Sicherheit von Staaten – ein Weg, um Menschen los zu werden

Je länger ich mir den Scheiß angucke, der bei uns mit  Flüchtlingen durchgezogen wird, desto übler wird mir. Es scheint nur noch darum zu gehen, wie man wen am schnellsten wieder los wird. Ich finde es zum Kotzen, dass sogenannte christliche und soziale Parteien offenbar kaum was anderes zu tun haben, als dafür zu sorgen, dass sie möglichst viele Menschen möglichst schnell wieder los werden, vgl. hier. Länder für sicher zu erklären, weil sie auf dem Weg in die EU sind bzw. damit man es leichter hat, Menschen dorthin abzuschieben, nicht etwa, weil sie sicher sind, ist meiner Meinung nach ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich freue mich ja auf den Zeitpunkt, wenn die jetzt als „sicher“ eingestuften Länder in die EU kommen und ihre Einwohner von der Freizügigkeit innerhalb der EU Gebrauch machen. Bis dahin empfehle ich die Lektüre von Gregor v. Nyssa (330 – 394), bei dem man z. B. lesen kann: „Es ist keine Lösung, Menschen, die man nirgends haben will, weit weg zu schicken und sie, isoliert von allen anderen, mit dem Nötigsten zu versorgen. Eine derartige Einstellung zeugt weder von Barmherzigkeit noch von Mitleid. Auf diese Weise wollen wir sie nur in aller Freundlichkeit loswerden“. Ich vermute zwar, dass Gregor dies ursprünglich in Hinblick auf den Umgang mit sogenannten „Aussätzigen“ gesagt hat. Doch ich denke, die Aussage lässt sich auch auf heutige Flüchtlinge und das meiner Meinung nach asoziale Verhalten in der Politik gegenüber den Flüchtlingen übertragen. Und da ich ein Freund von Quellenangaben bin, hier meine Quelle: Albus, Michael: Taizé auf neuen Wegen, Gütersloh 2014, S. 19.).

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2 Kommentare zu Sicherheit von Staaten – ein Weg, um Menschen los zu werden

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  2. De Benny De Benny sagt:

    Klare und wichtige Worte. Danke.

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