Die bürgerliche Mitte

Ein Kommantator mit dem Nickname „Einer aus der bürgerlichen Mitte“ schrieb einen Kommentar beim Vergleich von PEGIDA und NSDAP auf dem Blog von Michael Bittner (unbedingt lesenswert!).

Er schreibt darin:

Viel besser fände ich, wenn einmal grundsätzlich diskutiert werden würde, wie man die Flüchtlingswelle bewältigen will.

Die Frage halte ich für sinvoll und möchte darum hier auf seien Kommentar eingehen (und nicht dort, weil es IMHO um ein anderes Thema geht).

Die ZEIT schrieb zuletzt, dass seit September täglich 10.000 Menschen nach Deutschland gekommen sind, also hochgerechnet fast 500.000 Menschen. Wo sollen die denn alle untergebracht werden? Vor allem menschenwürdig und witterungsgerecht?

Das ist in der Tat ein Problem und es ist auch nicht leicht zu lösen. Nur ändert es nichts an den Fakten, daß diese Menschen kommen – und das nicht aus Jux und Dollerei. Wir werden sie nicht ohne Gewalt aufhalten können, und da Gewalt nach meiner Meinung die deutlich schlechtere Alternative ist, werden wir lernen müssen, damit umzugehen, so schwierig es auch ist – gerade jetzt, wo es Winter wird.

Man hört von Beschlagnahme, Zwangsunterbringung in privatem Wohneigentum, Nutzung von Sporthallen als Notunterkunft, von viel Geld, was die Aufnahme der Flüchtlinge kostet.

Ja, es ist teuer, ein Rechtsstaat zu sein. Es ist nicht umsonst, menschlich zu sein, sonst müßt das nicht immer wieder in ganz verschiedenen Situationen eingefordert werden. Auf kurze Sicht am einfachsten ist es, ein Arscholoch zu sein und seine Interessen durchzusetzen. So wie ich unser Land und unsere Gesellschaft verstehe, ist das nicht das, was wir wollen. Wir wollen ein demokratischer Rechtsstaat sein, für den die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Und zu dieser Erklärung gehört das Asylrecht (Art. 14).

Von Unterbringungen in Sporthallen habe ich schon gehört. Diese Hallen gehören den Kommunen, die für die Unterbringung zu sorgen haben. Beschlagnahmungen und Zwangsunterbringungen in privaten Wohnungen gibt es nach meinem Wissen nicht.

Allerdings denke ich persönlich, daß dies durchaus möglich und angebracht sein kann. Erstens verpflichtet Eigentum (Art. 14, Abs. 2 GG) und zweitens kann durchaus per Gesetz enteignet werden (Art. 14, Abs. 3 GG). Im Nachkriegsdeutschland gab es darüber hinaus sogar Einquartierungen. Das war sicher nicht einfach für alle Beteiligten, aber es hat im Endeffekt geklappt.

Es ist halt immer die Frage, wie groß eine Not ist und was man tun kann. Bei Überschwemmungen und sonstigen Naturkatastrophen bringt der Katastrophenschutz auch Menschen in Turnhallen unter, und je nachdem wie groß die Katastrophe ist, wäre denkbar auch leerstehenden Wohnraum zu beschlagnahmen im Dienste der Allgemeinheit.

Nur weil es sich um Ausländer handelt, die hier in Not geraten sind, denkt man jetzt darüber nach, ob man sich der Probleme nicht auch einfach entledigen kann. Ich finde das im höchsten Maße bedenktlich.

Die Situation ist momentan sicherlich schwierig, das kann aber doch nicht heißen, daß man wie ein kleines Kind beleidigt davonrennt und nix mehr macht.

Die Wirtschaft fordert die sofortige Eingliederung der Flüchtlinge ins Arbeitsleben (zu Dumpinglöhnen, weil die Menschen ja auch noch nicht so viel Deutsch können?). Von unangebrachtem Verhalten einiger weniger Flüchtlinge (sexueller Art gegenüber Schülerinnen und Frauen), Gewalt und sonstiger Delikte.
Wenn von Integration gesprochen wird, dann kann man meist den Eindruck gewinnen, dass wir uns den Flüchtlingen anpassen sollen und nicht anders herum.

Ich denke, für Flüchtlinge sollte ebenso der Mindestlohn gelten, wie für alle anderen auch. Wenn dies gewährleistet ist, dann sehe ich nur Vorteile darin, den Flüchtlingen so schnell wie möglich die Arbeit zu erlauben. So können sie zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, es gibt mehr Wertschöpfung, mehr Steuereinnahmen, und so schrumpfen dann letztendlich auch die Kosten für die Aufnahme der Flüchtlinge.

Ja, es gibt Flüchtlinge, die straffällig werden, aber das ist eine Binsenweisheit. Ebenso gibt es Deutsche, die sich nicht an die Gesetze halten. Dafür haben wir die Polizei.

Ich sehe nicht, wo wir uns den Flüchtlingen anpassen sollten. Wenn von Integration die Rede ist, dann nehme ich das vor allem im Zusammenhang mit Sprachkursen wahr. Und das sind Deutschkurse für die Flüchtlinge, keine Farsi Kurse für Deutsche! Keiner fordert von uns, uns den Flüchtlingen anzupassen. Rücksicht nehmen vielleicht, wie es ein anständiger Mensch auch sonst gegenüber Deutschen tut, aber das ist ja keine Anpassung. Ein Augenmekrk darauf, daß sie aus anderen Kulturen kommen und es daher zu Mißverständnissen kommen kann. Man muß also nachsichtig sein und erklären, was daneben ist und warum. Ein Kumpel von mir, der in den 80ern Jahren aus der DDR in den Westen kam verstand nicht, wieso er jedesmal, wenn er eine junge Frau „Fräulein“ nannte, aneckte, bis ihm irgendwer mal erklärte, daß die Bezeichnug „Fräulein“ im Westen abgeschafft wurde und als herabwürdigend wahrgenommen wird. Das wußte er nicht – andere Kultur halt. In einem anderen Beispiel erzählte iene Ostdeutsche Kommilitonin, sie hätte wenig Geld auf dem Konto woraufhin ein Westdeutscher Kommilitone miente „Du must halt schaffen gehn.“ Sie war zu Tode beleidigt, weil sie „schaffen“ im Sinne von „anschaffen“ verstand. Er meinte aber „schaffen“ im Sinne von „arbeiten“, wie ich es als Westdeutscher auch zuerst verstanden hatte. Andere Kulturen – auch innerhalb Deutschlands. Da muß man dann halt mit rechnen, freundlich bleiben und versuchen, die Mißverständnisse zu lösen, bevor man das Schlimmste annimmt.

Die Politik lässt das Volk (ich kann den Begriff nicht mehr hören) im Stich. Keine Information, keine Diskussion,… und da sollen sich die Menschen in Deutschland keine Gedanken machen, Sorgen und Ängste haben?

