Fachkräftemangel

Kirchentag Stuttgart Abendabschluss

Wenn man sich seines Glaubens sicher ist, braucht man keine Angst vor einer Islamisierung zu haben
Beide Bilder: Deutscher Evangelischer Kirchentag 2015 – Abendabschluss auf dem Schlossplatz in Stuttgart
Fotograf: Maik Meid; Lizenz: CC BY-SA 4.0

Schlossplatz Kirchentag 2015Wenn es stimmt, daß Deutschland durch den Zuzug vieler Muslime islamisiert wird, dann ist der Fachkräftemangel ganz leicht zu lösen:

Da alle muslimisch werden durch die Anwesenheit von Muslimen, werden doch sicher auch alle zu Akademikern durch die Anwesenheit von Akademikern.

Die Lösung ist also ganz leicht: Man schickt einfach alle Leute für 10 Minuten in die nächste Hochschule, die Anwesenheit der Akademiker färbt ab und schon haben wir lauter Akademiker. Problem gelöst.

Wenn die rechtskonservativen Parteien das mal umsetzen würden, stat immer nur Angst vor den Asylanten zu haben, dann könnten die in Deutschland echt noch etwas reißen. Man kann das übrigens noch weiter treiben: Man schickt alle Asylanten für 10 Minuten in ein Parlament und hat dann lauten lupenreine Demokraten. Nix mehr Terrorismus, nix mehr Scharia…

Und wenn man sie dann in die Kirche schickt…

Das geht natürlich nicht in einem weltanschaulich neutralen Staat, dennoch hat Käsmann recht, wenn sie sagt:

Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben.

So wenig, wie man zum Akademiker wird, wenn man sich in einem Unigebäude aufhält, so wenig wird man zum Muslim, wenn man einen auf der Straße trifft. Islam ist keine ansteckende Krankheit.

Wenn jemand „christliches Abendland“ schreit, also für sich selbst den christlichen Glauben in Anspruch nimmt, dann kann ich diese Angst vor den Mulsimen schon dreimal nicht verstehen, denn erstens steht gefühlte tausend Mal in der Bibel „fürchte Dich nicht“, zweitens steht in der Bibel, daß die Kirche, also die Gemeinschaft der Heiligen, nicht überwunden werden wird, und drittens fordert Jesus darin das Ausharren, falls es doch einmal zu Verfolgungen kommt.

Sprich: Selbst wenn das jetzt alles Terroristen wären, die da kommen, müßten wir als Christen (und ich sprech jetzt wirklich nur von den Christen) denen helfen (Nächsten- und Feindesliebe!), und wenn sie die Scharia einführen sollten (was sie nicht tun werden, sie fliehen ja vor ISIS und Taliban), können wir nichts anderes tun als die andere Wange hinzuhalten. Wenn wir Christen sind und das „christliche Abendland“ im Munde führen.

 

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8 Kommentare zu Fachkräftemangel

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  2. Christina sagt:

    http://www.idea.de/menschenrechte/detail…mann-92055.html
    Berlin (idea) – Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad (Berlin) hat Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann (Berlin), widersprochen. Merkel hatte Anfang September bei einem Gespräch mit Studenten in Bern auf die Frage, wie sich die westliche Kultur vor einer fortschreitenden Islamisierung schützen könne, geantwortet: „Haben wir doch auch den Mut zu sagen, dass wir Christen sind!“ Käßmann erklärte, sie müsse bei den „besorgten Mitbürgern immer ein wenig lächeln“ und sage denen gern: „Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben!“ Diese Aussagen kommentierte der aus Ägypten stammende Politologe Abdel-Samad im sozialen Netzwerk Facebook mit den Worten: „Den beiden netten, unbesorgten Frauen will ich sagen: <b>Keiner ging häufiger in die Kirche als die Christen von Bagdad und Mossul, und es hat ihnen nicht geholfen. Den verfolgten Christen weltweit hatte es nie geholfen, dass sie sich zum Christentum bekennen.</b> Im Gegenteil!“ Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat in Syrien und im Irak Hunderttausende Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime vertrieben und ein „Kalifat“ ausgerufen, in dem die Terrorgruppe das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit äußerster Brutalität durchsetzt. Wer nicht zum Islam übertritt und keine Kopfsteuer zahlt, muss mit der Ermordung rechnen.

  3. De Benny De Benny sagt:

    Keiner ging häufiger in die Kirche als die Christen von Bagdad und Mossul, und es hat ihnen nicht geholfen. Den verfolgten Christen weltweit hatte es nie geholfen, dass sie sich zum Christentum bekennen.

    Du bist doch bibelfest: Was hat Jesus und prophezeit? Friede, Freude, Eierkuchen? Oder das Schwert. Hat Er uns aufgefordert, uns um unser eigenes Wohl zu kümmern, oder forderte Er, daß wir unser Kreuz auf uns nehmen und gleichzeitig Nächsten- und Feindesliebe praktizieren?

