Kirche & Web 2.0, Religion

Bibelkreis im Netz?

Man kennt das ja aus den Gemeinden. Bzw ich kenn das eigentlich fast gar nicht, aber das mal bei Seite: Bibelkreise: Man trifft sich, trinkt Tee, ißt Gebäck, liest Bibel und spricht darüber. Dieses Erbe des Pietismus (ist es doch, oder?) erfreut sich vor allem in frommeren Gemeinden großer Beliebtheit.

Da weder meine Frömmigkeit noch die meiner Heimatgemeinde in diese Richtung ausgeprägt ist, kenne ich das jetzt weniger. Ich habe da vielleicht auch Berührungsängste, weil es ja durchaus zu größeren Reibereien zwischen pietistischer Frömmigkeit und eher… nun, wie will ich es nennen wenn ich nicht „liberal“ sagen will? Egal, also ich denke, ich würde auch oftmals anecken, und dazu ist das Ambiente bei Tee und Keksen einfach falsch. Liberale Bibelkreise sind in liberalen Gebieten aber komischerweise noch seltener als in erwecklichen Gegenden, also fiel Bibellese in Gesellschaft für mich bisher flach.

Jetzt kam mir die Idee, daß man sowas ja auch netzbasiert machen könnte. Gut, dabei würden wohl Tee und Kekse wegfallen (kann ja jeder für sich machen, da gibt es dann auch kein Problem wie beim Online-Abendmahl ;)), aber dann ist vielleicht auch ein eckigeres Besprechen der Meinungen möglich.

Stellt sich die Frage: Wie macht man das? Eine Möglichkeit wäre sicher, dazu ein Forum (zum Beispiel dieses hier) zu nehmen, oder gibt es andere Vorschläge? In einem Chat wäre vielleicht die nötige Ruhe nicht gegeben, sich mit dem Text auseinanderzusetzen, das scheit mir zu flüchtig zu sein. Eine andere Möglichkeit wäre auch das Blog. Man würde den Bibeltext als Artikel bringen (am Besten von der Offenen Bibel, damit man nicht noch wegen Copyrightgeschichten im Knast landet). Allerdings hat Bonifatz ja seine Andachten in letzter Zeit im Fragemodus gebracht und auf einen Austausch gehofft. Viel kam da ja auch nicht.

Also was meint Ihr? Gute Idee, oder doch eher nicht? Und wenn doch, wie sollte man das umsetzen? Bzw würdet Ihr mitmachen?

12 thoughts on “Bibelkreis im Netz?

  1. Ich fänd’s gut und würde auch mitmachen. Ein Chatprogramm, in dem Redezeit auf Meldung zugewiesen wird, würde sich meiner Meinung nach für einen Echtzeit-Austausch anbieten und wäre familiärer/direkter, als eine Blog-Diskussion. In meiner Gemeinde gibt es einen ökumenischen Bibelkreis, zu dem ich auch gerne gehe…hatte da nie das Gefühl, dass „eckige“ Meinungen ungern gehört sind. Viel hängt sicher von der Leiterin/dem Leiter ab.

  2. Hallo Anthea, danke für Deinen Kommentar. Ja, Chat ist gut in der Echtzeit, wird IMHO aber recht unübersichtlich, wenn mehr als zwei oder drei Leute beteiligt sind. Eine nicht ganz so flüchtige Möglichkeit fänd ich daher immer noch besser. Ich empfinde zum Beispiel das Forum recht familiär (im Moment sind ja auch noch nicht soo viele Leute dort), aber das kann auch an mir liegen.
    Wie gesagt, ich habe eigentlich zu Bibelkreisen keine wirkliche Erfahrung, aber ich hab auch Berührungsängste, weil es einfach in meinem Frömmigkeitsmillieu nicht vorkommt. Hier im Ort gibt es meines Wissens nach auch keinen Bibelkreis. Und früher in Greifswald, da waren die, die ich kannte, schon ein bißchen geprägt in ne gewisse Richutng. Ich wollt mich da mal anmelden, aber der in der Gemeinde zuständige Mensch hatte da grad keine Zeit und ich hab das dann auch nicht mehr weiter verfolgt…

  3. Hallo noch mal, ich bin beim ersten mal einfach ohne Einladung/Besprechung hingegangen, hab mich kurz vorgestellt und seitdem bin ich dabei. Berührungsängste hatte ich auch…aber ich dachte, wenn ich niemals hingehe, werde ich nie wissen, wie es ist. Davon abgesehen werden nie jüngere Leute im Bibelkreis auftauchen, wenn niemand hingeht, weil ihr/ihm die Leute dort zu alt sind. 😉 Im Forum fänd ich’s sicher auch nett.