„Die Politik“ ist sehr allgemein. Und es ist ja nicht so, daß es keine Informationen von Politikern gäbe. Die Rechten sind da ganz vorne mit dabei. Auch PEGIDA ist ja eine politische Veranstaltung, und da werden ja auch Meinungen geäußert (auch wenn die IMHO nicht zur Lösung der Probleme beitragen und Diskussion dort nach meiner Wahrnehmung auch nicht stattfindet). Die etablierten Parteien haben vielleicht grad alle Hände voll zu tun, die Krise zu bewältigen, aber es stimmt schon: Es dürfte mehr Information kommen. Wobei man durchaus die Chance hat, sich Informationen zu beschaffen. Die Regierung hat ne eigene Homepage, dort gibt es Kontaktadressen usw. Man kann seinen Bundestagsabgeordneten schreiben und Fragen stellen.

Man braucht keine Sorgen und Ängste zu haben, wenn man auch erst mal nachfragen ud sich informieren kann – idealiter aus mehreren Quellen und nicht nur bei PEGIDA, der Jungen Freiheit und BILD.

Ich bin überzeugt, dass viele Themen viel ruhiger ablaufen würden, weniger Hass da wäre, wenn Kommunikation stattfinden würde. Die Regierenden sollten endlich mal erklären, dass es Unterschiede zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen gibt, dass es eine humanitäre, moralische, menschliche Verpflichtung gibt gegenüber den an Leib und Leben Bedrohten, nicht aber gegenüber denen, die hier das Schlaraffenland sehen.

Das heißt also, daß die BRD die Bürger der DDR, die geflohen sind mehrheitlich hätte abschieben müssen, weil die wenigsten an Leib und Leben bedroht waren?

Aber das mal bei Seite: Die Thematik der Wirtschaftsflüchtlinge ist doch allen bekannt. Und wieder könnte ich fragen, wie das mit den ehemaligen DDR Bürgern ist, die in den Westen ziehen, um einen Job zu finden. Sind das auch Wirtschaftsflüchtlinge? Sollen die Westbundesländer die Grenzen nach Osten schließen, um mehr Syrien-Flüchtlinge aufnehmen zu können?

Ich denke nicht, daß die Themen ruhiger ablaufen würden, wenn diskutiert würde. Diskussionen führen oft dazu, daß die Gemüter hochkochen und viele sind ja auch resistent gegenüber guten Argumenten.

Es muss den Flüchtlingen erklärt werden, dass sie hier lediglich geduldet sind. Wer Straftaten begeht (Asylantenheime als Dealerbude, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag, Diebstahl), hat die Gastfreundschaft der Menschen in Deutschland missbraucht und somit sein Aufenthaltsrecht verwirkt.

Wenn dem Flüchtling dann im Heimatland der Tod droht, ist das faktisch eine Todesstrafe. Die Todesstrafe ist laut GG aber abgeschafft! Bei Asyl geht es nicht um Gastfreudschaft. Das ist keine gnädige Gabe an die Flüchtlinge, osndern das ist deren Recht in einem Rechtsstaat wie Deutschland. Sie sind keine Gäste, sondern Flüchtlinge. So eine Regelung würde höchstens bei Wirtschaftsmigranten Sinn machen. Und selbst da bin ich skeptisch: Es stellt sich doch die Frage, wieso sie straffällig werden. Wenn es unsere sozialen Strukturen sind, sollten wir zuerst die ändern und die ausländischen Straftäter so wegsperren, wie wir das mit deutschen Kriminellen tun. Und so wie wir jene zu rehabilitieren suchen, sollten wir es dann auch mit diesen tun.

Übrigens finde ich es interessant, daß gefordert wird bei kriminellen Ausländern sofort das Aufenthaltsrecht zu entziehen, während man gleichzeitig den kriminellen Lutz Bachmann als Führungsfigur anerkennt. Könnte schon fast als Heuchelei durchgehen.

Es sollte weiterhin geklärt werden, wie der Nachzug der Verwandtschaft geregelt werden soll und dass die Flüchtlinge nach Beendigung des Krieges auch wieder nach Hause gehen müssen.

Der Nachzug der Verwandtschaft ist schon geregelt, und zwar in einer nach meienm Empfinden umneschlichen Weise. So kann ein Flüchtling aus Syrien zwar seine minderjährigen Kinder, nciht aber seine Eltern oder seine volljährigen Kinder nachholen. Die kommen dann im Zweifel im Bombenhagel um.

Falls der Flüchtling mangels Sprachkenntnis vielleicht unsere Regelungen nicht kennt und er den Antrag zur Familienzusammenführung nicht innerhalb 3 Monaten nach seiner Anerkennung stellt, muß selbst seine Frau noch Deutschkenntnisse nachweisen, um nachkommen zu dürfen. Sie muß also in Syrien im Bombenhagel deutsch lernen, um ihr Leben retten zu können, ohne sich an einen Schlepper wenden zu müssen. Das sind die Fakten. Wie viel mehr soll da noch geregelt werden? Noch unmenschlicher?

Daß die Flüchtlinge nach Kriegsende nach Hause gehen ist der Normalfall. Das war bei Bosniern und Kosovaren nicht anders. Der Großteil ging nach Hause. Manche erwarben sich ein weiterführendes Aufenthaltsrecht und blieben, so wie manche Deutsche auch in Bosnien oder dem Kosovo wohnen, aber die Zahl ist beiderseits gering. Auch die Syrer werden Deutschland wieder verlassen, wenn es sicher ist. Vielleicht dauert der Krieg aber so lange, daß sich einige entschließen, die Staatsbürgerschaft zu wechseln, dann sind es Deutsche wie wir. Und wieso sollte man uns abschieben?

Die Bundesregierung muss ein Wohnungsbauprogramm auflegen, Bürgschaften geben, Sicherheiten schaffen.

Nach meiner Wahrnehmung sind diese Dinge gerade in der Mache.

Es gibt genügend Menschen, die Wohnungen bereitstellen könnten. Warum aber sollten sie das tun, wenn es vermeintlich bessere Mieter (mit Bonitätsnachweis) gibt oder die kulturellen Unsicherheiten vermeintlich so groß sind, dass man es lieber leerstehen lässt?

Klar, deshalb muß und wird da wahrscheinlich auch etwas passieren. Nur brauchen solche Dinge dann doch ein wenig Zeit. Da sind ja dann auch einige rechtliche Fragen zu klären, auch Fragen, wie sich das ganze auf den Wohnungsmarkt auswirkt und die Wohnungseigentümer, wenn plötzlich viele neue Wohnungen entstehen etc. Das ist alles nciht sooo einfach.

Warum neue Wohnungen bauen und sich nachher womöglich mit den Flüchtlingen rumärgern, die dann plötzlich gar nix mehr verstehen (eine bösartige Verallgemeinerung, aber da man in die Köpfe der Menschen leider nicht reinschauen kann halt auch ein menschlicher Reflex)?

