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Die Sturmstillung – Wie Jüngersein aussehen kann I

Schon vor einigen Jahren begann mich die Erzählung von der Sturmstillung bei Matthäus zu faszinieren. Da mir leider grade die Zeit fehlt, einen einzigen langen Artikel zu schreiben, möchte ich meine Gedanken in mehreren kurzen Artikeln mal formulieren. Hier erstmal der Text:

8 Als Jesus sich dann wieder von großen Volksscharen umgeben sah, befahl er, an das jenseitige Ufer des Sees hinüberzufahren. 19 Da trat ein Schriftgelehrter an ihn heran mit den Worten: »Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst!« 20 Jesus antwortete ihm: »Die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt hinlegen kann.« – 21 Ein anderer von seinen Jüngern (= Schülern, Anhängern) sagte zu ihm: »Herr, erlaube mir, zuerst noch hinzugehen und meinen Vater zu begraben!« 22 Jesus aber antwortete ihm: »Folge du mir nach, und überlaß es den Toten (d.h. den geistlich Toten), ihre Toten zu begraben!«

23 Jesus stieg dann ins Boot, und seine Jünger folgten ihm. 24 Da erhob sich (plötzlich) ein heftiger Sturm auf dem See, so daß das Boot von den Wellen bedeckt (= überflutet) wurde; er selbst aber schlief. 25 Da traten sie an ihn heran und weckten ihn mit den Worten: »Herr, hilf uns: wir gehen unter!« 26 Er aber antwortete ihnen: »Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen!« Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; da trat völlige Windstille ein. 27 Die Leute aber verwunderten sich und sagten: »Was ist das für ein Mann, daß sogar die Winde und der See ihm gehorsam sind!«
An der Textauswahl habt ihr bestimmt schon gesehen, dass ich mehr Text zur Sturmstillung rechne, als z.B. die übliche Perikopenordnung vorsieht. Diese beginnt die Geschichte mit der Sturmstillung nämlich bei V. 18. Die Geschichte beginnt jedoch viel früher, nämlich bereits in V. 18: Hier erteilt Jesus den Auftrag, ans andere Ufer zu fahren, er ist der Einleitungsteil zu V. 23. In den Versen dazwischen werden Gespräche von Jesus mit zwei Personen geschildert. Dieses Gespräch wird üblicherweise unabhängig von der Sturmstillung betrachtet. Ich glaube, man nimmt beiden Erzählungen dadurch einiges an Aussagekraft.
Zunächst zur Einleitung, dem Gespräch mit den zwei Personen. Es vermittelt Wichtiges darüber, was „Jesus nachfolgen“ bedeutet. Der erste, mit dem Jesus spricht, ist ein Schriftgelehrter, der ankündigt, Jesus überall hin folgen zu wollen. Jesus verwehrt es ihm nicht, lässt ihn aber auch nicht über die Folgen im Unklaren: Das, was selbst Tiere haben, einen dauerhaften Rückzugsort, wo sie Kraft schöpfen können, ist ihm und denen, die ihm nachfolgen, verwehrt. Mich beeindruckt hier, dass dem Schriftgelehrten keinerlei Hoffnungen auf ein behütetes, sorgenfreies Leben gemacht werden. Deutlich wird gesagt: Folgst du Jesus, verlässt du deine sicheren Rückzugsorte auf Erden. Auf diesen Punkt wird später noch zurückzukommen sein.
Die zweite Person, die Jesus anspricht, ist bereits ein Jünger. Er will Jesus jetzt nachfolgen und dazu auch seine Familie verlassen. Offenkundig kannte schon Matthäus zwei Arten von Jüngern: Die einen waren die „klassischen“ Jünger, wie z.B. die 12: Menschen, die Jesus physisch nachgefolgt sind, mit ihm sein Wanderleben geteilt haben. Doch daneben hat es offenbar schon andere gegeben, die sesshaft bei ihren Familien lebten, sich aber bereits durch irgendwas so von anderen unterschieden haben, dass sie, wie die zuerst beschriebenen Jünger, als Jünger bezeichnet wurden. Dies steht in starkem Kontrast zu dem negativen Bild, das Matthäus sonst von Familie und Jüngerdasein zeichnet (Vgl. Mt 10, 35 ff). Dennoch zeigt diese kurze Episode: Es gab verschiedene Arten von Jüngern, doch es wurde von der Begrifflichkeit her nicht in „Jünger 1. und 2. Klasse“ unterschieden. Alle gelten gleichberechtigt als Jünger.
Doch dann kam der Punkt, an dem der Jünger sein Leben verändern wollte. Alles, was wir über ihn sonst noch erfahren ist, dass sein Vater vor kurzem verstarb. Möglich, dass es genau diese Veränderung war, die dazu führte, dass er im Bezug auf sein Jüngerdasein etwas verändern wollte. Eine einzige Einschränkung macht er noch: Er will zuvor seinen Vater begraben, ehe er sein Leben radikal verändert. Jesus aber sagt: Lass die Toten ihre Toten begraben, du aber folge mir nach. Diesen Jünger fordert Jesus also auf, sofort mit ihm zu kommen, nachdem er selbst – mit Einschränkung – zugesagt hat, mit ihm zu ziehen.
Hier sieht man einen deutlichen Unterschied zum Schriftgelehrten: Der kannte vielleicht die Lehren von Jesus, und war auch bereit, ihn als Lehrer anzunehmen, wie die Anrede „Meister“ zeigt. Doch in Bezug auf das Leben, das ihn erwartet, ist er offenkundig noch ahnungslos. Deshalb verwehrt Jesus ihm zwar nicht, ihm zu folgen, macht ihm aber deutlich, was die Konsequenzen sind. Bei dem Jünger sieht das anders aus. Ihm muss offenbar nicht mehr gesagt werden, was ihn in der Zukunft an der Seite Jesu erwartet. Doch noch lässt er sich von seiner Vergangenheit bestimmen, statt voll und ganz auf Jesus zu setzen. Erst die Vergangenheit regeln – dann Jesus folgen. Doch Jesus sagt: Lasse die Vergangenheit hinter dir. Folge mir nach.
Der Jünger wird sich bei seiner Familie nicht mehr sehen lassen können, wenn er seinen Vater unbestattet zurücklässt. Doch Jesus folgen kann eben auch heißen, Vertrautes entgültig hinter sich zu lassen. Der Jünger bekommt hier eine erste Ahnung davon, was es heißt, wenn Jesus sagt: „Der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann“.