    So, nachdem das geklärt ist, zu den Einlassungen des „Islamkritikers“: Irak ist nicht Deutschland. Der Irak hatte nie einen funktionierenden Rechtsstaat. Das ist in Deutschland anders. Wenn hier irgend ein IS Junkie meint, Leute köppen zu müssen, dann kommt die Polizei und er ins Gefängnis und womöglich anschließend in Sicherheitsverwahrung. Die „besorgten Bürger“ schwadronieren vom Christentum und äußern hartnäckig ihren Unwillen, das Kreuz für sich selbst zu akzeptieren und weiterhin Nächstenliebe zu üben. Und mal ganz im Ernst: Ich sehe von denen nicht viele bei uns in den Sonntagsgottesdiensten. Angst um das Abendland haben, so ist mein Eindruck, vor allem diejenigen, die sich von der abendländisch-christlichen Kultur verabschiedet haben und lieber Odin anrufen und Sonnenwend feiern…

    Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat in Syrien und im Irak Hunderttausende Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime vertrieben und ein „Kalifat“ ausgerufen, in dem die Terrorgruppe das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit äußerster Brutalität durchsetzt.

    Ja, Daesh hat ein Terroregime errichtet.Vielleicht ähnlich wie das Münsteraner Wiedertäuferreich? Theokratien haben oftmals die begleiterscheinung, wahnsinnig brutal und unmenschlich zu sein, weil der Theos dann am Ende doch nciht Gott, sondern der jeweilige Führer ist. Aber Dir ist sicher aufgefallen, daß die meisten Opfer von Daesh (und auch von Al Quaida und den Taliban) Muslime sind. Es sind also (oh Wunder!) nicht alle Muslime gleich. Der weitaus größte Teil derer, die zu uns fliehen sind diejenigen (neben Christen und Jesiden), die eben nicht unter der Knute von Daesh leben wollen – als Muslime, sondern die das Leben in einem weltanschaulich neutralen Staat wie Deutschland vorziehen.

    Du wirst keine Muslima, auch wenn in Dein Nachbarhaus Muslime einziehen, also mach Dich locker. Und die Muslime in Deinem Nachbarhaus werden auch mit einer weit über 99% liegenden Wahrscheinlichkeit gar nicht den leisesten Wunsch danach haben, Dir irgend etwas anzutun. Die sind zufrieden, wenn sie hier hart arbeiten und sich ein Leben aufbauen können.

    Und wer Angst hat, daß es zu wenig Christen hierzulande gibt, der soll erst mal selbst in die Kirche gehen und sich christlich verhalten. Vom Fahnenschwenken und Heime anzünden wird man nicht christlicher und macht auch das Land nicht christlicher.

    Wer nicht zum Islam übertritt und keine Kopfsteuer zahlt, muss mit der Ermordung rechnen.

    Und weil das dort so ist, dient Dir das hier als Entschudligung, Dich nicht christlich verhalten zu müssen und anstatt Deinen Nächsten (der Nächste des Mannes, der nach Jericho zog war ein Samariter, also ein Ausländer mit einer anderen Religion! Merkst Du was?) zu lieben? Und Du wirfst mir vor, die Bibel nicht wörtlich zu nehmen?

  4. Christina sagt:

    Na ja, du schließt ja  aus meinem Post ’ne ganze Menge Schlußfolgerungen auf mich. Dabei wollte ich eigentlich nur aufzeigen, wie dümmlich die Aufforderung von Frau Käßmann ist. 🙂

  5. Christina sagt:

    #Leak Masseneinwanderung: Wie ernst die Lage tatsächlich ist, zeigt der inoffizielle Mitschnitt einer SPD-Konferenz, die am 15. September im Berliner Reichstag stattfand. Auf YouTube wurde der Clip kurz nach der Veröffentlichung gesperrt. Auf dem Video, dass offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, ist ein Redebeitrag der Münchner SPD-Sozialdezernentin Brigitte Meier dokumentiert. Die Aussagen die Meier tätigt sind beunruhigend. Eigentlich möchte man das Land verlassen.

    https://www.youtube.com/watch?v=ziQmfqMmd5U#t=662

    Vielleicht sollten sich die Politiker Europas und der Welt lieber die Nachricht dieses syrischen Jungen zu Herzen nehmen:

    https://www.youtube.com/watch?v=p8R-PkJasOo

  6. De Benny De Benny sagt:

    Na ja, du schließt ja  aus meinem Post ‘ne ganze Menge Schlußfolgerungen auf mich. Dabei wollte ich eigentlich nur aufzeigen, wie dümmlich die Aufforderung von Frau Käßmann ist.

