnern des Heimes war es sogar nur 1/15, also nicht ganz 7%. Das ist durchaus nicht gleich Null, aber es ist auch keine Mehrheit, und wenn diesen 7% von Anfang an klar gemacht worden wäre, das so etwas nicht geht, und wenn das Recht auch in dem Heim durchgesetzt würde, wär all das nicht passiert. Das ist es, was bei fehlender Integration rauskomt. Aber das will der rechte Rand ja. Es soll keine Integration geben, sonst sink am Ende noch die Gewaltrate, und man hat das letzte Pseudoargument verloren. Aber extra für Dich formulier ich um: Den 7% Islamisten darf man keinen Meter Raum geben. Jetzt besser?

    Man kann ein Interview auch autorisieren ohne es gründlich gelesen zu haben, weil man der Meinung ist, wird schon stimmen.

    Dann ist man aber sehr dumm, und als Parteivorsitzende muß man, Erfahrung hin oder her, genau wissen, daß man beim Wort genommen wird. Was soll die Zeitung denn anderes drucken als das, was Petry autorisiert hat? Die können ja nur davon ausgehen, daß es SO schon stimmen wird.

    Aber Petry macht das ja nicht aus Schusseligkeit. Und die Zeitung kommt auch nicht von selbst auf solche Aussagen. Das ist gezielte Provokation und Hetze, so funktioniert das. Deshalb sprang die von Storch auch gleich auf den Wagen auf. Man will die Grenze dessen, was noch gesagt werden darf, durch solche Grenzverletzungen nach rechts drücken. So funktioniert Hetze, weil man diejenigen, die eh schon immer Ausländer abknallen wollen darin bestärkt werden, das offen zu sagen. Und nach und nach bröckelt der letzte Anstand dahin. Dann noch ein paar Lügengeschichten über die vergewaltigenden Muslime (hat man damals über die Juden nicht auch Lügen verbreitet? Ich mein ja nur), und irgendwann hat man den Mob soweit, wie man ihn haben will. Ob dann Petry noch am Ruder ist oder wer anders ist egal, die Gefahr besteht ja unabhängig von dieser Person. Und die Gefahr ist, daß unser Land wieder so weit nach rechts driftet, daß wir es am Ende nicht wiedererkennen werden. Wirf einen Blick in die Geschichtsbücher, wie das damals los ging in den 1920er Jahren mit den Nazis. Wir denken heute, das sei unmöglich, daß so etwas wieder passieren könnte. Nur damals dachte man das auch. Ein Volk ist recht bald aufgehetzt, und irgendwann fließt dann Blut (und es ist bisher schon mehr als genug geflossen).

    wenn ich den Politikwissenschaftler Patzelt in der „Münchener Runde“ vom 2. 2. 16 richtig verstehe. Ab Minute 5:45 – ca. 8:00 gibt er ein paar Einblicke in die Denke von Frau Petri, der ich durchaus – auch nach meinem persönlichen Eindruck von ihr – so zustimmen würde

    Wenn Du das in eigenen Worten zusammengefaßt hättest, hätte ich es lesen können. Da hier das Internet so schwach ist, daß Youtube utopisch ist, hast Du Pech gehabt.

    Ich habe ähnliche Aussage von Frau Petri jedenfalls im Talk gesehen und gehört und bei mir kam ihre Aussage im Zusammenhang betrachtet nicht so rüber, als wenn sie nun Flüchtlinge an der Grenze erschießen möchte.

    Petry bekam vom Reporter die Frage gestellt,wie ein Polizist zu reagieren hätte, wenn ein Flüchtling einen zu errichtenden Grenzzaun überklettern würde. Antwort Petry:

    Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.

    Nachzulesen hier. Im autorisierten Interview. Ich kann das nicht anders verstehen, als daß an der Grenze auf Flüchtlinge geschossen werden soll. Und das beinhaltet immer (!) die Gefahr, daß der Getroffene an der Schußwunde stirbt. Wo geschossen wird,muß man mit Todesopfern rechnen. Das ist nicht wie im Fernsehen. Deshalb würde ein Polizist, der so handelt, wie Petry es fordert, auch extreme Probleme kriegen. Zu Recht.

    Ist aber schon klar, dass die Medien sich jetzt darauf stürzen. Dabei hat der Grünen-Politiker Boris Palmer Ähnliches geäußert: […]
    Warum findet auf ihn jetzt keine Hetzjagd statt? Wenn schon, dann gleiches Recht für alle.

    Palmer ist nicht Bundesvorsitzender einer Partei, sondern Bürgermeister einer Kreisstadt. Außerdem ist seine Partei nicht dafür bekannt, daß sie in diese politische Ecke neigt, das heißt es handelt sich um die Aussage eines relativ unbedeutenden Politikers für diese Frage. Anders wäre es gewesen, wenn ein grüner Bundespolitiker sowas gesagt hätte, wenn auch nicht so schlimm wie bei Petry, der Bundesvorsitzenden (!) einer rechtspopulistischen (!) Partei, die immer weiter nach rechts neigt. Wenn es nur Petrys Privatmeinung wäre, die sie auf Bundesebene eh nicht vertreten könnte (wie Palmer, der auf Bundesebene keine Rolle spielt), dann würde sich kein Mensch groß dran stören. Oder weißt Du, wie die Piratenabgeordneten in Berlin-Kreuzberg zu der Frage stehen? Eben. Petry ist aber eben Bundesvorsitzende einer Partei, die bei Umfragen zweistellige Ergebnisse hat (schlimm genug). Da hebn die Worte eben anderes Gewicht.

    Noch dazu (aber youtube funktioniert hier ja nicht, deshalb kann ich es nicht überprüfen) hat Palmer soweit ich weiß davon gesprochen, daß Grenzpolizisten Waffen trügen und nicht, daß sie diese benutzen sollten, um Flüchtlinge niederzuschießen, die die Grenze illegal überqueren. Es wäre interessant, bei Palmer den Kontext der Frage zu kennen, womöglich wurde er gefragt, ob Grenzpolizisten seiner Meinung nach Waffen tragen sollten. Wenn seine Äußerung wie ich zu erinnern meine derart ist, daß er sagte, Grenzpolizisten trügen Waffen, dann hat er ja nicht Unrecht. Das tun sie, wie alle Polizisten. Aber sie tragen die Waffen eben nicht, um Flüchtlinge niederzuschießen, die die Grenze illegal überschreiten, so wie Petry das fordert und als Gesetzeslage ausgibt, bzw von Storch das bestätigt, obwohl sie als Juristin es besser wissen müßte.

    Aber Flüchtlinge abknallen will sie sicherlich auch nicht.

    Ich hab den Facebook Ausschnitt damals gesehen, finde ihn aber nicht mehr. Ich kann jedoch bestätigen, daß der vom SPON aufgeschriebene Wortlaut denINhalt korrekt wiedergibt:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beatrix-von-storch-schliesst-waffeneinsatz-gegen-kinder-nicht-aus-a-1074933.html

    Inzwischen hat sie sich nach viel hin und her wohl dazu entschlossen, es nicht so gemeint zu haben:

    http://www.huffingtonpost.de/2016/02/10/beatrix-von-storch-schuss_n_9206218.html

    Nun ja, kann man jetzt glauben oder nicht. Jedenfalls hat sie bei der perfiden Taktik der Hetze, wie oben beschrieben, mitgemacht. Denn wieso sollte ich ihr glauben, sie wolle nicht, daß auf Menschen geschossen wird, wenn sie es anfangs doch so schrieb? Sie hat ja keine schlüssige Erklärung gebracht. Selbst der „Mausrutscher“ setzt ja voraus, daß sie den Text irgendwann einmal eingetippt hat, also zumindest mit dem Gedanken spielte, es zu posten…

    Wer das natürlich gerne so hören möchte, der interpretiert das in ihre Aussagen hinein. Das kann man machen. Man kann die Aussagen aber auch völlig anders verstehen. Die Beurteilung von Aussagen ist sicher immer ein bißchen subjektiv.

    Nein, sorry, das ist jetzt zu billig. Und bei den Aussagen der Bibel würdest Du das so auch nicht schreiben. Aussagen können eine gewisse Breite an Interpretationsmöglichkeiten haben, aber das kommt auch immer auf Aussage und Kontext an. Wenn jemand fragt, ob man den Zutritt von Frauen und Kindern mit Waffengewalt verhindern will udn ein anderer schreibt „ja“, dann sehe ich da sehr wenig Spielraum für Interpretation. Wenn dann noch präzisiert wird, das sei nur auf die Frauen und nicht auf die Kinder bezogen gewesen, dann ist auch klar, daß die Frage nicht falsch verstanden wurde. Es ging ums Schießen, und die Antwort lautete „ja“.

    Hab ich doch schon gefunden. Du mußt nur mal meinen Link von „tagesschau de.“ anschauen, aber das ist dir ja zu viel, du redest viel lieber auf blauen Dunst hin.