  4. ja, Hallo auch! Bibelkreis im Netz…? hm..kann nM. nicht das Mit/Untereinander ersetzten, aber fuer Menschen, welche nicht oder kaum raus kommen- vielleicht ein kleiner Trost und Hilfe? Leider sind wir ja auch alle gerne ‚oder nicht?‘ mal Stubenhocker. Aber die persoenliche Begegnung ist doch etwas anderes. Fuer Junge Menschen ist es natuerlich anders als fuer uns Alten. Wir muessen uns offen stellen und neu beschenken lassen! Stoerend kan allerdings sein, wenn ploetzlich jemand dazu kommt dessen Haupthema “nur“ die wahre oder richtige Bibeluebersetztung ist. Es haengt vom einzelnen Menschen ab, ob er sich dem Kern der bestehenden Gruppe anpassen kann. Die Bibelkreise/-Freizeiten meiner Jugend, waren natuerlich anders und -DAS Wort- war neu! Heuer ‚wiissen?‘ wir mehr, vergessen aber schneller und deshalb tut eine Wiederholung -hier und da- sicher gut. Ausserdem kommt auch mal Allgemeines zur Sprache und am Anfang das Schuldbekenntnis dazu! In unserem Kreis das Nederl.-Deutsche Kriegsproblem. Wichtig ist es aber sehr, jeden seinen Gedanken aussprechen zu lassen.. (Im uebrigen: vielleicht hilfreich? Thema vorher angeben, so dass man schon vordenken kann…und vielleicht Wochentag festlegen?) Aber wie gesagt, es ist etwas anderes, werde in jeden Fall mal reinschauen, ob Ihr gestartet seit. Verpflichten kann ich mich leider nicht mehr,—Alles Gute noch fuer 2013 und eventuellem neuen Vornehmen! MlG.,Juelis

  5. @Anthea:
    Ja, hier bei mir gibt es einfach keinen. Mit dem Alter hab ich weniger ien Problem. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste 😉 Vielleicht starte ich die Tage einfach mal was im Forum, muß mir noch überlegen, wie ich das aufziehe.
    @bjuelis:
    Persönliche Begegnung hat natürlich was. Und eigentlich wünsch ich mir das auch in der Gemeinde. Aber ich bin auch oft zurückhaltend. Ein Problem, was dazu kommt ist, daß ich als Theologiestudent da wohl nie wirklich einer unter vielen sein kann, das nehme ich auch so im Umgang mit den Menschen wahr. Oft ist man gleich in einer Schublade, mal in einer guten, mal in einer schlechten. Und beides hat man eigentlich nicht verdient. Man hat aber den Vorteil, daß man Diskussionen zur Bibelübersetzung locker entgegensehen kann, weil man immer auch die Möglichkeit hat mal nachzusehen, was im griechischen/hebräischen Text steht… Dir auch alles Gute

  6. …ja noch das, was bestimmt wichtig ist: und ganz bestimmt, wenn genug Liebe und Geduld mitgebracht wird und zum richtigen Zeitpunkt sein Wissen mit einbringt! Aber wenn man auch im Gebet sich vereinen kann, hilft unser lieber Herr ganz bestimmt! Es ist ja eine Glaubensgemeinschaft (auch fuer neu sich orientieren wollende!) um den rechten Weg zu finden und kein Kritikerclub, oder?! Also alles friedlich halten und zuhoeren koennen lernen. Jemand bezeichnete mich mal als ein Haselbaum…auch ich muss ab und zu gegengehalten werden, aber man lernt nie aus… Persoenliches sollte angemessen mit einbezogen werden, denn daran lernt man auch. -Nun bittet, so wird Euch gegeben-! H.G. bJuelis

  7. Wie hättest du es gerne?
    Hundstern Sirrius, Hund Anubis (ägyt. Leicheneinbalsamierer) oder unterwürfiger Haushhund?

    Unpersönliche
    Begegnung mit ca. 40 Glaubenstexte hatte hier wohl noch keiner
    Größtes Archiv im WWW
    http://www.sacred-texts.com/

    Erdweit gehören ca. 10.000 offizielle „rechtgäubige“ Glaubenparteien, dazu 🙂
    Freiwillige Profilbildung, Vernetzung, Wettbewerb, Kooperation, gleichzeitg, funktionierte leider noch nie.