    Auf wen soll ich denn sonst Rückschlüsse aus Deinem Post ziehen, wenn nicht auf Dich? So dümmlich ist Käßmann da IMHO nicht. Aber sag mir was anderes: Wie christlich ist es, das Kreuz nicht auf sich zu nehmen und keine Nächstenliebe zu üben? Wenn Petrus die Zusage bekommt, daß die Kirche Jesu Christi nie überwunden werden wird, wie christlich ist es dann, immer wieder von Islamisierung anzufangen? Drückst Du so die Hoffnung aus, die in Dir ist?

    Auf dem Video, dass offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, ist ein Redebeitrag der Münchner SPD-Sozialdezernentin Brigitte Meier dokumentiert. Die Aussagen die Meier tätigt sind beunruhigend.

    Sie fordert ein weiteres Drehkreuz,a lso gerade, daß mehr Länder solidarisch sind, daß Bayern resp. München nicht mit den Flüchtlingen alleine gelassen wird. Da kann ich sie nur unterstützen. Wir brauchen dringend in den Ländern mehr Bereitschaft, schnell und effektiv zu handeln, die Bereitschaft, den Münchnern, die wie man an Meier sieht, auf dem Zahnfleisch gehen. Das Problem ist ja nicht zu lösen, indem man die Grenzen dicht macht. Dann kommen die Leute trotzdem. Selbst der DDR Schießbefehl hat nicht alle gestoppt. Und dorthin wollen wir doch sicher nicht mehr zurück, oder? Die Flüchtlinge kommen, so oder so. Also müssen wir alle mit anpacken, und unsere Mitbürger in München nicht drauf sitzen lassen. Im Zweifel muß auch gegen den Willen der Länder und Städte durchgesetzt werden, welche Städte weitere Drehkreuze sind.

    Vielleicht sollten sich die Politiker Europas und der Welt lieber die Nachricht dieses syrischen Jungen zu Herzen nehmen:

    Der Junge hat ja nicht Unrecht, aber beantworte mir bitte die Frage: Wie beendet man den Krieg? So wie die Alliierten in Afghanistan? Wohl kaum, sonst hätten wir nicht so viele Flüchtlinge von dort, das kann nicht die Lösung sein. Durch noch mehr Bomben, noch mehr Gewalt, noch mehr Waffenlieferungen? Wie beendet man einen Krieg? Hingehen und alle Daesh Leute erschießen? Selbst wenn das gelänge, kann man dadurch den Krieg nicht stoppen, weil das wiederum mehr Haß heraufbeschwören würde, was wiederum zu einem neuerlichen Krieg und wieder neuen Flüchtlingsströmen führen würde. Nein, man muß zusehen, daß man die Lage stabilisiert. Aber das dauert. Das dauert lange und ist ein schwieriger Prozess, so lange die USA und Rußland, Iran und Saudi Arabien, Ägypten und die verschiedenen EUStaaten alle ihre eigenen Interessen verfolgen.

    Ein Weg, für Entspannugn zu sorgen ist, den Druck rauszunehmen, indem wir Menschen aufnehmen und hier eine Chance geben, ein Leben in Freiheit und Sicherheit zu führen. Wenn sie sich hier eine Existenz aufbauen ist es weit weniger wahrscheinlich, daß ihre Kinder bei Terroristen anheuern, weil die besser bezahlen als alles, was sie dort erreichen können oder hier von der Arge erwarten könnten.

    Wenn wir hingehen und so tun, als ginge uns das alles nichts an, laden wir uns immer mehr Probleme auf. Wir wurden von Gott gesegnet, nichts was wir haben haben wir selbst und aus eigener Kraft erreicht. Alles ist Gnade und Segen. Wer sind wir, das für uns zurückzubehalten, anstatt es mit unseren Geschwistern aus Syrien, die auch Gottes Kinder sind, egal was sie glauben, zu teilen? Wenn wir nicht teilen, wird Gott es uns nehmen und Würdigeren geben, die in der Lage sind, Demut zu zeigen und zu teilen.

  7. skreutzer sagt:

    @Christina wegen dem Link auf die Rede von Brigitte Meier:

    Als ob irgend jemand jemals irgendeine Sicherheit garantieren könnte…die Politiker mit ihrer Politik und ihren Polizisten noch am allerwenigsten. Was sollen da denn die Türkei und Jordanien erst sagen? Irgendwann werden auch die erkennen müssen, dass wir uns nun mal in einer globalisierten Welt befinden, dass Afrika, Syrien, die Ukraine, der Balkan, Afghanistan und der Irak auch unser Problem sind und wir nur gut daran tun, diese Orte nicht noch mehr in Schutt und Asche zu legen. Dass irgendwann die Rechnung dafür kommen würde, war ja klar.

  8. skreutzer sagt:

    Ich habe Griechenland zwischen der Türkei und Jordanien vergessen! Bitte unbedingt nachtragen!

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