    Wieder ein Video, ganz toll. Aber zumindest der Überschrift und dem dazugehörigen Text ist nicht zu entnehmen, daß da Frauen hunderten „sexhungrigen“ Männer vorgeworfen worden wären. Das war die Behauptung Tscharndtkes. Dazu fehlt bisher jeder Beleg, aber Tscharndtke hetzt ja auch gerne, weil mit preidgen hat er es nicht so. Mit blauem Dunst hat höchstens Deine Weigerung, Belege vorzulegen, etwas zu tun.

    nicht ernst nehme und Leute einfach weiterhin in diesen Umständen belasse und alles verharmlose, dann sage ich indirekt doch nichts anderes als „Vertragt euch.“  „Integriert euch.“  „Müßt ihr halt noch ein bißchen weiter üben.“ Seht zu, wie ihr zurecht kommt. Auch wenn ich es nicht direkt so ausspreche, kommt es doch auf dasselbe hinaus.

    Wenn Deine Aussage ist, daß die Polizei hier die öffentliche Ordnung durchzusetzen hätte, dies aber nicht tut, stimme ich Dir zu. Hatten wir ja schon. Wenn Du allerdings behauptest, die Flüchtlingsheime wären voll von sexhungrigen muslimischen Männern, wie Tscharndtke suggeriert, dann muß ich Dir sagen, daß das erstens ein fast noch schlimmeres Männerbild ist als die Täter in Köln ein Frauenbild haben und daß es eben üble Hetze ist, nicht mehr und nicht weniger. Nur weil es in Flüchtlingsheimen zu Übergriffen kommt ist nicht jeder Flüchtling ein Vergewaltiger. Es ist ja auch nicht jeder katholische Pfarrer ein Kinderschänder, wie interessierte Kreise gerne behaupten.

    Dunst hin. Ich weiß, dass du die Internetseite von Tscharntkes Gemeinde kennst. Ich habe dir ja selbst mal den Link dazu geschickt betreffs der „berühmten Predigten zur Flüchtlingsproblematik“. Also nun zu behaupten, du hast von ihm noch keine Predigten gesehen ist wirklich gaga.

    Die „Predigten“, die ich von ihm bisher gesehen habe, sind keine. Das sind Hetzreden gegen Muslime. Da wird nicht Gottes Wort verkündigt, nicht Liebe und Barmherzigkeit, sondern Haß. Mit Gott hat das so wenig zu tun wie Schweineschnitzel mit Vegetarismus.

    Warum hörst du dir nicht einfach mal ein paar Predigten dort an?

    Weil ich das, was ich bisher gesehen und gehört habe, widerlichste Hetze ist. Da kann ich auf mehr gerne verzichten.

    Aber Vorsicht, Tscharntke ist bibeltreu.

    Nein, ist er nicht. Er verdreht sie, wo er nur kann, um seine Hetze rüberzubringen. Hat man an seiner Verdrehung der Begriffe Fremdling und Fremder schon gesehen. Er zieht sich Dinge aus dem Finger, um ja nicht Gottes Botschaft von der Liebe und Barmherzigkeit zu allen Menschen verbreiten zu müssen, sondern weiter Haß säen zu können.

  31. Christina sagt:

    Lieber Benny, auch wenn ich es jetzt zum gefühlten hundertsten Male wiederhole, in der Hoffnung, dass es bei dir irgendwann mal ankommt: Es geht mir nicht darum, dass die EKD irgendwo in ihrem Kämmerlein irgendetwas schreibt, sondern in der ÖFFENTLICHKEIT bitteschön ihre Empörung kundtut!!! Und zwar bei den Themen in Talkshows, wo es angebracht ist. Wo es um Religion und Verfolgung geht. Aber das tun Käsmann, Huber und Co. nicht. Für sie ist das genauso befremdlich wie für dich. Sie lassen sich lieber darüber aus, wie die Muslime hier in Deutschland ausgegrenzt werden oder setzen sich dafür ein, dass sie ihre Moscheen bauen können, und das alles, ohne ein Wort darüber zu verlieren, wie es umgekehrt in islamischen Ländern aussieht, dass die Christen dort noch nicht mal bei Todesstrafe eine Bibel besitzen dürfen oder sich als Christen zu erkennen geben dürfen. Das ist, was mich an der ganzen Sache so aufregt. Ich hoffe, das ist jetzt endlich bei dir angekommen.

    Und noch was. Ich schrieb:

    Wenn es dagegen um irgendwelche Feindlichkeiten gegen Muslime geht, halten sie mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg in weltlicher Presse und TV. Dazu finden sie immer reichlich Worte.

    Deine Antwort darauf:

    Ist auch gut biblisch: Nächstenliebe und so. Oder hältst Du es für christlich, bei Feindlichkeiten zu schweigen?

    Du bist wirklich unglaublich. Nächstenliebe gilt also für Muslime. Schön. Aber anscheinend für Christen dann wohl nicht? Zu diesem Schluß muß man logischerweise nach deiner Antwort dann kommen. Denn im Fall der Muslime machen Käsmann und Co. Ihren Mund in der ÖFFENTLICHKEIT auf (und du findest das gut und nennst es Nächstenliebe), im Fall der Christen tun sie das nicht (und das findest du auch gut oder zumindest entschuldbar, nach allen Ausreden, die du bisher dafür vorgebracht hast). Dann frage ich dich jetzt mal: Hältst du es für christlich bei Feindlichkeiten gegenüber Christen in der ÖFFENTLICHKEIT zu schweigen? Ist das gut biblisch? Anscheinend in deinen Augen ja.

    250 war die Zahl der Araber, nicht derer, die ihm auflauerten, das waren 50, also nur 1/5 davon.

    Du solltest wirklich gründlicher lesen. 250 haben die Familie hinterher schief angeschaut, ihren Kindern untersagt mit den eigenen Kindern zu spielen und sie ignoriert. Man sagt zu so was auch Mobbing. 250 von 750 sind 1/3 nach Adam Riese.

    Zu deinen anderen Ausführungen schreibe ich jetzt mal nichts mehr. Hat meiner Meinung nach sowieso keinen Sinn, wenn du keine Videobotschaften – und seien sie noch so kurz – sehen oder hören kannst. Worüber sollen wir dann reden? Alles was du schreibst ist dann wirklich nur in den blauen Dunst hinein geschrieben. Du weißt im Grunde genommen dann gar nicht, worum es geht.

  32. Nordlicht sagt:

    Tja Christina, ich denke, du musst damit leben, dass nicht jeder deine engstirnige Definition von Öffentlichkeit teilt. Öffentlichkeit spielt sich nämlich nicht nur in Talkshows ab. Da das so ist, laufen deine Aussagen hinsichtlich dessen, was die EKD tut, völlig ins Leere, auch deine Frage, ob es christlich ist, bei Feindlichkeiten gegenüber Christen zu schweigen, ist damit überflüssig.

     

  33. De Benny De Benny sagt:

    Es geht mir nicht darum, dass die EKD irgendwo in ihrem Kämmerlein irgendetwas schreibt

    Nein, nicht in ihrem Kämmerlein, sondern auf der Nr. 1 Informationsquelle im Internet zur EKD, der Homepage der EKD. Denn genau dort kann sie selbst publizieren und ist nicht darauf angewiesen, von verschiedenen Medien eingeladen oder zitiert zu werden.

    Wenn Du die neuste „Predigt“ von Tscharndtke suchst, gehst Du auch auf die Homepage seiner Gemeinde und nicht zu Anne Will…

    sondern in der ÖFFENTLICHKEIT bitteschön ihre Empörung kundtut

    Die Homepage der EKD ist nicht weniger öffentlich als die Talkshows von Anne Will oder sonstwem. Im Gegenteil, bei den Talkshows der öffentlich-rechtlichen wird nach 6 Monaten depubliziert,wennes nicht grad jemand (rechtswidrig?) nach youtube kopiert, die EKD ist von dieser Depublizierungsautomatik nicht betroffen und kann ihre Inhalte so lange auf ihrer Homepage lassen, wir sie will.

    Und zwar bei den Themen in Talkshows, wo es angebracht ist. Wo es um Religion und Verfolgung geht.

    Nenn mir eine Talkshow, in der es um „Religion und Verfolgung“ ging, wo Vetreter der EKD eingeladen waren und sich nicht zum Thema (nämlich Verfolgung) äußerten!

    Aber das tun Käsmann, Huber und Co. nicht. Für sie ist das genauso befremdlich wie für dich.

