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Aus der Ferne betrachtet…

Die letzten zwei Wochen hat mich ein bestimmtes Thema beschäftigt: Die gegenwärtige Gesetzgebung von Bund und EU in Bezug auf Internet, Verbindungsüberwachung und -unterbindung.

Aus meinen Artikeln sollte hervorgegangen sein, wie skeptisch ich das Vorgehen der Regierung und der EU sehe. Mit der Zeit ist mir jedoch auch etwas anderes klar geworden: Ich beschäftige mich zu viel damit, es nimmt mich gefangen.

In der Geschichte gab es immer wieder Entwicklungen hin zu diktatorischen Systemen, und Widerstand dagegen. Ich werde den Lauf der Geschichte nicht aufhalten, wenn der Trend allgemein zur Zensur hingeht und der Rechtsstaat nach dem Sozialstaat immer weiter ausgehöhlt wird, dann ist durchaus möglich, daß diese Entwicklung sich auch fortsetzen wird.

Heiße ich dies mit meiner Aussage gut? Sicher nicht! Aber ich möchte mich davon lösen, mich davon derart gefangen nehmen zu lassen, als ob es nichts anderes im Leben gäbe.

Menschen haben zu allen Zeiten gelebt, in Diktaturen, Demokratien, als Unterdrücker und Unterdrückte. Selbst wenn wir uns in eine Diktatur bewegen sollten, wird das Leben weitergehen.

Um was geht es hier eigentlich? Wir als Bewohner Deutschlands und Europas machen uns Gedanken darum, wie wir in Freiheit miteinander leben können, und wollen die Gesetze dementsprechend umgesetzt wissen, un alle sollen sich dran halten, damit unsere Freiheit garantiert ist.

Was ändert sich daran in einer Diktatur? Alles! Die Gesetze werden geändert, so daß unsere Freiheit gerade nicht garantiert werden kann. Ist das wirklich so?

In einer Diktatur, kann ich nicht meine Meinung sagen? In einem Überwachungsstaat, kann ich nicht die Mißstände anprangern?

Doch, und das wird und wurde in Unrechtsregimen immer getan. Der Überwachungsstaat kann lediglich für freie Meinungsäußerung bestrafen, aber er kann sie nicht verhindern.

Wenn man also einmal von den Garantien für die Freiheit absieht, die Freiheit kann der Staat nicht nehmen, denn die Gedanken sind frei.

Wenn ich mir das klar mache, dann ist der Schrecken gar nicht mehr so groß. Sicher, der Staat kann mir mit seinen Überwachungsmethoden das Leben durchaus schwer machen, wenn er es drauf anlegt. Und wie gesagt, es sieht so aus, als ob es schlimmer wird. Er kann sogar so weit gehen, mir das Leben zu nehmen. Nicht mit dem bisherigen Grundgesetz, aber wer weiß, was noch kommt?

Aber er kann mir die Freiheit nicht nehmen. In die Zukunft gesehen kann er nur versuchen, mir Angst zu machen. Eine andere Kontrolle für die Zukunft hat eine Diktatur nicht. Und der möchte ich mich entziehen.

Ich will keine Angst haben, und ich muß keine Angst haben. Ich bin Christ, und mein Leben liegt in Gottes Hand, das heißt, ich vertraue darauf, daß der Staat nicht das letzte Wort hat. Auch und gerade in Bezug auf mein Leben. Ich muß also keine Angst haben. Das wurde mir diese Tage wieder bewußt, und ich bin froh darum.

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