Ein privater Vermieter wird immer zusehen, daß er mit seien Mietern klar kommt. Deshalb ist hier auch der Staat gefragt, neue Wohnungen zu bauen, bzw. vorhandene zu enteignen oder zu beschlagnahmen. Am Einfachsten für alle wäre es freilich, wenn Flüchtlinge ohne Druck Wohnraum bekämen.

Wenn die Regierung endlich mal ihre Hausaufgaben machen würden, dann wäre Pegida völlig ohne Substanz und so schnell verschwunden, wie sie gekommen ist.

So einfach ist es nicht. Es gibt immer Unzufriedene. Allen kann man es nicht Recht machen, Und da die Unzufriedenen heutzutage offenbar immer mehr dazu neigen, nur ihre eigenen Probleme zu sehen und sich immer weniger um die allgemeie Probleme kümmern wollen ist es leicht für Bauernfänger, Mitläufer zu finden.

Noch viel besser wäre es, wenn die Ursachen der Flüchtlingswelle in deren Heimatländern bekämpft würden… Ein bürgerlicher Traum!?!

Klar wäre das das Beste, aber das wäre nochmal um einiges teurer für uns, denn dann müßten wir uns richtig engagieren, und zwar humanitär, nicht nur militärisch. Und dann kämen ganz schnell wieder Leute, die sich darüber aufregen, wie viel Geld wir in die arabische Wüste setzen, wo es doch auch hier arme Menschen gibt…

Wie gesagt: Man sieht immer nur das Eigene und ist weder bereit noch in der Lage, auch die Not anderer zu sehen und anzuerkennen…

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19 Kommentare zu Die bürgerliche Mitte

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  2. Christina sagt:

    Wenn ich deine Artikel betreffs Flüchtlingspolitik lese steigt regelmäßig mein Blutdruck. Da könnte man fast zum Pegida-Anhänger werden. Wie wäre es, wenn du „Gutmensch“ mal einen Artikel zu diesem Thema schreiben würdest: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/scharia-im-fluechtlingsheim-christen-fliehen-behoerden-wissen-von-nichts-a1275167.html

    Müßte man von dir als angehendem Pfarrer nicht eigentlich so etwas erwarten ….. aber nein, dann wohl doch eher nicht.

    Leider ist wohl die Stern-TV Sendung vom 7. 10. 15  in der Mediathek nicht mehr verfügbar. Habe sie jedenfalls nicht mehr gefunden. Die hätte ich dir nämlich mal empfohlen. Ich habe sie gesehen. Und die Konflikte sind keine Einzelfälle und haben nichts mit Wohnraumenge pipapo usw. zu tun, wie der Pfarrer Martens aus Berlin- Steglitz sehr überzeugend darlegte, dass selbst den „Gutmenschen“ in der Talkrunde zum Ende wohl der Mund gestopft war und ihnen nichts mehr an Entschuldigungen einfiel.

    Da kann man wohl nur noch sarkastisch reagieren: https://www.youtube.com/watch?v=Xl9NGYS8JmI

     

     

     

  3. Christina sagt:

    PS: Vielleicht ist ja die derzeitig stattfindende Völkerwanderung  auch ein Gericht Gottes über ein überwiegend gottloses deutsches Volk. Mir fallen da durchaus alttestamentliche Parallelen zu ein.

    Und zu deinem Artikel und all den „Gutmenschen“ fällt mir noch ein lateinisches Sprichtwort  ein:
    Wen Gott vernichten will, den schlägt er vorher mit Verblendung.“

  4. Christina sagt:

    Na ja, alle guten Dinge sind drei.  🙂

    Deshalb hier noch klare Worte von ex-Muslima Sabatina James, die zum Christentum konvertierte und deshalb verfolgt und bedroht wird:

    https://www.youtube.com/watch?v=gKRPYngS_58

  5. Nordlicht sagt:

    Meine Fresse, bei deinem ersten Kommentar kann ich garnicht soviel essen, wie ich kotzen möchte, so sehr strotzen sie vor Überheblichkeit.

  6. Nordlicht sagt:

    Kleine Korrektur: strotzt er vor Überheblichkeit…

     

  7. Christina sagt:

    @ Nordlicht: Du meinst sicher meinen zweiten Kommentar. Mein erster Kommentar vom 21. 10. von 10.22 Uhr ist nämlich noch gar nicht freigeschaltet. Wahrscheinlich ist er im Spam gelandet, weil er u. a. zwei Links enthielt. Kann sein, dass dir deshalb der Zusammenhang fehlt. 😉

  8. De Benny De Benny sagt:

    Müßte man von dir als angehendem Pfarrer nicht eigentlich so etwas erwarten ….. aber nein, dann wohl doch eher nicht.

    Wenn die Behörden von nichts wissen, muß man sie informieren. Gerade deshalb ist es wichtig, die Flüchtlinge zu integrieren, damit die lernen, wie es hier funktioniert mit den Behörden, damit die wissen, was man anzeigen kann etc etc etc.

    Und die Konflikte sind keine Einzelfälle und haben nichts mit Wohnraumenge pipapo usw. zu tun

    Wohnraumenge ist eine Sache. Durchsetzung unserer Gesetze eine andere. Gerade wegen solcher Geschichten war ich immer froh, daß wir in Rheinland-Pfalz zumindest bevor die Zahlen der Flüchtlinge derart gestiegen sind, keine Heime hatten, sondern Einzelunterkünfte. Da kommt es dann gar nicht zu solchen Situationen.

    Aber Du hast schon Recht. Da müßte von Behördenseite mehr getan werden, bessere Unterkunftsmöglichkeiten, mehr sensibilität im Umgang mit den Flüchtlingen, mehr Durchsetzung von Recht und Ordnung. Leider werden die Flüchtlinge aber immer noch oft als Masse, nicht als Individuen wahrgenommen. Man will ihre individuellen Probleme, etwa im Bereich der Religion, nicht sehen, sondern man bringt sie möglichst sicher, möglichst weit weg von anderen und möglichst billig unter. Wie es ihnen dabei geht und mit welchen Problemen sie kämpfen, beachtet man nicht. Man läßt nicht zu, daß sie die Stadt verlassen und woanders eine Wohnung suchen, und setzt sie so weiterhin den Übergriffen der ihnen feindlich gesonnenen Community aus, auch wenn sie anderswo vielleicht Familienmitglieder haben, bei denen sie in Sicherheit wären.

    Ich bin da voll auf Deiner Seite.

    Vielleicht ist ja die derzeitig stattfindende Völkerwanderung  auch ein Gericht Gottes über ein überwiegend gottloses deutsches Volk. Mir fallen da durchaus alttestamentliche Parallelen zu ein.