    Wieso sollte das für mich befremdlich sein? Christenverfolgung gab es schon immer und wird es auch immer geben, Jesus hat uns das auch angekündigt. Und es wird auch immer wieder in die Medien gebracht, man muß halt bloß hinsehen. Aber wenn Du die Augen zukneifst und die Finger in die Ohren steckst und immerzu laut lalala rufst, wirst Du es nicht mitbekommen. Nochmal ein paar Links:

    Allgemeines auf evangelisch.de:

    http://www.evangelisch.de/themen/christenverfolgung

    Hier geht OKR Leißer darauf ein, wieso man sich weniger laut empört, sondern im Stillen zu helfen versucht. Außerdem wird auch klar gesagt, daß in manchen islamischen Ländern auf Apostasie die Todesstrafe steht:

    http://www.evangelisch.de/inhalte/109657/18-09-2014/christenverfolgung-und-die-stille-diplomatie-der-ekd

    Und hier nochmal OKR Leißer, wo auch die Todesstrafe für den Bibelbesitz vorkommt und er erklärt, inwieweit der Rüstungsbericht mit dem Einsatz gegen die Christenverfolgung zu tun hat. Die EKD arbeitet halt eher politisch und nimmt direkt Einfluß, als daß sie sich laut empört, auch wenn sie das Thema wie gesagt immer wieder öffentlich anspricht:

    http://www.evangelisch.de/inhalte/109607/17-09-2014/so-hilft-die-ekd-unterdrueckten-christen-der-welt

    Bedford-Strohm und das Verschwinden der Christen im Nahen Osten:

    http://www.hannover-zeitung.net/aktuell/vermischtes/47226944-christen-im-nahen-osten-bedroht

    Käßmann auf der ITB 2013: Christenverfolgung nicht verschweigen:

    http://www.pro-medienmagazin.de/index.php?id=105&tx_ttnews%5Btt_news%5D=80357

    2011 forderte Käßmann die Politiker auf, bei Auslandsreisen die Christenverfolgung anzusprechen:

    http://www.evangelisch.de/inhalte/103144/10-01-2011/kaessmann-politiker-sollen-christenverfolgung-ansprechen

    Beim Kirchentag in Dresden hatte Käßmann sich auch geäußert:

    http://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Kaessmann-beklagt-Christenverfolgung;art312,125021

    2014 hatte sie das Thema in ihrer Kolumne in der BamS angesprochen:

    http://www.advent-verlag.de/cms/cms/front_content.php?idcat=365&idart=4495

    Hier erinnert Huber daran, daß die Christen im Irak Leidtragende des Sturzes Husseins waren und Schindehütte fortert die Bundesregierung auf, sich für die Christen einzusetzen:

    http://zeitzeichen.net/archiv/religion-kirche-theologie/christenverfolgung-weltweit/

    Beim Hamburger Kirchentag kam das Thema auch vor:

    http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1144322

    Nikolaus Schneider hat sich 2011 auch geäußert:

    http://de.euronews.com/2011/01/03/ekd-2011-soll-kein-jahr-der-christenverfolgung-werden/

    Nochmal Schneider 2011, diesmal sogar pro-medienmagazin – also ein evangelikales Medium:

    http://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/christenverfolgung-scharfe-kritik-an-tuerkei-82253/

    Und hier nochmal Schneider, ein Jahr vorher:

    http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article10795785/Praeses-Schneider-fordert-mehr-Einsatz-gegen-Christenverfolgung.html

    Oder wie wäre es mit Bischof Dröge 2014:

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/verfolgung-von-christen-des-glaubens-genossen/9621420.html

    Bischof Huber 2008:

    http://www.news.de/politik/747114879/kirchen-fordern-mehr-solidaritaet-mit-fluechtlingen/1/

    Nochmal Huber 2011:

    http://www.aref.de/news/allgemein/2011/menschenrechte_christenverfolgung_ev-kirchentag-dresden_vietnam.htm

    Nochmal Huber 2008:

    In seiner Karfreitagspredigt beklagte Huber die Verfolgung der Christen im Irak und verglich sie mit ethnischen Säuberungen und Völkermorden anderswo in der Welt, die tatenlos hingenommen würden.

    http://diepresse.com/home/meinung/dejavu/383439/Ein-europaeisches-Tabu_Die-weltweite-Christenverfolgung

    2009 sprach Huber vom Skandal der Christenverfolgung:

    http://www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten/einzelansicht/article/ekd-ratsvorsitzender-skandal-der-christenverfolgung-beenden.html

    Das waren jetzt ganz verschiedene Medien, verschiedene Ratsvorsitzende der EKD in verschiedenen Jahren, zum Teil sogar vom Kirchentag, der ja angeblich so muslimfreundlich wäre. Und das war das Ergebnis einer kleinen, kurzen google Suche. Wer länger sucht, findet mehr. Wer aber behauptet, die EKD würde sich nicht äußern und die Geschwister wären ihr egal, der will das glauben, gegen alle Realitäten.

    Sie lassen sich lieber darüber aus, wie die Muslime hier in Deutschland ausgegrenzt werden oder setzen sich dafür ein, dass sie ihre Moscheen bauen können, und das alles, ohne ein Wort darüber zu verlieren, wie es umgekehrt in islamischen Ländern aussieht, dass die Christen dort noch nicht mal bei Todesstrafe eine Bibel besitzen dürfen oder sich als Christen zu erkennen geben dürfen. Das ist, was mich an der ganzen Sache so aufregt. Ich hoffe, das ist jetzt endlich bei dir angekommen.

    Das kommt aus dem Grund nicht an, weil Du im ersten Grund den Christen vorwirfst, Christen zu sein (was den Einsatz für andere angeht – wieso sollte ein Muslim keine Moschee bauen können? Gebietet es uns nicht die Liebe zum Nächsten, ihn vor Diskriminierung in Schutz zu nehmen?) und Du im zweiten Teil klar Unwahres erzählst. Ich hab Dir oben den Artikel verlinkt, wo der Besitz von Bibeln angesprochen wurde. Ich hab Dir zig Links aufgelistet, aus denen hervorgeht, daß sehr viele Wörter darüber verloren werden, wie es in islamischen Ländern aussieht. Und dieses Konglomerat aus Christentumsfeindlichkeit Deinerseits (1. Teil) und purer Falschaussage (2. Teil) ist es, der mich Dir nochmal den Begriff der Wahrhaftigkeit vorhalten läßt: Denk nochmal darüber nach,was DU alles behauptest, und was Du mit dem Begriff forderst, und inwieweit Du dem selbst gerecht wirst.

    Du bist wirklich unglaublich. Nächstenliebe gilt also für Muslime. Schön.

    Natürlich gilt Nächstenliebe für Mulsime. Wer das nicht begreift, hat das Christentum nicht begriffen. Die Nächstenliebe gilt sogar für diejenigen, die uns nach dem Leben trachten. Ja, ich weiß, Jesus ist da sehr radikal, aber es hat niemand gesagt, der christliche Glaube wär ne Kaffeefahrt.

    Aber anscheinend für Christen dann wohl nicht? Zu diesem Schluß muß man logischerweise nach deiner Antwort dann kommen. Denn im Fall der Muslime machen Käsmann und Co. Ihren Mund in der ÖFFENTLICHKEIT auf (und du findest das gut und nennst es Nächstenliebe), im Fall der Christen tun sie das nicht (und das findest du auch gut oder zumindest entschuldbar, nach allen Ausreden, die du bisher dafür vorgebracht hast).

    Nach all den Links wirst Du diese Behauptung sicherlich zurücknehmen. Ich meine Bild am Sonntag, wie viel öffentlicher soll es denn noch werden? Die Nächstenliebe gilt für alle. Ich mache da keinen Unterschied und Käßmann auch nicht. Die einzige, die einen Unterschied zu machen versucht bist Du. Und das ist eben von Grund auf unchristlich.

    Dann frage ich dich jetzt mal: Hältst du es für christlich bei Feindlichkeiten gegenüber Christen in der ÖFFENTLICHKEIT zu schweigen? Ist das gut biblisch?

    Wenn man dafür im Hintegrund an der Verbesserung der Situation arbeitet, so wie Leißer es oben darstellt, vielleicht schon. Mir ist daran gelegen, daß den Geschwistern geholfen wird, nicht daran, daß ich tolle PR gegen den Islam machen kann. Trotzdem schweigt ja niemand. Das Thema kommt vor, in aller Öffentlichkeit und nicht selten. Du hörst nur nicht hin, aber das ist Dein Problem.

    250 haben die Familie hinterher schief angeschaut, ihren Kindern untersagt mit den eigenen Kindern zu spielen und sie ignoriert.

    Ich kenn Fälle wo Eltern ausm EC ihre Kinder nicht mit (pietistischen!) Landeskirchlern spielen lassen wollten. Schief angucken ist noch kein Extremismus, der EC legt auch keien Bomben.

    Zu deinen anderen Ausführungen schreibe ich jetzt mal nichts mehr. Hat meiner Meinung nach sowieso keinen Sinn, wenn du keine Videobotschaften – und seien sie noch so kurz – sehen oder hören kannst.

    Hätte schon Sinn, wenn Du die Güte und den Anstand hättest, die Videos in Dienen eigenen Worten zusammenzufassen. Das hab ich Dir schon mehrfach vorgeschlagen. Aber dazu bist Du ja nicht Willens,also mach bitte mir keinen Vorwurf aus Diener Faulheit.

    Du weißt im Grunde genommen dann gar nicht, worum es geht.

