Che ohne Knarre

Vom der Erwähnung eines Artikels über Kennzeichenspeicherung in Bayern bei diaspora* kam es in den Kommentaren bald zur Diskussion über die Notwendigkeit einer Revolution. Ja, diaspora* (oder zumindest viele der Leute, mti denen ich verbunden bin) ist sehr revolutionär geprägt.

Wie dem auch sei: Ich wandte ein, daß ich auf ne Revolution wenig Bock hätte, weil das ja auch immer Leid bedeutet. Und wenn man Leid in Kauf nimmt, um ein anderes Leid abzuschaffen, dann sollte man ne Kosten-Nutzen Aufstellung (schon wieder so ein kapitalistischer Begriff ;)) machen und sich das Ganze nochmal überlegen, denk ich.

„Rasier Klinge“ hat daraufhin einen Kommentar geschrieben, in dem sie auch Bezug auf Jesus nimmt und auf den ich hier etwas ausführlicher reagieren will. Doch zuerst nochmal Rasier Klinge’s Kommentar:

Nun, mir wären unblutige Revolutionen auch lieber. Trotzdem nützen nur Worte nichts. Egal wie gehaltvoll sie auch sind. Mächtige sind höchst ungern ohne Macht. Dann sind sie sinnentleert. Die Erkenntnis, ohne Macht nichts zu sein, ist unangenehm. Sogar Jesus hatte göttlichen Beistand, sogar er musste was tun, heilen, Wasser in Wein, spektakulär sterben,was auch immer..nur predigen beeindruckt selten die Massen. Es spaltet sie höchstens. Und da das Bodenpersonal der diversen Götter nichts taugt, sieht man daran, dass sie nicht heilen, sondern Waffen segnen. Wenn ich also keinen Gott zur Hand habe, und auch sonst meinen Lebenssinn in etwas anderem sehe als in Macht ausüben, bis nur noch die Macht da ist, ich dafür verschwunden…was soll und kann ich tun um den gegenwärtigen Zustand zu ändern?
(Hervorhebungen von mir)

Das erinnerte mich an eine Bezeichnugn für Che Guevara, ich weiß gar nicht, wo ich sie zuerst gehört hatte:

Jesus mit ner Knarre.

Die Parallele zwischen Jesus und Guevara, die hier aufgemacht wird, liegt wohl darin, daß über beide von den jeweiligen Anhängern berichtet wird, daß es ihnen um eine Befreiung ging, nur daß Guevara eben so konsequent gewesen sei, zur Waffe zu greifen und den Versuch unternommen hat, etwas zu ändern, während Jesus lediglich die andere Wange hingehalten habe. Gestorben sind dann beide: Guevara, weil er an nen Stärkeren kam, und Jesus, weil Er einmal zu oft die Wange hingehalten hatte, statt sich zu wehren.

Doch während für Guevara sein Tod die ultimative Niederlage war – die Revolution in Bolivien blieb aus, er war tot und wurde am Ende noch kapitalistisch vermarktet – war der Tod Jesu Sein großer Triumph. Denn im Gegensatz zu Guevara hatte Er damit Seinen Feind besiegt, indem Er dessen Bösartigkeit offensichtlich machte. Damit war das Kreuz Jesu ein sichtbares Zeichen für die Gewalt des Systems (oder des Bösen, wenn man es mythologischer ausdrücken will). Guevaras Tod war höchstens ein Zeichen dafür, daß seine Gewalt der seiner Gegner unterlegen war. Er offenbarte in seinem Tod kein Unrecht, denn er selbst griff zur Waffe und hat sich damit moralisch auf die Ebene seiner Gegner begeben.

Nun sagt Rasier Klinge einerseits, nur predigen helfe nichts und auch Jesus habe das nicht getan. Stimmt. Aber wenn jemand etwas Gutes tut, dann wird das nicht unkommentiert bleiben, also hier oder da wird immer „gepredigt“ werden, oder „verkündigt“ oder wie man vielleicht moderner sagt: berichtet, gedeutet, erklärt.

Wenn ich Rasier Klinge richtig verstehe, wäre ihr die gewaltlose Alternative lieber, aber sie sieht diese nicht und fragt deshalb am Ende, was sie tun kann. Ich denke, eine Antwort könnte durchaus bei Jesus zu finden sein. Und zwar ganz ohne dabei an Gott glauben zu müssen (oder doch? ich wäre hierzu an Rückmeldungen interessiert).