    Ich würde eher sagen, Bewährungsprobe. Und jetzt kommt es darauf an, ob wir begriffen haben, wer unsere Nächsten sind (Priester und Leviten oder diejenigen mit der anderen Religion) und ob wir sie lieben, oder ob wir doch lieber zum Haß greifen, um uns zu „retten“, anstatt uns voll und ganz denjenigen, die uns hassen, hinzugeben, wie Christus es getan hat…

    Stimmt, es gibt alttestamentliche Parallelen. Die fanden sich und ihre Kultur immer so toll und erhaben über alle anderen, daß sie am Schluß ins Exil mußten und alles verloren.

    Und zu deinem Artikel und all den “Gutmenschen” fällt mir noch ein lateinisches Sprichtwort  ein:
    Wen Gott vernichten will, den schlägt er vorher mit Verblendung.”

    Stimmt. Passt wunderbr zu Pegida und AfD…

    Mein erster Kommentar vom 21. 10. von 10.22 Uhr ist nämlich noch gar nicht freigeschaltet. Wahrscheinlich ist er im Spam gelandet

    Im Spam landet der nicht. Aber er muß wegen der zwei Links freigeschaltet werden. Und da ich letzte Woche nicht da war, hat das gedauert. Nordlicht kann ihn aber durchaus gesehen haben, weil er ist hier auch Autor und hat nen Zugang zu dem Bereich, er kann auch hinter die Kulissen gucken.

    Wie dem auch sei: Wir werden an der Christenverfolgung nichts verbessern, wenn wir die Grenzen zu machen oder uns nicht um die Flüchtlinge kümmern, wie das bisher geschieht. Wenn wir nicht in die Wohnheime gehen und uns um die Leute kümmern, werden wir nichts von den Nöten der Menschen erfahren, und auch nicht helfen können. Wenn wir den Flüchtlingen, und gerade auch den Muslimen, gerade auch den radikalen Muslimen, nicht die Liebe Gottes zeigen, wie soll sich dann etwas ändern?

    Liebe ist stärker als Haß, dazu muß man aber erst einmal lieben. Und die Liebe, so lernen wir in 1. Kor 13, erduldet alles, gleubt alles, hofft alles, sie rechnet auch das Böse nicht zu.

    Beachten wir all das auch immer beim Umgang mit oder beim Reden über radikale Muslime? Und wen wundert es da, daß sie nicht durch die Liebe überwunden werden? Um dan Haß mit Liebe zu überwinden, muß man erst einmal lieben. Es wird Zeit, daß wir anfangen.

  9. De Benny De Benny sagt:

    Müßte man von dir als angehendem Pfarrer nicht eigentlich so etwas erwarten …..

    Als angehender Pfarrer denke ich, daß ich auf das Gesetz als Zuchtmeister hinweisen muß, wo Menschen in Selbstgerechtigkeit (auch in bestem Willen) sich über andere stellen. Etwa wenn gegen Muslime geredet und geschrieben wird (egal, was die tun, weil sie sind Sünder wie wir, da können wir keine Forderungen stellen).

    Das Evangelium, die frohe Botschaft verkündige ich denjenigen, die sich ihrer Sündhaftigkeit bewußt sind, die nicht mit dem Finger auf andere zeigen, um sich über diese zu erhöhen, wo sie doch selbst Sünder sind und keinen Deut besser als diejenigen, die die Scharia durchsetzen!

    Was ich sehe ist immer nur, daß Menschen über „die Muslime“ (oder sonstwen, der grad nicht passt) meckern, sich erhöhen, überheben, ihre eigenen Sündhaftigkeit vergessen und sich anmaßen, ein Urteil zu sprechen. Und die Antwort eines „angehenden Pfarrers“ kann darauf aus meiner Sicht nur das Gesetz sein. Die Konfrontation mit den Forderungen Gottes zu lieben und nicht auf das eigene zu achten. Wir müssen und wir sollen nicht auf unser Wohl achten, das tut Gott, und Er ist verdammt gut darin. Wir sollen ohne zurückzuschauen nach vorne gehen, auf die zu, die uns hassen, die uns töten wollen, die uns unterdrüken und versklaven wollen, und ihnen Gutes tun.

    Wo wir das nicht tun, wo wir Gründe suchen und zu finden meinen, wieso das jetzt nicht dran ist, wieso die es nicht wert sind oder wasauch immer, haben wir noch nicht begriffen, daß wir Sünder sind wie sie, daß wir nicht das geringste Recht haben, weder auf unser Leben noch auf unsere Sicherheit noch auf sonst etwas. Wir sind Sünder wie die, die wir verachten. Und wer das nicht begreifen will, dem werde ich als „angehender Pfarrer“ dies immer wieder um die Ohren hauen. Denn das ist mein Beruf, in erster Linie und vor allem!

  10. Christina sagt:

    @ Benny:

     

    Du schreibst:

    Stimmt, es gibt alttestamentliche Parallelen. Die fanden sich und ihre Kultur immer so toll und erhaben über alle anderen, daß sie am Schluß ins Exil mußten und alles verloren.

    Nein, sie mußten immer dann ins Exil gehen bzw. verloren alles, wenn sie sich von ihrem Gott abwandten zu anderen Göttern hin.

    Du schreibst:

    Und jetzt kommt es darauf an, ob wir begriffen haben, wer unsere Nächsten sind (Priester und Leviten oder diejenigen mit der anderen Religion) und ob wir sie lieben, oder ob wir doch lieber zum Haß greifen, um uns zu “retten”, anstatt uns voll und ganz denjenigen, die uns hassen, hinzugeben, wie Christus es getan hat…

    Du begehst hier einen „Kategorienfehler“.  Du wirfst in unzulässiger Weise die persönliche und die politische Ebene in einen Topf. 😉

    Sehr empfehlenswert zur gegenwärtigen Flüchtlingsproblemantik (einschließlich des Kategorienfehler) eine sehr aktuelle Predigt: „Der Christ und der Fremde“: http://www.efk-riedlingen.de/predigtarchiv/7-12.2015/04.10.15%20J.Tscharntke%20Jesaja1.2-7%20Der%20Christ%20und%20der%20Fremde.mp3

    Was ich daraus gelernt habe und vielleicht lernst du ja auch noch was: Die Bibel spricht von „unterschiedlichen Arten“ von „Fremden“. Sehr interessant, was sie uns dazu zu sagen hat, wie wir uns diesen unterschiedlichen Arten von Fremden gegenüber verhalten sollen. Kann ich dir nur empfehlen mal anzuhören.  😉

  11. De Benny De Benny sagt:

    Oh was gäbe ich darum, wenn Deine Gurus des Schreibens mächtig wären und sich kurz fassen könnten, oder wenn zumindest Du ihre Aussagen hinreichend nachvollziehen könntest, um sie in Zusammenfassung wiederzugeben, damit man sich darüber unterhalten kann… das würde uns echt weiter bringen! Aber leider verlinkst Du nur Videos, Audiodateien oder ganze Bücher, kaum mal einen kürzeren Text und noch viel weniger fasst Du die Dinge zusammen, so daß man ohne gleich Stunden investieren zu müssen, darüber in Austausch treten kann…

    Nein, sie mußten immer dann ins Exil gehen bzw. verloren alles, wenn sie sich von ihrem Gott abwandten zu anderen Göttern hin.