     Es gab schon Unterhaltungen, bevor es youtube oder Videofilme überhaupt gab. Wie hat das wohl funktioniert, wenn man da nicht flux was verlinken konnte, statt sich die Mühe zu machen, die eigenen Gedanken selbst auszudrücken?
  34. Nordlicht sagt:

    Respekt Benny, wo nimmst du nur diese Energie und die Langmut her, dich so ausführlich mit Christina auseinander zu setzen….. Die bringe ich nicht mehr auf. Halte mich da lieber kurz und knapp, das genügt in den meisten Fällen, und in denen, in denen es nicht genügt, bist du erfreulich präsent 🙂 Vielleicht bekommen wir sie ja doch noch dazu, noch mehr zu denken 🙂

     

  35. Christina sagt:

    @ Benny:

    Nenn mir eine Talkshow, in der es um „Religion und Verfolgung“ ging, wo Vetreter der EKD eingeladen waren und sich nicht zum Thema (nämlich Verfolgung) äußerten!

    Die alten Sendungen werden wohl nicht mehr auffindbar sein. Wenn ich im Vorfeld gewußt hätte, dass wir hier mal so eine Diskussion haben, dann hätte ich sie irgendwie konserviert, wenn das gegangen wäre. Aber in Zukunft kann ich dir gerne welche zusenden. Macht meines Erachtens nur keinen Sinn, da du sie dir nicht anschauen kannst, wie du immer wieder zu verstehen gibst.

    Das Thema kommt vor, in aller Öffentlichkeit und nicht selten. Du hörst nur nicht hin, aber das ist Dein Problem.

    Ich höre sehr gut hin. Und ich werde erst Ruhe geben und zurücknehmen, was ich bezüglich eurer Kirchenvertreter gesagt habe, wenn ich diese in einer Talksendung sich zur Christenverfolgung äußern höre und zwar vor Vertretern des Islam. Öffentlich im Fernsehen, so dass VIELE Menschen es hören können. Ich glaub‘ aber nicht, dass das passieren wird. Ist in all den Jahren, in denen ich das schon verfolge nicht passiert.  Da mag ich das nicht so recht glauben, das das jetzt plötzlich dazu kommt. Der Grund: Es ist anscheinend Politically Incorrect sich öffentlich im Fernsehen NEGATIV über den Islam zu äußern. Und darum schweigt man lieber und verlagert das ganze dann auf kleine Käseblättchen, die eh nicht viele lesen.

    Ich meine Bild am Sonntag, wie viel öffentlicher soll es denn noch werden?

    Von Bild am Sonntag finde ich nichts unter deinen Links. Ich habe jetzt auch nicht jeden angeklickt, weil ich mir denke, man würde das ja schon am Link selbst erkennen müssen. Und da stand nirgends was.

    Hätte schon Sinn, wenn Du die Güte und den Anstand hättest, die Videos in Dienen eigenen Worten zusammenzufassen. Das hab ich Dir schon mehrfach vorgeschlagen. Aber dazu bist Du ja nicht Willens,also mach bitte mir keinen Vorwurf aus Diener Faulheit.

    Warum schickst du mir denn deine Links und drückst den Inhalt derselben nicht mit deinen eigenen Worten aus? Weil du zu faul bist? Nein, wahrscheinlich, weil du sie als Beweis deiner Aussagen heranziehst. Siehst du, und genauso ist es bei mir. Dass du dir Videoclips nicht anschauen kannst, dafür kann ich ja nun nichts. Ändere lieber was daran anstatt dich zu beschweren. 🙂

  36. De Benny De Benny sagt:

    Aber in Zukunft kann ich dir gerne welche zusenden. Macht meines Erachtens nur keinen Sinn, da du sie dir nicht anschauen kannst, wie du immer wieder zu verstehen gibst.

    Na man kann aus dem Thema und den eingeladenen Gästen schon einiges sehen, ohne das Video zu sehen. Dann könntest Du ja auch die entscheidenden Sätze kurz zusammenfassen oder zitieren. Es gibt soooo viele Möglichkeiten…

    Ich höre sehr gut hin. Und ich werde erst Ruhe geben und zurücknehmen, was ich bezüglich eurer Kirchenvertreter gesagt habe, wenn ich diese in einer Talksendung sich zur Christenverfolgung äußern höre und zwar vor Vertretern des Islam.

    Dazu müßte das Thema der Sendung auch Christenverfolgung lauten, und es müßten Vertreter der EKD eingeladen sein und auch Vertreter des Islam eingeladen sein – und auch kommen. Außerdem müßte es eine Sendung sein, die Du Dir ansiehst. Sehr viele Voraussetzungen. Statt dessen könntest Du auch einfach wahrnehmen, daß es die von mir verlinkten Artikel gibt. Aber vielleicht hätte ich Links zu Videos schicken sollen…

    Öffentlich im Fernsehen, so dass VIELE Menschen es hören können.

    Das Thema hat es auch schon öfter mal in die Tagesschau geschafft. Nur steht die Tagesschau Redaktion nicht im Dienste der EKD, deshalb können die das auch nicht dauernd da unterbringen. Und die Tagesschau hat sicher mehr Zuschauer als die Talkshows. War zum Beispiel 2008 der Fall, da kam Bischof Huber mit dem Thema Christenverfolgung in die Tagesschau, öffentlich im Fernsehen, wo viele Menschen es hören konnten. Der Tagesschau-Beitrag ist inzwischen zwar depubliziert, aber jesus.ch berichtet davon:

    http://www.jesus.ch/themen/gesellschaft/international/asien/140525-schlimmer_als_unter_saddam.html

    Ich glaub‘ aber nicht, dass das passieren wird. Ist in all den Jahren, in denen ich das schon verfolge nicht passiert.

    Liegt das daran, daß es den EKD Leuten egal wär, wasmit den Geschwistern passiert (was nicht sein kann, sonstgäbe es nicht so viele andere Belege für das Thema bei EKD Leuten), oder liegt es vielleicht doch daran, daß von der EKD niemand eingeladen wird, falls es einmal um Christenverfolgung geht, bzw. Christenverfolgung vielleicht noch nie Thema einer solchen Talksendung war…?

    Der Grund: Es ist anscheinend Politically Incorrect sich öffentlich im Fernsehen NEGATIV über den Islam zu äußern.

    Es ist einfach FALSCH, sich über „den“ Islam zu äußern, weil der Islam wie das Christentum viele Facetten hat. Nicht alle Muslime verfolgen Christen oder sonst wen, und das zu behaupten wäre unredlich und unwahrhaftig, weshalb ich mich nicht wundere, daß solche Äußerungen von EKDLeuten spärlich gesät sind. Da hoffe ich auch, daß es so bleibt. Denn negative Äußerungen über den Islam sind nicht das gleiche wie Äußerungen zu Christenverfolgungen. Aber vielleicht ist es das, was Du suchst: Einen EKD Menschen, der Dir Deine Vorurteile bestätigt, der Deinen Haß oder Deine Angst rechtfertigt, damit Du ruhiger schlafen kannst in der Gewissheit, auf der richtigen Seite zu stehen.

    Aber das tust Du nicht. EKD Leute thematisieren die Christenverfolgung, ohne gegen „den“ Islam zu hetzen, weil damit 1,2 Mrd. Muslime über einen Kamm geschoren würden. Das ist unwahrhaftig und unchristlich.

    Wenn Du nach Gesinnungsgenossen für das Verbreiten von Haßbotschaften suchst, such bei Tscharndtke und in seinem Umfeld. Da wirst Du wohl leider eher fündig.

    Also überlege noch einmal ganz genau, was Du überhaupt willst: Negative Aussagen über den Islam, oder Aussagen zur Christenverfolgung?

    Und darum schweigt man lieber und verlagert das ganze dann auf kleine Käseblättchen, die eh nicht viele lesen.

    Ein EKD Ratsvorsitzender hat es nicht unter seiner Kontrolle, welche Medien welche Äußerungen von ihm aufgreifen und publizieren. Er hat es auch nicht in der Hand, zu welchem Thema bei welcher Talkshow er eingeladen wird. Da wo er es in der Hand hat, auf ekd.de und mittelbar auf evangelisch.de, kommt das Thema mehrfach vor. Auch die Tagesschau habe ich aufgelistet, die dann ja doch einige Zuschauer hat, außerdem die BamS, die durchaus verbreitet ist, außerdem lese ich bei den Links oben die Welt, dann auch den Tagesspiegel. Alles keine „Käseblätter, die keiner liest“.

    Von Bild am Sonntag finde ich nichts unter deinen Links. Ich habe jetzt auch nicht jeden angeklickt, weil ich mir denke, man würde das ja schon am Link selbst erkennen müssen. Und da stand nirgends was.

    Die BamS ist ein Printprudukt. Das heißt, die Texte stehen nicht im Internet, sondern auf Papier. Deshalb gibt es da keinen direkten Link hin, sondern zu einer entsprechenden Meldung bei advent-verlag.de, die die Veröffentlichung in der BamS belegen. Mit Strg+F kann man übrigens in den meisten Programmen nach Text suchen. Da dann einfach BamS eingeben, dann findest Du es, weil es zwar nicht im Link vorkommt, aber darüber steht. Ich möchte Dich bitten, in Zukunft die Kommentare, die ich Dir schreibe, wenigstens zu lesen, bevor Du behauptest, etwas stünde nicht da, okay? Danke.