One thought on “Die Sturmstillung – Wie Jüngersein aussehen kann I

  1. Nach hiesiger Zeitrechnung ist 2012 Was nach Babelfettich sein müsste, ist zu irreal.

    Schrift = Alphabet.
    Alphabete tönern nicht. Mein Papst Lüfter 8412 NGMLE am Laptop ändert das auch nicht.:-)

    Alphabete, abgehend von Höhlenmalerei, ägyptischen und chinesichen Hieroglyphen, gibt es ca. 100. Es ist keines besser wie das Andere. „Die“ Bibel = Papyrus, Papier, existiert nicht. Es ist kein Urtext, unterschiedlich kanonisierter und übersetzter Kommentar,der in ca 900 sogenannten christlichen Konfessionen, nicht die Hälfte im ÖRK, unterschiedlich interpretiert wird. Mit ständiger Fremdsugestion, Manipulation, Autosuggestion wird kein Beweis.
    Real ist schon zur Zeit der anonymen Autographen Sprachverwirrung, Phantasterei.
    Ob bspw. Nasi Stammesführer oder Reis war, statt Nazarener, kann man allenfalls mit Sprachvergleichen feststellen.

    „Lass die Stadt die Toten begraben“
    heißt es in aräimscher Überlieferung. (George M. Lamsa)

    Logischer ist der Spruch gewiss. Aktive orthodoxe Juden bestatten am Todestag. Verbrennung ist verboten. Teilweise ist da wohl noch der Aberglaube, dass wieder Fleisch an Knochen kommt. Männer,die Anno Tubak wie hier bis Mittelalter als reisende Handwerker, mit Kost, Logie, Wegzehrgeld, unterwegs waren, konnten mangels entsprechender Postwege,Handy, nicht erreicht werden, wenn Angehöriger starb. Auch Rabiner waren Handwerker im eigentlichen Beruf. Ihr Werkzeug für Alphabetemalerei finanzierten sie auch aus eigener Tasche. Tempelsteuer,Opfer dienten nicht in der Hauptsache Ernährung der Wortverkünder. Bis heute ist üdisch keine Brotkrummenverteilung für hohlen Zahn. Ich glaube keinerlei bestimmten Glauben, aber weiß doch manchens Verhalten zu schätzen,anderes weniger.