    Die Staatspropheten Israels und Judas haben stets das Heil für das Land angesagt und sich um die sozial schwächer gestellten nicht geschert. Das war das Establishment, die haben im Reichtum geschelgt, während es den Armenmies ging. Sie hielten sich und ihr Land für so toll, dass Gott sie in jedem Fall und immer beschützen würde und haben (und da kommt dann das was Du meinst) sich um Gott darüber hinaus gar nicht mehr geschert. Der war als Staatsgott schließlich verpflichtet, sie zu retten, was immr sie tun. Und Gott hat sie gestraft, sie kamen ins Exil.

    Heute finden wir Deutsche oder Europäer uns und unsere Kultur so toll, daß wir sagen alles sei gut, „nur diese nervenden Ausländer.. können die nicht woanders sterben?“ Auch wir werden die Strafe bekommen, womöglich ist sie gar nciht mehr aufzuhalten.

    Kann ich dir nur empfehlen mal anzuhören.

    Ich hab mir das mal angetan, und hatte fast körperliche Schmerzen dabei. Ich kann mir sogar denken, daß der Pfarrer es gut meint. Aber er macht es nicht gut und verführt letztendlich seine Gemeinde.

    Ich werd dazu nen eigenen Artikel schreiben.

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  14. De Benny sagt:

    @Christina: Jetzt hab ich mir die Mühe gemacht, diese 50 Minuten Predigt anzuhören, Notitzen zu machen und eine ausführliche Kommentierung zu schreiben, und Du reagierst nicht einmal?

  15. Christina sagt:

    @ Benny: Für mich waren Samstag und Sonntag Arbeitstage. Vielleicht erklärt das mein Schweigen. Nichtsdestotrotz habe ich deine ausführliche Kommentierung gestern abend noch gelesen und gerade eben noch einmal. Aber wenn das alles ist, was dir zu dieser Predigt einfällt, dann befürchte ich, dass dir nicht mehr zu helfen ist. Was soll ich also deiner Meinung nach noch dazu sagen?

  16. De Benny De Benny sagt:

    Für mich waren Samstag und Sonntag Arbeitstage. Vielleicht erklärt das mein Schweigen.

    Ja, ist ne Erklärung, sorry, daß ich da so reagiert hab. Ich hab mich halt nur gewundert, weil Du sonst relativ schnell reagierst, wenn auch erst mal mit ner kurzen Nachricht um später mehr zu schreiben…

    Aber wenn das alles ist, was dir zu dieser Predigt einfällt, dann befürchte ich, dass dir nicht mehr zu helfen ist. Was soll ich also deiner Meinung nach noch dazu sagen?

    Na Du könntest zum Beispiel schreiben, warum Du das so siehst. Du urteilst über mich („Dir ist nicht mehr zu helfen“) und begründest Dein Urteil nicht. Das läßt mich irgendwie in der Luft hängen ohne Chance verstehen zu können, wo Du das Problem siehst. Das kommt so rüber, als sei das Christentum für Dich eine Mysterienreligion wie damals der Mithras-Kult, bei dem nur Eingeweihte alles verstehen können und wo Du zu den Eingeweihten gehörst, die auf elende Sterbliche wie mich runterblicken.

    Ich vermute mal, Du siehst das nicht so (wär aj auch leicht häretisch), aber wie Du es siehst, erschließt sich mir nicht. Ich habe mir die Mühe gemacht, diese Predigt zu hören, mitzuschreiben und die Punkte zu widerlegen oder in Frage zu stellen, die ich darin schwierig oder falsch finde. Ich denke, meine Argumentation ist zumindest so schlüssig, daß man drüber reden kann. Ich beziehe mich dabei ja auch auf den Prediger, der ja auch selbst sagt, daß wir keine Theokratie wollen können und der gerade das den Muslimen vorwirft. Das ist ja eine meiner Grundlagen der Kritik an seiner Predigt. Die Fremdlinge sind diejenigen, die sich anpassen an das, was das Gesetz verlangt. Die Flüchtlinge halten sich an die deutschen Gesetze, das müssen sie ja auch (ebenso wie die Gastarbeiter und andere Menschen, die hier wohnen aber einen anderen Paß haben). Diese Menschen entsprechen den Fremdlingen der Bibel, die sich ebenfalls an die damaligen (auch religiös geprägten weil Theokratie) Gesetze hielten. Wir haben in der BRD aber keine religiösen Gesetze, weil der Staat weltanschaulich neutral ist. Ergo müssen wir die Flüchtlinge als INländer ansehen, so wie die Israeliten die Fremdlinge.

    Was wir nicht tun müssen ist, die Flüchtlinge als Christen anzusehen, aber das verlangt ja auch keiner. Würden wir das verlangen, hätten wir wieder die Theokratie, die der Prediger ja auch nicht will.

    Trotzdem spricht sich der Prediger gegen die Aufnahme der Flüchtlinge aus, und greift dabei auf haarsträubende Zahlenbeispiele zurück (ich hab ja ausgerechnet wie das ist mit dem WOhnraum und wie viele Flüchtlinge kommen müßten, daß wir diese Probleme mit dem aktuelle existierenden Wohnraum bekämen).

    Ich hab mir richtig viel Arbeit gemacht, hab mir mein freies Wochenende zwischen zwei sehr anstrengenden Kurswochen zerrissen, weil Du mich gebeten hast, die Predigt anzuhören und weil mir daran gelegen ist, Geschwister im Glauben darauf hinzuweisen, wenn jemand einen Fehler begeht.

    Und Du speißt mich ab mit „Dir ist nicht mehr zu helfen“. So von oben herab, wie ein schlechter Lehrer. Ich versuche immer, Dir auf Augenhöhe zu begegnen, und Du fertigst mich so von oben herab ab. Das ärgert mich gerade enorm, ich denke das merkt man. Aber bitte, mach Dir Gedanken darüber, wie Du in solchen Fällen reagierst, weil wenn Du in Deinem Umfeld ebenso reagierst, kann das ebenso negative Reaktionen verursachen, und dann gehen vielleicht Beziehungen in die Brüche. Ich mein mit mir kannst Du es ja machen, wir kennen uns nicht und stehen uns folglich auch nicht sooo nahe, obwohl ich schon sagen muß daß durch unsere Diskussionen Du auch nicht mehr wie irgend ein anonymer Mensch bist für mich.

    Was Du tust ist natürlich Dir überlassen, trotzdem würde ich mich über eine Antwort auf die Frage nach dem warum freuen (auch wenn das Internet hier im Predigerseminar sehr fragil ist und ich vielleicht nicht gleich antworten kann).