    Warum schickst du mir denn deine Links und drückst den Inhalt derselben nicht mit deinen eigenen Worten aus?

    Hab ich, Ich schrieb, daß sich die EKD sehr wohl zur Christenverfolgung äußert. Und Du hast mir nicht geglaubt. Also muß ich Dir Quellen liefern, die sich hinter den Links verstecken.

    Nein, wahrscheinlich, weil du sie als Beweis deiner Aussagen heranziehst.

    Weil Du meinem Wort nicht glaubst, sondern Beweise haben wolltest.

    Siehst du, und genauso ist es bei mir. Dass du dir Videoclips nicht anschauen kannst, dafür kann ich ja nun nichts. Ändere lieber was daran anstatt dich zu beschweren.

    Ich kann bei Tagungshäusern, die mir nicht gehören, nicht für bessere Internetverbindungen sorgen Da muß ich nehmen, was ich krieg. Aber bei Dir ist es mitnichten so, daß Du die Videos nur zum Beweisen von Aussagen nutzen würdest. Du nutzt sie anstelle von Aussagen.

    In diesem Kommentar etwa behauptest Du, Palmer hätte sich ähnlich wie Petry geäußert. Was er gesagt hat, erfahre ich ohne youtube nicht. Du belegst nicht Deine Aussage, sondern das Video wird Teil Deiner Aussage. Ich muß mich dann auf meine Erinnerung zurückgreifen, oder im Netz suchen und hoffen, daß ich etwas ähnliches finde und es sich um die gleiche Äußerung handelt. Und wenn ich nichts finde, dann kannich auf Deinen Punkt nicht antworten. Es wäre wirklich nicht viel Arbeit gewesen, die entscheidende Aussage Palmers zu zitieren, ein paar Wörter nur. Aber Dir war es offensichtlich zu viel, obwohl Du sonst nicht vor langen Texten zurückschreckst und Dir dafürdie Zeit ja nimmst.

    In diesem Kommentar verweist Du auf ein Video, in dem Patzelt Einblicke in Petrys Denke geben soll. Du sagst mir, daß Du mit Patzelt übereinstimmst, Du sagst mir aber nicht, was die Punkte sind, die er nennt. Auch hier belegst Du nichts. Bräuchtest Du auch nicht, denn für mich macht es keinen Unterschied, ob Patzelt oder Du etwas sagt, worauf es mir ankommt ist,ob es vernünftig und nachvollziehbar ist. Aber Du belegst ja auch nicht, sondern machst das Video zum Teil Deiner Aussage. Ohne das Video weiß ich nur, daß Patzelt sich mal zu Petrys Denke geäußert hat (und Du ihm zustimmst). Das alleine ist aber nichts, was unser Gespräch irgendwie weiterbringen würde, wieso also schreibst Du es, wenn Patzelts Aussagen nicht doch Teil Deiner Argumentation sein sollten, und nicht nur Beleg für deren Korrektheit?

    In diesem Kommentar verlinkst Du ein Tagesschau-Video und nimmst dann direktBezug darauf, stellst Fragen, zu deren Beantwortung man den Inhalt des Videos kennen müßte. Du wendest Dich hier freilich nicht an mich, sondern Nordlicht. Aber erstens kenne ich Nordlicht so gut, daß ich davonausgehe, er bevorzugt auch das geschriebene Wort, und zweitens schließt Du mich damit auch aus.

    In diesem Kommentar verweist Du auf ein Video, ohne selbst eine Aussage zu machen Deine Antwort an mich IST das Video. Wenn ich das Video nicht ansehe, habe ich keine Antwort von Dir. Auch hier: Kein Beleg oder Beweis, sondern das Video ist Teil Deiner Aussage (bzw. Hauptteil Deiner Aussage, sonst sagst Du nix, außer daß ich das Video ansehen soll).

    Beim raufscrollen bin ich nochmal an Tscharndtkes „Predigt“ hängen geblieben. Mir fiel noch einmal auf, daß er jedem Helfer, der den Flüchtlingen (auch Christen!) hilft, Schuld an Vergewaltigungen ist. Wie perfide, wie unchristlich, wie zutiefst verachtenswürdig ist das denn? Da sind Leute, die opfern ihre freie Zeit, um Menschen zu helfen, teilweise Geschwister im Glauben, Mitchristen, die auf der Flucht sind vor der Verfolgung, die von der EKD angeblich nicht angesprochen würde, und dann gibt dieser Tscharndtke den Menschen, die den Geschwistern im Glauben helfen, hier Fuß zu fassen, Deutsch zu lernen, in der Stadt zurecht zu kommen und die Behördengänge zu erledigen, diesen Menschen, die die christliche Nächstenliebe leben, denen gibt er eine Mitschuld an Vergewaltigung, sexuellen Übergriffen, Gewalttaten und Verbrechen. Welcher Geist weht denn hier?

    Das ist ja, als ob Jesus gesagt hätte:

    Tut niemandem wohl, weder den Feinden noch den Glaubensbrüdern, denn Ihr wisset nie, ob nicht einer von ihnen doch zum Verbrecher wird, oder eine Eurer Frauen oder Töchter vergewaltigt. Darum helft ihnen nicht, jagt sie fort, auf daß Ihr nicht mitschuldig werdet.

    Klingt das für Dich nach dem Evangelium? Ist das der Geist Gottes, der darin sichtbar wird? Ich würde sagen nein, ist er nicht. Und Du weißt ganz genau, wessen Geist sich hier zeigt, nur ist Dir wichtiger, an Deinem Guru festzuhalten, als Dir das einzugestehen.

  37. Christina sagt:

    @ Benny:

    Würdest du mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass ein Video mehr Aussagekraft hat, als ein geschriebener Text? Bei einem geschriebenen Text fehlt die Mimik, die Gestik, der Tonfall. All das geht bei der schriftlichen Form einer Aussage verloren, weshalb sie leicht mißverstanden werden kann. Deshalb bevorzuge ich Videobotschaften. Vielleicht verstehe ich deshalb Frau Petri auch besser und anders, als Leute, die sich ausschließlich mit Textbausteinen begnügen. Ist natürlich schade, dass es bei dir nicht anders möglich ist, da kannst du ja nichts dafür. 🙂

    Du redest in deinen Kommentaren immer sehr viel von Hetze. Frau Petri hetzt. Herrn Tscharntke hetzt usw. Dabei bist du eigentlich derjenige der hier ziemlich viel hetzt – gegen Frau Petri, gegen die AfD usw. Ist dir das eigentlich bewußt? Ich kann mich noch gut erinnern – es ist noch gar nicht so lange her, nur ein paar Jahre – da wurde von den Medien auf „Die Linke“ genau so eine Hetzjagd veranstaltet wie heute auf die AfD. Was wurde denen nicht alles vorgeworfen? Was sollten die nicht alles gesagt und getan haben? Was wurden die verteufelt. Die reinsten Verbrecher, mit denen man auf keinen Fall was zu tun haben wollte. Erinnerst du dich? War an diesen ganzen Vorwürfen irgend was wirklich Relevantes dran?

    Man hat gegen die AfD nicht wirklich was in der Hand, deshalb zieht man sich jetzt an Petri’s Aussage hoch. Und ich bin mir sicher, dieser Tage wird mächtig gebuddelt und gegraben um vielleicht doch noch irgend eine Leiche im Keller der AfD zu finden, vor den Landtagswahlen versteht sich. Ich glaube den etablierten Parteien geht z. Zt. ganz schön die Muffe.

    Aber ich werde dir mal was sagen, die Bürger Deutschlands sind nicht blöd. Und wenn jemand versucht mit aller Gewalt irgend jemandem Dreck anzuhängen und man merkt selbst, dass das gar nicht alles so stimmt, derjenige nur madig gemacht werden soll, dann sagt man sich, jetzt erst recht. Ich kann nämlich Ungerechtigkeit nicht leiden. Das ging mir schon damals bei „Der Linken“ so. Da bin ich doch lieber auf Seiten der Kleinen, die von den Großen fertiggemacht werden sollen. Ich gebe zu, es gibt ein paar Typen bei der AfD, die ich nicht so mag und die die auch gerne los werden würden, aber so einfach ist es anscheinend nicht, jemanden aus der Partei rauszuwerfen, wenn er nicht freiwillig gehen will. Das geht aber anderen Parteien nicht anders. Die SPD wollte z. B. Sebastian Edathy (der mit den Kinderpornos) auch gerne loswerden, hat aber nicht geklappt.

    Ich werde die Entwicklung der AfD einfach weiter beobachten, ob es zum Guten oder zum Schlechten hingeht. Im Moment finde ich jedenfalls alle Vorwürfe ziemlich haltlos.