    Mainzer Rabiner, hat im 12 Jh. n. d. Z.Mehrehe abgeschafft, Scheidungsverbesserung zu Gunsten Frauen angeordnet. Ab 13 Jh. (Pestzeit) ist bekannt, dass Rabiner für Wortverkündigung bezahlt wurden. Aus einer ehmaligen Notwendigkeit wurde auch hier Gewohnheit, fragwüdiges Brauchtum. Das ist wie wenn eine Frau noch die Wäsche stampfen würde,weil Oma das ja auch so tat. Ich habe es in erster Wohnung aus Not, nicht aus Brauchtum praktiziert.

    Wind, Atem, Hauch, sind dasselbe,
    Monsun = Wind, war Hauptproblem, mangels Abwasserkanalisation, sanitärer Anlagen.
    Kultus ging wahrscheinlich von Indien, Ganga, Ganges.(Mond, Menstruation) aus.
    Sanskrit Shiva (Idee Gott) = hebr. Shivan, Mar Shivan =kanaitisch Bul,heute Mar Chevan,Dahinter steht Monsun und Sirrius.
    Sanskrit Rudra (Idee Gott) ist Stern Aludra = Adra, hebr. Monat Adar.
    Kalenderwerkerei, Uhrwerkerei, damit Zeitchronik Zeit, ist ein Problem.
    Perser hatten erste Wasserleitung Dezphul, Sussa, manches Andere. Und da gab es wohl auch Neid derJuden.

    Anlass: Monatsnamen wurden überall verschoben, einfach Tage, Wochen übersprungen, um
    wieder mit Gestirn, Wetter, in Gleichklang zu kommen. Hier im Kalender angegebene Hundstage stimmen auch lange nicht mehr
    Im Zusammenhang mit Monsun stehen auch die Reinheitsgesetze,die heute in Durchführung der griech Chrisamthemen (letztlich aus Japan = golden Blume, Margariten) Idiotismus sind.
    Abgesehen von Japan ist auch dazu indischer Einfluss. Sanskrit Manjari-sara [maJjarIsAra]
    =Mit Gold und Perlen‘ oder ‚gelblich gefärbt mit Trauben von Blumen‘
    Margarshira = Frühling, BlühenMar = hebr. Herr, bitter, Tropfen. Weiteres kannst du in Wikipedia unter Margarete lesen.

    Gebläse von hinten,Lehre wie Regen und Tau beim urinieren,gibt es. Da kann man auch mit pinkeln Göttin Hel in der Teufe predigen.Kauderwelch kann ich ohne Diktatur und Dogma, praktizieren.
    Atmosphäre ,Bewegungsenergie, Energiestoffwechsel, ist um alle Körper und in allen Körpern.
    Genauere örtlich Werte zur Luftzusammensetzung erfährt Mensch beim Umweltamt.
    Klima = Vergangenheit, Wetter heute, Witterung Zukunft, sind Sache der Metrologie,Nasa,…
    Zu „Erste Hilfe Leistungen“ bei Atemstörungen gibt es Ausbildungen.
    Darüber hinaus sind wohl eher die mit Gesundheitsberufen,an erster Stelle Mediziner gefordert. Geschichtswissenschaft hat im Übrigen belegt, dass Forderung nach Gefolgschaften, Kaiserreich Utopia, Kleider ohne Kaiser, nichts taugen. Glaube an parteiische Glaubenslehre hat nichts mit Menschenrechten gemeinsam. Vatikan hat ohnehin nicht unterzeichnet und andere meinen teilweise auch, Menschenrechte seien auf ihrem Mist gewachsen und dienen religionspolitische Narrenfreiheit. Real waren derzeit in den USA, vorangig Deisten, also keine monotheistische Religion. an Entwicklung Menschenrechte beteiligt.

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