  17. Christina sagt:

    Hallo Benny,

    ich blicke nicht von oben auf dich herab. Sorry, wenn dir das so erschienen ist. Ich finde nur, dass du die Dinge falsch beurteilst und habe nicht das Gefühl, dass man dich noch auf die richtige Spur bringen könnte. Wenn, dann hätte es ja durch diese Predigt passieren können oder müssen, ist es aber anscheinend nicht. Du hast halt deine Vorstellungen und versuchst nun dir die Bibel irgendwie passend dazu zurecht zu stutzen.  Aber das hat wiederum mit deinem liberalen Christentum zu tun. Und na ja, ich weiß halt aus der Vergangenheit, solche Diskussionen mit dir sind immer sehr anstrengend und führen letztendlich zu nichts.

    Aber da du, wie du schreibst, so viel Zeit investiert hast, wäre es sicher unfair, wenn ich jetzt gar nichts weiter schreibe. So will ich wenigstens auf ein paar Punkte eingehen, wenn ich auch glaube, dass es nichts bringt.

    Für dich scheint Theokratie = Theokratie zu sein. Für mich nicht. Für Pastor Tscharntke auch nicht. Allah ist für mich kein Gott, d. h. er ist nicht DER Gott. Denn es gibt nur einen WAHREN Gott und das ist Jahwe, der Gott Israels. Insofern ist das, was die gläubigen Moslems anstreben, ein Gottesstaat mit Scharia usw. für mich keine Theokratie. Allah ist kein Gott, Allah ist ein Wüstendämon. Insofern kann ein Staat unter Allah keine Theokratie sein. Eine Theokratie gäbe es nur unter dem WAHREN Gott. Das Thema hatten wir ja schon ausgiebig im Endzeitforum. Das will ich jetzt wirklich nicht noch mal aufwärmen. Insofern gehen da schon mal unsere Ansichten auseinander.

    Warum also sollte Pastor Tscharntke generell gegen eine Theokratie sein? Im Himmel werden wir doch alle mal unter einer Theokratie leben (die Christen meine ich damit).  😉  Schon da liegst du also völlig daneben. Dass es hier auf dieser Erde so einen Staat wie damals Israel unter einer Theokratie nicht mehr geben wird, ist wieder eine andere Sache. Aber das alles ist Heilsgeschichte. Inwiefern du an gewisse Dinge im AT glaubst, weiß ich eh nicht. Müssen wir jetzt auch nicht weiter auseinander pflücken.

    Ein anderer Punkt. Bei der deutschen Wiedervereinigung wuchs zusammen, was schon immer zusammengehörte. Dieselbe Sprache, dieselbe Kultur. Durch die Flüchtlingswelle treffen nun Menschen mit sehr unterschiedlicher Kultur und sehr unterschiedlichen Lebens- und Rechtsvorstellungen aufeinander. Und unterschiedlicher Sprache sowieso, wobei die Sprache sicher nicht das größte Problem ist. Die meisten dieser Flüchtlinge sind Moslems. Was das Ziel gläubiger Moslems ist und auch sein MUSS, hat Pastor Tscharntke ausgeführt. Wenn du es nicht glaubst, kannst du es ja im Koran nachlesen und überprüfen. Insofern kann und will sich ein gläubiger Moslem gar nicht unserem Rechtssystem anpassen. Er wird sich immer nur so lange beugen bzw. anpassen, wie er in der Minderheit ist (so wird ihm das im Koran empfohlen), aber sobald er sich überlegen fühlt (Masse mäßig), wird sich das Blatt wenden. Dazu ist er verpflichtet. Kannst du nachlesen. Ich habe die Koranverse dazu mal hier im Internet irgendwo gelesen. Finde ich jetzt aber auf Anhieb nicht. Sonst würde ich es dir mal verlinken.

    Wenn wir hier in Deutschland mal irgendwann unter die Knute des Islam kommen, werden sich noch alle umgucken, die jetzt so durch die rosarote Brille schauen. Wenn Deutsche ihre Kinder weiterhin in so großer Zahl abtreiben wie bislang und die Menschen muslimischen Glaubens aus Glaubensgründen dieses vermute ich mal, nicht tun, wird sich in den nächsten Jahren das Bevölkerungsgleichgewicht wohl etwas verschieben.

    Ob sich die Muslime dann Christen und Atheisten gegenüber genauso tolerant verhalten werden, wie ihnen das im Moment geschieht? Mir erscheint das fraglich. Da braucht man nur mal in die jetzigen muslimischen Länder zu schauen, oder dorthin, wo Muslime in der Überzahl sind, wie es dort Andersgläubigen ergeht. Nicht nur Christen, sondern auch Buddhisten usw.

    Aber wie du schon richtig bemerktest, wir haben das alles nicht anders verdient. Es kommt, wie es kommen muß. Wenn die Deutschen und Europäer eines Tages vielleicht unter islamischer Knute sein werden, dann ist das Strafgericht Gottes über ein Volk, dessen Mehrheit sich von ihm schon lange abgewandt hat.

    Früher wollte der Islam ja Europa mal mit Gewalt erobern, soweit ich weiß. Hat nicht geklappt. Vielleicht klappt es ja nun völlig unblutig (erstmal), durch die jetzige Völkerwanderung, wer weiß.  😉

    Das waren jetzt nur mal ein paar Gedanken von mir dazu. Ich finde die Predigt spitze, kann alles nur unterstreichen. Wenn du das nicht so sehen und erkennen kannst, wie Pastor Tscharnke das dargelegt hat, kann ich dir eben nicht helfen. Das ist nicht überheblich gemeint oder von oben herab. Aber was soll man noch mehr sagen? Es ist alles gesagt.

     

  18. De Benny De Benny sagt:

    Für dich scheint Theokratie = Theokratie zu sein. Für mich nicht. Für Pastor Tscharntke auch nicht.

    Das sagt er aber gerade NICHT. Er spricht davon, daß die Muslime iene Theokratie aufrichten wollen, ja nach ihrem Glauben auch aufrichtenmüssen. Gegen das GG. Er sagt, Theokratie ist schlecht und das ist das, was die Muslime wollen. Du schreibst jetzt, die Muslime wollten keine Theokratie und Theokratie wäre eigentlich gut.

    Irgendwie seid Ihr beiden, Tscharntke und Du, auf völlig verschiedenen Wegen unterwegs, was das angeht…

    Warum also sollte Pastor Tscharntke generell gegen eine Theokratie sein?

    Weil er es gesagt hat. Hör Dir die Predigt nochmal an. Für ihn ist Theokratie das, was die Muslime wollen, und er beschreibt das als durchaus negativ. Das ist es, was er in der Predigt sagt, das ist es, worauf ich mich beziehe. Warum er das so sieht,da mußt Du ihn schon selbst fragen, das weiß ich nicht. Ich kenne ihn nicht näher und kann ihm nicht in den Kopf schauen.

    Ein anderer Punkt. Bei der deutschen Wiedervereinigung wuchs zusammen, was schon immer zusammengehörte. Dieselbe Sprache, dieselbe Kultur.