    So, zum Abschluß habe ich mir jetzt noch die Mühe gemacht, den Ausschnitt aus der Münchener Runde im BR vom 2. 2. 16 mit u. a. Werner J. Patzelt, Politikwisschenschaftler an der TU Dresden, siehe hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=1XeHipCaND8 in Textform zu bringen. Das mache ich jetzt aber nicht mit allen Sachen hier, glaube mir. 😉 Aber vielleicht ist das ja mal ganz interessant für dich. Ich bedaure allerdings, dass du nicht auch Mimik, Gestik und Tonfall des Gespräches mit verfolgen kannst. Das trägt nämlich viel mit zum Verstehen der Aussagen und der Haltung des Redenden bei.

    Anmerken möchte ich noch, dass Herr Patzelt mit Sicherheit kein Symphatisant oder Anhänger der AfD ist, was man schon so mitbekommt, wenn man die gesamte Münchener Runde als solche sieht. Er nimmt eine neutrale Position ein. Was man vom Moderator nicht so sagen kann. Dem merkt man total an, dass er gegen AfD eingestellt ist. Deshalb finde ich eben immer Tonfall und Mimik so wichtig. Das sagt ohne Worte schon eine Menge über einen Menschen und seine Einstellung. Und ich finde es immer blöd, wenn man einem Moderator seine persönliche Einstellung schon an der Nasenspitze ansieht, weil ich eigentlich finde, als Moderator muß man einfach so professionell sein, seine eigene Einstellung hintenan zu stellen. Da ist Neutralität angebracht.

    Moderator: Herr Patzelt, das sind ja ziemlich gewöhnungsdürftige Parolen, die da formuliert worden sind, um es zurückhaltend zu sagen. Warum ist das so geschehen? Warum haben die beiden Damen das getan? Ein Ausrutscher war es ja wohl nicht. Kann ich mir zumindest nur sehr schwer vorstellen. Ist das eine bewußt gesetzte Aussage gewesen, um eine Diskussion zu entfachen? Was ist ihre Einschätzung?

    Herr Patzelt: Also, ich kann in die beiden Damen nicht hineinblicken. Ich vermute, dass Frau von Storch einfach ihrer Parteivorsitzenden zur Seite springen wollte und ihr manches zu erklären versuchte, was wie üblich, etwas schlecht Angelegtes, noch schlechter machte, als es am Anfang gewesen ist. Was Frau Petri betrifft, traue ich ihr nicht zu, dass sie sagt, das Ziel unserer Partei ist es, möglichst viele Flüchtlinge an der Grenze zu erschießen, damit keine mehr kommen. Die Aussage war im Grunde, wenn die Grenzen gesichert werden, dann hat der Staat auch das Recht sich durchzusetzen. Und an dieser Stelle ist ihr dann freilich eine gigantische juristische und politische Eselei unterlaufen, denn natürlich muß man eine rechtliche Norm im Gesamtkontext der einschlägigen Rechtsnormen sehen. Und dieses Gesetz über die Anwendung unmittelbaren Zwanges, dient ja nicht dazu Flüchtlinge zu erschießen, sondern Straftäter bei der Verfolgung entsprechend sicher zu stellen. Und es ist außerdem so, dass in einem Rechtsstaat natürlich der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel gilt, was natürlich einen Schußwaffeneinsatz gegenüber Flüchtlingen ausschließt und nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Frauen, ja sogar bei Männern. Insofern ist das eine gigantische politische Eselei gewesen und wenn am Schluß die Textpassage vorgelegt wird und nicht anständig revidiert worden ist, dann kommt mangelnde Sorgfalt noch ins Spiel und das ist einer Vorsitzenden einer Partei, die ohnehin unter heftigem Feuer steht, öffentlich-rechtlich gesprochen geradezu als Dienstpflichtverletzung anzurechnen.

    Moderator: Würden sie ausschließen, dass das eine kaltberechnende Äußerung war, mit der man einfach auf Wählerfang geht, weil man ja auch sich ausrechnen kann, wie so eine Diskussion dann verläuft?

    Herr Patzelt: Mir scheint, dass die Kernaussage, die rübergebracht werden sollte, die war, es sei nicht so, dass ein Staat völlig hilflos sei beim Schützen von Grenzen. Wenn man Grenzen schützen will, dann ginge das auch. Dann müßte man dort, wo sie leicht zu überwinden sind, Grenzbefestigungsanlagen im Notfall machen und die müßten dann auch gesichert werden. Es ist im Grunde der Appell, die Grenzen einfach in der geeigneten Weise zu sichern und dabei ist sie verbal, aus welchen Gründen auch immer, die ich nicht nachvollziehen kann, über das Ziel hinaus gestoßen. Und natürlich gehört es dann zum politischen Spiel, dass die politische Konkurrenz an dieser Stelle so viele Tore zu schießen versucht, wie es geht. Das ist auch fair, weil ja sie Politikerin ist. Das muß sie dann auch aushalten.

    Soweit das Interview.

    Noch kurz zu zwei Passagen aus deinem letzten Kommentar:

    Es ist einfach FALSCH, sich über „den“ Islam zu äußern, weil der Islam wie das Christentum viele Facetten hat.

    Es sind aber nun mal Staaten, in denen der Islam vorherrscht, die Christen verfolgen. Deshalb kann und sollte man sich auch dazu äußern. (Ich rede jetzt nicht vom neugegründeten IS, den gibt es ja noch nicht allzu lange, sondern von ganz normalen islamische Staaten, wie z. B. Saudi Arabien)

    Nicht alle Muslime verfolgen Christen oder sonst wen, und das zu behaupten wäre unredlich und unwahrhaftig

    Habe auch weder ich, noch Herr Tscharntke noch sonst wer behauptet. 🙂

     

  38. De Benny De Benny sagt:

    Würdest du mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass ein Video mehr Aussagekraft hat, als ein geschriebener Text?

    Nein. Das kann zwar in ganz speziellen Fällen so sein, aber das geht auch umgekehrt, und generalisieren kann man da auch nicht. Kommt auf den konkreten Film und den konkreten Text an.

    Bei einem geschriebenen Text fehlt die Mimik, die Gestik, der Tonfall. All das geht bei der schriftlichen Form einer Aussage verloren, weshalb sie leicht mißverstanden werden kann. Deshalb bevorzuge ich Videobotschaften.

    Das muß nicht so sein. Es gibt Wörter, um Mimik, Gestik und Tonfall zu beschreiben. Dann stehen sie doch wieder im Text. Und es gibt Videos, bei denen Eindrücke erzeugt werden, durch Schnitt, durch Kameraführung, Großaufnahmen, Wegblenden, die dem Gesagten zuträglich oder abträglich sind. Damit kann man ebenso, wenn nicht mehr manipulieren als mit geschriebenem Text. Ein Text ist sogar, auch das schreibe ich nicht zum ersten Mal, viel leichter wieder hervorzuholen, man findet bestimmte Passagen leicht wieder, kann ihn leichter markieren, sich Notizen machen, sprich: Damit arbeiten, versuchen, Manipulationsversuche zu erkennen und auszuscheiden. Das alles geht bei Videos viel schwerer – auch ein Grund, wieso ich Texte bevorzuge.

    Vielleicht verstehe ich deshalb Frau Petri auch besser und anders, als Leute, die sich ausschließlich mit Textbausteinen begnügen.

    Nun, erstens hat Petry dem Interview zugestimmt, aht mit den Journalisten gesprochen und hat es am Ende sogar autorisiert. Sie hatte also offenbar mit dem Medium der Schrift kein Problem. Sie hatte offenbar nicht die Vermutung, daß man sie darüber schlechter oder falsch verstehen würde.

    Zweitens weiß ich nicht, ob Du sie besser verstanden hast. Das behauptest Du. Ich setz da einfach mal ein Fragezeichen.

    Drittens kann es sehr gut sein, daß Du sie anders verstanden hast. Denn Du beziehst Dich auf einen Talkshowausschnitt, ich mich auf ein Zeitungsinterview. Wer sagt denn, daß sie bei beiden Gelegenheiten das gleiche sagte oder auch nur die gleiche Grundhaltung ausdrücken wollte. Es ist durchaus möglich, daß sie bei einer Gelegenheit sich für die Grenzschließung einsetzt und bei einer anderen Gelegenheit die Grenzen noch weiter öffnen will. Ich sage nicht, daß sie das getan hat, ich sage lediglich, daß sie das tun könnte, und daß man dann ganz natürlich etwas anders versteht, weil es eben auch etwas ganz anderes war.

    Du redest in deinen Kommentaren immer sehr viel von Hetze. Frau Petri hetzt. Herrn Tscharntke hetzt usw. Dabei bist du eigentlich derjenige der hier ziemlich viel hetzt – gegen Frau Petri, gegen die AfD usw. Ist dir das eigentlich bewußt?