Und zwar ganz einfach, indem man Jesu Beispiel folgt: Gutes tun, und die Retourkutschen des Systems wegstecken. Damit ändert man nicht den Gesamtzustand. Aber den kriegen wir wahrscheinlich eh nie in den Griff (der Christ kann hier auf die Hoffnugn auf Gott zurückgreifen, aber Gott wollten wir hier ja rauslassen).

Das System lebt ja davon, daß wir alle in einer wie auch immer gearteten Ordnung stecken und uns dementsprechend verhalten. Jeder von uns steht unter Druck von oben, gibt aber auf irgend eine Weise auch Druck nach unten ab. Und den haben wir im Griff, das ist unsere Macht. Und wenn wir hier den Druck rausnehmen und gleichzeitig den von oben aushalten, schaffen wir in unserem Machtbereich ein Stückchen Freiheit.

Das ist verdammt schwer, kaum zu 100% durchzuhalten und wird auch nicht das ganze System ändern. Denn selbst wenn es Nachahmer finden wird, ist und bleibt es ein Kampf gegen Windmühlen.

Bei diaspora* liest man dann häufig, daß eben nicht nur einzelne den Konsumismus ablegen sollten, sondern am Besten alle im Kollektiv. Mit dem Kollektivismus haben wir nicht wirklich bessere Erfahrungen gemacht als mit dem Kapitalismus, nur so nebenbei. Die Welt ist nun einmal so, daß die Leute nicht so sind, wie wir sie uns wünschen, und daß jeder Druck, den wir auf sie ausüben, um sie so zu machen, wie wir sie haben wollen

  1. nur dann ausgeübt werden kann, wenn wir die Macht haben, Druck aufzubauen
  2. dazu  führt, daß bei diesen Menschen dann neue Unfreiheiten entstehen, die der Keim für die nächste Revolution sind.

Wobei dann wieder neue Freiheiten erkämpft und andere unterdrückt werden. Die Welt ist so, wie sie ist, und deshalb werden wir das absolut gerechte System nicht erschaffen.

Schlußendlich bedeutet das, daß wir den Druck, den wir von oben kriegen, nur unter der Prämisse abschaffen können, daß wir neuen Druck anderswo aufbauen. Oder anders ausgedrückt: Wir können nicht uns selbst befreien, sondern immer nur die, deren Freiheit in unserer Hand liegt, weil wir nach dem gängigen System die Macht über sie haben.

Das ist es mehr oder weniger, was Jesus tat. Er heilte die Kranken udn siechen und scherte sich einen Kehrricht um die Machtstrukturen des Systems, indem er den Randsiedlern (Zöllner, Huren, Sünder im Allgemeinen) auf Augenhöhe begegnete, also nicht Macht über die ausübte, die nach den Regeln des Systems unter Ihm standen. Das reizte die über Ihm stehenden im System, den Druck zu erhören bis zu Seiner Hinrichtung. In Mt 12 etwa lesen wir erst, wie Jesus den Phrisäern aus der Schrift darlegt, wieso die Regeln, die sie zur Stützung ihres Systems herangezogen haben, bei Ihm nicht ziehen. Und zwar in Bezug aufs Ährenrauffen am Sabbath. Und dann ist die Geschichte vom Heilen am Sabbath, wo Jesus dann auch noch sagt, sie würden nicht anders handeln als Er. Er beugte sich nicht der Macht, mit der sie über Ihn auf die von Ihm Abhängigen „durchregieren“ wollten. Und Er machte sich damit zum Ziel. In Vers 14 steht dann:

Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat über ihn, wie sie ihn umbrächten.

Sprich: Man kann etwas tun. Aber das bedeutet, Opfer bringen. Und in der Konsequenz wie Jesus, ist kaum einer dazu bereit. Auch Guevara war es nicht, er suchte nach dem großen Wurf, die absolute Freiheit zu erreichen (als ob wir mit dem Absolutismus gute Erfahrungen gemacht hätten!) und schuf damit neue Unfreiheiten und mit den Kriegen, in denen er kämpfte, auch jede Menge Leid.

Und Jesus? Er schuf vor allem sich selbst Leid. Er änderte auch das System nicht, aber ermöglichte im Rahmen Seiner Möglichkeiten als Mensch, was möglich war, indem Er denen Freiheit gab, denen Er sie als Mensch geben konnte.