    Sorry, aber das ist Quatsch. Deutschland hatte es in diesen Grenzen mit dieser ethnischen Zusammensetzung nie gegeben. Es gab ganz früher mal ein heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, da gehörten noch Teile Italiens dazu, außerdem die Tschechei, Teile Polens, die Niederlande, die Schweiz, Luxemburg etc etc. Da haben auch nciht alle Deutsch gesprochen. Selbst im heutigen Deutschland gibt es Minderheiten, die immer hier wohnten und keine ethnischen Deutschen sind. Was haben die Dänen in Schleswig mit den Oberbaiern zu tun? Inwiefern gehören die zusammen? So sprachlich und kulturell? Was haben die Sorben mit den Saarländern zu tun? Gut, die sind wenigstens alle katholisch. Was haben die Wenden (die sprachen bis zu Hitlers Zeiten auch eine eigene Sprache) mit den Allgäuern zu tun? Und was habe ich kulturell mit Berlin zu tun? Ich verstehe die Leute dort zwar, aber die mich nicht, obwohl wir alle unsere Form von Deutsch sprechen. Die Schweizer hingegen verstehe ich, obwohl es keine Deutschen sind. Sie stehen mir auch kulturell näher, auch was Essen und Religion angeht…

    Daß 1990 zusammenwuchs, was zusammengehört ist ebenso Propaganda gewesen wie der heutige Satz, daß die Flüchtlinge in Detuschland willkommen sind. Das wurde politisch gewollt und darum wurde es propagiert. Es gab auch in beiden Teilen Deutschlands Menschen, die das wollten. Aber es gab eben auch sehr viele Menschen, die da eher ablehnend waren,die sich Sorgen machten, was das alles kosten würde, daß Deutschland (gemeint war hier der Westen) vor die Hunde gehen würde, wenn all die Ossis plötzlich dazugehören, ohne eine westdeutsche Berufsausbildung genossen zu haben und ohne je in die Sozialsysteme eingezahlt zu haben. Da wurden ja alle Abschlüsse einfach so anerkannt! Dabei brauchte man dort nur 12 Jahre zum Abitur und hatte auch 6 Jahre Grundschule, das war doch mit westlichem Standard gar nicht vergleichbar!

    So dachten früher eben auch viele. Viele dachten auch, daß das ganz sicher nicht zusammen gehört. Wie gesagt: Was haben wir im Südwesten mit dem Osten zu tun? Wir haben unsere eigenen Gurken, unsere eigenen Autos, unsere eigenen Dialekte und Frankreich liegt uns deutlich näher als Erfurt oder gar Rostock.

    Auch lebten hier schon Millionen Muslime, in der DDR viele Vietnamesen. Und was hatten die miteinander zu tun?

    Deutschland in seinen verschiedenen Erscheinungsformen in der Geschichte war schon immer ein Konstrukt, das sowohl Menschen mit einbezog, die keine ethnischen Deutschen waren als auchLeute ausschloß, die durchaus als dem deutschen Kulturraum zughörig angesehen werden konnten. Es gab und gibt ja auch seit Jahrhunderten deutsche Siedlungen auf dem Balkan, jetzt auch immer noch in Südamerika oder Afrika…

    Was als „deutsch“ angesehen wird hängt immer vom Zeitgeist ab und ist damit auch immer ein Stück weit beliegig.Einmal gehöen die Holländer dazu, einmal nicht, einmal gelten die hier lebenden Juden als Deutsche, einmal nicht, und die Glaubensflüchtlinge, die vor Jahrhunderten aus Frankreich und anderen Ländern hierher kamen und noch über lange Jahre ihre Muttersprache sprachen und ihre Kultur pflegten, gelten heute als Deutsche. Nachnamen wie Bourquin oder De Maizière zeugen davon. Das gleiche gilt für die ganzen Nachmamen mit -ski am Ende, deren Vorfahren wohl aus Osteuropa kamen…

    Durch die Flüchtlingswelle treffen nun Menschen mit sehr unterschiedlicher Kultur und sehr unterschiedlichen Lebens- und Rechtsvorstellungen aufeinander.

    Deutschland war schon immer Einwanderungsland wo schon immer ganz verschiedene Kulturen aufeinander stießen: Kelten, Germanen, Hunnen, Ungarn, Römer, Normannen, Slaven, Araber, Türken, Russen, Juden, Franzosen, Holländer und viele viele weitere. Alle diese Völker und Sprachen konnten integriert werden, und ich sehe keinen Grund,w ieso das weiterhin nicht der Fall sein sollte.

    Was das Ziel gläubiger Moslems ist und auch sein MUSS, hat Pastor Tscharntke ausgeführt. Wenn du es nicht glaubst, kannst du es ja im Koran nachlesen und überprüfen.

    Was mich sowohl bei Dir als auch bei Tscharntke wundert ist, daß Ihr nicht mit dem Wirken Gottes rechnet. Wer sagt denn, daß ein Mulsim ein Muslim bleiben wird? Vielleicht kommt es auch zu einer Erweckung und alle werden Christen. UNd dann wollen die keine Theokratie mehr einführen. Außerdem ist sehr stark zu bezweifeln, daß alle Muslime solche Muslime sind, wie Tscharntke es beschreibt, Koran hin oder her. Es gibt auch viele Muslimas hier, die kein Kopftuch aufziehen, nur einmal als Beispiel…

    Insofern kann und will sich ein gläubiger Moslem gar nicht unserem Rechtssystem anpassen. Er wird sich immer nur so lange beugen bzw. anpassen, wie er in der Minderheit ist (so wird ihm das im Koran empfohlen), aber sobald er sich überlegen fühlt (Masse mäßig), wird sich das Blatt wenden.

    Die Strategie verfolgen auch die Nazis. Damit sind sie schon einmal hoch gekommen und im Moment sieht es so aus, als würden sie es wieder tun, weil wieder genug Leute mitlaufen. Die Sache ist nur die: Wenn unsere freiheitliche Demokratie besser ist als die Theokratie der Muslime, dann werden die sich auch für das GG und gegen den Koran entscheiden, oder nicht? Oder bist Du der Meinung, daß der Koran besser ist als das GG, und die Leute mehr überzeugen kann? Also ich nicht. Wieso sollten die Muslime, wenn sie auch den freiheitlichen Rechtsstaat haben können, sich für die islamische Theokratie entscheiden?

    Wenn wir hier in Deutschland mal irgendwann unter die Knute des Islam kommen, werden sich noch alle umgucken, die jetzt so durch die rosarote Brille schauen.

    Im Moment sehe ich eher die Gefahr, daß wir unter die Knute von AfD und Pegida kommen, das halte ich für weitaus gefährlicher. Falls der Islam wirklich irgendwann einmal in die Mehrheit kommen sollte, dann ist es halt so. Kann ich nicht ändern. Auch nicht, indem ich die Grenzen zu mache, damit wird es höchstens schlimmer, weil die Muslime so keine Möglichkeit haben, den freiheitlichen Rechtsstaat kennen zu lernen. Dann werden sie umso mehr für die Theokratie sein. Schon von daher sollten wir so viele wie möglich zu integrieren suchen.