    Nebenbemerkung: Die Dame schreibt sich mit y. Zurück zum Thema: Mir ist bewußt, daß ich meine Position sehr leidenschaftlich vortrage. Das liegt unter anderem daran, daß mich die Thematik in meinem Innersten berührt, und daß ich es als unerträglich empfinde, wenn das Evangelium so wie bei Tscharndtke verdreht wird, beziehungsweise wenn man so kalt ist wie Petry, und vom Schießen an der Grenze behauptet, das wäre gesetzlich so festgelegt. Das dringt mir tief ins Herz, da schaudert es mir, und dann reagiere ich, weil ich empört bin. Viel empörter vielleicht noch, als Du über die Christenverfolgung, weil ich gar nicht mehr anders reagieren kann auf so viel Irrlehre (Tscharndtke) und politisches Kalkül (Petry), ohne Rücksicht auf Verluste, nur, um eigene Vorteile zu erlangen.

    Ich kann mich noch gut erinnern – es ist noch gar nicht so lange her, nur ein paar Jahre – da wurde von den Medien auf „Die Linke“ genau so eine Hetzjagd veranstaltet wie heute auf die AfD. Was wurde denen nicht alles vorgeworfen? Was sollten die nicht alles gesagt und getan haben? Was wurden die verteufelt. Die reinsten Verbrecher, mit denen man auf keinen Fall was zu tun haben wollte. Erinnerst du dich? War an diesen ganzen Vorwürfen irgend was wirklich Relevantes dran?

    Ich erinnere mich, daß bei einigen Politikern der Linken die Frage im Raum stand, ob und inwieweit sie Mitarbeiter der Stasi waren. Das wurde von einigen interessierten Kreisen hochgespielt, wo sich die Vorwürfe bestätigt haben sicher auch nicht zu Unrecht, weil so etwas muß an die Öffentlichkeit. Wie die Stasi mit den Menschen umging weißt Du besser als ich.

    Bei Petry wird ihr das vorgeworfen, was sie gesagt hat: Daß auf Flüchtlinge, die einen Grenzzaun überqueren geschossen werden müßte. Das hat sie gesagt, daran ist kein Zweifel. Und sie hat es auch nicht einfach so gesagt, es ist ihr nicht rausgerutscht, denn dann hätte sie das Interview nicht autorisieren müssen. Ähnliches gilt für Aussagen anderer AfD Politiker. Die machen ja damit Werbung, die wollen ja die Stimmen vom rechten Rand, weil die Union da eine Lücke hinterlassen hat auf ihrem Weg in die Mitte. Und deshalb ist das alles auch relevant, denn mit der AfD kämen, wennsie gewählt werden, rechtsradikale Positionen in den Bundestag. Und da Du immer von Christenverfolgung sprichst, guck doch mal in die Geschichte, wie die Rechtsradikalen zum Christentum stehen, nachdem sie an der Macht sind, und wie AfD und Kirchen schon jetzt sich konfrontativ gegenüberstehen. Das alleine heißt noch nichts, denn das gibt es auch mit anderen Parteien bei bestimmten Punkten, wenn auch selten so klar und konfessionsübergreifend. Ich möchte Dich nur darauf aufmerksam machen, damit Du die Situation weiter verfolgen kannst und vielleicht später nochmal daran denkst, und Deine Schlüsse ziehst.

    Man hat gegen die AfD nicht wirklich was in der Hand, deshalb zieht man sich jetzt an Petri’s Aussage hoch. Und ich bin mir sicher, dieser Tage wird mächtig gebuddelt und gegraben um vielleicht doch noch irgend eine Leiche im Keller der AfD zu finden, vor den Landtagswahlen versteht sich. Ich glaube den etablierten Parteien geht z. Zt. ganz schön die Muffe.

    Gegraben wird immer. Die Politik wurde ja nicht erst bei Gründung der AfD erfunden. Und ob und wem da die Muffe geht interessiert mich wenig. Ich glaub auch nicht, daß da irgendwem die Muffe geht, weil die haben ihre Schäfchen im Trockenen. Wieso sollten die sich groß an einem Erfolg der AfD stören? An die Regierung wird sie absehbar nicht kommen und das will sie ja auch gar nicht. Die Gefahren liegen auch eher im langfristigen Bereich, im Vergiften der Gesellschaft, im Verbreiten von menschenfeindlichen Ideen. Die etablierten Politiker haben keinen Grund, die Muffe gehen zu lassen, auch wenn die AfD Leute sich das gerne einreden, um sich selbst groß zu fühlen, so groß sindsie noch nicht. Und ob sie die Früchte ihres Giftes ernten, oder doch andere Parteien des rechten Randes, oder irgend eine Absplitterung (wär ja nicht die erste), das wird sich noch zeigen. Ich bin besorgt um die Gesellschaft, nicht um die Politiker.

    Deshalb, man muß auch nix gegen die AfD in der Hand haben. Das ist eine Parrei unter ganz ganz vielen. Was momentan geschieht ist Teil der ganz normalen gesellschftlichen politischen Auseinandersetzung. Ein Politiker sagt etwas, und das wird von anderen Menschen beurteilt und bewertet, man gibt seine Meinung dazu ab und so weiter. Das geschieht mit den Äußerungen aller Politiker. Deshalb äußern sie sich ja. Deshalb hat auch Petry das fragliche Interview gegeben. Sie wollte ihre Thesen zur Flüchtlingspolitik unters Volk bringen, und genau das ist passiert. Daß nun nicht alle im Volk von diesen Thesen begeistert sind liegt nicht daran, daß das alles ganz böse fiese Menschen wären, sondern einfach daran, daß sie eine andere Meinung haben als Petry, vielleicht sogar wie ich diametral entgegenstehende Meinungen. Petry hat ja auch was davon. Ohne solche Äußerungen würde kein Hahn nach ihr krähen und sie käme auch nicht in die Talksendungen. Petry ist auf solche krassen Aussagen angewiesen, sonst fällt sie unter den vielen vielen Politikern von Kleinparteien nicht auf und wird nicht bekannt. Die Sache hat sich ja für sie gelohnt. Sie und ihre Partei liegen derzeigt im zweistelligen Bereich bei Umfragen. Also wird es weiterhin Äußerungen dieser Art geben, weil es eben sein muß und weil es für sie funktioniert.

    Was mich ärgert ist, daß sie dieses Spiel ohne Rücksicht auf Verluste mitspielt. Denn ihre Äußerungen helfen ja nicht nur ihr, wahrgenommen zu werden, sondern sie bedienen halt auch Vorurteile von Menschen am rechten Rand. Es wird ja sogar eine falsche Rechtslage suggeriert. Ich hab inzwischen schon mehrmals die Behauptung gelesen, daß es tatsächlich deutsches Recht wäre, daß Grenzpolizisten auf Grenzverletzer in letzter Konsequenz schießen müßten. Das ist grober Unfug, aber Petry hat es gesagt und diese Menschen glauben lieber ihr als irgend jemandem sonst, weil alles andere sind ja linksgrünversiffte Volksverräter oder so. Da wird ein Gewaltpotential freigesetzt, bei dem einem Angst und Bange werden kann. Nicht den etablierten Politikern, die haben ihre Bodyguards. Ich denke da eher an die kleinen Leute…

    Aber ich werde dir mal was sagen, die Bürger Deutschlands sind nicht blöd. Und wenn jemand versucht mit aller Gewalt irgend jemandem Dreck anzuhängen

    Wo wird denn etwas angehängt? Jeder kannnachlesen, was Petry gesagt hat, da ist nichts angehängt.

    Da bin ich doch lieber auf Seiten der Kleinen, die von den Großen fertiggemacht werden sollen.

    Die kleinsten sind die Flüchtlinge, und diese auszusperren und in illegalen Lagern leben zu lassen wie bei Calais, das kommt doch „fertigmachen“ recht nahe, oder? Wenn wir die Grenze zu machen würden genau solche Lager an unseren Grenzen entstehen. Ich sehe nicht, daß Du Dich für diese Kleinen einsetzt, sondern für eine Frau mit relativ geregeltem Einkommen und relativ sicherer Existenz, auch ohne Bundestagsmandat.

    Ich gebe zu, es gibt ein paar Typen bei der AfD, die ich nicht so mag und die die auch gerne los werden würden, aber so einfach ist es anscheinend nicht, jemanden aus der Partei rauszuwerfen, wenn er nicht freiwillig gehen will. Das geht aber anderen Parteien nicht anders. Die SPD wollte z. B. Sebastian Edathy (der mit den Kinderpornos) auch gerne loswerden, hat aber nicht geklappt.

    Der Unterschied ist: Die SPD hat nicht nur eine gemäßigtere Haltung zu Kinderpornos als Edathy, sie ist voll und ganz dagegen. Die AfD mag Menschen in ihren Reihen haben, die noch strammer rechts sind als Petry, aber die Richtung ist die gleiche, und Petry hat davon geredet, auf Grenzverletzer zu schießen, das ist schon eine sehr rechte Position.

    Im Moment finde ich jedenfalls alle Vorwürfe ziemlich haltlos.

    Du kannst natürlich finden, was Du willst. Ich hab Dir meine Argumente dargelegt, wieso ich es krass anders sehe. Was Du damit machst und ob DIch die Argumente überzeugen, ist Deine Sache.