Der große Systemumsturtz wird von den Christen erst am Ende der Zeit erwartet, und darauf liegt unsere Hoffnung. Bis dahin geht es uns, wie auch den Nichtchristen: Freiheit können wir nur denen schaffen, die unter unserer Macht stehen. Und es ist ein entbehrungsreicher Kampf gegen Windmühlen, ohne Aussicht darauf, je einen Sieg in der Weise zu erringen, daß wir die absolute Freiheit umgesetzt hätten und der Kampf zu Ende wäre.

Aber, wir haben gute Voraussetzungen für diesen Kampf. Wir leben in einer Demokratie, wodurch unsere Macht auf die gesamte Gesellschaft so groß ist wie selten zuvor. Die immer noch recht freie Kommunikation übers Internet spielt da auch noch rein. Ebenso, daß wir in einem der reichsten Länder der Erde wohnen. Alles das sind Machtfaktoren oder Faktoren, die unsere je individuelle Macht sehr hoch ansetzen. Wir können vielleicht nicht das ganze System ändern (weil sich nur die Leidtragenden ändern würden), aber wir können dadurch vielen Menschen mehr Freiheit geben. Wir selbst aber werden mit den Konsequenzen daraus leben müssen, denn uns selbst können wir nur Freiheit verschaffen, indem wir andere unterjochen.

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5 Kommentare zu Che ohne Knarre

  1. De Benny De Benny sagt:

    Jesus hatte keine Knarre, es gibt aber welche, die wohl der Meinung seind, Gott bräuchte eine:
    http://www.patheos.com/blogs/formerlyfundie/almighty-god-action-figure-comes-with-his-own-ak-47/

    Hat hiermit eigentlich nix zu tun, bin aber grad drübergestolpert und dachte, es paßt hier als Kontrapunkt 😉

  2. Rasier Klinge sagt:

    Nun. Erst mal n Statement:ich mag Führer nicht. Ich benutze dieses Wort extra…es ist provokativ, und das Wort-und die historische Mutation- steht im krassen Gegensatz zu den Lehren Jesu wie auch zu den Ansichten von Che. Was ich auch nicht mag, sind Leute, die mehr denken als dass sie tun. Je nach Ansicht des jeweiligen Führers! ist Jesus der Sohn Gottes oder ein Drittel oder Er ist Gott. Kann man nicht unideologisch einfach mal unmenschlich, nämlich göttlich-handeln? Es ist Adventszeit. Ich muss mir verstimmte Blockflöten und schlecht gespielte Gitarren anhören. Dazu Gesichter, voller Hingabe, Lieder singend, die mir nicht gefallen. Ich muss heucheln. Jaja, der Erlöser. Wieso gibt es immer noch soviel Leid, wenn er doch bereits vor etwa 2000 Jahren im Voraus gestorben ist? Und uns erlöst hat? Metaphern helfen nicht einem einzigen Flüchtling. Ich schätze Dich nicht so ein (vorsicht, Kompliment), dass Du sagen wirst: sobald alle den rechten Glauben haben, dann sind sie erlöst….wann habt ihr Christen zum letzten mal etwas unternommen, das einfach nur uneigennützig gut war? Ohne Hintergedanken? Verzeih, wenn ich etwas heftig reagiere, ich mag es nicht, wenn ich als moderner, möglicher Vorzeigechrist vorgeführt werde. Nur, wenn man keiner Weltreligion angehören möchte, ist man nicht automatisch intolerant,böse oder ungläubig. Manchmal muss man wichtige Dinge tun-die Steinwurfweite unterschreiten-Altpunks, ich bitte Euch, verdreht mit mir die Augen;-) , manchmal kann man über Philosophien, Polizisten, Religionen, Ansichten, Politik nachdenken. Denken ist wichtig, nachdenken ein schöner Luxus, hin und wieder muss man handeln! Ein Einzelner, nicht mal ER, kann die Welt retten. Wann habt ihr guten Christen das letzte Mal ehrlich höflich geantwortet, wenn Euch ein Penner oder Pöbel oder Gesocks oder vielleicht sogar Punks angeschnorrt haben? Wann habt ihr die andere Wange hingehalten, bei „sozial schwächeren, garantiert hoffnungslosen, verlorenen Seelen?“ Hm? Macht mal Nabelschau. Ich bin der Ansicht, dass wir im hier und jetzt leben, und zwar gut. Deshalb kann ich auch mal ein Schlafsack verschenken!Ohne Etikette, dass man vielleicht genau deswegen in den Himmel kommt.Und ohne moralische Verpflichtung, ein guter Christ zu werden.Und De Benny: ich lese oft, dass Du versuchst, Kommunisten und Anarchisten zu verstehen. Für einen angehenden Theologen finde ich das beachtlich…Du versuchst, den Menschen zu finden. Hinter all der Ideologie. Ja, Deine Beiträge interessieren mich tatsächlich, denn Du willst hinter die öffentliche Maske sehen. Dabei hältst Du die Deine, nämlich Deinen Glauben, als Schutzschild vor…Schutzschilde stören gelegentlich, weisst Du…;-)Dich interessiert der Mensch, nicht sein Glauben. Hast Du Dir schon mal überlegt, Theologie sausen zu lassen, und Psychologie oder Soziologie zu studieren? Und privat religiös zu bleiben ;-)? Deine Klinge