    Bibel = ungeschützter Begriff
    QUMRANROLLEN, ältestes Material, kein Urtext, existiert eine Unmege unterchiedlicher Kanonisierung, Übersetzung, rechtgläubiger Orakeldeuter, in ca. 1000 offizieen Glaubensparteien. Hauskreise, Versammung am Kiosk, voll Spiritus rechne ich nicht nach.
    Die Fähigkeit zu kopiere, ist nicht übernatürlich.öher

    Astronomisches Nichts
    = Proton-Elektron-Masse-Verhältnis Metanol ( Alkohol )
    in Unabhängigkeit Konstanz über Raum und Zeit.
    http://www.sciencemag.org/content/early/2012/12/12/science.1224898

    Von Gehirn und Kosmos
    wussten Pseudographen Ghostwriter nichts. Natur-, Geschichts-, Rechtswissenchaft, Patent, Qualitätisiegel, Garantierecht, Vertrag Treu und Glaube Verbraucher-, Versicherung-, Rechtchutz, ist anderes
    Tiere haben Sozialverhalten; Ercheinungen, Täuschungen, Ilusionen, nahrungmittelinduzierte Wunsch-, Liebesbegierden, haben entprechen entwickete Tiere ohnhin. Im größten Sexualorgan Gehirn, wirken samt Hormon Oxytocin, im Weiteren Neurotransmitter (Überträgerstoffe) Dopamin und Noradrenalin, auch biopolare, hormonelle Störugen. Tarnungen und Warntrachten dienen zum Schutz vor Fressfeinden, sowie zur Warnung potentieller Räuber. Menchen machten es nach. Affen tanzen bevor Regen kommt, rollen Blatt zum Trinkgefäß, füttern und lausen sich, schlagen kulturell bedingt die Kokusnuss unterschiedlich auf, täuschen für Erhalt Kokusnuss, Sexpartner vertreiben reale oder verdächtigte Fressfeinde. etc., Was tun die Schilbürger Besseres?

  8. … solche Kommentare wie Vorg. Lichtkind??? sollten direkt geloescht werden! Da sieht man mal wieder, was ein unbedingt recht haben wollendeR Stoerenfried bezweckt-
    Wenn man nicht die Bereitschaft zum Zuhoeren und Lernen, den Kern eines Kreises nicht verstehen will oder kann, ist man fehl am Platze.

  9. Was gelöscht wird entscheide immer noch ich. 😉 Lichtkind, wie sie sich jetzt nennt, kommentiert hier schon Recht lange ohne dass irgendwer sie versteht. Wenn man sie ignoriert ist eigentlich alles okay. Zu Zensur greif ich hier erst, wenn es nicht mehr geht. Lichtkind beschränkt sich hier meist auf einen Kommentar pro Artikel. Das ist für mich noch kein Spamming, das kann bleiben.

  10. …och, ich denke, dass ich sie schon ganz gut verstehe! Aber passt eben nicht in das eventuelle Vornehmen, habe aber selber keine Zeit und Lust darueber in Discussion zu treten!? Bin dann mal wieder weg!

  11. …war paar Tage ausser Haus–
    …’wollte mal wieder rein schau’n….hatte so noch fragen ueber: was versteht man unter Schublade? Das so zu ordnen, ist doch menschlich gedacht?! -auch i.v. mit unterschiedlicher Herkunft und Studium? aber da gibt es eben in einer ‚echten‘ Gruppe keinen Grund dafuer, man merkt wohl wo der ein oder andere her kommt, aber gerade in einer „gemeinsamen Stunde(2)“ findet Ueberbrueckung, Vereinigung, neue Erkenntnis platz -wenn’s gut laeuft-!.
    Persoenliche Andacht am Anfang (-bei der ‚ersten‘ Tasse-), sodass man kurz seine eigenen Leiden (auch Freuden!) teilen und ablegen kann, -jedenfalls fuer diese Stunde-, hilft ein wenig und befreit. Deshalb auch nicht zu grosse Gruppen. Wir (9-12 Menschlein) kommen auch nur so um die drei Wochen zusammen, (gewuenscht ist eigentlich mehr!}
    Nun, ich hoffe, Ihr habt’s noch nicht ganz aufgegeben?! Liebe Gruesse, Juelis

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