    Das mache ich jetzt aber nicht mit allen Sachen hier, glaube mir.

    Mußt Du auch nicht. Ich schrieb ja auch,daß die Unterhaltung verunmöglicht wird. Keiner zwingt Dich, Dich mit mir zu unterhalten. Nur wenn Du Dich für die Unterhaltung entscheidest kann ich nur mitmachen, wenn Du es mir ermöglichst. In diesem Sinne Danke und klar: Mimik, Gestik und Tonfall hast Du nicht aufgeschrieben, hättest Du aber können. Du hättest auch einfach die Äußerungen zusammenfassen können mit Deinen Worten, ohne gleich alles abzuschreiben. So ist das aber natürlich viel angenehmer für mich, also nochmal vielen Dank.

    Und ich finde es immer blöd, wenn man einem Moderator seine persönliche Einstellung schon an der Nasenspitze ansieht, weil ich eigentlich finde, als Moderator muß man einfach so professionell sein, seine eigene Einstellung hintenan zu stellen. Da ist Neutralität angebracht.

    Seh ich anders: Wenn mir die Einstellung des Moderators transparent gemacht wird, also wenn ich genau sehe, was er denkt und er es nicht zu verstecken sucht, dann kann ich seine Äußerungen besser einschätzen. Deshalb halte ich das für legitim. Nur weil der Moderator eine eigene Meinung hat, muß ich dessen Meinung ja nicht teilen oder gut finden. Wenn man dem Moderator nicht anmerkt, was er denkt, und er bestimmte Menschen scheinbar neutral in die Ecke treibt, ist das mitunter viel manipulierender. Soviel noch einmal zur Aussagekraft von Videos 😉

    Soweit das Interview.

    Ich kann Pazelt nur zustimmen, daß Petry aushalten muß, wenn die politischen Gegner an der Stelle versuchen Tore zu schießen. Würde sie umgekehrt genau so tun.

    Ich glaube auch nicht, daß Petry „möglichst viele Flüchtlinge an der Grenze erschießen“ will. Es greift aber zu kurz zu sagen, Petry wäre es nur um die Grenzsicherung gegangen. Das war sicher ihr Punkt, densie im Interview rüberbringen wollte. Aber dann ist ein Journalist auch gefordert, das zu hinterfragen, ob das überhaupt umsetzbar ist, ob eine Grenze so gut gesichert werden kann. Also kam die Frage nach dem Überklettern des Grenzzaunes. Und da sagte Petry, daß dann nach deutschem Recht geschossen wird. Sicher war sie in die Enge getrieben, sie mußte sagen, wie sie sich das denkt, wie sie sich die Konsequenzen vorstellt.

    Aber sowas sollte sie können, als Politikerin, die eine Forderung erhebt. Wenn ein Politiker etwas fordert, dann erwarte ich auch, daß er eine Vorstellung von den Konsequenzen seiner Forderung hat.

    Bei Petry sieht die Konsequenz so aus, daß die Grenzsicherung beinhaltet, daß im Zweifel geschossen wird, um den Grenzübertritt zu verhindern. Das ist aber erstens rechtlich nicht so und zweitens aus grundsätzlichen rechtlichen Gründen auch nicht dahingehend änderbar, zumindest nicht so leicht.

    Wenn zwei Rechte inander gegenüberstehen, dann muß zwischen beiden abgewogen werden. Der Staat hat ein Interesse an der Unverletztheit seiner Grenze. Der Mensch hat ein Interesse an seinem Leben. Er hat auch qua Menschenrechte das Recht auf Leben. Jetzt stelt sich die Frage: Was wiegt schwerer: Im demokratischen Rechtsstaat, der wir ja sind, sicherlich das Recht auf Leben. Was ist nun also mit dem Recht des Staates, seine Grenzen zu sichern. Das wird nicht ganz abgelehnt, der Staat ist durchaus in der Lage, seinen Polizisten den Auftrag zu geben, Grenzverletzer festzunehmen und den Behörden zuzuführen.

    Dort können die dann eingesperrt oder abgeschoben werden, je nach konkreter Situation und Rechtslage. Oder sie stellen einen Asylantrag, der dann bearbeitet wird.

    Asyl ist ein Menschenrecht, an dem Recht könnenwir auch nichts ändern, ohne den demokratischen Rechtsstaat über Board zu werfen. Petry will aber, daß die Grenzverletzer gar nicht erst festgenommen und den Behörden übergeben werden. Die Grenze soll so dicht sein, daß da gar keiner so weit durchkommt. Denn wenn jemand durchkommt, kann der Asyl beantragen, und dann können wir den nicht mehr abschieben, wenn er einen Anspruch auf Asyl hat, oder es Gründe für subsidiären Schutz resp. Abschiebehindernisse gibt. So ist der Rechtsstaat halt leider: Er macht die Grenzen nicht hermetisch dicht. Das will Petry aber. Deshalb spricht sie dann vom Schießen, weil die Grenze eben dicht sein soll, weil sie mit jeder anderen Antwort ihr Ziel, die Flüchtlingsströme zu stoppen, nicht erreichen kann. Das führt Pazelt nicht aus, ich halte es aber für wichtig, das im Hinterkopf zu haben. Womöglich setzte er es als Grundwissen voraus…

    Es sind aber nun mal Staaten, in denen der Islam vorherrscht, die Christen verfolgen.

    Es ist aber nie „der“ Islam, der vorherrscht, sondern immer eine ganz bestimmte Richtung des Islam. Der Katholizismus in Köln ist ganz anders als der in Bayern oder in Indien oder in Brasilen. Trotzdem ist alles katholisch. Norddeutschland ist lutherisch geprägt, die Schweiz reformiert,und alles ist christlich, aber immer sehr unterschiedlich. Es gibt islmaische Staaten, in denen Christen über Jahrzehtne und Jahrhunderte relativ unbehelligt leben konnten. Das war sicher nicht der Himmel auf Erden, aber Religionsfreiheit gibt es bei uns ja auch noch nicht so lange. Vor nicht allzulanger Zeit mußtest Du auch in Deutschland den Gluaben haben, den Dein Landesherr hatte, oder Du warst im Praktizieren Deines Glaubens einfach nicht so frei wie die anderen. Im Weltverfolgungsindex stehen auch Kenia (16.) und Äthiopien (18.) relativ weit vorne, beides mehrheitlich und traditionell christliche Länder. Weiter hinten kommen weitere christliche Länder. Und Nummer 1 ist mit Nordkorea ein kommunistisches Land. Christenverfolgung kannalso weder auf „den“ Islam, noch auf eine spezielle Form des Islam allein bezogen werden.

    Deshalb kann und sollte man sich auch dazu äußern. (Ich rede jetzt nicht vom neugegründeten IS, den gibt es ja noch nicht allzu lange, sondern von ganz normalen islamische Staaten, wie z. B. Saudi Arabien)

    Man kann und sollte sich natürlich zur Christenverfolgung, etwa in Saudi Arabien äußern. Wie mehrfach belegt geschieht das ja auch. Man thematisiert dabei halt nur nicht „den“ Islam, sondern die jeweile Form des Islam und die soziale und gesellschaftliche Situation, weil die halt auch eine Rolle spielen. Deshalb werden die Äußerungen über Christenverfolgung nicht zu Äußerungen gegen „den“ Islam an sich. Das wäre ja auch den Millionen Muslimen gegenüber unfair, die ihre christlichen Mitbürger respektieren und ihnen vielleicht sogar helfen. Das hat nichtsmit pollitical correctness zu tun, sondern mit Wahrhaftigkeit und Anstand. Denn wie gesagt: Auch christliche Länder verfolgen Christen.

    Habe auch weder ich, noch Herr Tscharntke noch sonst wer behauptet.

    Du scheinst aber von etwas in der Art auszugehen, wenn Du unterstellst, die EKD würde sich nicht noch lauter äußern, weil es nicht politisch korrekt wäre, sich gegen den Islam zu äußern. Wie gesagt hat die Christenverfolgung nur bedingt damit zu tun, ob ein Land islamisch geprägt ist. Deshalb spielt das in den Äußerungen auch keine so große Rolle wie bei Menschen, die islamfeindlich eingestellt sind, so wie etwa Tscharndtke. Und bei islamfeindlichen Menschen stelle ich mir halt immer die Frage, um was es ihnen geht. Geht es ihnen wirklich um die Geschwister, oder geht es ihnen darum, ihre islamfeindliche Haltung zu verbreiten. Wenn es ihnen um die Christenverfolgung ginge, dann müßten sie ja ebenso die Verfolgungen in Kenia, Äthiopien und Mexiko anprengern. Nur nehme ich das eben insgesamt ganz ganz selten wahr. Wo man auf evangelikaler Seite die Christenverfolgung anspricht, gibt man nach meinem Empfinden auch immer gleich dem Islam die Schuld, und vielleicht aus guter alter Tradition dem Kommunismus. Nordkorea und Vietnam stehen ja auch auf der Liste.

     

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