  3. De Benny De Benny sagt:

    Danke für Deinen Kommentar. Ich weiß jetzt nicht, ob ich versuchen soll, gesamt auf ihn zu antworten oder die einzelnen Sätze, weil der gesamt so schwer einzufangen ist (ich merke, daß hinter all dem ein großer Gedanke steht, aber ich krieg ihn nicht formuliert). Vielleicht erst einmal das:

    Der Glaube ist für mich keine Maske. Der ist Teil von mir, so wie es Teil von Dir ist, auch mal nen Schlafsack zu verschenken. Ich wollte Dich auch nicht als Vorzeigechrist vorführen, sorry, wenn ich den Eindruck erweckt habe. Mir ging es in dem Artikel wirklich nur um die Sache.

    Und Deine Beiträge les ich auch gerne, weil ich merke, daß da eben was dahinter steht, daß Du Dir Gedanken machst und nicht bloß nen revolutionsaffinen Hype folgst…

    PS: In den Himmel kommen wir nicht, weil wir Gutes tun (also denen unter uns Freiheit geben), sondern weil wir in den Himmel kommen, und uns der Druck von oben nicht mehr so drückt, können wir Gutes tun, und müssen den Druck nicht weitergeben. Und nein, Christen sind keine besseren Menschen. Oftmals sind sie sogar die Schlimmeren, und ich nehm mich hier definitiv nicht aus. Als Du mich gefragt hast, wann ich das letzte Mal höflich gegen einen Punker war, mußte ich überlegen. Ich seh die hier nicht mehr so oft wie in Berlin, das ist ein Punkt. Der andere ist, daß ich oftmals auch nichts gebe und einfach weitergeh. Ich will das auch gar nicht entschuldigen, dafür freue ich mich dann aber auch, wenn ich mir die Zeit nehm, zuzuhören und vielleicht auch was zu geben. Und das ist nicht nur im Umgang mit Punkern so.

    Psychologie oder Soziologie wär so gar nicht meins. Und das mit der Theologie… naja, bin grad durchs Examen gerauscht. Nächstes Jahr noch ein letzter Versuch, und wenn das nicht klappt lern ich was anständiges. Studieren geh ich dann nicht mehr. Dafür fühle ich mich inzwischen zu alt und irgendwie ist das auch durch. Ich kann mir auch so ein psychologisches Methodenbuch durchlesen, falls mich das Interesse packt. Und wenn ich Rückfragen hab, find ich im Netz genügend Professoren-E-Mail Adressen. Zumindest in der Theologie hab ich den Eindruck, daß die Profs auch gerne mal Fragen beantworten, wenn man sie drauf anspricht…

    Und was das Tun angeht: Ja, unbedingt. Aber über’s Netz tut man so schwer was, das muß dann schon in der richtigen Welt stattfinden. Und kommt auch immer wieder auf die Situation an. Darüber Theorien aufzustellen führt vom Thema weg, dann hat man irgendwelche Moralcodes, wie etwa: Gibt dem Punker Geld und bleib höflich, aber dann geht das Gerede los, wie viel Geld und wie das nun ist, wenn der Drogen kauft usw. Das führt dann zu unnötigen Diskussionen. Und andersrum, ins Netz zu schreiben, was man nicht wieder alles Gutes getan hat, ist doch auch ein bißchen doof. Dann doch lieber theoretisieren übers System und wie man es umstürtzen kann (IMHO gar nicht) oder unterläuft/ignoriert.

