Treibgut aus dem Netz

Netzfunde vom 24.03.2012

Bei der Albert Schweizer Stiftung gibt es eine Petition gegen Massentierhaltung.

Wolfgang Voegele schreibt über Rafik Schami und das Verkaufen von Großvätern, zu zu wenig erzählen.

Ameleo stellt ein paar Blogs zum Thema Down-Syndrom vor. Am interessantesten finde ich persönlich Carinas Blog, weil hier eine Betroffene selbst schreibt, und nicht die Mutter eines Betroffenen. Trotzdem ist jeder einzelne dieser Blogs ein Argument gegen den Irrsinn, Kinder mit Trisomie-21 lieber abzutreiben.

Bei Geiers Notizen geht es um Schirft und Geschriebenes. Ich finde die Differenzierung, die er macht, gut und auch wichtig. Ich bin auch schon länger der Meinung, man sollte nicht sagen, die Bibel sei Gottes Wort, sondern sie enthält Gottes Wort. Wobei das wahrscheinlich nochmal eine ganz andere Differenzierung ist.

Bei queer.de hab ich gelesen, daß einer der Piraten-Kandidaten für die NRW Wahl ein Evangelikaler ist. Natürlich wird das dort nicht so gerne gesehen, aufgrund seiner Haltung zur Homosexualität (Da komm ich wohl auch nicht mit ihm zusammen). Er heißt übrigens Rainer Klute, hat auch nen Blog und sich dort vor längerem schon mit dem Thema Piraten und Religion befasst. Bei dem Thema kommen wir dann schon eher zusammen.

Ach ja: Medizynikus‘ Urlaub ist fast rum. Schade für ihn, gut für uns, weil es dann wohl wieder häufiger was zu löesen geben wird bei ihm.

6 thoughts on “Netzfunde vom 24.03.2012

  1. Bei Geiers Notizen geht es um Schirft und Geschriebenes. Ich finde die Differenzierung, die er macht, gut und auch wichtig. Ich bin auch schon länger der Meinung, man sollte nicht sagen, die Bibel sei Gottes Wort, sondern sie enthält Gottes Wort.

    Nee, nee, Moment mal, so habe ich das weder gemeint noch gesagt. Die Bibel ist durchaus Gottes Wort, aber dies gilt halt für den Inhalt. Die physische Hülle, also das Buch (oder die Datei), für sich genommen ist nichts Heiliges, weswegen Christen eben nicht losziehen und Randale machen, wenn irgendwo Bibeln verbrannt werden oder sonstwie mutwillig zu Schaden kommen. Hier wird eben unterschieden zwischen dem bloßen Buch und dem Wort Gottes, das durch dieses Buch transportiert wird. Für den Quran scheint es diese Unterscheidung nicht zu geben, weshalb es da regelmäßig Tote gibt, wenn ein Quran zu Schaden kommt, da hier schon die äußere Hülle heiliggehalten wird.

  2. Schon klar, ich schreib ja auch, daß das eine weitere Differenzierung ist.
    Ich bin völlig dabei wenn wir sagen, daß Gottes Wort durch die Bibel transportiert wird. Mein Punkt ist ein ganz anderer: Alleine dadurch, daß man den bloßen Text der Bibel hat (also den Inhalt auf der Textebene), hat man noch nicht Gottes Wort. Denn dieser Text wird und wurde so oft ausgenutzt, um allerlei Unchristliches zu rechtfertigen. Der Bibeltext wird zum Wort Gottes, wenn Gott einem den Text durch den Heiligen Geist aufschließt. Geschieht dies wirklich, unterbleibt auch ein Vereinnahmen des Bibeltextes durch Kriegstreiber und andere Menschen voller Haß.
    Mir ist der Pnkt wichtig, daß man Gott nicht in die Tasche stecken kann, auch nicht in Form eines Textes, sondern daß Gott eher uns in die Tasche steckt. Wir haben keine Kontrolle über Ihn, sow wie wir einen Text kontrollieren können. Daher erscheint mir diese Differenzierung wichtig. Aber das ist, wie gesagt, ein weiterführender Gedanke.

  3. Denn dieser Text wird und wurde so oft ausgenutzt, um allerlei Unchristliches zu rechtfertigen.

    Dies ist aber eine Frage der Auslegung des Textes, nicht des Textes selbst.

    Der Bibeltext wird zum Wort Gottes, wenn Gott einem den Text durch den Heiligen Geist aufschließt.

    Wort Gottes ist der Text schon an sich*. Aber wenn er durch den Heiligen Geist aufgeschlossen wird, wird er vom (allgemeingültigen) logos zum persönlichen rhema, zu einem akuten Ausspruch Gottes, der dann in uns wirksam ist.

    Mir ist der Pnkt wichtig, daß man Gott nicht in die Tasche stecken kann, auch nicht in Form eines Textes, sondern daß Gott eher uns in die Tasche steckt.

    Da sind wir uns einig.

    * Das gilt freilich nicht für jede Übersetzung des Textes. Einige Übersetzungen können das aufgrund ihrer Grundtextferne nicht beanspruchen.

  4. eine Frage der Auslegung des Textes

    Ja und nein. Bei einer Auslegung könnte man ja noch af die Idee kommen, das sei vom Menschen (allein) machbar.

    Mir ist nicht ganz klar, was „Wort Gottes“ in dem Kontext bedeutet, daß der Text nicht aufgeschlossen wird und nicht zum rhema wird.

  5. Mir ist nicht ganz klar, was “Wort Gottes” in dem Kontext bedeutet, daß der Text nicht aufgeschlossen wird und nicht zum rhema wird.

    Gottes Wort bleibt ja auch dann objektiv Gottes Wort, wenn wir es subjektiv nicht verstehen. Er hat es gesprochen, es steht da, und irgendwann wird es sich erfüllen. Das ist aber ganz unabhängig davon, wer es versteht und wann.

  6. OKay, ich denk da wahrscheinlich einfach zu rezeptionshermeneutisch: Einen Text ohne den Leser gibt es eigentlich nicht. Ohne interpretierenden Leser werden die Buchstaben zu bloßeb Strichen ohne Bedeutung…

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