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Europäische Bürgerinitiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung

Irgendwie war mir so, als hätte ich schon einmal darüber geschrieben, ich konnte es aber jetzt nicht finden. Das ist recht eigentlich auch egal, denn das worum es geht, ist auch so schnell erzählt.

Die Kommission der Europäischen Union plant, die Trinkwasserversorgung zu liberalisieren. Das bedeutet, daß künftig der Markt für viele Anbieter geöffnet wird, und sich der „beste“ am Markt durchsetzen soll. Durch den Wettbewerb sollen auch wir Kunden davon profitieren, etwa durch geringere Preise.

Bisherige Erfahrungen mit Wasserprivatisierung deuten aber eher in eine andere Richtung: Nicht nur wird das Wasser eher teurer als billiger für den Endverbraucher, die Qualität nimmt ebenso ab. Klar, bei dem Preisdruck wird eben an der Qualität gespart. Es ist ja nicht so, daß man das nicht auch in anderen Marktbereichen feststellen könnte.

Hier geht es aber nicht darum, daß man das Aut öfter in die Werkstatt bringen muß, oder daß die Stereoanlage eher den Geist aufgibt, hier geht es um ein absolutes Grundnahrungsmittel. Ohne Wasser sehen wir iemlich schnell ziemlich alt aus.

Mit der letzten (?) Reform der EU haben wir Bürger eine Möglichkeit bekommen, größeren Einfluß auf europäische Gesetzgebung zu nehmen. Das ist zwar noch keine wirkliche Demokratie, aber immerhin ein Anfang, den wir nutzen sollten. Dazu ist es nötig, innerhalb einer gewissen Zeit in einer bestimmten Anzahl an EU-Ländern jeweils einen gewissen Prozentsatz der Bevölkerung auf seine Seite zu bekommen. Das steht alles auch viel besser bei Wikipdia.

Und ja, man kann die Kommission nur dazu bewegen, sich mit einem Thema zu befassen, die Kommission kann mit dem Thema dann aber nach eigener Vorstellung umgehen. Trotzdem kann man etwas bewirken. Mit den Bundestagspetitionen kann man auch nur den Petitionsausschuß dazu bringen, sich mit einem Thema zu befassen, trotdem wurden über mehrere Etappen die Internetsperren à la Zensursula erst nicht angewendet und dann auch das Gesetz auslaufen gelassen. Ähnliches könnte in der EU beim Wasser gelingen.Darum möchte ich Euch bitten, mitzumachen und Euren Freunden von der EBI zu erzählen. Denkt daran, wir brauchen Mitzeichner aus möglichst vielen Ländern. Wenn Ihr also Österreicher, Malteser oder Finnen kennt, sagt denen auch Bescheid. Die Erklärung liegt in 23 Sprachen vor.

Jetzt noch die Links:

Hier könnt Ihr Euch eintragen.

Hier ist die Kampagnenseite.

Und hier gibt es einen ARD-Monitor Beitrag zum Thema.

4 thoughts on “Europäische Bürgerinitiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung

  1. Reblogged this on humanicum und kommentierte:

    Es gibt eine Europäische Bürgerinitiative gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Mitzeichnen ausdrücklich empfohlen 😉

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