    Liebe Grüße
    De Benny

  4. Erde (@erdlicht) sagt:

    Glaube an Glaube, Tradition, Brauchtum, mag Sache für dich sein. Die Frage ist, welchen Zweck es für dich, für andere hat.

    Tatsachenbehauptung
    ist Beweisführungspflichtig EMRK 17 http://bit.ly/uQ2t9M
    Fiktiv schöne oder gar utopische Wünsche reichen nicht.

    Beweisführungsanspruch
    beteht bei feststehenden Wahrheiten, Tatsachenbehauptung, wenn es um Freiheit der Meinungsäußerung geht.
    http://dejure.org/gesetze/MRK/10.html

    Beweismittel
    http://www.rechtslexikon-online.de/Beweismittel.html

    Psychologische, juristische Glaubhaftigkeitigkeitsbeurteilung
    http://bitly.com/171gXje ./. http://bitly.com/171hpxS

    Pressefreiheit
    Bundesgesetzblatt. Deutscher Presserat Art. 5. Ziffer 2: Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen http://bitly.com/170nZpu.

    Meinungsfreiheit
    muss in vollem Umfang überprüfbar sein, wenn der Schutz der Meinungsfreiheit nicht unzuträglich verkürzt werden soll (vgl. BVerfGE 43, 130 [136f.] = NJW 1977, 799; BVerfGE 54, 208 [215] = NJW 1980, 2072; BVerfGE 82, 272 [281] = NJW 1991, 95). Unbeweisbare ist nicht prüfbar

    Schutz der Meinungsfreiheit
    darf nicht unzuträglich verkürzt werden, steht vor der Religionsfreiheit, mit aktuell gültigen Bezügen.
    (vgl. BVerfGE 43, 130 [136f.] = NJW 1977, 799; BVerfGE 54, 208 [215] = NJW 1980, 2072; BVerfGE 82, 272

    Kein Ideenschutz
    Bloße Idee (§ 24 Abs. 1 UrhG ) für ein Werk bewirkt keinen urheberrechtlich Schutz,
    Begriff „Idee“ war ursächlich nicht abstrakter Gedanke, sondern tatsächlich Vorhandenes. Deshalb gibt es für Ideen auch keinen Urheberschutz. http://bit.ly/c9QDLZ

    Zu den rechtlichen Regeln der Wahrhaftigkeit gehört Transparenz, bzw. dass man nichts darstellt, was nicht auch nach bestem Wissen und Gewissen empirisch, rechtlich, für wahr gehalten wird. Messen, Wiegen, Tun, Agenda 21, Kapitel 19, Untersuchung von Stoffen, Frohmedizin ist u. a. Mittel gegen fahrlässiges und rechtswidrige Denken,Reden, Handeln. Lexikon Nachhaltigkeit http://bitly.com/1aUP9sX
    Gäbe es keinen natürlichen Tod. täten wir uns tot trampeln. Gabe es keine Verwesung dank Bakterien, würden wir wohl auf 10 Meter hohen Leichenbergen laufen.

    Körperlich und/oder intellektuell, wie materiell Behinderte, Schwache, nicht verhungern lassen, helfen, bedarf Kompetenz, nicht Ideologie.

    Meinungsfreiheit
    muss in vollem Umfang überprüfbar sein, wenn der Schutz der Meinungsfreiheit nicht unzuträglich verkürzt werden soll (vgl. BVerfGE 43, 130 [136f.] = NJW 1977, 799; BVerfGE 54, 208 [215] = NJW 1980, 2072; BVerfGE 82, 272 [281] = NJW 1991, 95). Unbeweisbare ist nicht prüfbar.

    Schutz der Meinungsfreiheit
    darf nicht unzuträglich verkürzt werden, steht vor der Religionsfreiheit, mit aktuell gültigen Bezügen.
    (vgl. BVerfGE 43, 130 [136f.] = NJW 1977, 799; BVerfGE 54, 208 [215] = NJW 1980, 2072; BVerfGE 82, 272

    Mit empiriisch und rechtlich unglaubhaftee Ideologie kann kein Respekt gefordert werden. Behauptung ohne Rechtsgrund und Beweispflicht ist Darstellungsfreiheit, zum Eigennutz des Darstellenden.

  5. De Benny De Benny sagt:

    Ach, hast Du den Weg hierher gefunden?

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