    <blockquote>Wenn Deutsche ihre Kinder weiterhin in so großer Zahl abtreiben wie bislang und die Menschen muslimischen Glaubens aus Glaubensgründen dieses vermute ich mal, nicht tun, wird sich in den nächsten Jahren das Bevölkerungsgleichgewicht wohl etwas verschieben.</blockquote>

    Die konservativen Christen haben mehr Kinder als die Muslime, kannst Du bei Michael Blume nachlesen. Also wenn Du so argumentieren willst, besteht auch eher wenig Gefahr…

    Ob sich die Muslime dann Christen und Atheisten gegenüber genauso tolerant verhalten werden, wie ihnen das im Moment geschieht?

    Ist mir Wurscht. Ich bin als Christ an Christi Gebot gebunden, und das ist die Liebe, unabhängig davon, was die Leute so tun und denken. Ich hab da keine Optionen, von Christus her kommend. Und wenn ich irgendwann unter die „Knute“ kommen sollte, dann nehme ich auch das aus Gottes guter und geliebter Hand…

    dann ist das Strafgericht Gottes über ein Volk, dessen Mehrheit sich von ihm schon lange abgewandt hat.

    Trotzdem muß man als Christ weiterhin für Christi Gebot eintreten. Deshalb trete ich so vehement für die Aufname und Integration der Schutzsuchenden ein und weise auf die Denkfehler in Predigten wie der vorliegenden hin.

    Früher wollte der Islam ja Europa mal mit Gewalt erobern, soweit ich weiß. Hat nicht geklappt.

    Nicht der Islam, sondern das Kaliphat bzw. die Osmanen. Das waren unterschiedliche islamische Reiche, die auch miteinander Kriege hatten. So wie andere Länder auch. Aber es stimmt, es waren Armeen mit muslimischen Soldaten, die auch weite Teile Europas eroberten und dort Königreiche einrichteten. So wie zu allen Zeiten Völker aller Religionen Kriege führten und Königreiche einrichteten. Ich denke uns Christen stünde es gut an, angesichts unserer Kolonialgeschichte da nicht zu sehr mit dem Finger zu zeigen. Alle, Muslime wie Christen,hatten da ihren Anteil an Mord und Gewalt…

    Vielleicht klappt es ja nun völlig unblutig (erstmal), durch die jetzige Völkerwanderung, wer weiß.

    Du hast doch sicher schon etwas von Augustinus gehört, dem Kirchenvater, auf den Luther sich oft berufen hat. Zu dessen Zeit gab es auch eine Völkerwanderung. Da sind Barbaren aus den Urwäldern gekommen und haben das Römische Reich überrannt, die hatten eine andere Sprache, eine andere Kultur, wenn man da überhaupt von Kultur reden will, und auch eine ganz andere Religion.

    Die Konservativen im römischen Reich, Anhänger der alteingesessenen Polytheistischen Religionen, sahen den Grund darin im Erstarken der neuen, viel libraleren Religion Christentum mit ihren Gutmenschen, die die andere Wange hinhielten  und sich auch sonst recht weltfremd verhielten. Weil die Menschen vom alten Glauben abfielen und Christen wurden, straften die Götter Rom mit den Barbareneinfällen.

    Es kam auch tatsächlich zu einem Kultureinbruch, das „finstere Mittelalter“ begann bald darauf. Mit dem Effekt, daß diese Barbaren, die Germanen, Christen wurden und mitnichten alle Kultur vernichteten, auch das Christentum nicht abschafften, obwohl sie zum Teil gar keine Christen waren, zum Teil anderen, als häretisch verurteilten Konfessionen anhingen. Aber die Germanen wurden Christen und auch die Kelten und Slaven wurden christianisiert. Das Christentum wurde zu einer der am stärksten verbreiteten Religionen, das über Europa und die Nordeuropäischen Staaten und ihre Missionare in die ganze Welt kam und heute die am weitesten verbreitete Religion ist.

    Was will ich damit sagen? Rechne mit der Hand Gotes, und nimm Rückschläge für Dich persönlich demütig hin. Niemand hat behauptet, daß das Leben als Christ ein Zuckerschlecken oder ein Ponyhof wäre. Wir sollen unser Kreuz auf uns nehmen und wir sollen lieben. Auch wenn dies in erster Linie Regeln für die Individuen sind, so gelten sie doch mittelbar auch für die von Christen gelenkten Staaten. Wie können wir als Christen unseren Glauben vergessen, wenn wir uns politisch äußern? Wie können wir uns auf das Gesetz für Juda und Israel zurückziehen, wenn wir doch weder Judäer noch Israeliten sind?

    Der Staat hat die Aufgabe, fürdie öffentliche Ordnung zu sorgen. In unserer Geschichte haben wir gelernt, daß dies am Besten (wenn auch nicht ideal) in einer Demokratie geht, die allen, auch Muslimen, Religionsfreiheit zugesteht, die das Recht auf Asyl anerkennt. Wie steht es in den 10 Geboten? Auch Ihr seid Knechte gewesen in Ägyptenland. Die Israeliten durften unter Mose ausziehen, weil Gott ihnen diese Gnade und ein neues Land gewährte. Wieso sollte Gott den Syrern und Afghanen dies nicht gewähren? Wo finden sie wohl eher zu Christus? Beim IS, bei Assad, bei den Taliban oder in Deutschland?

    Das heißt ja nicht, daß wir nicht unsere Gesetze durchsetzen sollen. Das tun wir aber auch, wenn ein syrischer Flüchtling hier das Gesetz bricht, muß er genauso mit Konsequenzen rechnen wie ein deutscher Straftäter. Dazu ein Beispiel: Im Stern habe ich gelesen, daß zwei Neonazis einen 10 jährigen Jungen entführt haben und tagelang quälten (ist in ihrer menschenverachtenden Ideologie ja „unwertes Leben“), trotzdem kamen sie mit Bewährungsstrafen davon. Wenn wir so mit unseren Mitbürgern, die „zu uns gehören“ weil sie die gleiche „Kultur und Sprache“ teilen umgehen, wieso sollten wir mit den Syrern udn Afghanen, mit den Ägyptern und Eriträern, die ihr Leben riskieren, um in Sicherheit zu kommen, härter umgehen, wenn nicht aus Lieblosigkeit und Fremdenfeindlichkeit?

    Ich bete, daß die deutsche Bevölkerung zur Vernunft kommt und begreift, daß alle die „besorgten Bürger“, alle die Pegida Mitläufer und AfD Wähler viel eher Deutschland in den Abgrund stürzen als die paar Flüchtlinge, die jetzt kommen. Es wird nicht einfach, aber als Christen können wir nur lieben. Zur Liebe gibt es keine positive Alternative.

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